Perfektionismus ablegen – Schluss mit dem Stress!

Perfektionismus ablegen – Schluss mit dem Stress!

Perfektionismus ablegenFrüher wollte ich immer perfekt sein. Und ich wusste es nocht nicht mal. Das lief alles unbewusst ab bei mir. Irgendwann ist mir dann aufgegangen, dass Perfektionismus eine riesengroße Quelle von unglücklich sein und sinnlosem Energieverlust ist.

In diesem Blogpost geht es darum, was hinter dem Wunsch steht, perfekt zu sein, und wie Perfektionismus ablegen gelingen kann.


Die Formen des Perfektionismus

Zunächst einmal möchte ich darüber sprechen, in welchen Gewändern der Perfektionismus umherirrt und sich vielleicht auch in deinem Verhalten irgendwo versteckt.

Bei manchen Menschen äußert sich der Perfektionismus so, dass sie sich wahnsinnig an Aufgaben verbeißen und nicht mit einer Sache aufhören können, weil sie “noch nicht perfekt” ist. Sie schreiben eine Hausarbeit oder einen Brief und lesen immer wieder drüber. Sie verändern Formulierungen, schieben Sätze hin und her, googlen nach Synonymen, damit sie wortgewandter wirken, und so nimmt die Arbeit kein Ende. Es ist nie gut genug. Es ist nie perfekt genug. Und wenn sie die Aufgabe dann irgendwann für beendet erklären müssen, weil sie eine Deadline haben oder einfach keine Energie mehr, schließen sie sie mit einem schlechten Gefühl ab. Denn sie haben die Aufgabe nicht perfekt gemacht.

Und dann gibt es Menschen, bei denen sich der Perfektionismus eher auf die Verkörperung von bestimmten Idealen bezieht. Sie versuchen, noch klüger, noch schöner, noch witziger zu sein und sind ständig darum bemüht, ein bestimmtes Bild zu erfüllen. Einzelne Aufgaben sind ihnen vielleicht gar nicht so wichtig, aber bei der Erfüllung ihrer eigenen überzogenen Ansprüche an sich kommt ihr Perfektionismus zum Tragen. Und wenn sie ihrem eigenen Bild vom perfekten Menschen einmal nicht genügen können, dann sind sie sauer auf sich selbst und fühlen sich schwach und unzureichend.

Na, hast du dich in einer dieser Beschreibungen wiedererkannt? Wenn ja, dann sei deshalb nicht böse auf dich. Denn das wäre wieder Perfektionismus, nur dieses Mal durch die Hintertür.


Perfektionismus – verführerisches Gift

So, warum ist das mit dem Perfektionismus jetzt überhaupt scheiße? Kann doch auch ne ganz gute Strategie sein oder? So nach dem Motto: “Be the best version of yourself!”.

Aber leider stellen wir uns mit unserem Perfektionismus selbst ein Bein. Denn, wenn wir immer perfekt sein wollen, dann folgen wir damit einem Anspruch, der a) niemals erfüllbar ist (!!!) und uns b) komplett unglücklich macht und uns den Spaß am Leben nimmt.

Durch das ständige Streben nach Perfektion geht uns die Lebensfreude verloren. Vielleicht sind andere Menschen von dir oder von deinen Leistungen beeindruckt, aber gut anfühlen tut sich dein Leben in diesen Momenten der Anstrengung nicht. Denn ganz entspannt und glücklich perfekt sein – das hat bis jetzt noch kein Mensch geschafft. Was stattdessen passiert ist, dass du das Leben verpasst. Du verpasst den jetzigen Moment in all seiner unvollkommenen Vollkommenheit, wenn du verkrampft nach deinem unerreichbaren Ideal strebst.

Um diese Illusion von Perfektion in manchen Momenten zu erreichen, gehst du über deine Grenzen, du trägst eine Maske und du bist nicht authentisch. Denn ein echter authentischer Mensch ist nicht perfekt. Er macht Fehler. Er verhält sich manchmal nicht so nett wie es wünschenswert wäre. Er ist manchmal traurig und bricht zusammen. Er kann manche Sachen nicht. Manchmal ist er im Yin und manchmal ist er im Yang.

Das ist alles völlig normal und überhaupt nicht schlimm.

Klar tut es manchmal weh, zuzugeben, dass ich es gerade nicht so hinkriege, wie ich gerne würde. Dass ich mich gerade nicht so fühle, wie ich mich gerne fühlen würde. Dass ich gerade nicht so handeln kann, wie ich gerne handeln würde. Oder zuzugeben, dass ich gerade keine Energie habe.

Aber Perfektionismus ist keine Lösung dafür. Denn durch das Streben nach Perfektion machst du dich nur selbst kaputt. Und glaub mir, das ist es nicht wert. Der Preis, den du dafür zahlst, ist viel zu hoch.


Was steht hinter meinem Wunsch, perfekt zu sein?

Der Wunsch nach Perfektion hat tiefe Ursachen. Wenn du perfekt sein willst, dann versuchst du damit, einen Mangel zu kompensieren.

Du fühlst, dass du so wie du bist, nicht gut genug bist. Deshalb gehst du in den Leistungsmodus. Du denkst unbewusst: “Wenn ich nur perfekt bin, dann bin ich liebenswert.”

Gerade wenn du als Kind nicht einfach für dein Sein von deinen Eltern geliebt wurdest, sondern nur für Leistung, dann kann Perfektionismus eine Strategie sein, die du entwickelt hast. Und es kann sein, dass du sie auch im Erwachsenenalter beibehalten hast.

Vielleicht warst du früher in irgendwas die Beste oder der Beste. Vielleicht warst du in irgendeiner Sportart spitzenklasse oder du hattest die besten Noten in deiner Klasse. Deine Eltern oder auch nur ein Elternteil haben dich gerade für diese Leistung immer sehr gelobt und waren stolz auf dich. In diesen Momenten, in denen du perfekt warst, da konnten sie dich lieben. Ihre Liebe war nicht bedingungslos. Weil sie sich selbst nicht bedingungslos geliebt haben. Die meisten Eltern behaupten, sie würden ihr Kind bedingungslos lieben. Aber in vielen Fällen ist das nur eine Lüge, die sie sich selbst erzählen, damit sie sich leiden können.

Jedenfalls hast du dieses Prinzip – Liebe für Leistung – als Kind internalisiert und Jahre später denkt dein inneres Kind immer noch: “Ich muss etwas leisten, damit ich liebenswert bin.”

Hinter Perfektionismus steht also immer mangelnde Selbstakzeptanz. Denn, wenn ich mich selbst komplett annehme mit all meinen Macken und all meinen Unzulänglichkeiten, dann bin ich nicht mehr anfällig für Perfektionismus. Dann komme ich gar nicht auf die Idee, irgendein übertriebenes Ideal darstellen zu wollen. Wenn ich innerlich sage: “Ich bin ok so wie ich bin.” Dann entspannt sich in mir alles und ich kann meinen Perfektionismus ablegen. Er wird dann überflüssig und unlogisch.


Perfektionismus ablegen – 3 Einsteigertipps

So, wie nun aus der Falle Perfektionismus entkommen?

Wie schon bei vielen anderen Themen angesprochen gibt es auch hier nicht den einen Schalter, den du einfach umlegen kannst und “schwuppdiwupp” auf einmal bist du nicht mehr perfektionistisch.

Vielmehr ist es auch beim Perfektionismus ablegen so, dass es sich um einen Prozess mit vielen Fortschritten und Rückschritten handelt. Und in diesem Prozess kommst du dann am besten weiter, wenn du Perfektionismus ablegen regelmäßig trainierst. Deshalb ist der 1. Tipp:


Tipp 1: Akzeptanz gegenüber Fehlern

Fange an, darauf zu achten, wie du innerlich mit dir selbst umgehst, wenn du Fehler machst. Es gibt auch Ratgeber, die dir sagen, dass du extra viele Fehler machen sollst. Einfach, um zu lernen, dass es nicht schlimm ist. Die Welt dreht sich weiter und niemand lacht dich aus oder hört auf, dich zu lieben. Ich persönlich finde, dass es erst einmal völlig reicht, wenn du anders mit den Fehlern umgehst, die du sowieso machst. Und mit Fehlern meine ich alles, was du innerlich als Fehler bewertest.

Für jeden ist etwas anderes ein Fehler und es gibt Menschen, die sagen “Fehler gibt es gar nicht”. Von einem bestimmten Standpunkt aus ist das auch richtig, aber beim Perfektionismus ablegen hilft dir das auch nicht wirklich weiter. Deshalb lenke einfach bewusst dein inneres Selbstgespräch, wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, einen Fehler gemacht zu haben.

Halte einen Moment inne, atme tief ein und aus und frage dich dann: “Was denke ich gerade über mich selbst?”

Wenn du dich selbst innerlich gerade für deinen Fehler fertig machst, dann geh stattdessen in eine akzeptierende Haltung. Erkenne den inneren Kritiker und entziehe ihm seine Macht.

Wie kommt man in eine akzeptierende Haltung? Die unterschiedlichsten Gedankengänge können dir beim Einüben einer akzeptierenden Haltung helfen. Vielleicht hilft es dir, dir klarzumachen, wie du über einen anderen Menschen in der gleichen Situation denken würdest. Wahrscheinlich hättest du bei jemand anderem viel mehr Verständnis oder Mitgefühl dafür, dass dieser Person das passiert ist. Vielleicht fändest du sie auch total sympathisch und menschlich dadurch.

Es kann auch helfen, dir bewusst zu machen, dass du ein Mensch und keine Maschine bist. Du bist ein menschliches Wesen – du musst gar nicht immer funktionieren.

Das ist nur der überzogene Anspruch, den du an dich selbst hast. Aber in Wirklichkeit ist es ok, mal was nicht zu schaffen. Wenn du dir das nochmal bewusst ins Gedächtnis rufst, entspannt sich innerlich etwas und du kannst den Fehler loslassen.


Tipp 2: Zufriedenheit üben

Wenn du gerade eine Aufgabe beendet hast, läuft meistens unbewusst in deinem Kopf eine Bewertung ab. Du denkst dir: “Gut gemacht, toll!” oder vielleicht auch: “Hm naja, hätte man besser machen können…”

Wenn du eher zu letzterer Bewertung neigst, dann werde dir auch hier bewusst. Bemerke deine negative Selbstbeurteilung ohne diese wiederum wieder zu verurteilen.

Und dann übe dich in Zufriedenheit. Sei bewusst damit zufrieden, wie du etwas gemacht hast. Egal was. Du hast es gut gemacht. Du hast so viel Energie und Zeit dafür eingesetzt, wie du gerade konntest und das ist genug. Jedes Mal.

Wenn zufrieden sein für dich ein schwieriges Thema ist, dann schau doch mal in meinem Artikel: Zufriedenheit – Tipps für ein zufriedeneres Leben vorbei.


Tipp 3: Fokus wechseln

Wenn du merkst, dass du gerade wieder in Perfektionismus abdriftest, dann beobachte dich dabei. Mache dir klar, was gerade passiert.

Und mach dir auch klar, dass Selbstliebe entwickeln das einzig wirklich wirksame Mittel gegen Perfektionismus ist. Werde dir bewusst, dass du mit deinem Perfektionismus einen gefühlten Mangel kompensieren willst, der aber real gar nicht existiert.

Denn du bist existierenswert und liebenswert genauso wie du bist.

Dafür musst du rein gar nichts tun.

Schon gar nicht perfekt.



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Selbstliebe ist kein Ersatz für eine Partnerschaft

Selbstliebe ist kein Ersatz für eine Partnerschaft

In diesem Artikel geht es darum, warum Selbstliebe kein Ersatz für eine Partnerschaft ist. Ich erlebe es immer wieder, dass Menschen der Selbstliebe nur in bestimmten Situationen Aufmerksamkeit schenken.

Wenn sie gerade verlassen werden, fällt ihnen auf, dass sie sich selbst nicht lieben oder nicht genug lieben. Das Ende einer wichtigen Beziehung kann für viele Menschen der erste Berührungspunkt mit dem Thema Selbstliebe sein. Und daran ist auch erst einmal nichts falsch. Es ist wundervoll, wenn ein Mensch zu seiner Selbstliebe findet – egal, aus welchem Grund.

Problematisch wird es für mich nur, wenn einem Menschen seine Selbstliebe nur dann wichtig ist, wenn gerade niemand anders da ist.

 

Kompensation eines Mangels

Wenn gerade kein_e Partner_in da ist, der oder die sich um alle Bedürfnisse kümmert und auf den oder die die Verantwortung für das eigene Glück abgewälzt werden kann, dann wird die Selbstliebe auf einmal wichtig. Ein paar Workshops werden besucht, eine Zeit lang regelmäßig meditiert und zum Yoga gegangen. #Self-Love #Achtsamkeit

Und wenn dann der nächste Partner oder die nächste Partnerin am Start ist, ja dann ist die Selbstliebe wieder ganz schnell in Vergessenheit geraten. Ist ja jetzt nicht mehr so wichtig.

Doch genau diese Logik geht am Ende ganz und gar nicht auf. Denn gerade in einer Partnerschaft, gerade im Kontakt mit einem anderen Menschen, ist die eigene Selbstliebe fundamental wichtig. Wenn ich mich selbst nicht liebe, werde ich mir von anderen Menschen immer irgendetwas gefallen lassen, nur weil ich ihre Liebe nicht verlieren will. Denn weil ich mich selbst nicht liebe, bin ich ja auf die Liebe der anderen Person angewiesen. Konflikte kann ich kaum aushalten, weil ich immer Angst habe, die andere Person zu verlieren.

Und was wäre dann? Warum wäre das so schlimm? Weil ich mir selbst nicht genug bin.

Wenn ich mich wiederum genug selbst liebe und ein festes Fundament in mir selbst habe, dann kann ich auch im Kontakt mit anderen authentisch bleiben. Dann traue ich mich, zu sagen, wenn mir etwas nicht passt. Dann traue ich mich, meine Grenzen zu schützen und „nein“ zu sagen, wenn ich „nein“ meine.

Wenn ich mich genug liebe, kümmere ich mich selbst um meine Bedürfnisse anstatt sie auf jemand anderen abzuwälzen. Und das führt natürlich auch viel eher zu einer funktionierenden Beziehung.

Selbstliebe ist kein Ersatz für eine Partnerschaft. Selbstliebe ist vielmehr die Voraussetzung für eine erfüllende Partnerschaft. Selbstliebe zu entwickeln führt in der Konsequenz auch dazu, dass ich Liebe im außen finde. Weil das, was sich im außen manifestiert, immer in Resonanz mit dem ist, was ich in mir vorfinde.

 

Selbstliebe ist dein Fundament

Die große Liebe deines Lebens bist du selbst. Und wenn du eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit dir selbst eingehst, die auf einer unfassbar tiefen bedingungslosen Liebe zu dir selbst basiert, dann ist diese Liebe dein Fundament und dein Anker.

Sie ist dein lebensrettender Pfeiler, auf den du immer zurückgreifen kannst. Wenn alles andere in sich zusammenfällt, musst du trotzdem keine Angst haben, weil du diese Liebe immer noch hast. Deine Selbstliebe kann dir niemand nehmen oder geben. Sie ist von niemand anderem abhängig als dir selbst. Die Verantwortung an deine Eltern, deine_n (Ex-)Partner_in oder die Gesellschaft abzugeben, ändert auch nichts daran.

Es ist deine und meine erste und wichtigste Verantwortung uns selbst und anderen gegenüber, uns selbst zu lieben.

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Und wenn wir diese Verantwortung wirklich ernst nehmen und uns dauerhaft darum kümmern, dann kann auch immer mehr Liebe und Freude in unsere Beziehungen fließen. Dann empfangen auch andere Menschen mehr Liebe von uns, weil diese Liebe dann aus einer sprudelnden Quelle kommt. Wenn wir in einer Gesellschaft leben würden, in der alle Menschen sich selbst lieben, dann würde damit auch die Gesellschaft als Kollektiv heilen.

Ich lade dich dazu ein, diese Zeilen als leidenschaftlichen Appell an deine Selbstliebe zu verstehen. Heute, morgen und auch übermorgen. Verpflichte dich deiner Selbstliebe gegenüber, egal ob du gerade in einer Partnerschaft bist oder nicht, und aus dieser Verpflichtung heraus werden die schönsten Geschenke entstehen.

Warum Zeit allein keine Wunden heilt

Warum Zeit allein keine Wunden heilt

„Zeit heilt alle Wunden“ ist ein gutes Beispiel für eine sehr dumme Volksweisheit. Und es gibt viel zu viele Menschen, die tatsächlich danach leben. Wenn etwas Schlimmes passiert, dann warten sie einfach ab und hoffen, dass es irgendwann einmal nicht mehr wehtut.

Bist du auch einer dieser Menschen, der auf die magischen Fähigkeiten der Zeit vertraut anstatt sich proaktiv um seinen Schmerz zu kümmern? Dann bist du in diesem Blogpost genau richtig.

Hier geht es darum, warum Zeit keine Wunden heilt und was du tun kannst, um deinen Schmerz aufzuarbeiten.

Wenn etwas passiert, was dir wehtut, ist es völlig verständlich, den Schmerz erst einmal abzulehnen. Vielleicht hast du das Gefühl, dass der Schmerz dich überflutet und du die Kontrolle verlierst. Eine Reaktion darauf kann sein, dass du den Schmerz rationalisierst oder ihn überhaupt nicht fühlen willst.

Neulich sagte eine meiner Klientinnen im Coaching über den Tod ihres Vaters, sie hoffe „…dass es irgendwann mal aufhört, dass man da immer dran denken muss.“

An diesem Satz fallen mir sofort drei Dinge auf, die nicht wahr sind.

Zum Einen gibt die Person in diesem Satz völlig die Verantwortung für ihre Gefühle an die Zeit ab. „Irgendwann“ soll der Schmerz aufhören. Einfach so am besten.

Warum sollte er?

Gibt es ein Ablaufdatum für Schmerz? Hat sie einen Vertrag unterschrieben, der irgendwann zu einem festen Datum endet? Der Schmerz hört nicht einfach so auf, nur weil eine bestimmte Zeit vergangen ist. Der Schmerz ist kein von einem kapitalistischen Wirtschaftssystem entwickeltes Küchengerät, das mit ziemlicher Sicherheit nach fünf Jahren kaputt geht.

Emotionale Heilung hat nichts mit Zeit zu tun. Emotionaler Schmerz ist kein gebrochenes Bein.

Die Trauer über einen verstorbenen Menschen kann nach zwanzig Jahren noch fast genauso intensiv sein wie kurz nachdem es passiert ist. Während ein anderer Mensch einen ähnlich intensiven Verlust vielleicht schon nach einem Jahr relativ gut aufgearbeitet hat. Die Zeit ist hier nicht der entscheidende Faktor.

Die zweite Sache, die an diesem Satz nicht wahr ist, ist das Wort „man“. Die Person redet von ihrem ganz persönlichen individuellen Schmerz und trotzdem benutzt sie das Wort man. Was hier passiert ist, dass sie sich von ihren eigenen Gefühlen dissoziiert. Nicht sie ist die Person, die einen schlimmen Verlust zu verkraften hat, sondern man. Damit lässt sie den Schmerz nicht an sich heran und übernimmt nicht die Verantwortung für ihre Gefühle. Die Wunde so zu heilen, wird schwierig.

Und last but not least benutzt sie das Wort „denken“, obwohl es hier um ein Gefühl und nicht ums Denken geht.

Warum ist es denn schlimm für sie, an ihren toten Vater zu denken? Weil der Gedanke mit einem Gefühl verbunden ist. Weil bei dem Gedanken an ihn auch der Schmerz hochkommt. Und den möchte sie nicht. Solange sie das Problem von der emotionalen auf die gedankliche Ebene verschiebt, wird es kaum zu lösen sein.

Die Frage, ob sie sich manchmal Zeit dafür nimmt, sich einfach hinzusetzen und um ihren Vater zu weinen, verneint sie. Dennoch hofft sie, „…dass es irgendwann mal aufhört, dass man da immer dran denken muss.“

 

Den Schmerz fühlen

Zeit allein heilt keine Wunden. Was sie hingegen heilt, ist zu fühlen.

Den Schmerz zu umarmen und ihn anzunehmen, das heilt ihn.

Jetzt kann es ein ziemlich weiter Weg vom Ablehnen des Schmerzes und dem Vertrauen auf die Zeit hin zu dem bejahenden Fühlen meines Schmerzes sein. Diesen Schalter umzuswitchen wird dir vielleicht erst einmal nicht leicht fallen. Vielleicht braucht es dafür etwas Übung.

Ich lade dich dazu ein, dir einmal die folgenden Fragen zu stellen:

Welche alte Wunde schleppst du heute noch mit dir rum, weil die Zeit sie nie geheilt hat?

Und was kannst du heute selber dafür tun, diese Wunde zu heilen?

Vielleicht hast du in deiner Kindheit Dinge erlebt, die für dich traumatisch waren. Vielleicht musstest du mit dem Verlust eines geliebten Menschen klarkommen. Vielleicht bist du nie richtig über die Trennung von deinem Ex-Partner oder deiner Ex-Partnerin hinweggekommen.

Welche Wunde auch immer du mit dir herumträgst: Die Zeit hat sie nicht geheilt. Nur du kannst sie heilen. Nur du kannst dich von diesem Schmerz erlösen. Nur du kannst Frieden mit dieser Sache machen.

Ich lade dich dazu ein, dir einmal genau klarzumachen, welche offenen Wunden du mit dir herumträgst. Und dann mache dir einen realistischen Plan zur Heilung deiner Wunden.

Natürlich kostet es erst einmal Überwindung, ins Fühlen zu kommen. Dafür musst du dich ein bisschen pushen.

Dennoch finde ich es wichtig, dabei nicht zu hart zu dir zu sein.

Vielleicht möchtest du dich erst einmal für 30 Minuten mit deinem Schmerz verabreden. Für ein erstes Kennenlernen. Vielleicht sogar für eine noch kürzere Zeitspanne. Hauptsache, du fängst an und tust den ersten Schritt.

Viele kleine Schritte, die du regelmäßig gehst, führen viel eher zum Erfolg als ein großer Schritt.

Wenn du einen großen Schritt machst und dich damit total überforderst, dann ist dir damit auch nicht geholfen. Aber wenn du jeden Tag einen kleinen Schritt machst, dann kommen dein Körper und dein Geist auch mit. Du veränderst deinen Umgang mit dem Schmerz langsam und nachhaltig.

Und insofern kommt dann auch wieder die Zeit ins Spiel. Aber eben nur in Verbindung mit dem Fühlen.

Den Schmerz zu fühlen, das heilt den Schmerz. Ganz still. Mit dem Blick nach innen. Für dich und mit dir. So geschieht Heilung.

Zeit heilt keine Wunden. Aber du schon. Du kannst deine Wunden heilen.

Die Kraft der Dankbarkeit

Die Kraft der Dankbarkeit

Dankbarkeit ist eines der mächtigsten Werkzeuge der persönlichen Transformation. Warum? Weil Dankbarkeit die Kraft hat, völlig deinen Fokus zu verschieben und damit deine Realität zu verändern.

Oftmals ist das „Problem“ nicht das eigentliche Problem, sondern dass ich ein Problem daraus mache. Wenn ich mich zu sehr auf das konzentriere, was ich nicht will, dann macht es das nur noch schlimmer. Es macht das „Problem“ immer größer und größer.

Dabei arbeite ich doch eigentlich daran, dass das Ungewünschte weggeht oder?

Auch wenn das meine Absicht dahinter ist, so erreiche ich mit meiner Fokussierung auf mein angebliches Problem doch genau das Gegenteil: Ich bekomme immer mehr davon.

Erinnere dich mal zurück an das letzte Mal als du ein Problem hattest und dich dann gedanklich sehr viel damit beschäftigt hast.

Ging es dir dadurch besser? Bist du das Ungewünschte dadurch losgeworden?

Wenn ja, herzlichen Glückwunsch.

Doch wahrscheinlich hast du eher die Erfahrung gemacht, dass du durch dein Reinsteigern in das Problem es noch mehr manifestiert hast.

 

Wozu kann dir Dankbarkeit dienen?

Und genau hier kommt die Dankbarkeit ins Spiel. Wenn du lernst, dich völlig von dem abzuwenden, was dich in deinem Leben stört und stattdessen eine Haltung der Dankbarkeit gegenüber den schönen Dingen einübst, was passiert dann?

Wenn du anfängst, für die schönen kleinen Dinge in deinem Leben dankbar zu sein, dann werden diese Dinge immer mehr.

Du kannst dir das ungefähr so vorstellen: Vor dir liegen zwei Hüpfburgen, in denen gerade keine Luft drin ist. Du hast eine Luftpumpe in der Hand. Jetzt ist erst mal objektiv gesehen in beiden Hüpfburgen keine Luft drin. Sie haben aber beide das Potential, riesengroß zu werden, wenn DU sie aufpumpst. Und die Luft, die du in sie reinpumpst ist die mentale Energie, die du in das Thema reingibst. Damit pumpst du sie auf. Jetzt kannst du dich entscheiden, welche Hüpfburg du aufpumpst. Du kannst sagen: „Ja, Probleme. Gib mir mehr davon!“ Und dann läufst du zur ersten Hüpfburg hin und schenkst ihr deine volle Aufmerksamkeit, deine volle Energie. Du verbringst Stunden damit, sie aufzupumpen. Am Ende steht sie riesengroß vor dir und die andere Hüpfburg siehst du eigentlich gar nicht mehr. Sie wird von der ersten Hüpfburg völlig überschattet.

Oder du entscheidest dich dafür, für die kleinen Dinge in deinem Leben dankbar zu sein. Du gehst zur zweiten Hüpfburg hin, auch wenn es dir noch etwas schwerfällt, dir vorzustellen, dass diese mickrige Hüpfburg mal riesengroß werden kann. Trotzdem fängst du an, in sie zu investieren. Du schenkst ihr deine Zeit und deine Energie. Und mit der Zeit wird diese Hüpfburg riesengroß und du siehst die erste Hüpfburg gar nicht mehr. Im Gegensatz zur anderen Hüpfburg erdrückt dich diese nicht, sondern sie richtet dich auf.

Das ist die Kraft der Dankbarkeit.

Dankbarkeit shiftet völlig deinen Fokus und lässt nebenbei deine Probleme klitzeklein werden. Dankbarkeit ist in diesem Sinne pure Selbstliebe, weil sie dir hilft, dein Leben schön zu finden und deine Zufriedenheit zu stärken.

Am Anfang wird es dir vielleicht schwerfallen, Dinge zu finden, für die du dankbar bist. Dann versuche, eine Nummer kleiner zu denken. Uns allen passieren jeden Tag viele Dinge, für die wir dankbar sein könnten und wir alle haben einige Dinge in unseren Leben und an uns selbst, für die wir dankbar sein könnten. Nun gilt es nur, diese Dinge zu finden und das Bewusstsein für diese Dinge zu schärfen.

Als ich vor Jahren mit meinem Dankbarkeits-Tagebuch angefangen habe, war das am Anfang sehr ungewohnt. Vorher habe ich mich selten gefragt, für was ich eigentlich dankbar bin. Beim Revue passieren lassen meines Tages dauerte es manchmal ganz schön lange bis ich Dinge entdeckte, für die ich Dankbarkeit empfand. Doch mit der Zeit wurde es immer einfacher, dankbar zu sein und irgendwann war diese Gewohnheit so verinnerlicht, dass ich schon in der Situation selbst merkte: „Ja, das ist jetzt so ein Dankbarkeits-Moment!“

Durch Rituale der Dankbarkeit hat mein Leben unendlich an Reichtum gewonnen und das wünsche ich mir auch für dich.

Deshalb lade ich dich dazu ein, dich regelmäßig zu fragen, für was du eigentlich dankbar bist. An dir selbst, an deinem Leben, der Welt und an dem Tag, der gerade hinter dir liegt.

Entdecke die Kraft der Dankbarkeit und staune, wie schön dein Leben dadurch wird.

Der Kreislauf von Leben und Sterben

Der Kreislauf von Leben und Sterben

Viele Menschen mögen es nicht, an den Tod zu denken. Wenn das Thema des Sterbens aufkommt, schnürt sich bei ihnen innerlich schon alles zusammen.

Diese Angst vor dem Tod ist aus einer weiter Perspektive heraus völlig unlogisch und hindert uns daran, voll zu leben.

In diesem Artikel geht es darum, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind.

Leben und Sterben sind nicht zwei Gegensätze, so wie wir es oft empfinden. Die Gesellschaft vermittelt uns dieses Bild und wir glauben es.

Die meisten Menschen haben keine Werkzeuge dafür, gut mit dem Tod umzugehen. Sie schaffen es nicht, den Tod in ihr Leben zu integrieren.

 

Leben und Sterben gehören zusammen

Dabei sind Leben und Sterben keine Gegensätze.

Vielmehr sind sie zwei Seiten von derselben Sache.

Das Leben und der Tod bedingen sich gegenseitig. Es gäbe kein Leben ohne den Tod und es gäbe keinen Tod ohne das Leben. Und im Leben selbst ist der Tod gegenwärtig.

Die Blätter der Bäume müssen im Herbst gehen, damit im Frühling neue kommen können. Das ist der Leben-Tod-Leben-Kreislauf. Und der Baum hat ja auch keine Angst davor, seine Blätter herzugeben. Er ist voller Vertrauen, dass ihm im nächsten Frühjahr neue Blätter wachsen werden. Er akzeptiert, dass Leben und Sterben untrennbar miteinander verbunden sind. Und dass nach jedem Sterben wieder neues Leben kommt.

Nur wenn wir gut mit der Tatsache umgehen können, dass wir irgendwann sterben werden, können wir auch gut am Leben sein. Sonst leben wir immer in Angst vor dem Tod.

Und den Tod zu vermeiden, führt auch zu einer Vermeidung des Lebens.

Einen Aspekt ausgrenzen zu wollen, funktioniert nicht. Nur wenn wir das Leben als Ganzes annehmen, können wir es auch in seiner Totalität erfahren. Und das beinhaltet auch den Aspekt vom Leben-Tod-Leben-Kreislauf.

 

Konsequenzen der Sterblichkeit der Dinge

Wir alle sind sterblich. Alles, was du siehst, fühlst, riechst, schmeckst und alles, was du anfassen kannst, ist irgendwann nicht mehr da. Alles kommt und geht. Vielleicht klingt das erst einmal hart, aber wenn du diese Tatsache akzeptieren kannst, dann hat das ein unglaubliches Befreiungspotential.

Was passiert, wenn wir die Leben-Tod-Leben-Natur von allem akzeptieren?

Zum Einen hat die Vergänglichkeit der Dinge Auswirkungen auf unsere Anhaftung. Wenn wir wirklich akzeptieren, dass alles einmal wieder vergehen wird, gibt es auch keinen Grund mehr dafür, zu klammern. Denn genau das ist Anhaftung: Wir klammern uns an etwas fest, weil wir Angst davor haben, dass es uns wieder verlässt. Aber wenn wir wirklich akzeptieren, dass alles was lebt auch wieder stirbt, dann gibt es keinen Grund mehr für Anhaftung. Sie wird einfach nicht mehr haltbar und wir können dieses Muster loslassen.

Zum Anderen heißt das Loslassen von Anhaftung eben nicht, dass ich weniger fühle. Genau das Gegenteil ist der Fall.

Deine Angst vorm Verlassen werden mahnt dich immer zur Vorsicht. Sie flüstert dir zu: „Liebe ja nicht zu intensiv, sie könnte dich wieder verlassen und dann wirst du verletzt und verwundet zurückgelassen. Wenn du dich emotional nicht so sehr einlässt, dann tut es am Ende auch nicht so weh.“

???

Ähhhh…

Kennst du diese Stimme der Angst vorm Tod auch?

Die Logik dieser Stimme geht nicht auf.

Alles kommt und alles geht. Das ist kein Grund, im Hier und Jetzt nicht voll ins Gefühl zu gehen.

Ganz im Gegenteil: Wenn du akzeptierst, dass sowieso alles endet, dann kannst du dich auch voll darauf einlassen.

 

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Du musst nichts mehr vermeiden, wenn du den Leben-Tod-Leben-Kreislauf akzeptierst.

Das heißt, eine Beziehung (egal welche) kann nur funktionieren, wenn alle beteiligten Personen diesen Fakt akzeptieren.

Und wenn alle beteiligten Personen diesen Fakt akzeptieren, dann kann die Beziehung unglaublich intensiv und schön werden.

Wenn du in vollem Bewusstsein des Todes lebst, dann kann jeder Augenblick wundervoll und total sein. Wenn du das Sterben als Teil des Lebens annimmst, dann wird dein Leben dadurch an Tiefe und Fülle gewinnen. Es wird ganz.

Alles kann sterben und genau deshalb sollte man den Moment voll leben. Dass alles stirbt, ist der Grund dafür, nicht anzuhaften. Aber es ist auch der Grund dafür, voll zu leben und voll mit meinen Gefühlen in den Moment reinzugehen. Eben nicht mit bedürftiger „Bitte verlass mich nicht, bitte sei nie vorbei“-Anhaftung, sondern in vollem Bewusstsein des Todes präsent sein.

Mit mir, meinen Gefühlen und der anderen Person. Den Tod zu akzeptieren ist die Voraussetzung dafür, voll zu leben.

Tatsächlich gibt es meistens innerhalb einer Sache viele Tode und viele Widergeburten. Wenn eine Sache sehr lange andauert, dann verändert sie sich zwangsläufig innerhalb dieser Zeit. Sie lebt in einer Qualität, irgendwann stirbt sie und wird mit einer völlig neuen Qualität widergeboren. Das ist der Leben-Tod-Leben-Kreislauf. Es gibt keinen Grund, Angst vor dem Tod zu haben. Er kommt sowieso. Und nach ihm folgt immer ein neues Leben.

Schattenseiten integrieren: 3 wirkungsvolle Tipps

Schattenseiten integrieren: 3 wirkungsvolle Tipps

Wir alle haben unseren Schatten. Die Wenigsten von uns von uns tragen ihn gut sichtbar mit sich herum. Die Allermeisten bemühen sich sehr, ihn zu verstecken.

Wenn du auch eher zu der Sorte Mensch gehörst, dem es schwerfällt, seine Schattenseiten zu integrieren, dann bist du in diesem Artikel genau richtig.

Wir alle haben durch unsere Sozialisation beigebracht bekommen, Unangenehmes wegmachen zu wolllen. Dinge, die wir an uns selbst negativ finden, wollten wir nicht haben. Wir haben versucht, sie ganz tief nach unten zu drücken, wo niemand anders und auch wir selbst sie nicht sehen können.

Dass diese Abspaltung unserer Schattenseiten weitreichende Konsequenzen hat, haben wir erst viel später bemerkt.

 

Die Folgen der Abspaltung der Schattenseiten

Was passiert nun, wenn wir unsere Schattenseiten nicht haben wollen? Wenn du zu einem Teil von dir selbst NEIN sagst, dann sagst du innerlich zu deinem ganzen Selbst nein.

Es geht nicht, nur einen Teil von sich selbst anzunehmen. Wenn du das versuchst, wirst du daran scheitern.

Unbewusst baust du innerlich ein NEIN zu dir selbst auf und stärkst den inneren Kritiker mit deiner Ablehnung dir selbst gegenüber. Du unterscheidest in gut und schlecht und verpflichtest dich einem Ziel, das du niemals erreichen kannst. Kein Mensch hat nur positive und angenehme Seiten. Jeder Mensch hat auch Seiten, die er nicht an sich mag und die vielleicht auch für andere Menschen schwierig sein können.

Das ist völlig normal. Das ist ok so.

Niemand von uns ist immer nur Licht und Liebe. Es geht uns allen mal schlecht und wir haben alle Dinge, mit denen wir nicht so gut umgehen können.

Wahre Akzeptanz kann nicht ein- und ausschließen. Sie schließt alles mit ein. Wenn du also nur deine „guten“ Seiten haben möchtest, dann schwächst du damit dein JA zu dir selbst.

Das an sich zu lieben, was man mag, ist relativ leicht. Aber dich auch für all das zu lieben, was du blöd an dir findest, das ist der Moment, in dem Heilung geschieht.

 

Tipps zur Integration deiner Schattenseiten

Wie kommt man nun dahin, sich selbst völlig anzunehmen, mit allem, was da ist? Es gibt sicherlich viele Wege, um Schattenseiten zu integrieren.

Ein paar Tipps für den Einstieg bekommst du hier:

 

1. Tipp: Sieh deinem Schatten ins Gesicht

Zunächst einmal lade ich dich dazu ein, dem Kind einen Namen zu geben. Mach dir ganz genau klar, wo du deine Schattenseiten siehst.

Was ist für dich dein Schatten?

Nur, wenn du das einmal ganz klar benannt hast, kannst du diese Schattenseiten auch integrieren.

Wir müssen uns der Dinge erst einmal bewusst werden, damit wir unseren Umgang mit ihnen auch verändern können.

Ob du das schriftlich oder im Kopf machst, ist Typsache. Die schriftliche Variante bringt allerdings potentiell mehr Klarheit und du kannst deine Überlegungen noch einmal nachlesen, solltest du weiter damit arbeiten wollen.

 Licht und Schatten

 

2. Tipp: Wohlwollendes Selbstgespräch

Sind dir nun deine Schattenseiten bewusst, kannst du damit anfangen, deinen Umgang mit ihnen zu verändern. Und wie du mit ihnen umgehst, fängt erst einmal in dir selbst an.

Wie redest du mit dir? Wenn du gerade mit einer deiner Schattenseiten in Kontakt kommst, findet ein inneres Selbstgespräch statt.

Wenn du im Zustand der Ablehnung diesen Seiten gegnüber bist, dann wird dieses Selbstgespräch wahrscheinlich relativ ungnädig sein. In dem Moment, in dem deine Schattenseite sich zeigt, wirst du wahrscheinlich in Widerstand gehen. Du wirst sauer darüber, dass sie gerade da ist. Du hättest es gerne anders. Du verurteilst dich dafür, dass du so bist, wie du bist.

Im Prozess des Schattenseiten integrierens ist es nun sehr wichtig, dieses destruktive Selbstgespräch in ein aufbauendes und konstruktives Selbstgespräch zu verwandeln.

Wie das geht?

Du wirst dir in dem Moment deines inneres Selbstgespräches bewusst und lenkst es bewusst.

Damit das gelingt, kannst du das Selbstgespräch durch Fragen aufbrechen. Wenn du zum Beispiel bemerkst, dass es da eine Instanz gibt, die deine Schattenseite kritisiert, dann kannst du ihre Meinung einfach hinterfragen. Du fragst: „Ist das jetzt gerade wirklich so schlimm an mir?“ Oder: „Macht es irgendeinen Sinn, diese Eigenschaft von mir abzulehnen? Ändert sie sich dadurch?“

Was passiert durch das Hinterfragen ist Folgendes: Fragen brechen eingeübte Denkstrukturen auf.

Das heißt, Fragen haben ein besonderes Potential, gedankliche Muster zu verändern. So kannst du dein negatives Selbstgespräch immer mehr in ein positives Selbsgespräch verwandeln.

 

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3. Tipp: Vor anderen zu deinen Schattenseiten stehen

Weißt du nun, wo deine Schattenseiten liegen und lernst immer mehr, sie innerlich anzunehmen, bleibt noch der Umgang mit der äußeren Welt. Wenn du deine Schattenseiten integrieren willst, dann geht kein Weg daran vorbei, auch vor anderen Menschen frei zu ihnen zu stehen.

Es kann am Anfang große Hemmungen geben, wenn du dich vor anderen mit deinen vermeintlichen Schwächen zeigst. Zu sagen: „Hey, hier bin ich und ich fühle mich gerade schwach.“ Oder zu sagen: „Hey, hier bin ich und dieses und jenes Gefühl macht mir gerade zu schaffen.“

Was auch immer dein Schatten ist, mit ihm zu sein wärend du in Verbindung mit anderen bist, kann der schwerste Schritt sein.

Aber es ist auch der befreiendste Schritt.

Denn, wenn du nichts mehr zu verstecken versuchst, kann dein Körper aufatmen. Dein Inneres kann aufatmen. Du kannst dich dann in dich selbst hinein und in die Beziehung hinein entspannen. Du verschwendest keine Energie mehr damit, irgendeine Fassade aufrechtzuerhalten. Geliebt werden willst du doch sowieso nur für dich selbst oder? Welchen Sinn macht es, für etwas gemocht zu werden, was gar nicht du bist oder nur für Teile von dir selbst?

Plus: In dem meisten Fällen sind all die Befürchtungen, dass du zu viel für die andere Person bist oder sie dich ablehnt, wenn du ihr deine Schattenseiten zeigst, völliger Schwachsinn. Meistens findet die andere Person es einfach nur sympathisch, dass du auch Probleme hast. Vielleicht hat sie mit genau der gleichen Sache zu kämpfen und kann sich super mit dir identifizieren, wenn du ihr davon erzählst. Vielleicht geht es ihr ganz anders und genau deshalb kann sie dich super dabei unterstützen und ganz entspannt damit umgehen.

Wie auch immer die Geschichte ausgeht, es ist immer besser, sich authentisch gezeigt zu haben – dann musst du auch nichs bereuen.

Mit etwas Übung und Energie, die du reinsteckst, wirst du deine Schattenseiten integrieren können. Jeden Tag ein bisschen mehr.

Wie die Angst vor Nähe deine Beziehungen sabotiert

Wie die Angst vor Nähe deine Beziehungen sabotiert

Wir haben fast alle Angst davor, jemanden zu nahe an uns heranzulassen.

Und wir alle haben unsere Strategien, um zu verhindern, dass jemand uns zu nahe kommt und damit unseren Panzer durchbricht. Wegen den Erfahrungen, die wir gemacht haben oder der Dinge, die uns gesagt wurden, haben wir Angst vor Nähe. Wir glauben aus irgendeinem Grund, dass diese Nähe nicht sicher ist für uns. Dass wir uns angreifbar machen, wenn wir sie zulassen.

Im Wesentlichen bedienen wir uns wegen unserer Angst vor Nähe zwei Strategien:

 

1. Strategie: In eine kühle unnahbare Person verlieben

Bei dieser Strategie projizierst du deine Liebe auf jemanden, der dir gegenüber distanziert und reserviert ist. Du spürst unbewusst, dass du ihn oder sie eigentlich emotional gar nicht erreichen kannst. Trotzdem tust du dein Bestes, um ihn oder sie von dir zu überzeugen. Auch wenn jemand anders in deinem Leben ist, der dir viel mehr Beachtung und Liebe schenkt: Zu dem kühleren Menschen fühlst du dich irgendwie mehr hingezogen.

Warum suchst du dir jetzt ausgerechnet so eine Person zum Verlieben aus?

Zum Einen könnte es sein, dass du dir selbst unbewusst beweisen willst, dass du nicht liebenswert bist. Du hast den Glaubenssatz, dass andere Menschen dich nicht lieben können und deshalb suchst du dir jemanden aus, der dir genau das bestätigt. Wir haben alle unsere inneren Überzeugungen, die wir uns selbst ständig im Außen bestätigen wollen. Beobachtungen, die nicht zu unseren Überzeugungen passen, werden ganz schnell unter den Tisch fallen gelassen.

Zum Anderen ist das Aussuchen einer unnahbaren Person auch eine ziemlich bequeme Escape-Strategie. Durch die emotionale Unzugänglichkeit der anderen Person läufst du natürlich auch nicht Gefahr, dass sie dir zu nahe kommt. Gleichzeitig kannst du in diesem Szenario bequem die Verantwortung von dir weisen.

Du wolltest ja Nähe. Du wolltest ja die andere Person an dich heranlassen. Aber sie war diejenige, die dich abgeblockt hat. Also bist du fein raus und kannst dann auch nichts mehr machen.

Wem du die Schuld gibst, dem gibst du die Macht.

Das Problem hierbei ist, dass eine riesengroße Projektion stattfindet. Du projizierst dein Problem auf die andere Person und bist damit auf einer Ebene, auf der du das Problem nicht mehr lösen kannst.

Das Problem, dass du dich selbst als nicht liebenswert empfindest und Angst vor Nähe hast, ist dein Problem und hat nichts mit der anderen Person zu tun.

Um es wirklich zu lösen, musst du es dahin zurücknehmen, wo es seinen Ursprung hat: Zu dir selbst.

Nur an seinem Ursprung kann ein Thema gelöst werden. Die andere Person dazu zu kriegen, dass sie dich doch heiß und innig liebt, würde dein Problem nicht lösen. Ohne innere Arbeit würdest du wahrscheinlich in diesem Moment aufhören, sie zu lieben. Weil die Liebe der anderen Person dann nicht mehr zu deinem inneren Programm passen würde und sie dann uninteressant für dich würde. Auch wenn du natürlich die ganze Zeit davon überzeugt bist, dass du dir genau das mehr als alles andere wünscht und alles dafür tust, endlich von diesem Menschen voll und ganz geliebt zu werden.

Wenn du dich in dieser 1. Strategie zur Vermeidung von Nähe wiedererkennst, lade ich dich dazu ein, dir selbst bewusst zu werden. Wenn du dich das nächste Mal zu einer unnahbaren Person hingezogen fühlst, dann beobachte dich selbst in diesem Muster und nimm es zu dir selbst zurück. Gehe einfach nicht darauf ein. Ein ins Außen verlagerter Kampf kann nicht gewonnen werden. Nie.

 

2. Strategie: Selbst die kühle unnahbare Person sein

Bei der ersten Strategie bist du immer in der „Pull“-Position. Du bist diejenige Person, die immer mehr vom anderen will und versucht, ihn oder sie an dich heranzuziehen.

Bei der zweiten Strategie bist du genau in der anderen Position. Du bist dann in der „Push“-Position.

Soll heißen: Die andere Person will immer ein bisschen mehr von dir als du von ihr. Die andere Person liebt und braucht dich immer ein bisschen mehr als du sie. Du spürst, dass du ihr gegenüber kälter bist als sie dir gegenüber. Du gehst immer ein bisschen auf Abstand.

Die andere Person erreicht dein Herz nicht völlig. Du sagst nicht innerlich zu 100% „JA“ zu diesem Menschen.

Auch diese Strategie erwächst deiner Angst vor Nähe. Unbewusst suchst du dir die bedürftige und dir unterlegene Person deshalb aus, weil du weißt, dass sie dir nicht gefährlich wird. Du spürst, dass du nicht für sie brennst und dass sie dich deshalb auch nicht verbrennen kann. Sie ist eine sichere Wahl, weil sie dir gar nicht zu nahe kommen kann. Und natürlich passiert das alles unbewusst und ist keineswegs böse Absicht von dir.

 

Typen von Beziehungssaboteuren

Die meisten Menschen neigen in ihren Beziehungen eher zu einer der beiden Strategien. Manche wechseln aber auch und wählen mal die eine und mal die andere Strategie. Auch in Freundschaften wirken diese Push-and-Pull-Mechanismen.

Vielleicht wählst du in Beziehungen eher die Strategie, dass du dich zu unnahbaren Menschen hingezogen fühlst und umgibst dich in deinen Freundschaften eher mit Menschen, für die du die unnahbare Person bist. Alle Variationen sind möglich. Sie richten sich auch danach, wie du die Beziehung zu deinen Eltern empfunden hast.

Bei mir ist es zum Beispiel so, dass meine Eltern beide in meiner Kindheit relativ emotional unzugänglich waren. Meine Mutter war aber deutlich kälter und zu ihr hatte ich gar keinen Zugang. Da ich relativ heterosexuell (blöde Klassifizierung) bin, lebe ich das Mutter-Muster eher in meinen Freundschaften aus. Hier habe ich mich schon öfter zu sehr kühlen Frauen hingezogen gefühlt und mich damit sehr unglücklich gemacht.

Bis zu dem Punkt, wo wir unsere Eltern-Themen auflösen, wiederholen wir diese Beziehungen oft in Endlosschleife und wundern uns dabei immer wieder über uns selbst. Rational erklären können wir uns diese Anziehung zu den scheinbar immer ähnlichen Menschen, mit denen es doch so offensichtlich nicht funktioniert nicht, aber aussteigen können wir daraus auch nicht.

Oder?

 

Lösungswege

Solange wir uns nicht unserer Angst vor Nähe stellen, geht das immer so weiter. Aus diesen Mustern auszusteigen ist die einzig sinnvolle Möglichkeit.

Sein eigenes Herz zu öffnen und ins Vertrauen zu gehen, das ist der Weg dahin.

Dabei können dir folgende Mindsets helfen:

Es gibt keine sichere Beziehung! Du kannst dir nie sicher sein, dass du nicht verletzt wirst. Du kannst dir nie sicher sein, dass du nicht verlassen wirst. Und nur um das Verlassen und verletzt werden zu vermeiden, einen „sicheren“ Partner zu wählen, den du aber gar nicht wirklich liebst – das bringt es auf Dauer auch nicht! Glaube mir, ich spreche aus Erfahrung.

Viel besser ist es, dich im vollem Bewusstsein der Unbeständigkeit der Liebe auf sie einzulassen.

Sicher sein kannst du dir nur deiner eigenen Liebe. Und solange du diese Liebe nicht verlierst, kann dir auch nichts passieren.

Klar ist es immer schmerzhaft, wenn eine wichtige Beziehung kaputt geht. Aber dieser Verlust ist nie lebensbedrohlich. Die einzige Liebe, die du wirklich zum Leben brauchst, ist deine eigene Liebe. Diese Selbstliebe entwickeln, das ist das Fundament für deine Fähigkeit, jemand anders zu lieben und die Liebe einer anderen Person annehmen zu können.

Wenn du dir selbst vertraust, dann kannst du auch anderen vertrauen. Wenn du dir selbst nahe bist, dann kannst du auch anderen nahe sein.

 

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Mit der Vergangenheit abschließen in 6 Schritten

Mit der Vergangenheit abschließen in 6 Schritten

mit der Vergangenheit abschließen

Wenn du dazu neigst, Vergangenes ewig lang mit dir rumzuschleppen, dann bist du hier genau richtig. In diesem Artikel geht es darum, warum mit der Vergangenheit abschließen sinnvoll ist und wie es dir gelingen kann.

Es kann so schön sein, an vergangene Tage zurückzudenken. An schöne Momente, die du erlebt hast oder an tolle Dinge, die du geschafft hast. Trotzdem ist es gut, dich nicht allzu sehr mit vergangenen Dingen zu beschäftigen.


1. Schritt: Sinn vom Abschließen klarmachen

Mit der Vergangenheit abschließen ist sinnvoll, weil du sonst unglaublich viel Energie über die Beschäftigung mit ihr verlierst. Du lebst in der Vergangenheit, anstatt in der Gegenwart. Und es gibt nur diesen einen Moment. Das heißt, die Vergangenheit holt dich immer aus dem Jetzt weg. Egal, auf welche Art du dich mit ihr beschäftigst.

Folgen der Beschäftigung mit der Vergangenheit

Wenn du in der Vergangenheit lebst, führt das immer zur Trauer. Genauso wie in der Zukunft leben zu Angst führt. Zufriedenheit, Vertrauen und Liebe – all das kann nur in der Gegenwart stattfinden.

Warum macht das Leben in der Vergangenheit traurig? Wenn du an die Vergangenheit denkst, dann beschäftigst du dich vielleicht mit den unangenehmen traumatischen Dingen, die dir zugestoßen sind. Sachen, die du gerne ungeschehen hättest. Lebensereignisse oder Menschen, mit denen du haderst. Du hättest es gerne anders gehabt und kämpfst damit, dass es so gelaufen ist, wie es gelaufen ist. Du holst dir also die Trauer aus der Vergangenheit in die Gegenwart. Du bist traurig wegen etwas, was schon lange vorbei ist.

Oder du denkst an die guten alten Zeiten. So nach dem Motto: „Früher war alles besser.“ Du glorifizierst die Vergangenheit und schwelgst in schönen Erinnerungen. Und natürlich darf man auch mal an Schönes zurückdenken, keine Frage. Aber wenn du dich übermäßig viel mit der schönen Vergangenheit beschäftigst, dann hat das fatale Folgen. Du lebst dann nämlich weniger gerne in der Gegenwart.

Das ist genauso als wenn du übermäßig viel eine Serie guckst oder ein Buch liest. Du versetzt dich in eine schöne Welt, die aber nicht deine aktuelle Welt ist und es geht dir schlecht, wenn du irgendwann wieder zurück in deine Welt kommst. In dem Moment, in dem du völlig in die andere Welt eintauchst, geht es dir natürlich gut. Aber zurück im Jetzt geht es dir schlechter als vorher. Vielleicht erinnerst du dich daran, als du einmal total in eine Serie oder ein Buch abgetaucht bist und dann mit einem komischen Gefühl wieder zurück in dein Leben gekommen bist als die Serie vorbei oder das Buch ausgelesen war. Und genauso ist es auch bei der Beschäftigung mit der Vergangenheit. Selbst wenn du dich mit schönen Teilen deiner Vergangenheit beschäftigst, führt das letztendlich im Hier und Jetzt zur Trauer. Es geht dir dadurch schlecht.

Identifikation mit deiner Geschichte

deine Geschichte loslassen

Viele Menschen beschäftigen sich auch deswegen mit der Vergangenheit, weil es ihnen vermeintlich Sicherheit gibt. Sie denken: „Ich bin meine Geschichte. Ich bin die Person, der dieses oder jenes widerfahren ist.“ Aus ihrer Geschichte, aus ihrem biografischen Werden heraus ziehen sie ihr Ich-Gefühl.

Und natürlich speist sich ein Teil deiner Identität aus deiner Vergangenheit. Sich davon immer freier zu machen, halte ich persönlich für sehr gewinnbringend. Aber eine kleine Rolle wird deine Geschichte vielleicht immer spielen. Dass du aus der und der Familie kommst. Dass du dann und dann das und das erlebt hast. Du erklärst dir durch deine Vergangenheit, wie du bist. Was auch nicht immer falsch ist. Es kann durchaus dabei helfen, dich selbst zu verstehen. Nur solltest du dich nicht durch deine Geschichte zum Opfer machen und sagen: “Ich kann das nicht. Mir ist damals dieses und jenes zugestoßen, was es für mich absolut unmöglich macht. Für andere Menschen ist das vielleicht möglich, für mich aber nicht.“

Auch wenn unsere Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben, sich manchmal wie Begrenzungen anfühlen; unmöglich ist deshalb nichts. Du kannst lernen, zu vertrauen. Auch wenn dein Vertrauen als Kind missbraucht wurde. Du kannst lernen, zu lieben. Auch wenn dich deine Eltern früher nicht geliebt haben. Und diese Liste könnte ich endlos so weiterführen. Du bist nicht deine Geschichte. Und es liegt an dir, nicht zuzulassen, dass dir deine Vergangenheit die Zukunft diktiert.

Wenn du die Vergangenheit loslässt, lässt du auch das Gewicht von ihr hinter dir. Du bist frei und unbeschwert im Moment.

Hört sich gut an? Ja, das finde ich auch.

Bleibt nur die Frage, wie das gelingen kann. Mit der Vergangenheit abschließen fühlt sich in manchen Lebensphasen geradezu unmöglich an.

Doch mit Bewusstsein und ein bisschen innerer Arbeit wird es dir gelingen, deine Vergangenheit loszulassen.


2. Schritt: Genau definieren, was aus der Vergangenheit dich beschäftigt

Zunächst einmal ist es notwendig, dir genau klarzumachen, was du eigentlich loslassen willst. Jetzt wirst du vielleicht sagen: „Na, meine Vergangenheit halt. Das, was mich belastet.“

Es ist trotzdem gut, es ganz genau zu benennen. Die große dunkle undefinierte Masse in kleine konkrete Ereignisse, Personen und Situationen aufzudröseln.

Entmystifiziere das, was dich belastet. Und das, indem du ihm einen Namen gibst.

Setze dich einmal in einer ruhigen Stunde (oder am besten jetzt sofort) hin und überlege: Was belastet dich alles immer noch? Was genau ist es, womit du gerne abschließen willst.

Begegne dem, was gefühlt und gesehen werden will. Wenn du einen Schmerz nicht wahrhaben willst, dann begegnet er dir immer wieder. Die ungelöste Vergangenheit erschafft in der Gegenwart wieder ein ähnliches Drama, einen ähnlichen Schmerz, um dich darauf aufmerksam zu machen. Sie schreit verzweifelt danach, gesehen zu werden

Also mache dem ein Ende, indem du deinen Dämonen ins Gesicht schaust.

Was passiert dir aus deiner Vergangenheit immer wieder? Landest du zum Beispiel immer wieder in ähnlichen missbräuchlichen Beziehungen? Gibt es irgendwelche Muster in deinem Leben allgemein oder in deinen Beziehungen, die sich immer wiederholen? Dann ist hier mit ziemlicher Sicherheit ein ungelöstes Muster aus deiner Vergangenheit am Werk. Schau es dir an. Liebevoll, aber ehrlich.


3. Schritt: Konkrete Aktionen zum Abschluss

Was kannst du jetzt konkret noch tun, um die Sache abzuschließen? Kannst du zum Beispiel eine Person nicht loslassen, weil du ihr unbedingt noch etwas sagen willst? Vielleicht hast du dich nie bei jemandem entschuldigt, obwohl es dir leid tut. Oder du hast deine Meinung gegenüber jemand anderem nie ausgedrückt und das belastet dich. Vielleicht fühlst du dich von jemandem schlecht behandelt und du wolltest ihn schon immer mal fragen: „Warum hast du das gemacht?“ Damit kommst du raus aus der Opferrolle.

Das sind alles Beispiele für Situationen, wo du jetzt konkret noch etwas tun kannst, um mit der Vergangenheit abschließen zu können.

Also überlege einmal, was für Dinge es sind, die dich nicht loslassen. Gibt es jetzt, hier und heute noch etwas, was du tun kannst, um die Sache zu bereinigen?

Wenn ja, dann tu es. Trau dich und komm in Aktion!

Und wenn nicht, dann gehe über zu Schritt 4.


4. Schritt: Fühle den Schmerz

Was auch immer passiert ist, du kannst es nur durch das Fühlen des damit verbundenen Schmerzes loslassen. Wenn wir mit etwas hadern und es nicht loslassen können, dann kämpfen wir gegen unsere Gefühle. Nur wenn du gerade deine Gefühle nicht fließen lässt, fällt dir das Loslassen schwer.

Also ist das Fühlen des Schmerzes unausweichlich.

Nur, wenn du durch den Schmerz hindurchgehst, dann kannst du ihn auch loslassen.

Weine, so viel du weinen willst.

Zeit heilt nicht alle Wunden, sondern das Fühlen von dem, was passiert ist.

Und wenn es damals so schön war und du traurig bist, weil es jetzt anders ist, dann kannst du auch diesen Schmerz bejahend fühlen.


5. Schritt: Akzeptanz dessen, was passiert ist

Wenn du alles getan hast, was noch offen war und deinen Schmerz gefühlt hast, dann bleibt dir nur noch die Akzeptanz.

Akzeptiere die Vergangenheit, so wie sie ist. Du kannst sie nicht mehr ändern. Es ist schon passiert. Es hat keinen Zweck, damit zu hadern.

Mache dir klar, dass die Vergangenheit vorbei ist. Diese Tür ist zu. Für immer.

Dieses Bild mit der Tür hat mir wirklich geholfen, die Vergangenheit loszulassen. Stelle dir vor, dass deine Vergangenheit hinter einer Tür liegt. Weil es aber nun die Vergangenheit ist, ist diese Tür für immer verschlossen. Du kannst sie nicht mehr öffnen.

Die Vergangenheit ist etwas Totes.

Mit der Vergangenheit abschließen ist deshalb das einzig Logische.

Vergangenheit loslassen

 

6. Schritt: Eine Therapie machen

Vielleicht gibt es auch so große und schwierige Themen in deiner Vergangenheit, dass du bei der Bewältigung Hilfe brauchst.

Eine Therapie zu machen, kann dir ungemein beim mit der Vergangenheit abschließen helfen. Es gibt traumatische Ereignisse, bei dessen Aufarbeitung wir Hilfe brauchen. Und das ist auch in Ordnung so.

Ich würde sowieso jedem Menschen empfehlen, mal eine Therapie zu machen. Schaden kann es nicht und ich habe noch nie in meinem Leben jemanden getroffen, bei dem es nicht irgendwas zu therapieren gäbe. Neben der Aufarbeitung deiner Vergangenheit kann eine Therapie dir auch helfen, Muster zu verändern und einen besseren Zugang zu deinen Gefühlen zu entwickeln.

Ob du nun eine Therapie machen willst oder nicht: Die vorherigen 5 Schritte können dir in jedem Fall beim mit der Vergangenheit abschließen helfen.


Fazit zum Abschließen der Vergangenheit:

Das bearbeiten, was du wirklich bearbeiten kannst. Das loslassen, was du nicht ändern kannst.

Und dann lebe in Frieden. Lebe im Hier und Jetzt.



Energieausgleich

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Ein entscheidender Schritt beim Loslassen der Vergangenheit ist auch das Nachbeeltern deines inneres Kindes. Dein inneres Kind mit all seinem in der Vergangenheit entstandenen Schmerz annehmen und für es sorgen zu können repariert so viel in dir.

Kannst du dich mit all deinen Facetten, all deiner Bedürftigkeit, Kleinheit und Unvollkommenheit in den Arm nehmen? Kannst du dich um die Bedürfnisse kümmern, die als Kind zu kurz gekommen sind?

Wenn du lernst, dich selbst in den Arm zu nehmen, dann geht auch das Bedürfnis weg, dass andere dir Sicherheit geben sollen. Denn die kannst du nur in dir finden.

Suche im Innen nach Halt und nicht im Außen.

Umfassende Begleitung in diesem Prozess bietet mein Online-Kurs inneres Kind heilen.

Hier geht’s zum Kurs.

Wunscherfüllung – Was steht hinter meinen Wünschen?

Wunscherfüllung – Was steht hinter meinen Wünschen?

Wie genau funktioniert das eigentlich mit der Wunscherfüllung und warum sind mir manche meiner Wünsche so wichtig?

Diesen Fragen widme ich mich in diesem Artikel.

Wir alle haben zu jedem Zeitpunkt in unserem Leben eine Menge Dinge, die wir uns wünschen. Manche Dinge wünschen wir uns ganz dringend und tun viel dafür, uns diese Wünsche zu erfüllen. Manche Wünsche sind eher unwichtig und wir denken nur ab und zu an sie.

Die Dinge, die wir Menschen uns wünschen, sind sehr unterschiedlich. Wahrscheinlich wünsche ich mir ganz andere Sachen als du dir wünscht.

Trotzdem ist es möglich, allgemeine Aussagen darüber zu tätigen, was Wünsche sind.

 

Wunscherfüllung

 

Das Bedürfnis hinter dem Wunsch

All unsere Wünsche haben eine riesige Gemeinsamkeit:

Sie sind Strategien zur Bedürfniserfüllung.

Ich wünsche mir immer etwas, weil ich mir von dieser Sache die Erfüllung eines Bedürfnisses verspreche.

Wie genau meine ich das?

Zum Beispiel kann es sein, dass ich mir wünsche, reich und berühmt zu sein. Ich möchte gerne erfolgreich sein, in der Öffentlichkeit stehen und ganz viel Geld dabei verdienen. Geht es jetzt hierbei wirklich um die Sache an sich?

Geht es wirklich bei meinem Wunsch um das reich und berühmt sein an sich?

In Wirklichkeit geht es bei meinem Wunsch vielmehr darum, welches Gefühl ich mir davon verspreche, in diesem Zustand zu sein.

Ich könnte mir zum Beispiel das Gefühl davon versprechen, von anderen anerkannt zu sein und mich dadurch gut zu fühlen. Das heißt, eigentlich geht es mir nicht wirklich darum, reich und berühmt zu sein. Zumindest nur auf einer sehr oberflächlichen Ebene.

Eigentlich geht es mir bei meinem Wunsch um mein Bedürfnis nach Anerkennung.

Mich beim Ziele setzen aufs reich und berühmt zu werden zu konzentrieren, soll mir nur dabei helfen, mir dieses Gefühl in mein Leben zu holen.

Ein anderes Beispiel für einen Wunsch, den viele Menschen haben, ist ein eigenes Haus. Ist es jetzt wirklich so etwas Tolles, ein eigenes Haus zu besitzen?

Oder geht es vielleicht auch bei diesem Wunsch um etwas ganz Anderes?

Bei dem Wunsch nach einem eigenen Haus kann es zum Beispiel um die Erfüllung von meinem Bedürfnis nach Sicherheit gehen.

Es kann sein, dass ich mit einem Haus Geborgenheit und Sicherheit verbinde und mir deshalb wünsche, ein eigenes Haus zu besitzen.

Es geht also bei meinen Wünschen nicht um den eigentlichen Wunsch, sondern um etwas, was dahinter steht.

Die blinde Wunscherfüllung eines Hauses oder auch danach, reich und berühmt zu sein, bringt mich deshalb oft nicht weiter.

Denn nur weil ich einer Sache die Macht zuspreche, in mir ein Gefühl hervorzurufen, ist das noch lange nicht so.

Es kann sein, dass ich mir von etwas die tollsten Gefühle erhoffe. Wenn ich nur XY habe, dann fühlt es sich ganz anders an. Vielleicht tritt der erhoffte Zustand gar nicht ein. Vielleicht hält er auch nur ganz kurz an und dann macht sich wieder die große Leere in mir breit.

All das kann passieren, wenn ich mich nur auf meine Wunscherfüllung konzentriere, ohne mir klar zu machen, was eigentlich hinter meinem Wunsch steht.

 

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Umgang mit Wünschen

Wenn ich nun weiß, dass es bei meinem Wunsch gar nicht wirklich um die Sache selbst geht, sondern um die Erfüllung eines Bedürfnisses, soll ich dann überhaupt in meine Wunscherfüllung investieren?

Oder soll ich meinen Wunsch einfach ignorieren?

Wie meistens liegt die Lösung irgendwo in der Mitte.

Ich sage nicht, dass es gar keinen Sinn macht, sich seine Wünsche zu erfüllen. Es macht Sinn – jedoch nur begrenzt.

Ich sollte mir immer beim Versuch der Wunscherfüllung bewusst machen, welches Gefühl ich mir von meinem Wunsch verspreche.

Und dann stellt sich meistens schon ein Aha-Effekt ein und vielleicht ändert sich dadurch auch mein Verhältnis zu dem Wunsch.

Ich kann mich auch innerlich in einer Meditation in den Zustand versetzen, in dem mein Wunsch erfüllt ist. Und in dieser Meditation fühle ich das Gefühl, was ich mir wünsche.

Somit ist mein Wunsch in diesem Moment erfüllt.

Und warum sollte das weniger wert sein, als im Außen etwas zu haben, was dieses Gefühl in mir auslöst?

Deine Gefühle sind in dir. Du bist dazu fähig, Liebe zu empfinden. Das ist der Grund, aus dem du Liebe empfindest und nicht wegen dem Menschen, den du liebst. Es mag sich vielleicht so anfühlen, als wenn du wegen diesem Menschen Liebe empfindest. Aber in Wirklichkeit empfindest du Liebe, weil die Liebe in dir ist.

Und genauso ist es auch mit all den anderen Gefühlen, die du dir durch deine Wünsche in dein Leben holen willst. Sie sind in dir und irgendwelche äußeren Sachen helfen dir nur, sie zu fühlen.

Und wenn du nun lernst, dir diese Gefühle selbst zu erschaffen, dann bist du damit unabhängig. Du wirst frei von den Sachen, nach denen du im Außen strebst, weil du weißt, dass du nicht auf sie angewiesen bist.

Zuletzt noch ein Buchtipp für alle, die noch tiefer in dieses Thema einsteigen möchten: In Safi Nidiayes: „Der entscheidende Schritt: Das letzte Geheimnis der Wunscherfüllung“ geht es genau um das, was hinter den Wünschen steht und wie du noch mehr dahin kommst, dir selbst deine Wünsche zu erfüllen.

 

Komfortzone verlassen: Raus aus den alten Schuhen!

Komfortzone verlassen: Raus aus den alten Schuhen!

„Dein Leben beginnt dort, wo deine Komfortzone endet.“ –unbekannt

Deine Komfortzone zu verlassen und das Leben zu führen, das du dir wünscht – dabei möchte ich dich mit diesem Artikel unterstützen. Mit unserer Komfortzone verhält es sich oft so wie mit einem gemütlichen Bett: Wir bleiben viel zu lange drin liegen, weil es einfach so bequem ist. Und je länger wir liegen bleiben, desto schwerer fällt es, aufzustehen. Wenn du sofort aus dem Bett springst, sobald der Wecker geklingelt hat, fällt das Aufstehen viel leichter, als wenn du liegen bleibst. Aus fünf Minuten werden dann ganz schnell zehn und aus zehn Minuten werden ganz schnell dreißig.

Genauso ist es mit unserer Komfortzone: Wenn wir es uns zur Angewohnheit gemacht haben, sie selten zu verlassen, dann wird es immer schwerer, aus ihr herauszukommen. Das ist das Fatale an der Geschichte. Denn, wenn ich nichts tue, um meine Komfortzone aktiv zu erweitern, dann bleibt sie nicht etwa gleich groß, sie wird immer kleiner.

Denn Stillstand ist Rückschritt und wenn wir nichts tun, dann tun wir damit in Wahrheit doch etwas.

Doch erst einmal back to the basics:

Was genau ist deine Komfortzone?

Deine Komfortzone ist der Bereich, in dem du dich wohl fühlst. Es ist der Bereich, in dem dir alles vertraut ist. Du fühlst dich hier wohl, weil dir alles bekannt ist. Du fühlst du dich geborgen und du musst keine Energie ausgeben. Du kennst die Situation schon, musst dir keine Gedanken machen und empfindest wenig Angst und Aufregung.

Gewohnheit ist leben im Energiesparmodus.

Das kann ganz schön verführerisch sein. Die meisten Menschen lassen sich davon zumindest verführen.

Kurzfristig gedacht scheint das Leben in der Komfortzone die klügere Wahl zu sein. Du vermeidest Angst und Anstrengung. Es fühlt sich einfach gemütlicher an.

Langfristig gedacht ist das Leben in der Komfortzone dann allerdings nicht mehr die beste Wahl.

Gründe, die Komfortzone verlassen

Komfortzone verlassenDenn langfristig gesehen macht uns das Leben in der Komfortzone unfrei. Wenn wir unsere Komfortzone selten verlassen, dann wird sie zum Gefängnis. Sie diktiert uns dann unser Leben. Sie bestimmt dann, was möglich ist und was nicht möglich ist.

Und das ist doch blöd oder?

Wenn du gerne etwas tun willst, dann solltest du es auch tun können.

Doch je seltener du deine Komfortzone verlässt, desto weniger kannst du es.

Jedes Mal, das du einer Angst nachgibst, wird es beim nächsten Mal schwerer machen, dich ihr zu stellen.

Innerhalb der Komfortzone fühlen wir uns zwar sicher, aber das, was wir wollen, befindet sich leider oft ganz woanders.

Vor dem Problem stand ich sehr oft in den letzten Jahren. Ich wusste genau, was ich wollte und ich wusste auch genau, dass ich mich unglaublich krass überwinden muss, um dorthin zu kommen. Ich wusste genau, dass es erst einmal total unangenehm und kräftezehrend werden würde, bevor ich da bin, wo es sich gut anfühlt.

Aber was soll ich sagen – es hat sich einfach jedes Mal total gelohnt! Und mittlerweile ist meine Komfortzone gefühlte dreitausend Quadratkilometer größer als noch vor zehn Jahren und das habe ich nur mir selbst und meinem mutig sein zu verdanken. Ich bin viel freier als früher und lebe meine eigene Wahrheit. Natürlich gibt es auch jetzt noch Sachen, die mir schwerfallen, aber es sind viel weniger als früher und ich bin viel eher bereit, mich ihnen zu stellen.

Doch wie funktioniert das nun mit dem Komfortzone verlassen?

Wege, um deine Komfortzone zu verlassen

Der Weg raus aus der Komfortzone und rein ins Leben ist ein Herzensweg. Es ist ein Weg, der uns am Anfang viel Überwindung kostet.

Komfortzone verlassen

Wenn du beginnst, mit vorsichtig tapsenden Schritten deine Komfortzone hier und da mal zu verlassen, dann wird sich das am Anfang vielleicht etwas falsch anfühlen. Eine Stimme flüstert dir leise zu: „Das ist doch Blödsinn. Dir geht es gerade total schlecht und das ist alles voll anstrengend und gar nicht so toll, wie du es dir vorgestellt hast. Gib auf. Dreh dich um und geh zurück! So schlecht ist dein Leben doch gar nicht.“ Es ist die Stimme des Kopfes. Die Stimme der Gewohnheit. Sie will Kontrolle, sie will Sicherheit. Deshalb versucht sie alles, um dich davon zu überzeugen, dass doch eigentlich alles ganz ok so ist, wie es ist und wie es schon immer war.

Fall nicht darauf rein.

Denn klar, es ist am Anfang mit vielen unangenehmen Gefühlen verbunden, deine Komfortzone zu verlassen, aber das wird besser.

Also: Beim Verlassen der Komfortzone musst du zuallererst einmal damit rechnen, inneren Widerständen zu begegnen und dich ihnen zu stellen. Nur, wenn du es erfolgreich schaffst, dich diesen inneren Anteilen zu stellen, kann es dir auch gelingen, deine Komfortzone zu verlassen.

Außerdem ist es wichtig, dass du Veränderung richtig dosierst. Wenn du direkt zu ehrgeizig bist und zu große und zu viele Schritte machst, dann bekommst du Panik und bist überfordert. Was ja auch verständlich ist.

Du solltest deine Aktionen so wählen, dass du innerlich immer halbwegs mitkommst. Lieber einen kleineren Schritt machen. Lieber mal eine Pause machen. Hauptsache, du bleibst dran und bist kontinuierlich in Aktion. Veränderung geht sowieso nur langsam und das Verlassen deiner Komfortzone ist eine sehr große Veränderung. Gönne dir die Zeit, die du dafür brauchst. Bewahre dir dein achtsames Selbstmitgefühl auf diesem Weg.

Überfordere dich nicht. Das Ziel ist ja, langfristig etwas zu verändern und das erreichst du eher, wenn du regelmäßig kleine Schritte gehst als unregelmäßig riesige Schritte. Das „zu viel machen“ kann sonst auch ganz schnell dazu führen, dass du so überfordert bist, dass du gar nichts mehr machst und deinen neuen Weg wieder ganz aufgibst. Also mache lieber kleine Schritte und nehme deine Gefühle dabei mit. Nimm deine Ängste dabei mit und gib ihnen liebevoll Raum.

In welchem Bereich möchtest du deine Komfortzone verlassen?

Willst du dich zum Beispiel trauen, alleine auf eine Veranstaltung zu gehen? Willst du in einer Diskussion deine Meinung vertreten und damit raus aus der Opferrolle kommen? Willst du den Job wechseln und etwas Neues wagen?

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Was auch immer es ist: Mache dir einen realistischen Plan. Überlege dir genau, in welchem Bereich du deine Komfortzone verlassen willst und wie kleine Schritte in diese Richtung aussehen könnten.

Und dann mache den ersten Schritt, einen Babystep. Und dann noch einen. Und noch einen.


Meinst du es ernst mit dem Komfortzone verlassen? Dann hol dir jetzt meinen neuen Online-Kurs Komfortzone verlassen und starte richtig durch!

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Lebenskompass: Ziele setzen und erreichen

Lebenskompass: Ziele setzen und erreichen

Ziele können uns Orientierung auf unserem Weg geben. Sie können uns einen Grund geben, jeden Morgen aufzustehen und unser Bestes zu geben. Sie können uns antreiben und uns motivieren.

Wenn wir uns zu sehr auf sie versteifen und ihnen zu verbissen hinterherjagen, können sie uns allerdings auch ziemlich das Leben versauen.

In diesem Artikel geht es darum, wie Ziele dir dienen können. Es geht darum, wie du sie richtig setzt und sie entspannt erreichst, ohne dich von ihnen versklaven zu lassen.

 

Was steht hinter meinem Ziel?

Zunächst einmal ist es gut, dir klarzumachen, warum dir Ziele setzen überhaupt wichtig ist. Meistens geht es bei der Zielerreichung nicht um das eigentliche Ziel, sondern um etwas, was dahinter steht.

Ich kann mir zum Beispiel das Ziel setzen, innerhalb von zwei Jahren beruflich in eine tolle Position zu kommen. Warum ist mir das jetzt so wichtig? Es könnte sein, dass ich mir von der Erreichung dieses Ziels Anerkennung verspreche. Das heißt, ich möchte beruflich in eine gute Lage kommen, damit andere Menschen mir Anerkennung schenken und ich mich dadurch besser fühle.

Tatsächlich verhält es sich mit den meisten Zielen ähnlich. Nur die wenigsten Ziele möchten wir wirklich um ihrer selbst Willen erreichen.

Und das soll jetzt nicht heißen, dass du all deine Ziele aufgeben sollst, weil es ja sowieso nicht um sie geht. Es ist nur gut, sich bewusst zu sein, was hinter dem jeweiligen Ziel steht.

Du kannst dich fragen, ob es vielleicht einen besseren und direkteren Weg gibt, um das zu erreichen, was du gerne erreichen willst. Das heißt, beim Ziele setzen ist es gut, in Dinge zu investieren, die mich wirklich weiterbringen. Mir als Ziel zu setzen, einen Porsche zu fahren, nur um dann nach Jahren des darauf Hinarbeitens festzustellen, dass mich das jetzt gerade mal für zwei Minuten befriedigt hat, ist vielleicht nicht so klug.

Frage dich also, wozu das Erreichen des Ziels dir dienen soll und entscheide dich dann bewusst für oder gegen das Ziel.

Und wähle deine Ziele so, dass sie dich beflügeln. Wähle sie so, dass sie dein inneres Feuer entfachen. Jedes Mal, wenn du etwas für dieses Ziel tust, bist du begeistert und inspiriert. Du tust es gerne. Du tust es mit Freude.

 

Finde die Balance beim Umgang mit Zielen

Lasse dich auch nicht von deinen Zielen versklaven. Es gibt dazu ein sehr schönes Zitat: „Das Ideal werde nicht zur Qual, aber Inspiration sei es uns schon.“ (von unbekannt)

Dieses Zitat spiegelt für mich perfekt den Balanceakt wider, den Ziele setzen und erreichen beinhaltet.

Denn, wenn du gar keine Ziele hast, kommst du auch nirgendwo an. Du treibst durchs Leben wie auf einem Floß durch das Meer. Mal weht der Wind aus dieser Richtung und treibt dich hierhin, mal weht der Wind aus der anderen Richtung und treibt dich dorthin. Du lebst dann reaktiv. Bist dem ausgesetzt, was andere Menschen mit dir machen und was dir passiert im Leben. Das ist für mich auch kein erstrebenswertes Leben. Man könnte jetzt natürlich ganz zen-buddhistisch erwidern, dass es nicht gut sei, etwas zu wollen und Ziele zu setzen. Aber ich glaube, solange ich noch nicht an dem Punkt in meinem Leben bin, ist es schon gut, mir Ziele zu setzen. Und wenn ich irgendwann keine Ziele mehr brauche, weil ich einfach völlig eins bin mit dem, was ist, dann habe ich auch keine mehr.

Bis dahin halte ich jedoch ein gewisses Maß an Zielen für sehr dienlich für meine persönliche und spirituelle Entwicklung.

Die große Gefahr beim Umgang mit Zielen ist, dass ich durch sie zu sehr in der Zukunft lebe. Denn meine Ziele sind immer in der Zukunft. Und wenn ich mich unaufhörlich mit diesen Zielen beschäftige, dann kann es sein, dass ich das Hier und Jetzt verpasse. Diesen wundervollen Augenblick mit all seiner Schönheit und seinen kleinen Glücksmomenten, die sich oft nur zeigen, wenn ich ganz genau hinschaue und präsent bin. Deshalb ist es gut, mich immer mal wieder daran zu erinnern, dass Ziele setzen und erreichen ja schön und gut ist, aber das Leben immer JETZT stattfindet.

Außerdem kann es beim Umgang mit Zielen passieren, dass ich allzu verspannt an die Sache herangehe. Das heißt, dass ich nur auf mein Ziel fokussiert bin und es unbedingt erreichen will, auch gegen alle Widerstände. Was in diesem Fall passiert, ist, dass der Weg bis zum Erreichen des Ziels wahnsinnig qualvoll und ätzend wird und dann stellt sich die Frage, ob es das wert war. Dazu kommt noch, dass sich Ziele meistens eben nicht manifestieren lassen, wenn ich mit ganz viel Druck daran gehe. Meistens klappt es genau dann nicht. Und in dem Moment, in dem ich es schaffe, loszulassen, da läuft es auf einmal wie von selbst und das Ziel kommt zu mir. Das ist mir schon super oft passiert und ich hab mich dann immer gefragt: „Was, so einfach geht das? Und ich hab die ganze Zeit so sehr gekämpft und nichts ist passiert…“ Also, ein gewisses Maß an Gelassenheit hilft beim Umgang mit Zielen auch.

Zuletzt noch der Tipp: Erwarte nicht zu schnell zu viel von dir und vom Leben. Viele Ziele brauchen einfach etwas Zeit, bis du sie erreichen kannst. Setze dir realistische Ziele und realistische Zeiträume, in denen du sie erreichen willst. Geh jeden Tag ein kleines Stück weiter und versuche dich dabei in einer Haltung von entspannter Begeisterung zu üben.

 

Kompensationsmechanismen – Was mache ich anstatt zu fühlen?

Kompensationsmechanismen – Was mache ich anstatt zu fühlen?

Ich glaube, dass wir alle sehr viele Angewohnheiten haben, die der Vermeidung von unangenehmen Gefühlen dienen. Oft laufen diese Kompensationsmechanismen unbewusst ab und uns ist gar nicht klar, was wir gerade tun.

Häufig ist die Tafel Schokolade schon aufgegessen, da fragen wir uns erst, warum wir gerade eine ganze Tafel gegessen haben und nicht irgendwann zwischendrin aufgehört haben zu essen. Oft ist es schon spät nachts und wir haben anstatt einer Folge der Serie ganz viele geguckt, da fragen wir uns erst, warum wir nicht nach einer Folge aufgehört haben. Oft ist das Geld schon sinnlos für irgendwas Materielles ausgegeben, da fragen wir uns erst, warum wir uns diesen Kram, den wir gar nicht brauchen, jetzt gerade unbedingt kaufen mussten.

All das sind Beispiele für Kompensationsmechanismen.

Dinge, die wir tun, anstatt zu fühlen.

Wir essen unsere Gefühle. Wir gucken Fernsehen, um von unseren Gefühlen abgelenkt zu sein. Wir kaufen uns glitzernde Dinge, um ein inneres Loch zu stopfen und uns für einen kleinen Moment lang durch diese neue Sache gut zu fühlen.

Nur um dann nach kurzer Zeit festzustellen, dass das jetzt gerade eine sehr kurz anhaltende Lösung war.

Denn genau das ist das Problem mit Kompensationsmechanismen: Für kurze Zeit haben wir durch sie ein besseres Gefühl. Für kurze Zeit scheint das unangenehme Gefühl vergessen. Vielleicht reden wir uns sogar ein, dass es ganz weg ist.

Doch was passiert danach? Durch unser „weg machen“ wollen des Gefühls wird es erst einmal nach unten gedrückt. Wir überlagern es mit irgendetwas anderem und zunächst scheint das auch zu funktionieren.

Doch durch das Unterdrücken geht das Gefühl nicht weg. Es löst sich nicht auf.

Ganz im Gegenteil: Es kommt stärker zurück.

Alles, was wir unterdrücken, sammelt sich in uns.

Du kannst dir deine unterdrücken und nicht gefühlten Gefühle wie ein brodelndes Lavabecken tief in dir drin vorstellen.

Jedes Mal, das du wieder nicht bereit bist, zu fühlen, füllt sich das Becken mehr.

Und mehr und mehr.

Bis es irgendwann überquillt.

Und dann rächt sich das nicht fühlen Wollen des Gefühls fürchterlich. Das Gefühl manifestiert sich in Form eines Schmerzes oder einer Krankheit.

Es ist ein Schrei des Gefühls nach bejahender Aufmerksamkeit.

Und mehr will das Gefühl auch gar nicht. Egal, um welches Gefühl es sich handelt. Ob es Angst ist oder Wut oder Scham oder Schuld. All diese Gefühle – so unangenehm sie sich auch anfühlen mögen – wollen nur deine liebevolle Aufmerksamkeit. Sie wollen, dass du wie eine Mutter und wie ein Vater liebevoll zu ihnen sagst: „Ihr dürft alle da sein!“

Stelle dir vor, dass du wie ein Gasthaus bist und deine Gefühle sind deine Gäste. Jedes von ihnen ist nur zu Besuch da. Deshalb brauchst du auch keine Angst vor ihnen zu haben. Sie kommen und sie gehen.

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Ich weiß, dass es im ersten Augenblick oft leichter scheint, den Weg des Kompensierens zu gehen als den Weg des Fühlens. Ich mache das auch immer noch oft genug. Aber all deine Kompensationsmechanismen können dir immer nur kurzfristig Erleichterung verschaffen. Langfristig machen sie allerdings alles nur noch schlimmer.

Das Essen, das du isst anstatt zu fühlen, macht deinen Körper schwerer und schlapper. Wenn du etwas isst, was dein Körper gerade nicht braucht, dann tut ihm das nicht gut. Es entzieht ihm Energie und legt ihn lahm. Dazu kommt, dass dieser Kompensationsmechanismus zur Folge haben kann, dass es dir schwerer fällt, das Aussehen von deinem Körper zu lieben.

Die Serien, die du bis tief in die Nacht schaust, verhindern, dass du genug Schlaf bekommst. Außerdem entfernen sie dich oft vom Hier und Jetzt und verhindern, dass du mit deinem eigenen Leben zufrieden bist.

Die Sachen, die du kaufst, obwohl du sie nicht brauchst, machen dich immer abhängiger von Konsumgütern und erfordern immer mehr Geld. Das heißt, dein Lebensstandard steigt und du bist immer mehr auf Geld angewiesen und verlierst dadurch ein Stück Freiheit.

All diese Kompensationsmechanismen sind also keine Lösungen für deine Probleme, sondern schaffen vielmehr immer neue Probleme.

Viel leichter ist es da doch eigentlich, das Gefühl in liebevollem Gleichmut da sein zu lassen oder? Zu sagen: „Hey Gefühl, du bist zwar echt unangenehm, aber ich weiß, dass du mir nichts tust und ich gebe dir jetzt einfach mal ein bisschen Raum und vertraue darauf, dass du dann auch wieder gehst.“

Ich lade dich dazu ein, das nächste Mal, wenn du dich bei einem deiner Kompensationsmechanismen ertappst, innezuhalten und dich zu fragen: „Welches Gefühl steckt dahinter, dass ich das jetzt gerade tun will?“

Und dann sei still und mutig und lausche der Antwort.

Widme dich den Ursachen anstatt den Symptomen. Dir zuliebe.

Wie Glaubenssätze dir dienen können

Wie Glaubenssätze dir dienen können

Glaubenssätze – was genau ist das eigentlich und wie können wir sie als Instrument für unsere persönliche Entwicklung nutzen? Dieser Frage widme ich mich in diesem Blogartikel.

Erst einmal sind Glaubenssätze ganz neutral Annahmen, die du über die Realität hast. Glaubenssätze sind Sätze, die du über dich, über das Leben und über andere Menschen glaubst.

Dadurch, dass du sie glaubst, bekommen sie Macht.

Ihre Neutralität verlieren Glaubenssätze dadurch, dass sie uns meistens dann auffallen, wenn sie negative Auswirkungen haben. Meistens bemerken wir einen Glaubenssatz dann, wenn wir das Gefühl haben, dass er uns einschränkt.

 

 

Warum sind Glaubenssätze so machtvoll?

Machtvoll sind sie deshalb, weil sie bestimmen, wie du die Realität interpretierst.

Es gibt nicht die EINE Realität.

Wenn du in einem Raum voller Leute bist, erleben alle Menschen gerade etwas völlig Unterschiedliches. Auch wenn sich objektiv gesehen erst einmal nur eine Situation abspielt.

Aber wir alle haben unsere ganzen Filter und Prägungen, die zusammen die Brille formen, durch die wir die Welt sehen.

Einer dieser Filter sind unsere Glaubenssätze.

Wenn ich zum Beispiel den Glaubenssatz habe: „Andere Menschen lehnen mich ab.“, dann bildet dieser Glaubenssatz einen Filter durch den ich die Realität wahrnehme.

Das heißt, zwischen der Realität und mir steht immer meine Wahrnehmung, meine Bewertung.

Und wenn ich glaube, dass andere Menschen mich ablehnen, werde ich unbewusst immer nach Anzeichen Ausschau halten, die mir das bestätigen. Es kann zum Beispiel sein, dass mir an einem Tag drei Leute signalisieren, dass sie mich akzeptieren. Ein Mensch jedoch signalisiert mir am selben Tag, dass er mich ablehnt.

Durch meinen Filter „Andere Menschen lehnen mich ab“, bewerte ich den einen Menschen, der mich ablehnt, viel höher als die drei Menschen, die mich akzeptieren.

Am Ende des Tages erinnere ich mich womöglich nur noch an den einen Menschen, der mich ablehnt. Die drei Menschen, die mich akzeptieren, habe ich entweder schon lange vergessen oder ich habe von Anfang an gar nicht wahrgenommen, dass sie mir Akzeptanz signalisiert haben. Sich selbst akzeptieren scheint nun unmöglich.

 

Realität ———–> Bewertung ———-> Was bei mir ankommt

 

Glaubenssätze bestimmen also, wie du die Realität interpretierst. Das ist der erste Grund für ihre Macht.

Der zweite Grund ist, dass sie dein Verhalten beeinflussen. Sie beeinflussen dein Verhalten, so dass du selbst die Realität produzierst, an die du glaubst.

Wenn du beispielsweise davon überzeugt bist, dass das Leben schwer ist, dann wirst du dir auch das immer wieder beweisen. Es kann zum Beispiel sein, dass du durch diesen Glaubenssatz immer wieder selbst dein Leben in eine schwere Richtung lenkst.

Wenn das Leben mal ganz leicht ist, dann kollidiert es mit deinem Glaubenssatz und du triffst irgendeine Entscheidung, die dein Leben wieder schwer macht. Eine Entscheidung, die den Kampf zurück in dein Leben bringt.

Glaubenssätze bestimmen also nicht nur, wie du die Realität wahrnimmst. Sondern sie führen im Sinne einer self-fulfilling prophecy dazu, dass du selbst deine Realität so beeinflusst, dass du dir deine Glaubenssätze immer wieder bestätigst. Und am Ende kannst du dann sagen:

„Siehst du, das Leben ist schwer. Hab ich doch gesagt.“

„Siehst du, andere mögen mich nicht. Wusste ich doch.“

 

Wie entstehen Glaubenssätze?

Doch wie kommen wir überhaupt erst einmal zu diesen ganzen Glaubenssätzen, die irgendwo tief in uns rumwabern und uns das Leben manchmal ganz schön schwer machen können?

Wie immer sind daran die Eltern schuld. Nein, Spaß beiseite.

Natürlich werden die meisten Glaubenssätze schon relativ früh angelegt und natürlich werden sie oft durch enge Bezugspersonen geprägt. Das kann aber zum Beispiel auch eine Kindergärtnerin sein, die mir zu verstehen gibt, dass es als Mädchen für mich angemessener wäre, mit Puppen zu spielen. Daraus kann ich dann den Glaubenssatz entwickeln:

„Mädchen sind anders als Jungs.“

Oder: „Als Mädchen stellen andere rollenspezifische Erwartungen an mich.“

Glaubenssätze können sich aus Sätzen entwickeln, die ganz konkret jemand oft zu mir gesagt hat. Es kann aber auch sein, dass ich sie aus dem Verhalten von jemandem abgeleitet habe.

Zum Beispiel kam mein Vater früher immer ganz geschafft von der Arbeit nach hause und hat dann den restlichen Tag alles getan, um sich zu entspannen und zu regenerieren. Es war ganz offensichtlich für mich als Kind, dass Arbeit ätzend und anstrengend ist und man seine Freizeit fast ausschließlich dafür benötigt, sich von dieser ätzenden Arbeit einigermaßen wieder zu erholen.

Glaubenssätze, die ich daraus entwickelt habe, sind zum Beispiel:

„Arbeit ist anstrengend.“

Und: „Freizeit ist Erholung von Arbeit.“

Dass diese Glaubenssätze nicht gerade zu einem erfüllten und balancierten Leben führen, dürfte relativ offensichtlich sein.

 

Wie kann ich Glaubenssätze für mich nutzen?

Ich lade dich dazu ein, einmal bei dir Inventur zu machen.

Was glaubst du über dich und das Leben? Was davon empfindest du als hinderlich? Was davon empfindest du als positiv und stärkend?

Mache dir einmal klar, wie es um deine Glaubenssätze bestellt ist und welche besonders wichtig sind.

 

Glaubenssätze

 

Es gibt Glaubenssätze verschiedener Ebenen und verschiedener Bereiche.

So haben wir zum Beispiel solche, die uns selbst betreffen. Wir haben aber auch solche, die unsere Beziehungen betreffen. Und wir haben solche, die andere Menschen betreffen und solche, die das Leben an sich betreffen. Wir haben Glaubenssätze, die unser Arbeitsleben betreffen.

Dann gibt es Glaubenssätze, die sehr tief gehen und welche, die eher oberflächlich sind. Jene, die tief gehen, fassen viele andere von darüber liegenden Ebenen zusammen.

Wenn ich beispielsweise glaube: „Andere Menschen hören mir nicht zu.“, befindet sich vermutlich der Glaubenssatz „Ich bin unwichtig.“ oder: „Ich werde nicht gesehen.“ darunter.

Der Glaubenssatz „Ich bin unwichtig“ kann sich wiederum noch in weiteren Glaubenssätzen einer oberflächlicheren Ebene bemerkbar machen. Ich kann zum Beispiel ebenfalls glauben: „Ich werde oft vergessen.“ oder: „Ich muss mich selbst zurückstellen.“ – all diese Glaubenssätze lassen sich auf den Glaubenssatz, dass ich unwichtig bin, zurückführen.

Es gibt verschiedene Wege, Glaubenssätze zu transformieren. Bei allen geht es darum, negative Glaubenssätze zu hinterfragen und damit zu entkräften.

Eine sehr wirkungsvolle Technik hierfür ist „The Work“ von Katie Byron. „The Work“ ist eine schriftliche Meditation, bei der man sich selbst verschiedene Fragen stellt, in sich hineinspürt und die Antwort verschriftlicht. Das hat oft zum Ergebnis, dass sich der Glaubenssatz etwas oder sogar vollständig löst.

 

Nochmal zusammengefasst: Glaubenssätze sind Annahmen über die Realität. Sie beeinflussen unser Verhalten und wie wir die Realität interpretieren. Es ist wichtig, sich erst einmal darüber bewusst zu werden, welche Glaubenssätze ich konkret habe und dann eine Technik zu finden, mit der ich gut an der Transformation von einschränkenden Glaubenssätzen arbeiten kann.

Sag JA zum Leben

Sag JA zum Leben

Viele Probleme und Sorgen, die uns tagtäglich begleiten, hängen damit zusammen, dass wir noch nicht voll und ganz JA zum Leben sagen.

Vielleicht sagen wir sogar nicht JA zum Leben, sondern NEIN. Oder vielleicht sagen wir: „Vielleicht, eventuell unter Umständen. Aber ich muss mir das Ganze nochmal überlegen und es kommt auch auf die Situation an.“

Diese Information, ob es ein JA, ein NEIN oder ein VIELLEICHT ist, ist tief in deinen Zellen gespeichert und wirkt sich darauf aus, wie du dich fühlst und wie du das Leben wahrnimmst.

Beschwerst du dich viel? Bist du allem Neuen gegenüber, was dir in deinem Leben begegnet, erst einmal kritisch? Stehst du morgens auf und denkst: „Keinen Bock auf diesen Tag. Keinen Bock auf die Arbeit. Keinen Bock auf all die Aufgaben, die heute auf mich warten.“

Dieses NEIN zum Leben, was letztendlich ein Leben mit angezogener Handbremse bedeutet, ist ein sehr beliebter Volkssport. Deshalb ist es auch so schwierig, dieses NEIN vollkommen in ein JA zu transformieren.

Überall in deinem Alltag wirst du Menschen begegnen, für die es völlig normal ist, sich über fast alles zu beschweren, das Negative in allem zu suchen und das, was Realität ist, abzulehnen und dagegen anzukämpfen.

Deshalb brauchst du ein waches Bewusstsein, um endgültig aus diesem Spiel auszusteigen und nicht in alte Muster zurückzufallen.

Ein NEIN zum Leben verhindert, es völlig genießen zu können. Ein NEIN zum Leben verhindert, Zufriedenheit zu empfinden. Ein NEIN zum Leben verhindert, sich auf das Abenteuer des Lebens voll einzulassen und es in all seinen Facetten auszukosten.

Während ein JA zum Leben dazu führt, es voll und ganz zu leben. Ein JA zum Leben führt dazu, intensiver zu riechen und zu schmecken. Lauter und herzlicher zu lachen. Tiefer zu lieben. Weiter zu laufen. Höher zu springen. Sich mehr zu trauen. Unbeschwerter zu sein.

Wie viele Sorgen ich mir über das Leben mache, hängt auch maßgeblich mit meiner Einstellung zum Leben zusammen. Wenn ich ein tiefes NEIN zum Leben in mir vergraben habe, dann werde ich auch dazu neigen, mir viele Sorgen zu machen. Weil ich eigentlich NEIN zum Leben sage, suche ich immer nach Gründen dafür, dass es nicht klappt und nach negativen Aspekten von dem, was gerade ist.

Und wenn ich eigentlich NEIN zum Leben sage, dann werde ich mich auch nie trauen, mich selbst voll und ganz zu leben. Meine Träume zu verwirklichen, scheint dann unmöglich.

 

Ursprung des NEINs zum Leben

Warum sagen wir eigentlich NEIN zum Leben? Wenn man das Ganze logisch betrachtet, dann ergibt es eigentlich keinen Sinn. Wir sind ja nun mal am Leben, welchen Sinn macht es da, nicht voll und ganz JA zum Leben zu sagen?

Wir alle haben schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Jemand hat uns gesagt, wir seien nicht gut genug. Das hat dazu geführt, dass unser JA zum Leben geschwächt wurde. Jemand hat uns unsere Macht genommen. Das hat dazu geführt, dass unser JA zum Leben geschwächt wurde.

Vielleicht hatten wir auch Eltern, die uns vorgelebt haben, NEIN zum Leben zu sagen. Vielleicht hatten wir Eltern, die uns den Eindruck vermittelt haben, das Leben sei nicht wirklich lebenswert. Vielleicht hatten wir Eltern, die immer eher am Leben waren als wirklich zu leben. Vielleicht hatten wir Eltern, die Angst vorm Leben hatten und ihm nicht vertraut haben. Vielleicht ist uns etwas Schlimmes zugestoßen, was dazu geführt hat, dass wir angefangen haben, NEIN zum Leben zu sagen.

All diese Dinge sind nun einmal so passiert und es gibt keinen Weg, sie rückgängig zu machen. Das Einzige, was du tun kannst, ist, jetzt anzufangen, ein kräftiges JA zum Leben tief in deine Zellen einzupflanzen.

 

Wege zum JA zum Leben

Wie können wir nun unser NEIN in ein JA verwandeln?

Ein Weg zum JA zu deinem Leben ist es, nicht starr deine Erwartungen erfüllen zu wollen. Dein Leben fließt nun mal so dahin, wie es fließt. Ob du das jetzt gerade gut findest oder nicht.

Ein JA zum Leben bedeutet also immer auch, das zu umarmen, was gerade kommt.

Ziele sind gut und wichtig, aber manchmal läuft es einfach ganz anders und dann ist es gut, das Ziel erst einmal loszulassen.

Ein JA zum Leben bedeutet, mit dem Flow zu gehen. Das zu lieben, was ist. Auch wenn es gerade nicht das Leben ist, was ich vor fünf Jahren für mich geplant hatte. Und auch wenn es nicht das Leben ist, was ich vor einem Jahr für mich geplant hatte.

 

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Was es auch unbedingt braucht für ein dauerhaftes JA zum Leben ist ein waches Bewusstsein. Denn alte Muster sind stark. Gerade wenn du denkst, dass du jetzt wirklich JA zu deinem Leben sagst, kommt eine kleine Stimme in deinem Kopf und fängt an, Negativität zu verbreiten, indem sie irgendeinen Aspekt deines Lebens kritisiert und dir einredest, dass du dich gerade im Mangel befändest.

Diese Stimme gilt es, leise zu drehen. Oder vielleicht musst du sie auch gar nicht leise drehen. Vielleicht reicht es, sie wie einen Radiosender zu behandeln. Du hörst ihn zwar, aber das Gesagte nimmst du gerade überhaupt nicht auf. Er plätschert einfach dahin und du denkst dir: „Ja, ja, Radiomoderator, rede du mal. Das juckt mich gerade gar nicht.“

Das heißt, du gibst dieser Stimme keine Macht. Du glaubst ihr nicht und deshalb hat sie keinen Einfluss auf dich.

Ein Leben im vollen und klaren JA zu ihm zu verbringen, ist eines der größten Geschenke, das du dir selbst machen kannst. Also sag JA zum Leben und sag auch JA zu dir selbst. Das wird dir beim Selbstliebe entwickeln helfen.

Was ist Freiheit? Wie wir uns selbst frei leben können

Was ist Freiheit? Wie wir uns selbst frei leben können

Was ist Freiheit?

Ich glaube, die meisten Menschen haben ein verklärtes romantisches Konzept von Freiheit.

Und dieses Konzept von ihnen bildet in Wirklichkeit nur einen winzig kleinen Ausschnitt davon ab, was Freiheit alles ist.

Die Eine denkt: Freiheit ist, mit 200 Km/h die Autobahn runterbrettern. Der andere denkt: Freiheit ist, wenn mir niemand sagt, wann ich zu putzen habe. Die Nächste denkt: Freiheit ist, wenn ich alleine in der Natur bin.

Und ja, das sind alles Dinge, bei denen ich mich frei fühlen kann.

….Aber ist das wirklich Freiheit?

Die Meisten von uns sind so gefesselt von den Beschränkungen in ihrem Kopf. Gelähmt von all den Dingen, vor denen sie Angst haben und worüber sie sich Sorgen machen. Einen winzig kleinen Moment lang spüren sie, was sie gerade wirklich wollen. Vielleicht nehmen sie sich sogar vor, es wirklich zu tun. Der Drang nach Freiheit zieht sie. Sie wollen sich selbst leben.

Doch dann macht sich ein komisches Gefühl breit. Woher kommt das Gefühl? Es ist Folge ihrer unbewussten Gedanken.

Ein Gedanke vom Ego, von der Angst und der Fake-Sicherheit, hakt ihr System und sie fallen voll drauf rein.

Dieser Gedanke erzählt uns nun also, warum die Freiheit nicht möglich ist. Er erzählt uns, was alles schief gehen kann. Dass deine Mutter oder die Gesellschaft dann furchtbar enttäuscht von dir wären. Dass dann vielleicht die Rente nicht reicht. Dass du diesem und jenen Menschen gegenüber Verpflichtungen hast. Dass du scheitern könntest und es deshalb sicherer ist, es erst gar nicht zu versuchen. Dass du einfach nicht der Typ Mensch für so was bist. Oder einer meiner Lieblinge: Dass ja ganz wenige Menschen mit so was wirklich Geld verdienen.

Mit all diesen Behauptungen hakt das Ego deine Gedanken und infolge dessen auch deine Gefühle und plötzlich scheint es unmöglich, frei zu sein. Plötzlich scheint das, was sich gerade noch so gut angehört hat, eine Schnappsidee zu sein. Plötzlich sinkst du in dir zusammen und fühlst dich vor Angst ganz klamm.

Und du bleibst lieber in deiner sicheren langweiligen Welt, als frei zu sein. Der Preis der Freiheit scheint zu hoch zu sein. So ist dein Leben vielleicht ein bisschen trist und abgestorben, aber es ist dir vertraut und die Risiken sind einigermaßen kalkuliert. Zumindest scheint es so. Denn alles, was dir jetzt so sicher vorkommt, ist es eigentlich gar nicht. I´m sorry, my dear. Denn deine Freundin kann sich jederzeit von dir trennen. Deine Firma kann jederzeit pleite gehen. Deine Mutter kann jederzeit sterben. Dein Auto kann dir jederzeit geklaut werden. Dein Haus kann jederzeit abfackeln.

Was löst es in dir aus, das zu lesen? Fühlst du dich schlecht? Bekommst du Angst? Schmiedet dein Ego im Hinterkopf gerade noch bessere Pläne, um dich abzusichern?

Wie sicher fühlst du dich, wenn du das alles nicht mehr hast? Und ist diese Sicherheit wirklich echt, wenn sie an etwas anderes als an dich selbst geknüpft ist?

Denn du bist das Einzige, was dich wirklich über dein ganzes Leben hinweg tragen und begleiten wird. Du bist das Einzige, das du wirklich nicht verlieren kannst.

Was ist Freiheit? Freiheit ist, wenn du wirklich das tun kannst, was du gerne tun möchtest, ohne dass dich deine Ängste und Beschränkungen davon abhalten.

Was ist Freiheit? Freiheit ist, wenn du aus dir selbst heraus lebst und dir nicht von irgendwelchen sozialen Normen ein Gefängnis bauen lässt.

Was ist Freiheit? Freiheit ist, wenn du deinem Herzen folgen kannst auch wenn eine geliebte Person deine Entscheidung vielleicht nicht gut heißt.

Freiheit ist für mich eines der höchsten Güter. Du kannst es dir nicht kaufen, sondern es ist eine Geisteshaltung, die zu entwickeln nicht leicht und von vielen Seiten verhindert wird.

Freiheit zu leben ist ein Prozess, in dem du immer mehr zu dir selbst kommst und dich immer mehr traust, dich selbst zu leben.

In kleinen Schritten löst du dich immer mehr von inneren und äußeren Zwängen und kommst so immer mehr in einen Zustand, in dem du frei dich selbst lebst.

Freiheit ist etwas Inneres und kann nicht unbedingt von außen gut eingeschätzt werden. Es ist nicht unbedingt die dauerreisende Yogalehrerin freier als der Vorstadt-Papa mit 40-Stunden-Woche, Haus und Hypothek.

Freiheit ist eine Geisteshaltung, die sich darin zeigt, wie ich Entscheidungen treffe und was für Entscheidungen ich treffe.

Was ist Freiheit? Freiheit ist der Mut, meinem Herzen zu folgen und ihm zu vertrauen.

Wenn du das nächste Mal eine Entscheidung triffst, dann beobachte einmal, wie du sie triffst. Welche inneren Anteile dürfen beim Entscheidung treffen mitreden? Hat die Angst viel Einfluss? Folgst du dem, was du wirklich willst?

Ich wünsche dir ganz viel Freude auf deinem Weg in die Freiheit.

Liebe deinen Körper – 6 Tipps für mehr Körperliebe

Liebe deinen Körper – 6 Tipps für mehr Körperliebe

Seinen Körper zu lieben, ist das Fundament für eine positive Beziehung zu ihm. Eine positive Beziehung zum eigenen Körper zu haben, ist wiederum Teil einer positiven Einstellung zum Selbst.

Deshalb sollte die Körperliebe bei der Selbstliebe auch immer Raum bekommen.

Denn, wenn ich meinen Geist und meinen Verstand liebe, aber eine negative Einstellung zu meiner Hülle habe, dann fehlt da irgendwas. Die Liebe hat dann kein solides Fundament.

Denn du hast diesen Körper. Es ist nur dein Körper. Und du hast in diesem Leben nur diesen einen Körper.

Was für einen Sinn macht es also, ihn abzulehnen?

Was für einen Sinn macht es, mit ihm zu hadern und ihn anders, besser haben zu wollen, wenn er so ist, wie er ist?

Gar keinen.

Es macht keinen Sinn gegen etwas zu kämpfen, was so ist. Und all diese Energie ist so schlecht eingesetzt in dem Kampf gegen deinen Körper. Ja, vielleicht wirst du es mit massivem Energieeinsatz schaffen, dass dein Körper ein bisschen anders ist. Ein bisschen dünner. Ein bisschen muskulöser. Ein bisschen leistungsfähiger.

…Aber ist es das wert? Wäre es nicht viel schöner und klüger, deinen Körper voll und ganz anzunehmen, so wie er ist?

Mit all seinen Falten, seinem Speck, seinen Schmerzen und Gebrechlichkeiten, seinen Momenten des Versagens.

Denn auch das gehört zu ihm. Auch das macht ihn zu deinem wundervollen einzigartigen Körper.

Und anstatt immer nur im Spiegel auf die Stellen zu schauen, die dir nicht gefallen, und anstatt deinen Körper immer nur dann zu beachten, wenn er gerade mal nicht kann – Nimm ihn in all den wundervollen Momenten wahr, in denen er dich trägt. Mach dir mal klar, dass er dir ermöglicht, durch den Wald zu laufen. Du hast Beine, die dich tragen. Das ist nicht selbstverständlich. Frag mal Menschen, die keine (funktionierenden) Beine mehr haben, was sie für deine Beine geben würden.

Liebe deinen Körper für all das, was du schön an ihm findest. Wenn du dich im Spiegel betrachtest, nimm bewusst alles an dir wahr, was du magst.

Liebe deinen Körper dafür, dass er dir ermöglicht, andere Menschen zu berühren und zu umarmen. Stelle dir einmal vor, du hättest keinen Körper. Dann könntest du nichts fassen. Du wüsstest nicht, wie sich etwas anfühlt. Und ist es nicht wundervoll, jemanden zu berühren? Ist es nicht wundervoll, berührt zu werden?

Liebe deinen Körper dafür, dass er dir sagt, wenn du nicht mehr kannst. In Momenten, in denen du nicht auf deine Gefühle hören willst und im Durchhaltemodus bist und damit dir selbst nur schadest, in diesen Momenten sagt dir dein Körper liebevoll durch Schmerzen, Krankheit oder Erschöpfung: „Bitte sei lieb zu dir. Gönn dir etwas mehr Ruhe und Mitgefühl.“

Dein Körper ist nicht dein Feind und er hat auch keinen eigenen Willen: Er ist dein Diener.

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Und er arbeitet 24/7 nur für dich ohne Pause. Er atmet dich und hält dich damit am Leben. Er verdaut dein Essen und sortiert das aus, was du nicht brauchst. Er trägt dich überall hin. Er gibt sein Bestes, um dir das Maß an Sport und Bewegung zu ermöglichen, das du dir wünscht.

Also liebe deinen Körper, anstatt ihn zu kritisieren. Starte jetzt eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit deinem eigenen Körper.

Hier ein paar Tipps, um in den Zustand der Liebe zu deinem Körper zu kommen:

Tipp 1: Radikale Akzeptanz deines Körpers

Du hast nur diesen Körper. Deshalb ist es kompletter Irrsinn, ihn nicht zu hundert Prozent anzunehmen. Und ich verspreche dir, es wird so eine Erleichterung sein, nicht mehr gegen deinen Körper zu kämpfen. Es wird sich so gut anfühlen.

Tipp 2: Dankbarkeit für deinen Körper

Mache einmal eine Liste mit all den Sachen, die dein Körper dir ermöglicht und mit allem, was du gut an ihm findest. Entwickle ein Bewusstsein dafür, wie viel Gutes dein Körper dir tut und wie unglaublich viele Gründe du eigentlich hast, ihn wertzuschätzen.

Tipp 3: Verwöhne deinen Körper

Was mag dein Körper? Meiner liebt zum Beispiel Massagen, Sauna und Baden. Dein Körper tut so viel für dich, also nimm dir bewusst regelmäßig Zeit, um ihm etwas zurückzugeben. Sage ihm: „Das, mein lieber Körper, ist jetzt nur für dich!“ Er wird sich sehr darüber freuen und es dir danken.

Tipp 4: Höre auf deinen Körper

Dein Körper ist ein sehr weiser Ratgeber. Er zeigt dir die ungehörten Schreie deiner Seele. Gefühle können wir sehr gut ignorieren, weil wir es gewohnt sind, in der materiellen Welt zu leben. Deshalb materialisieren sich unsere unterdrückten Gefühle oft in Form von Krankheiten oder Schmerzen, weil das eine Sprache ist, die wir verstehen. Wenn du unter irgendwelchen psychosomatischen Beschwerden leidest, dann mache dir klar, dass dein Körper dir nur etwas zeigt, was auf einer anderen Ebene entstanden ist. Er ist also nicht Schöpfer oder Ursache dieser Krankheit. Der Körper hat keinen eigenen Willen. Alles, was er tut, ist, dir zu helfen, ins seelische Gleichgewicht zu kommen.

Und ja ich weiß, manchmal ist es ätzend, dass wir keine Maschinen sind und deshalb nicht unbegrenzt leistungsfähig sind, aber das ist nun mal so. Diese Tatsache zu ignorieren führt höchstens zum Burnout.

Tipp 5: Schöpfe ein Körperliebe-Ritual

Finde für dich ein Ritual, eine Übung, eine Geste, mit der du die Liebe zu deinem Körper stärkst. Du kannst dir zum Beispiel regelmäßig selbst über den Kopf streicheln und deinem Körper sagen: „Ich hab dich lieb, Körper!“

Damit schaffst du in deinem Alltag einen Anker für deine Körperliebe und vertiefst sie immer mehr.

Tipp 6: Sei zärtlich zu deinem Körper

Wenn du willst, dass es sich gut anfühlt, wenn andere dich anfassen, dann solltest du auch selbst wissen, wie du dich so anfassen kannst, dass es sich gut anfühlt. Und das ist nicht unbedingt nur sexuell gemeint.

Ich lade dich dazu ein, deinen eigenen Körper kennenzulernen. Schließe einmal die Augen und berühre deinen Körper, streichle ihn. Wie reagieren deine Beine, wenn du sie streichelst? Wie gefällt es deinem Bauch? Wie mag dein Gesicht gerne berührt werden?

Kenne deinen Körper und baue eine zärtliche und liebevolle Beziehung zu ihm auf.

Denn Körperliebe ist Selbstliebe. Und ohne Körperliebe auch keine maximale Selbstliebe.

Wie du achtsames Selbstmitgefühl entwickeln kannst

Wie du achtsames Selbstmitgefühl entwickeln kannst

Die Selbstliebe hat viele Geschwister. Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein – und auch das Selbstmitgefühl. Vielleicht ist das Selbstmitgefühl sogar ihre Zwillingsschwester.

Denn die Frage: „Habe ich Mitgefühl mit mir selbst?“, hängt eng mit der Frage: „Kann ich mich selbst lieben?“ zusammen.

Wenn ich mit mir selbst mitfühlen kann, wenn ich Verständnis für mich selbst habe, dann gibt es da eine liebevolle Instanz mir selbst gegenüber in mir.

Wenn ich mich allerdings nicht liebe, dann bin ich wahrscheinlich auch sehr hart zu mir selbst. Wenn ich mich selbst nicht liebe, dann fällt es mir schwer, achtsames Selbstmitgefühl zu entwickeln. Gerade wenn einmal etwas nicht gelingt oder es mir schlecht geht, habe ich dann nicht viel Nettes zu mir selbst zu sagen.

Zum Beispiel gab es vor ein paar Jahren eine Zeit in meinem Leben, in der ich dauernd erkältet war. Ich war wirklich ungefähr genauso viel krank wie ich gesund war. Und anstatt Mitgefühl mit mir zu haben und mich liebevoll zu pflegen, habe ich mir selbst innerlich Vorwürfe gemacht, weil ich so oft krank war. Ich war sauer auf mich selbst, weil ich es nicht geschafft habe, meine Probleme auf anderen Ebenen zu lösen und anscheinend immer wieder diese Krankheit brauchte. Meine damalige Psychologin machte mich dann auf dieses Muster aufmerksam. Sie sagte: „Es geht ihnen schon schlecht und dann kommen Sie und hauen nochmal drauf.“

Das war einer dieser Momente, in denen es mir wie Schuppen von den Augen fiel: Das eigentliche Problem war nicht mein „Problem“, sondern mein Umgang damit. Das „Problem“ oder auch die Krise entstand dadurch, dass ich gemein, hart und ungnädig zu mir selbst war.

Wir werden von der Gesellschaft dazu konditioniert, alles von uns zu erwarten, aber für nichts Verständnis zu haben. Wir sind nun mal keine Roboter. Und das Leben ist nun mal kein Hollywood-Film. Es wird immer Dinge geben, die wir nicht können. Situationen, in denen wir scheitern. Phasen im Leben, in denen nichts zu funktionieren scheint und wir unser Leben als riesengroße Leere empfinden. Gerade in den Zeiten, in denen es uns schlecht geht, gilt es, achtsames Selbstmitgefühl zu entwickeln. Gerade für unsere vermeintlichen Schwächen brauchen wir dringend unser Verständnis und unser: „Es ist in Ordnung, Du bist in Ordnung. So, wie du jetzt gerade bist.“

 

Die Elemente des Selbstmitgefühls

Genauer drauf gezoomt, besteht Selbstmitgefühl aus drei verschiedenen Elementen:

  1. Selbst-Fürsorge

Die Selbst-Fürsorge ist der Teil des Selbstmitgefühls, wo wir für uns selbst sorgen. Was bedeutet es, für mich selbst zu sorgen? Das bedeutet, dass ich eine Instanz in mir installiere, die über mich wacht. Diese Instanz kannst du dir zum Beispiel als Wächter oder als starke Kriegerin vorstellen, wenn du gerne mit Imaginationen arbeitest. Was immer sich für dich gut anfühlt.

Welche Aufgabe hat diese Instanz?

Sie hat die Aufgabe, für die Erfüllung deiner Bedürfnisse zu sorgen. Das heißt einerseits, dass du deine Bedürfnisse wahrnimmst und sie dir selbst erfüllst und andererseits, dass du deine Bedürfnisse auch vor anderen aussprichst und einforderst. Gerade in Beziehungen kommt es oft vor, dass Bedürfnisse von zwei Menschen unterschiedlich sind und der eine für den anderen sein Bedürfnis zurückstellt. Und natürlich kann es auch ok sein, mein Bedürfnis für jemand anders zurückzustellen, wenn mein Bedürfnis nach Harmonie größer als das andere Bedürfnis ist. Jedoch sollte das nicht zum Dauerzustand werden, denn dann wirst du dir selbst nicht gerecht und das wiederum fällt auch der Beziehung zu Lasten.

Es gehört also auch zur Selbst-Fürsorge, „Nein“ zu sagen und Konflikte auszutragen. Denn leider ist ein „Ja“ zu mir selbst manchmal ein „Nein“ zu jemand anderem. Das lässt sich nicht vermeiden. Jedes „Nein“ kann empathisch und wertschätzend ausgedruckt werden, so dass der andere weiß, dass es keine Herabsetzung seiner Person ist.

Dieser Punkt kann schwer fallen und braucht etwas Übung. Ich habe erst mit 21 angefangen, Konflikte auszutragen, anstatt sie in mich hineinzufressen und ich sage dir, die ersten paar Male hatte ich das Gefühl, ich würde sterben. Aber es wird einfacher und das Gefühl mir selbst gegenüber wenn ich für mich eingestanden bin, ist unbezahlbar.

 

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  1. Selbst-Verständnis

Wenn du achtsames Selbstmitgefühl entwickeln willst, ist es wie oben schon angesprochen wichtig, Verständnis für dich selbst zu entwickeln.

Egal, wie verpeilt du bist. Egal, was du alles nicht kannst. Egal, was du alles nicht willst, was angeblich normal ist. Egal, was du alles nicht hast.

Du verdienst dein Verständnis. Zu hundert Prozent. Immer und in jeder Situation.

Was sind besonders Situationen, in denen Selbst-Verständnis wichtig ist?

All das sind Situationen, wo mein Verständnis mir selbst gegenüber so verdammt wichtig ist und wo es leider oft verloren geht. Es sind Situationen, in denen es mir sowieso schon nicht gut geht und ich durch meine Reaktion darauf die Sache entweder entscheidend verbessern oder entscheidend verschlimmern kann.

Wenn die Situation gerade sowieso schon blöd ist und ich trete auch noch nach, wird sich davon irgendwas verbessern? Nein, im Gegenteil: Dann kommt nur noch ein ungutes Gefühl mir selbst gegenüber hinzu.

Und auf der anderen Seite löst sich das ungute Gefühl etwas, wenn ich sanft zu mir bin und Verständnis für mich selbst habe.

 

  1. Selbst-Achtsamkeit

Wenn ich achtsames Selbstmitgefühl entwickeln will, ist der Teil der Achtsamkeit natürlich unabdingbar.

Die Selbst-Achtsamkeit ist notwendig, damit ich überhaupt erst mal bemerke, was gerade in mir abgeht. Denn, wenn ich keine Achtsamkeit für meine inneren Prozesse habe, dann bemerke ich natürlich auch nicht, wenn ich gerade ein destruktives inneres Selbstgespräch führe oder wenn ich mich selbst gerade auf irgendeine andere Art schlecht behandle.

Selbst-Achtsamkeit beinhaltet, meine Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und sie zuzulassen. Selbst-Achtsamkeit beinhaltet, mir Zeit für mich selbst zu nehmen. Selbst-Achtsamkeit beinhaltet, mich zu fragen, wie es mir geht.

Ich gehe also bewusst und achtsam mit mir selbst um. Ich gebe mir selbst Raum und ich gönne mir Ich-Zeit. Ich frage mich regelmäßig: Wie geht es mir eigentlich gerade?  Braucht gerade irgendetwas in mir meine Aufmerksamkeit?

 

Hier noch einmal eine selbst gebastelte Grafik zur Veranschaulichung der verschiedenen Elemente des Selbstmitgefühls:

Dein inneres Kind heilen: 5 Schritte des Reparenting

Dein inneres Kind heilen: 5 Schritte des Reparenting

Wie schon im Artikel zum inneren Kritiker angekündigt, widme ich mich nun einem anderen sehr sehr wichtigen inneren Anteil: dem inneren Kind.


In diesem Artikel geht es darum, wie es gelingen kann, dein inneres Kind zu heilen. Das innere Kind zu integrieren, was letztlich ausgegrenzte Aspekte von uns selbst beinhaltet, führt zur Heilung. Wenn wir als erwachsenes reifes Wesen diesen Anteil in uns akzeptieren und uns liebevoll darum kümmern, werden wir wieder ganz.


Welche Kraft Nachbeelterung haben kann, wurde mir vor zwei Jahren erst so richtig bewusst: Ich war bei einem Bekannten Zuhause, der eine Hängematte hatte. Ich lag in dieser Hängematte und einer der anderen Gäste fing an, mich in der Hängematte hin und her zu schaukeln. Wow, das fühlte sich so gut an.


Intuitiv bat ich hin, mir ein Gute-Nacht-Lied vorzusingen. Als er mich dann so hin und her wiegte und mir ein Gute-Nacht-Lied vorsang, überkamen mich auf einmal die überwältigendsten Glücksgefühle. Ich fühlte mich plötzlich total sicher und geborgen. Mein inneres Kind schrie: „Ja, ja! Endlich kümmert sich jemand um mich!“


Der rationale Teil meines Verstandes war in diesem Moment total perplex: „Warum fühle ich mich so großartig durch eine so kleines Geste?“ Dieser Moment hat mir gezeigt, wie unglaublich kraftvoll und unglaublich wichtig Reparenting ist.


Trotzdem schob ich das Thema danach nochmal zur Seite oder kümmerte mich zumindest nur sehr halbherzig darum.


Bis sich dann vor einem Jahr in einer Familienaufstellung noch einmal schmerzhaft zeigte, dass ich mein inneres Kind immer noch ablehnte. Ich machte unbewusst mein inneres Kind für die schlimmen Dinge, die ihm angetan wurden, verantwortlich.


Da wurde mir bewusst: Du musst dein inneres Kind heilen! Ich machte die Heilung meines inneren Kindes von da an zur Priorität und verabredete mich regelmäßig mit mir selbst zu inneres Kind Meditationen.


Oft wird mir jetzt auch im Alltag bewusst, wenn gerade Gefühle von meinem inneren Kind die Kontrolle übernehmen. Dann nehme ich es einfach an die Hand oder in den Arm und oft löst sich dann das Gefühl.



Die verschiedenen Seiten des inneren Kindes

Das innere Kind ist ein innerer Anteil mit vielen verschiedenen Facetten. Verspieltheit, Wildheit, Intuition – das sind alles Qualitäten des inneren Kindes.


Ich kann zum Beispiel an keiner Schaukel vorbeilaufen, ohne mich draufzusetzen und selbst eine Weile zu schaukeln. Und ich hole mir total gerne eine Süßigkeitentüte vom Kiosk, obwohl dort die Süßigkeiten total überteuert sind. Aber diese Süßigkeitentüte vom Kiosk hat so eine positive Konnotation für mich, weil ich mit meinen Schwestern früher jede Woche, wenn wir unsere 50 Pfennig Taschengeld bekommen haben, sofort zum Kiosk gerannt bin und mir dort Süßigkeiten gekauft habe. Und Schaukeln löst in mir das Gefühl der Unbeschwertheit und Unbegrenztheit aus.


Mit diesem Teil meines inneren Kindes bin ich also relativ gut in Kontakt. Wenn es um die Intuition geht, dann wird es allerdings schon kritischer. Ich habe zwar mittlerweile wieder Zugang zu meiner Intuition, ertappe mich jedoch öfter dabei, wie ich mich aus rationalen Überlegungen heraus gegen sie entscheide.


Und das ist auch nicht immer nur schlecht, denn wir leben nun einmal in einer Gesellschaft, in der es verschiedene Regeln gibt, die das Funktionieren der Gesellschaft garantieren. Und davon profitiere ja auch ich. Wahrscheinlich geht es mehr um die Unterscheidungsfähigkeit: Zu wissen, wann es gut und wichtig ist, meiner Intuition zu folgen und abzuwägen, wann ich ihr zum Wohle von etwas anderem, was mir gerade wichtiger ist, nicht folgen möchte.


Um dein inneres Kind zu heilen, ist jedoch die Beschäftigung mit anderen Aspekten des inneren Kindes meist noch wichtiger: Wo hast du als Kind einen Mangel erfahren? Welche Bedürfnisse sind unbefriedigt geblieben?


Wenn du dir bis jetzt noch keine Gedanken über diese Fragen gemacht hast, dann mach an dieser Stelle eine kleine Lesepause, um Antworten zu finden…


Auch wenn es natürlich von Mensch zu Mensch Unterschiede gibt, so ähneln sich unsere unerfüllten Bedürfnisse doch alle. Die meisten Menschen haben das Gefühl, in ihrer Kindheit nicht genug Liebe von ihren Eltern bekommen zu haben. Die Unterschiede liegen meist darin, ob diejenige Person das Gefühl hatte, gar nicht geliebt zu werden, wenig geliebt zu werden oder zwar schon das Gefühl hatte, dass die Eltern sie lieben, es aber nicht ausdrücken konnten.


Wertschätzung und Lob haben die Meisten von uns ebenfalls zu wenig erhalten oder nur für Leistung, sodass das Kind verinnerlicht hat, dass es nur etwas wert ist, wenn es etwas leistet.


Das größte Problem hierbei ist, dass die meisten unserer Eltern selbst niemals wirklich reif geworden sind, Sie haben nie gelernt, sich selbst zu lieben. Sie haben nie gelernt, sich in sich selbst sicher zu fühlen. Sie haben nie gelernt, die Verantwortung für ihre Gefühle zu übernehmen. Und so weiter. Dadurch können sie natürlich auch ihren Kindern wichtige Dinge nicht beibringen und nicht geben.


Aber wir wollen uns hier nicht zu viel auf das Problem konzentrieren, sondern weiter gehen zu den Lösungen.


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Wie können wir uns nun selbst nachbeeltern (reparenting)?

Grundsätzlich gilt hier, dass es unglaublich viele Möglichkeiten gibt, dein inneres kind zu heilen und das alles, was sich für dich gut anfühlt, richtig ist. Ich habe natürlich als Kind andere Erfahrungen gemacht als du und deshalb fühlt sich für mich eine Sache vielleicht unglaublich toll an, bei der sich in dir absolut nichts tut.


Schritt 1: Reflexion meiner Beziehung zum inneren Kind

Trete deinem inneren Kind ehrlich und still gegenüber. Wie ist deine jetzige Beziehung zu ihm? Was empfindest du ihm gegenüber? Und was wünscht es sich von dir? Welche Aspekte des inneren Kindes bedürfen noch der Integration und Annahme?


Diese Fragen zu beantworten ist wichtig, um dir deiner Ist-Situation bewusst zu sein. Denn man kann nur verändern, was man auch weiß.


Schritt 2: Heilung meiner Beziehung zum inneren Kind

Nimm dir regelmäßig Zeit, um dein inneres Kind durch deine Liebe und Annahme zu heilen. Du kannst dich beispielsweise alle zwei Wochen mit dir selbst zu einer inneres Kind Meditation verabreden.


Du kannst entweder einfach Entspannungsmusik an machen und selbst eine Begegnung mit deinem inneren Kind visualisieren oder du lässt dich in einer geführten Meditation anleiten.


Schritt 3: Finde Zugang zu deiner Wildheit, Verspieltheit und Intuition

Es gibt auch einige Menschen, die mit diesen Seiten des inneren Kindes Probleme haben. Sie werden zu „Erwachsenen“ und entwickeln dann die Glaubenssätze: „Ich darf nicht albern sein.“, „Ich darf nicht kindisch sein.“ „Ich kann nicht einfach das machen, wonach mir ist: Entscheidungen müssen mit dem Kopf getroffen werden.“


Diese Anteile wollen natürlich auch integriert werden, damit wir als Mensch wieder ganz werden können.


Womit könntest du diese Anteile mehr in dein Leben einladen? Ist es vielleicht so wie bei mir ausgelassenes schaukeln? Oder gibt es eine bestimmte Sportart, bei der du dich richtig austoben kannst? Was hast du als Kind gerne gemacht?


Schritt 4: Reparenting durch andere

Ob du diesen Schritt gehen möchtest oder nicht, ist vielleicht Typsache. Ich finde die Idee sehr schön, beim Nachbeeltern meines inneren Kindes Hilfe von anderen anzunehmen.


Und das heißt nicht, dass ich Verantwortung für dieses Thema an jemand anders abgebe, sondern im Gegenteil: Gerade weil ich die Verantwortung für mein inneres Kind übernehme, gestehe ich ihm zu, in Beziehungen und Interaktionen bewusst Raum einzunehmen.


Das gilt besonders für Leute, die sich in Beziehungen gerne stark geben und ein Problem damit haben, ihren Kopf in den Schoß einer anderen Person zu legen und zu sagen: „Schreichle bitte mal meinen Kopf.“ Probiere es einmal aus und fühle in dich hinein, wie es dir damit geht.


Ich kann also bewusst andere in meinen Reparenting-Prozess einbinden.

Das heißt, natürlich kümmerst du dich in erster Linie selbst darum, dein inneres Kind zu heilen, du darfst aber an manchen Stellen auch Unterstützung von anderen dabei annehmen oder erfragen.


Schritt 5: Integration des inneren Kindes

Schule deine Wahrnehmung. Frage dich im Alltag immer mal wieder: Was will mein inneres Kind jetzt gerade?


Und versuche darauf zu achten, welche deiner Gefühle und Gedanken du deinem inneren Kind zuordnen kannst.


Wann spricht es und wie spricht es?


Vollkommen ganz werden können wir erst, wenn alle ausgegrenzten Anteile in uns wieder einen Platz finden. Das innere Kind will ein Stück vom Erwachsenen sein. Alles strebt nach Synthese und Einklang.


Und das Paradoxe ist: Je mehr Raum du deinem inneren Kind zugestehst, desto erwachsener im Sinne von wirklich reif wirst du. Denn das Kind muss sich dann nicht mehr über Umwege einen Weg suchen, um deine Beachtung zu bekommen. Es hat seinen Platz und deshalb lässt es dich an Stellen, an denen es sonst vielleicht über „irrationale“ Gefühlsausbrüche herausgekommen ist, einfach sein.


Also: Mache Frieden mit deinem inneren Kind. Mache Frieden mit dir selbst.



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Magersucht überwinden – Ein Erfahrungsbericht

Magersucht überwinden – Ein Erfahrungsbericht

Ich war magersüchtig.

Darüber zu sprechen fällt mir auch heute noch schwer. Aber ich denke, dass es wichtig ist.

Es ist generell wichtig, psychische Krankheiten aus dem Dunkeln zu holen und aus der Stigmatisierung. Es ist wichtig, aufzuhören, Krisen und Krankheiten unter den Teppich zu kehren.

Denn es betrifft uns alle auf die ein oder andere Art und Weise.

Also: Ich war magersüchtig. Wie hat das angefangen? Angefangen hat das mit der Magersucht als ich siebzehn Jahre alt war.

Ich war schon immer sehr konkurrenzorientiert. Wenn irgendjemand in etwas besser war als ich und ich die Chance sah, das zu ändern, dann setzte ich alles daran.

In der Schule führten wir ein Theaterstück auf und sowohl meine Zwillingsschwester als auch eine andere Mitschülerin trugen das gleiche Kostüm wie ich. Da wurde mir der Vergleich quasi aufgezwungen. Es gab das Kostüm in zwei Größen. Natürlich wollten alle das engere Kostüm tragen, so waren wir in diesem Alter.

Irgendjemand legte mir dann nahe, das größere Kostüm zu nehmen, weil die Mitschülerin, die es eigentlich trug, dünner sei als ich. Das war für mich ein Schlag ins Gesicht. Es ging hier vielleicht um 5 Kilo. Aber es war unerträglich für mich. Vor allem, weil meine Zwillingsschwester ein paar Kilo abgenommen hatte und jetzt auch schlanker war als ich.

Und so pflanzte ich den Samen in mich ein, der rückblickend betrachtet wohl der erste Schritt hin zur Magersucht war. Ich fasste den Entschluss, ein bisschen abzunehmen.

Ich fing an, Zeit auf unserem Heimstepper zu verbringen. Immer mehr Zeit.

Ich find an, Verpackungen umzudrehen und zu lesen, wie viel Kalorien, Fett und Zucker in den Produkten sind. Ich fing an, zu rechnen und zu planen. Von Zucker konnte ich mich nicht gut trennen, deshalb wurde er nur stark beschränkt. Fett allerdings flog fast komplett aus meiner Ernährung heraus. Wenn man etwas in der Pfanne oder im Backofen zubereiten konnte, entschied ich mich für den Backofen. Brot gab es ohne Butter oder Margarine. Für jede Mahlzeit, die unter meiner Kontrolle war (also alle außer das Mittagessen) gab es ein festes Kalorienbudget, das möglichst nur unterschritten, aber nicht überschritten werden durfte.

Und irgendwie ging das alles sehr schnell. Ich kann mich gar nicht an einen Punkt erinnern, an dem ich mein ursprüngliches Ziel erreicht hätte und dann vor der Entscheidung gestanden hätte, weiterzumachen oder nicht. Diesen Punkt gab es gar nicht. Ich war sofort in dieser Spirale drin.

Und das wirklich Negative an dieser Krankheit ist das, was im Kopf abgeht. Leute, die noch keinen Umgang mit der Krankheit Magersucht hatten, denken vielleicht, dass sie sich eher auf dem Körper bezieht, aber das ist leider nicht so.

Natürlich liegt der Krankheit eine negative Einstellung zum eigenen Körper zugrunde und in den meisten Fällen vermutlich auch ein krankes medial geprägtes Schönheitsideal, aber Hauptschauplatz dieser Krankheit sind die Gedanken.

Denn das Paradoxe ist: Je weniger man isst, desto mehr drehen sich die eigenen Gedanken um das Essen. Man plant im Kopf die nächsten Mahlzeiten und rechnet die Kalorien durch. Und das war für mich wie Terror: Ich hatte keine Kontrolle über meine Gedanken, es war so, als hätte etwas anderes von mir Besitz ergriffen. Als könnte ich gar nicht anders als daran zu denken. Wie eine Zwangsstörung.

Innerhalb von vielleicht einem halben Jahr ging es bei mir 20 Kilo runter. Und ich war auch vorher schon schlank.

Leute fingen an, besorgt zu sein. Ich empfand es als Angriff und verstand die Welt nicht mehr. Es war so, als wäre es gar nicht möglich, die Welt da draußen zufriedenzustellen. Als gäbe es gar keinen Zustand, in dem ich für die anderen richtig bin so wie ich bin. Erst war ich zu schwer und dann war ich zu leicht.

„Wo ist denn der Zustand, in dem ich genau richtig bin?“ Das fragte ich mich damals frustriert.

Trotzdem musste ich mich irgendwie mit der Kritik auseinandersetzen. Ob es Kritik oder Sorge war, kann ich gar nicht so genau sagen. Damals fühlte es sich wie Kritik an.

Ich versuchte zu dieser Zeit meines Lebens, perfekt zu sein. Ich verwendete jeden Tag morgens eine Stunde auf mein Make-Up. Ich war Klassenbeste. Ich wollte in allem die Beste sein. Warum? Weil ich mir davon versprach, glücklich zu werden. Einen besseren Weg hatte ich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht entdeckt.

Und so traf es mich hart, als Leute anfingen, zu fragen: „Malou, bist du eigentlich magersüchtig?“ Oder irgendwelche Kommentare über meinen Körper machten. Zumal ich immer noch nicht das Gefühl hatte, dünn genug zu sein.

Das ist ein sehr tückischer Mechanismus, der es Betroffenen erschwert, ihre Essstörung zu erkennen: Fettsüchtige sehen sich im Spiegel oft dünner als sie eigentlich sind und Magersüchtige und Bulimiker*innen sehen sich oft dicker als sie eigentlich sind.

Deswegen macht man auch oft in Kliniken die Übung, dass sich die betroffene Person auf ein lebensgroßes Blatt Papier legt und dann ihre Körperumrisse mit einem Stift abgezeichnet werden. Bei dieser Übung realisieren dann die Meisten, dass sie sich verzerrt wahrnehmen.

Ich hatte das Gefühl, dass ich von den anderen als schwach wahrgenommen werde. Dass die Welt eine Schwäche an mir entdeckt hatte, die ich ganz offen zur Schau trug und nicht verstecken konnte.

Ich wollte nicht schwach sein. Ich wollte anderen Menschen keine Angriffsfläche bieten. Ich wollte kein Mitleid. Ich wollte stark sein. Ich wollte gut sein.

Das war meine Hauptmotivation dafür, in eine Klinik zu gehen.

Meine Magersucht überwinden, der Klinikaufenthalt war der erste Schritt in diese Richtung.

In der Klinik wurde ich dann dazu gezwungen, zu essen und zuzunehmen, andernfalls hätte man mich rausgeworfen. Das heißt, ich musste jede Woche einen halben Kilo zunehmen und an allen Mahlzeiten teilnehmen und alles aufessen, was man mir vorsetzte. Das war ziemlich krass.

Bei einem Verstoß gab es eine Vorwarnung, beim zweiten die gelbe Karte und beim dritten war man raus.

Ratet mal, wie viele ich hatte?

Drei.

Aber aus irgendeinem seltsamen Grund hatte der Chefarzt Mitleid mit mir und ließ mich bleiben. Meine Bezugspsychologin war darüber sehr verwundert. Sie hatte schon Mädchen zetern und weinen sehen und sie mussten trotzdem gehen.

Doch es war mein Glück, dass ich bleiben durfte, denn alleine hätte ich es damals wohl nicht geschafft, mein Essverhalten zu ändern. Und so war ich drei Monate lang in dieser Klinik und machte dabei die Hölle durch. Magersucht überwinden – das ist harte Arbeit.

Neben dem Zunehmen stellte ich mir das erste Mal in meinem Leben Fragen wie: „Wie war meine Kindheit für mich?“, „Was für eine Beziehung habe ich zu meinen Eltern?“ und „Bin ich krank oder ist mein ganzes Familiensystem krank?“.

Nach diesen drei Monaten war ich gewichtsmäßig wieder einigermaßen im grünen Bereich und beantragte keine Verlängerung mehr. Viel hatte ich damals noch nicht über meine Psyche begriffen, aber ein Anfang war gemacht. Eine Tür wurde einen Spalt breit geöffnet, die ich mit der Zeit immer weiter öffnete bis mir die Spiritualität die Antworten gab, auf die ich so lange gewartet hatte.

Meine Magersucht überwinden konnte ich zu hundert Prozent erst, als ich alleine wohnte und Abstand zu meiner Familie bekam. Es war ein langsamer Prozess mit vielen Ups and Downs. Am Anfang versuchte ich mehr, das Symptom loszuwerden.

Aber irgendwann war es dann eine Heilung von innen heraus und ich konnte die Krankheit loslassen. Sie war nicht mehr notwendig.

Heute spüre ich wieder, wenn ich Hunger habe und wenn ich satt bin. Das klingt vielleicht selbstverständlich, aber während einer Essstörung verliert man das Gefühl dafür. Ich mache jeden Tag Übungen für meine Körperliebe, damit mir auch immer bewusst ist, wie schön und wertvoll mein Körper ist. Meine Magersucht überwinden: Das habe ich heute geschafft!

Und klar esse ich auch heute noch manchmal, um meine Gefühle zu kompensieren. Manchmal esse ich eine Packung Kekse, anstatt meine Gefühle zu fühlen. Oder ich esse erst eine Packung Kekse und fühle dann meine Gefühle.

Aber ich lasse kein Essen weg, wenn ich mich mal schlecht fühle. Ich mache viel Sport und ernähre mich ausgewogen. Mein Körper ist gesund. Und heute finde ich einen sportlichen Körper viel schöner als einen mageren Körper.

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    Glück finden – Indem du diese 5 Grundlagen akzeptierst

    Glück finden – Indem du diese 5 Grundlagen akzeptierst

    Glücklich zu sein – Das ist doch eigentlich das Ziel von allen Menschen oder?

    Naja, das denken zumindest alle Menschen von sich.

    Welcher Mensch würde schon sagen: „Ach, Glück finden. Nee, das will ich gar nicht. Ich bin lieber unglücklich.“

    Allerdings wäre das in vielen Fällen die ehrlichere Antwort. Die Menschen hängen so sehr an ihrem unglücklich sein. Sie investieren so viel in ihr Leiden. Sie machen sich Sorgen, konzentrieren sich überwiegend auf das Negative in ihrem Leben und beschweren sich andauernd über dieses und jenes.

    Aber eigentlich ist es ja ihr Ziel, Glück zu finden und dafür würden sie alles tun. Davon sind sie überzeugt.

    Was sie dabei übersehen, ist, wie sehr sie mit ihrem unglücklich sein verheiratet sind. Wie sehr sie es eigentlich lieben, unglücklich zu sein.

    Denn, wenn man an etwas gewöhnt ist, dann gibt es einem Sicherheit. Und das unabhängig davon, ob es sich hierbei um etwas Gutes oder Schlechtes handelt.

    Deshalb haben wir oft am meisten Angst vor den Dingen, die wir tief in uns drin so sehr wollen. Das hört sich ziemlich paradox an, ich weiß.

     

    Somit ist die erste Grundlage:

    1. Ehrliche Reflexion meiner Beziehung zum Glück

    Erlaube ich mir selbst, glücklich zu sein? Wenn ich ganz ehrlich zu mir bin, wie viel meiner Energie und Zeit stecke ich in mein Unglück und wie viel Energie und Zeit stecke ich wirklich in das Glück finden?

    Das heißt, es ist zuallererst einmal wichtig, mir darüber bewusst zu werden, wie meine Einstellung zum Glück ist. Wie mein Wunsch aussieht in Bezug auf das glücklich sein. Ob mein Verhalten diesem Wunsch entspricht oder ob ich mich selbst beim Glück finden eigentlich die ganze Zeit auf irgendeine Art und Weise sabotiere.

    Hierzu gehört Ehrlichkeit und Mut. Doch dieser Schritt ist unbedingt notwendig, um dann im zweiten Schritt meine Beziehung zum Glück zu verändern.

     

    2. Ich bin selbst für mein Glück verantwortlich

    Eigentlich ist es so klar und selbstverständlich, dennoch liegt hier bei einigen Menschen ein großes Missverständnis vor. Denn wie viele Menschen erwarten bewusst oder unbewusst, dass ihr Partner, ihre beste Freundin, ihre Familie, sie glücklich machen soll?

    Wenn du ganz ehrlich zu dir bist: Wann hast du das letzte Mal von jemand anderem erwartet, dass er dich glücklich machen soll und warst dann enttäuscht oder sauer auf diese Person?

    Hier entstehen ganz viele Konflikte in Beziehungen oder Beziehungen gehen ganz daran kaputt. Wie geben die Verantwortung für unser Glück ab und sagen: „Er oder sie soll mich glücklich machen.“

    Damit sind wir natürlich fein raus und können dann auch nichts dafür, wenn diese Person „uns unglücklich macht“. Denn wir waren dem ja hilflos ausgeliefert.

    Das Problem an der Sache ist nur, dass wir, wenn wir die Macht über uns abgeben, damit auch unsere Handlungsfähigkeit abgeben.

    Wenn wir glauben, unser Glück liegt in der Hand eines anderen – Dann liegt es auch in der Hand eines anderen.

    Wenn wir glauben, wir sind nur ein Fähnchen im Wind und das Leben / Gott / das Schicksal / der Zufall kann mit uns spielen – Dann ist es auch so.

    Die Möglichkeiten, dein Leben zu gestalten, sind da. Aber nur, wenn du auch weißt, dass es alleine in deiner Hand liegt, glücklich zu sein. Es ist deine Verantwortung, dich selbst glücklich zu machen. Jemand anders hat damit nichts zu tun.

    Es ist nicht der Job deiner Freundin, dich glücklich zu machen. Es ist nicht der Job deiner Mutter, dich glücklich zu machen. Es ist nicht der Job von deinem Sohn, dich glücklich zu machen.

    Es ist nur dein Job, dich glücklich zu machen. Also übernimm jetzt die volle Verantwortung für dein Glück und nur für dein Glück. Denn andersherum bist du natürlich auch nicht dafür verantwortlich, dass jemand anders glücklich ist. Lass die Verantwortung des anderen die Verantwortung des anderen sein.

     

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    3. Wahres Glück kommt von innen

    Das ist für mich eine der größten Weisheiten des Buddhismus: Wir projizieren die ganze Zeit unser Glück auf andere Dinge, die wir dann erreichen wollen.

    Wir denken: „Wenn ich diesen Job habe, dann kann ich glücklich sein. Wenn ich jenen Partner habe, dann kann ich glücklich sein. Wenn ich mir ein solches Auto leisten kann, dann kann ich glücklich sein.“

    Und so gehen wir jahrelang durch unser Leben, immer im Kopf damit beschäftigt, was es als Nächstes zu erreichen gilt. Immer mit dem Mindset: „Es ist noch nicht gut so, wie es ist. Ich brauche noch etwas (Externes), damit ich Glück finden kann.“

    Und wenn wir dann die Sache haben, auf die wir unser Glück ausgelagert und projiziert haben, dann stellt sich meist für einen kurzen Moment lang ein Gefühl der Befriedigung ein. Einen kurzen Moment lang können wir aufatmen, loslassen, zufrieden und präsent im Hier und Jetzt sein.

    …Doch zwei Minuten später: „Hoppla, irgendwie war´s das wohl doch nicht. Hm, dann ist es doch etwas anderes….Vielleicht bin ich glücklich, wenn ich endlich das Haus habe, von dem ich schon immer geträumt habe.“

    Und dann geht es weiter: Du arbeitest und arbeitest – Im Außen und in deinem Kopf, die ganze Zeit dafür, dieses Haus zu bekommen.

    Du projizierst also dein Glück auf die Erreichung eines anderen Objektes.

    Aber was du damit innerlich machst, ist genauso zielführend, wie bei dem letzten Objekt, auf das du dich konzentriert hast.

    Ein Objekt wird uns nie dauerhaft glücklich machen. Das ist nicht möglich.

    Wenn wir das erst einmal begriffen haben, stellt sich die Frage: „Aber wie kann ich dann dauerhaft Glück erschaffen?“

    Die Antwort darauf lautet: „Indem du den Blick nach innen richtest, anstatt nach außen.“

    Niemand ist deshalb glücklich, weil er im Außen die Dinge hat, die er will und braucht. Sondern wir finden die Dinge im Außen, die zu dem Zustand des glücklich seins passen, weil dieser Zustand in uns drin ist.

    Alles, was du im Außen haben kannst, ist vergänglich. Deine Partnerin kann dich verlassen. Deine Kinder ziehen irgendwann aus und du hast vielleicht nicht mehr so viel Kontakt zu ihnen. Deinen Job kannst du verlieren. Dein Auto kann geklaut werden.

    Das heißt, es gibt kein Objekt, was immer da sein wird. Deshalb ist es auch nicht klug, sein Glück an ein Objekt zu koppeln.

    Was ist das Einzige, was du immer haben wirst und immer hattest – Von deiner Geburt bis zum Tod?

    …Das bist du selbst! Oder auch dein Geist, was der buddhistische Begriff für den Teil von uns ist, der unsterblich ist.

    Und wenn dieser Teil der einzige unvergängliche Teil unseres Lebens und von uns selbst ist, dann kann natürlich auch nur er die Quelle für wahres Glück sein. Klingt logisch oder?

    Wenn das Glück woanders her kommt, dann wird es immer nur von kurzer Dauer sein. Und andersherum, wenn wir innerlich wirklich Glück finden, dann ziehen wir natürlich im Außen auch immer Sachen an, die zu diesem inneren Glück passen.

     

    4. Glücklich sein ist eine Entscheidung

    Zuletzt noch der Hinweis: Niemand ist glücklich, weil er Glück HAT. Du musst selbst innerlich die Entscheidung treffen, dass du glücklich bist.

    Es kommt nicht von außen und Glück ist kein Zufall. Glück ist eine Entscheidung, die jeder für sich treffen kann.

    Gehe einmal in dich und treffe diese Entscheidung. Du wirst erstaunt sein, welche neuen Möglichkeiten und Gefühle sich daraufhin in deinem Leben offenbaren.

     

    5. Glück kann nur im JETZT stattfinden

    …Und Glück findet niemals in der Zukunft statt.

    Die Zukunft ist nur eine Fiktion, eine Vorstellung in deinem Kopf.

    Was ist die Zukunft?

    Niemand hat sie je persönlich getroffen.

    Die einzige Zeit, die wirklich existiert, ist die Gegenwart.

    Die Verlagerung des Glücks in die Zukunft führt dazu, dass der Zustand des glücklich seins nie erreicht wird. Glück finden wird unmöglich, wenn du es nicht ins Hier und Jetzt holst.

     

    Hier nochmal die Hard Facts über das Glück finden:

    Obwohl wir glauben, wir würden glücklich sein wollen, sabotieren wir uns oft dabei selbst. Sich über diesen Widerspruch bewusst zu sein, ist das Heilmittel dafür, in dein Unglück statt in dein Glück zu investieren.

    Wir sind selbst für unser Glück verantwortlich und wir sind nur für unser Glück verantwortlich.

    Glück kommt aus deinem Inneren und im Außen danach zu suchen, wird dich immer nur kurzfristig glücklich machen. Dauerhaftes Glück entsteht in deinem Inneren und wird dann durch die äußeren Objekte reflektiert. Die Quelle ist jedoch immer innen.

    Niemand hat Glück, sondern glücklich sein ist eine Entscheidung, die du selbst treffen kannst.

    Glück kann nur im Jetzt stattfinden und niemals in der Zukunft.

     

    Also triff JETZT die Entscheidung, dass du selbst glücklich bist. Denn du hast es verdient. Du bist es wert, glücklich zu sein und du brauchst dafür keines der externen Dinge, die du denkst, dafür zu brauchen.

    Innerer Kritiker: Wie du ihm seine Macht entziehst

    Innerer Kritiker: Wie du ihm seine Macht entziehst

    Kritisierst du dich oft? Öfter als dir lieb ist?

    Willst du endlich lernen, mit dieser negativen Selbstkritik aufzuhören und den inneren Kritiker entmachten?

    Dann bist du hier genau richtig.

    Wahrscheinlich kennst du das Konzept vom inneren Team oder auch von inneren Anteilen. Hierbei gibt es verschiedene Teammitglieder, die für verschiedene Menschen natürlich auch verschieden wichtig sind.

    Es gibt allerdings Anteile, die für sehr viele Menschen ein wichtiges Thema sind. So zum Beispiel das innere Kind.

    Auch der innere Kritiker ist für viele Menschen ein Thema oder wird irgendwann zum Thema. Nämlich dann, wenn unser Bewusstsein immer größer wird und wir irgendwann feststellen: „Wow, ich mache mich selbst immer ziemlich hart fertig.“

    Wenn du an dem Punkt bist oder schon an dem Punkt warst, wo du das festgestellt hast, dann bist du schon ziemlich weit. Denn hart zu sich selbst zu sein ist ein so beliebter Volkssport, dass viele Menschen gar nicht auf die Idee kommen, dass das vielleicht gar nicht so gut ist. Jeder macht es ja schließlich so.

    Hat dich schon mal jemand für deine Arbeit gelobt und du hast darauf erwidert: „Naja, also so toll ist das ja gar nicht. Eigentlich hätte man das und das besser machen können und jeder andere hätte das echt genauso gut hingekriegt.“?

    Auch wenn ich mich aus feministischen Gründen und wegen der Selbstliebe gar nicht mehr so verhalten will, ertappe ich mich manchmal immer noch dabei, wie ich zu einer solchen Antwort ansetze. Einfach weil dieses Verhalten gesellschaftskonform ist und ich mich sonst damit auseinandersetzen muss, dass die andere Person mich vielleicht arrogant oder selbstzufrieden findet.

    Es ist einfach ein Prozess und immer, wenn ich mich dabei ertappe, in dieses Selbstkritik-Muster zu gehen, komme ich zurück zur Liebe und sage: „Danke. Ich bin auch ziemlich stolz auf meine Arbeit. Ich bin zufrieden damit.“

    Probier es mal aus, wenn dich das nächste Mal jemand lobt. Du wirst wahrscheinlich die lustigsten Gefühle durchmachen.

    Härter als das Arbeiten am Außen, ist jedoch die Arbeit im Inneren. Denn es heißt ja auch „innerer Kritiker“. Das heißt, hauptsächlich treibt er in unserem Innenleben sein Unwesen.

     

    Innerer Kritiker: Wie erkennt man ihn?

    Wenn du dem Selbstgespräch, das im Wachzustand die ganze Zeit unaufhörlich in dir abläuft, aufmerksam zuhörst, lernst du mit der Zeit, verschiedene Instanzen zu identifizieren.

    Den inneren Kritiker erkennt man an verschiedenen Dingen: Ihm ist es nie gut genug, was du tust.

    Wenn du etwas Tolles geleistet hast und für einen Moment zufrieden bist und dann kommt eine Stimme, die sagt: „Naja, aber das hätte man ja schon noch etwas ordentlicher machen können.“ -> innerer Kritiker spricht gerade

    Wenn du einen Vortrag gehalten hast und danach hörst du eine Stimme, die sagt: „An der Stelle hast du dich verhaspelt, dort hast du einen Punkt ausgelassen und überhaupt hast du etwas unsicher auf die Zuhörer gewirkt. Das machst du nächstes Mal besser.“ -> innerer Kritiker spricht gerade

    Wenn du gerade ganz entspannt auf der Couch sitzt, deine Lieblingsserie schaust und plötzlich sagt jemand: „Du verschwendest gerade sinnlos deine Zeit. Du müsstest noch dies und das machen. Du solltest dich schämen, so faul rumzuhängen. -> innerer Kritiker spricht gerade

    Wenn du ein paar Tage lang keine Zeit oder keine Ruhe zum Meditieren / Yoga / Sport / … gefunden hast und als dir das bewusst wird, sagt eine Stimme zu dir: „Wow, du kümmerst dich ja toll um dich. Willst gesund und glücklich sein, aber tust nichts dafür. Du musst das jeden Tag machen. Alles andere ist Faulheit. Natürlich hättest du dir die Zeit dafür nehmen können.“ -> innerer Kritiker spricht gerade

     

    Innerer Kritiker: Welche Funktion hat er?

    Der innere Kritiker hat ursprünglich eine positive Funktion. Wie eigentlich alle Instanzen, Verhaltensweisen, Gefühle , und so weiter – Sie wollen uns alle auf ihre Art mit irgendetwas weiterhelfen und uns bereichern.

    Probleme entstehen da, wo Dinge aus der Balance geraten.

    Ursprünglich ist der innere Kritiker dazu da, konstruktive Kritik auszuüben. Das heißt, es ist seine Aufgabe, dich durch Verbesserungsvorschläge und Antreiben weiterzubringen.

    Denn stelle dir einmal vor, es gäbe den inneren Kritiker gar nicht.

    Würdest du dann weiterkommen? Würdest du dann deine Ziele erreichen? Würdest du dann deine Dunkelheit und die ganzen Narben deiner Kindheit transformieren und heilen? Nein!

    Denn dazu brauchen wir den inneren Kritiker.

    Er sagt uns: „Es ist noch nicht gut so, wie es ist. Wenn du weiter an diesem und jenem arbeitest, dann kannst du in einen glücklicheren / besseren Zustand kommen.“

    Niemand wird geboren und ist schon direkt da, wo er einmal hinwill im Leben. Und oft liegen die Sachen, die wir uns wünschen für unser Leben, nun einmal außerhalb unserer Komfortzone. Und dann sollten wir den Arsch hochkriegen und uns holen, was wir wollen. Das kostet oft Anstrengung und Geduld. Oft müssen wir dafür an uns arbeiten und Dinge lernen, verändern und Verhaltensweisen ablegen. Bei all diesen Dingen hilft uns die Instanz innerer Kritiker.

    Richtig eingesetzt kann er also ein Diener der inneren Transformation sein.

     

    Innerer Kritiker: Seine Schattenseiten

    Falsch eingesetzt kann der innere Kritiker allerdings sehr viel Schaden anrichten. Er kann dem Selbstwertgefühl schaden, der Selbstakzeptanz, der Heilung und vor allem kann er zum Gegenspieler der Selbstliebe werden.

    Denn was passiert, wenn wir uns selbst unnötig hart und unnötig oft kritisieren? Wir senden uns die ganze Zeit das Signal: „Du bist nicht gut, so wie du bist. Du musst an dir arbeiten. Du musst erst etwas leisten oder etwas werden, um liebenswert zu sein.“

    Das ist natürlich total schädlich, wenn wir auf dem Weg der Selbstliebe sind.

    Wenn der innere Kritiker außer Kontrolle gerät, kehrt sich seine Funktion ins Negative um.

    Wenn er die ganze Zeit in unserem Inneren auf Autopilot läuft und uns alle Liebe und Freude abgräbt – Dann wird er zum echten Problem und es wird Zeit, zu handeln.

     

    Innerer Kritiker: Tipps zum Umgang mit ihm

    Wenn du dich in der Beschreibung der Schattenseiten des inneren Kritikers wiederfindest, dann kann ich mir vorstellen, dass du etwas unzufrieden darüber bist, dass der innere Kritiker so viel Macht über dich hat.

    Der innere Kritiker hat seinen Wert, aber er sollte nicht die Kontrolle über dich übernehmen. Hier gilt es, das Bewusstsein zu trainieren.

    Ich habe mir zum Beispiel ein Zeitlang jeden Tag eine Erinnerung in meinem Handy eingerichtet, die mich zu einer bestimmten Uhrzeit gefragt hat: „Kritisierst du dich gerade selbst?“

    Durch diese Erinnerung bin ich mir regelmäßig darüber bewusst geworden, was gerade in meinem Kopf abgeht. Welche Instanz gerade spricht und wie ich gerade mit mir selbst umgehe.

    Solche Krücken sind wahnsinnig hilfreich, um zu lernen, konditionierte Gedankenmuster zu unterbrechen und zu durchschauen.

    Wenn du dir also darüber bewusst wird, dass gerade der innere Kritiker die Macht übernommen hat, hol sie dir einfach zurück.

    Dafür musst du nur ins Zwiegespräch mit dir selbst gehen. Du installierst eine andere Instanz, einen inneren Akzeptierer, der mit dem inneren Kritiker diskutiert. Wenn der innere Kritiker behauptet, du hättest noch nicht genug gemacht oder hättest es nicht gut genug gemacht, dann kann der innere Akzeptierer dagegen halten. Er kann dann entgegnen: „Naja, aber eigentlich hast du doch schon relativ viel gemacht. Andere Menschen machen auch nicht mehr als du. Es ist völlig in Ordnung, wenn du jetzt aufhörst und du kannst mit deinem Werk zufrieden sein.“

    Es kann auch helfen, dir vorzustellen, du würdest gerade über eine gute Freundin oder einen guten Freund urteilen und nicht über dich. Wärst du dann genauso hart? Oder würdest du nicht viel eher die andere Person wohlwollend betrachten und das wertschätzen, was er oder sie geleistet hat?

     

    Nochmal die wichtigsten Aussagen dieses Artikels zusammengefasst: Der innere Kritiker ist Teil der inneren Teams. Er hat eine wichtige und positive Funktion. Wenn er außer Kontrolle gerät und auf Autopilot läuft, kann er allerdings mehr Schaden als Nutzen anrichten. Deshalb gilt auch hier, dass das richtige Maß entscheidend ist. Ein bisschen konstruktive Selbstkritik hilft uns, unsere Ziele zu erreichen. Jedoch hört es auf, wenn es in negative Selbstkritik ausartet. Hier hilft es, sich bewusst zu werden und eine wertschätzende und akzeptierende Instanz zu entwickeln, die dem Kritiker Einhalt gebietet.

    Herz und Verstand – Einklang statt Krieg

    Herz und Verstand – Einklang statt Krieg

    Bei der Frage – Rationalität oder Liebe? Herz oder Kopf? – Unterliegen wir alle einer gesellschaftlichen Prägung.

    Wir leben in einer Gesellschaft, die uns dazu erzieht, unseren Verstand immer mehr zu kultivieren.

    Erst wirst du in die Schule geschickt und dort sollen dir Lehrer und Lehrerinnen das Denken beibringen. Sie sollen dir beibringen, zu abstrahieren, zu multiplizieren, zu philosophieren und Gleichungen nach x aufzulösen.

    Und diese schulische Bildung ist DAS Mittel, um Bestätigung zu bekommen. Denn, wenn du dich in der Schule gut machst, dann bekommst du eine Menge Anerkennung. Diese Bestätigung kommt dem Gefühl, geliebt zu werden, vielleicht noch am nächsten kommt in kapitalistischen Gesellschaften.

    Deine Eltern loben dich. Deine Lehrer*innen loben dich.


    Die Unterdrückung des Herzens

    Was dem Menschen damit signalisiert wird, ist, dass er etwas tun muss, um liebenswert zu sein.

    Er muss sich auf eine bestimmte gesellschaftlich akzeptierte Art und Weise verhalten, damit er in dieser Gesellschaft Wertschätzung erfährt. Und diese Wertschätzung ist in der kapitalistischen Leistungsgesellschaft untrennbar gebunden an die Leistung des Verstandes.

    Stelle dir nur einmal vor, es gäbe in der Schule ein Fach Namens: emotionale Intelligenz. Oder: Spiritualität und Psychologie.

    Stelle dir nur einmal vor, du kämst morgens in die Schule und vor dem Unterricht würde die Lehrperson zehn Minuten lang eine Meditation anleiten.

    Stelle dir nur einmal vor, deine Lehrer*innen würde zu dir sagen: „Du bekommst für meinen Unterricht eine 1+, denn du hast wirklich gelernt, dein Herz zu öffnen. Deine Liebesfähigkeit hat sich unglaublich entwickelt in diesem Schuljahr. Du bist ein*e sehr bereichernde*r Schüler*in!“

    ….unvorstellbar oder?

    Nach dieser Schulzeit, die dich zum guten und tüchtigen Denker erziehen soll, kommt dann eine Phase, in der die Gesellschaft sich einen tüchtigen Arbeitnehmer wünscht. Und auch dieser Arbeitnehmer ist auf eine solche Weise konzipiert, dass er vor allem in seinem Verstand leben soll.

    Denn die meisten Menschen entscheiden sich nach rationalen Kriterien für ihren Job: Womit verdient man am meisten? Welcher Beruf hat viel Prestige? Womit würde ich meine Eltern stolz machen?

    Das Herz wird bei dieser Wahl selten befragt. Und auch während der ganzen Jahrzehnte als Arbeitnehmer stellen sich die wenigsten Menschen zwischendurch mal die Frage, ob dieser Job denn eigentlich immer noch passt. Sie bleiben dabei, weil sie sich einmal dafür entschieden haben und weil es ja auch vernünftig ist.

    „Etwas anderes zu machen ist ja auch eigentlich gar nicht mehr möglich in meinem Alter. Und ich habe ja auch Verantwortung meinen Kindern gegenüber.“

    Das Herz wird also so gut es geht ignoriert, unterdrückt und mit einer dicken Eisschicht überzogen.


    Herz und Verstand ins Gleichgewicht bringen

    Doch wahre Einheit und wahres zufrieden sein kann nur entstehen, wenn ein Mensch mit Herz und Verstand im Einklang ist.

    Das heißt, ich schlage hier nicht vor, den Verstand völlig zu ignorieren und nur noch auf das Herz zu hören.

    Dann würden wir wieder den gleichen Fehler machen, nur dieses Mal andersherum.

    Es geht um Einheit. Es geht um Balance. Herz und Verstand wollen ihren Platz haben.

    Und das kann nur erreicht werden, wenn wir lernen, in den richtigen Situationen unser Herz um Rat zu fragen und in den richtigen Situationen auf unseren Verstand zu hören.

    Was meine ich damit?

    Wenn du zum Beispiel in einer Partnerschaft bist und rational gesehen wäre es total klug, für immer zusammen zu bleiben, aber du liebst deinen Partner / deine Partnerin nicht mehr – dann solltest du natürlich auf dein Herz hören, denn das ist keine Entscheidung des Verstandes.

    Wenn du deinen Job gerne Hals über Kopf kündigen würdest, aber das zu ernsthaften finanziellen Problemen führen würde, dann solltest du vielleicht den Job noch behalten und dir aus dem Job heraus einen Neuen suchen. Auch wenn das bedeutet, dass dein Herz ein bisschen leidest, weil du noch einen Job machst, den du eigentlich gar nicht willst.

    Es geht mir darum, den Verstand aus seiner übermäßigen Erhöhung zu befreien.

    Denn Dinge mit dem Verstand zu betrachten, macht uns nicht unbedingt glücklich. Und glücklich sein ist doch am Ende das, was wir alle wollen oder?

    Also: Der Verstand hat durchaus seinen Wert, aber er hat auch seine Grenzen. Deswegen brauchen wir Herz und Verstand.

    Mit dem Verstand umzugehen, das wurde uns allen zur Genüge beigebracht. Darin brauchen wir nicht noch mehr Übung. Und diese Welt braucht nicht noch einen rationalen Menschen, noch einen Wissenschaftler, noch eine Kritikerin.

    Worauf es jetzt wirklich ankommt, ist, dass wir lernen, mit unseren Gefühlen umzugehen. Emotionale Kompetenz zu entwickeln, das ist das, was dem modernen westlichen Menschen im 21. Jahrhundert fehlt.


    Die Stimme des Herzens

    Ja, und wie macht man das nun? Mit den Gefühlen umgehen?

    Erst einmal ist auch das ein Prozess. Niemand wird von heute auf morgen vom Kopf- zum Herzensmensch. Was wir aber tun können, ist, jetzt den ersten Schritt dafür zu tun, in eine Balance zu kommen. Wir können anfangen, unser Innenleben zu erforschen und die Stimme unseres Herzens wahrzunehmen.

    Was meine ich damit: Stimme des Herzens?

    Damit meine ich deine Intuition.

    Die Meisten von uns haben leider völlig verlernt, auf sie zu hören.

    Aber auch das können wir wieder erlernen. Immer, wenn du vor einer Entscheidung stehst, meldet sich wahrscheinlich die Stimme deines Verstandes und wägt die Vor- und Nachteile verschiedener Optionen für dich ab.

    Wenn du A machst, könnte das zur Konsequenz X führen und wenn du B machst, könnte das zur Konsequenz Z führen. Und so weiter, und so weiter…

    Doch neben dieser Stimme deines Verstandes gibt es eigentlich auch noch die Stimme deines Herzens.

    Hast du je wahnsinnig mit einer Entscheidung gerungen und du hast nicht verstanden, warum? Schließlich war diese Entscheidung doch die einzig Vernünftige und alles andere wäre völlig schwachsinnig gewesen.

    Du hast wahrscheinlich deswegen mit dieser Entscheidung so gekämpft, weil dein Herz eigentlich etwas anderes wollte. Du hast die Stimme deines Herzens aber nicht hören wollen; du hast sie unterdrückt.

    Und auch hier: Ich bin nicht der Meinung, dass man immer auf seine Intuition hören sollte. Aber: Man sollte beide Optionen kennen, beide Stimmen hören, damit man wirklich eine gute Entscheidung treffen kann, die alles für dich Wichtige berücksichtigt.


    Übung:

    Wenn du das nächste Mal vor einer Entscheidung stehst und du wirst dir in dem Moment bewusst, dann horche einmal in dich hinein.

    Werde zur neutralen Beobachterin / zum neutralen Beobachter.

    Frage in dich hinein: „Verstand, was würdest du jetzt machen?“ Und dann lausche auf die Antwort.

    Anschließend frage: „Herz, was würdest du jetzt machen?“ Und dann lausche wieder der Antwort.

    Höre beiden Instanzen neutral zu und triff dann eine Entscheidung.

    Eine freie Entscheidung.

    Eine bewusste Entscheidung.

    Kenne deinen Verstand, aber kenne auch dein Herz.

    Beherrsche das Denken, aber beherrsche auch das Fühlen.

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    Alleinsein genießen – Schluss mit der Einsamkeit

    Alleinsein genießen – Schluss mit der Einsamkeit

    Die Einsamkeit. Ein schwieriges Thema für viele Menschen. Für mich manchmal auch.

    Und warum ist das so?

    Das Gefühl der Einsamkeit entsteht, wenn wir alleine sind und diesen Zustand auf eine bestimmte Art interpretieren.

    Das ist schon der erste wichtige Punkt: Einsamkeit entsteht nicht automatisch wenn ein Mensch alleine ist!

    Es ist auch möglich, Alleinsein zu genießen.

    Ich weiß, dass es sich manchmal so anfühlen kann, als würde das Gefühl der Einsamkeit „automatisch“ kommen, wenn du alleine bist, aber dem ist nicht so.

    Es gehört eine Interpretation von dir dazu, das Gefühl der Einsamkeit auszulösen.

    Du bist alleine und in dem Moment, in dem du bewusst oder unbewusst feststellst, dass du alleine bist, läuft irgendein Film bei dir ab.

     

    Gründe für die Angst vorm alleine sein

    Meistens hat die Angst vorm alleine sein viel mit folgenden Punkten zu tun:

     

    Deine Ausrichtung auf andere Menschen.

    Du glaubst unbewusst, dass du andere Menschen brauchst, um dich vollständig zu fühlen. Du fühlst dich nackt, ungeschützt, unglücklich und auf dich gestellt, wenn niemand anders da ist. Wenn andere Menschen um dich herum sind, die dir irgendeine Form von Input geben, fühlst du dich dadurch verbunden oder erfüllt und wenn das mal wegfällt, empfindest du eine Leere. Du empfindest Einsamkeit.

     

    Du magst dich selbst (noch) nicht besonders doll.

    Meine ehemalige Psychologin hat mal zu mir gesagt: „Wenn man sich selbst nicht mag, dann verbringt man natürlich auch nicht gerne Zeit mit sich selbst.“ Macht Sinn oder? Du verbringst ja auch sonst keine Zeit mit Menschen, die du doof findest. Im Gegenteil, wahrscheinlich versuchst du so viel Zeit wie möglich mit Menschen zu verbringen, die du magst und schätzt.

    Da du dich selbst aber nun schlecht ausblenden oder auswechseln kannst, ist die einzig kluge Lösung hierfür, daran zu arbeiten, dich selbst zu mögen. Baue eine positive Beziehung zu dir selbst auf. Dann wirst du auch gerne Zeit mit dir selbst verbringen. Lerne, dir selbst dein bester Freund / deine beste Freundin zu sein.

     

    Angst vor unangenehmen Gefühlen.

    Ein weiterer Grund dafür, dass viele Menschen alleine sein als etwas Negatives empfinden ist die – naja wie sage ich das jetzt diplomatisch – emotionale Ungeübtheit der meisten Menschen.

    Was meine ich damit? Damit meine ich, dass die Meisten von uns ihr ganzes Leben lang darin trainiert wurden, immer rationaler zu werden, während die emotionale Kompetenz langsam aber sicher verkümmert ist.

    Die Meisten von uns haben von ihren Eltern nicht beigebracht bekommen, wie sie emotional kompetent werden.

    Hat dir dein Vater früher gesagt: „Kind, wenn du mal dieses oder jenes Gefühl bemerkst, wäre es gut, dieses oder jenes zu tun.“? Vermutlich nicht.

    Vermutlich haben dir deine Eltern die Unterdrückung ihrer Gefühle vorgelebt und dir damit indirekt zu verstehen gegeben, dass du das Gleiche machen sollst. Weil sie deine Gefühle unangenehm und lästig fanden und sie überfordert waren. Wenn man in dieser Unterdrückung seiner Gefühle einige Jahre oder auch Jahrzehnte lebt, sammelt sich da natürlich einiges an.

    Und wenn wir alleine sind, wenn wir keinen Input von außen bekommen, dann kann das ganz schön unangenehm werden. Denn, wenn es außen still wird, kann das Innenleben ganz schön laut werden. Lang verdrängte Gefühle können sich trauen, an die Oberfläche zu kommen und das kann erst mal erschreckend sein. Das Gefühl der Einsamkeit macht sich breit.

    Es kann dazu führen, dass sich alleine sein für dich unangenehm anfühlt und du diesen Zustand lieber vermeiden willst. Wenn du dich jetzt im Lesen dieser Zeilen widererkennst, dann verzweifle bitte nicht oder sei auf dich selbst sauer. Fange einfach an, in kleinen Schritten, dich mit deinen Gefühlen anzufreunden und sie zu fühlen. Emotionale Kompetenz entsteht so wie jede andere Kompetenz auch nicht von jetzt auf gleich, sondern in einem schrittweisen Prozess.

    Stelle dir jetzt oder später in einer ruhigen Stunde einfach mal einen Wecker in fünf Minuten und nimm dir vor, vorsichtig zu erkunden, was da in dir ist. Fünf Minuten kann man alles aushalten oder? Schließe einfach die Augen und gehe in die Haltung eines neugierigen Entdeckers / einer neugierigen Entdeckerin. Schau dir an, was da ist, ohne ein Drama daraus zu machen.

    Gebe deinem Innenleben Raum und es wird aufhören, sich für dich unangenehm anzufühlen. Es wird aufhören, bedrohlich zu sein.

     

    Alleinsein genießen – hilfreiche Gedankengänge

    Der einzige Mensch, der immer bei mir ist, bin ich selbst. Andere Menschen sind immer nur in begrenzten Situationen oder für eine begrenzte Zeitspanne bei mir.

    Der Mensch, der mit mir durch mein ganzes Leben geht, das bin ich!

    Mich habe ich immer!

    Ich bin immer für mich da und mich selbst kann ich niemals verlieren!

    Dieser Gedankengang hilft mir extrem, die Dinge ins richtige Licht zu rücken und dankbar für mich selbst zu sein. Wir richten immer den Blick nach außen und versuchen da eine sichere und dauerhafte Beziehung zu finden – dabei haben wir die bereits.

    Mit uns, in uns.

    Wir haben einen Menschen, der für immer da sein wird und das ist verdammt viel. Diese Beziehung sollten wir wertschätzen.

    Alleine sein heißt auch frei sein. Wenn andere Menschen da sind, ist es manchmal schwierig, bei sich zu bleiben. Die Bedürfnisse des anderen, seine Sichtweisen oder irgendein anderer Aspekt seiner Anwesenheit kann auch manchmal ganz schön stressen und Energie abziehen. Wenn wir alleine sind, dann ist da niemand anders mehr auf den wir Rücksicht nehmen müssen, ist das nicht toll? Wir können dann ganz deutlich spüren, was wir eigentlich wollen und wie es uns selbst gerade geht. Alleine sein bedeutet auch, frei zu sein. Frei vom Einfluss der anderen.

    Und zuletzt noch der Rat an dich: Geh es langsam an! Sei nett und sanft zu dir! Wenn du bis jetzt nur ganz selten Zeit mit dir selbst verbracht hast, dann ist es wahrscheinlich nicht besonders ratsam, dich gleich einen ganzen Tag lang mit dir selbst einzuschließen. Der Schuss wird nach hinten losgehen. Wahre Entwicklung findet statt, wenn du jeden Tag einen kleinen Schritt gehst. Ganz langsam und ganz kontinuierlich. Alleinsein genießen zu lernen, das ist ein Prozess.

    Also gehe Babysteps und bleib dran. Gerade wenn es viel emotionalen Balast gibt, der aufgearbeitet werden will, oder du bis jetzt immer extrem viel unter Menschen warst, kann es einige Zeit dauern, bis du dich mit dem alleine sein wohlfühlst.

    Und es wird immer mal wieder Zeiten geben, wo sich das alleine sein wie Einsamkeit anfühlt und auch das ist ok. Geh nur weiter deinen Weg und eines Tages wirst du feststellen, dass du gerade alleine warst und dich dabei aus Versehen pudelwohl gefühlt hast. Alleinsein genießen – das kannst du jetzt.

    Warum Erdung so wichtig ist

    Warum Erdung so wichtig ist

    Je nachdem, ob du im spirituellen Bereich aktiv bist oder nicht, wird dir der Begriff Erdung oder geerdet sein mehr oder weniger sagen.

    Für diejenigen von euch, die noch keine genau Vorstellung davon haben, was genau Erdung eigentlich ist, will ich mich hier an einer kurzen Definition versuchen.

    Geerdet bist du, wenn du dich vollkommen sicher und Zuhause in dir fühlst. Erdung ist innere Geborgenheit und daraus resultierende innere Stärke und Ruhe.

     

     

    Und warum heißt es Erdung?

    Weil dieses Gefühl der inneren Geborgenheit maßgeblich von deiner Verbundenheit mit der Erde abhängt.

    Wenn du immer den Boden unter dir fühlst, dann bist du geerdet.

    Wenn du weißt, dass dich die Erde immer halten wird, dann bist du geerdet.

    Wenn du spürst, dass Mutter Erde dich liebt und dich sicher macht, dann bist du geerdet.

    Vielleicht findest du es ein bisschen eso, so etwas wie Mutter Erde zu sagen, aber glaube mir, wenn ich dir sage, dass du sehr davon profitieren wirst, wenn du eine bewusste Beziehung zu ihr eingehst und wenn du anerkennst, dass sie in einem sehr weiten Sinne deine Mutter ist. Oder besser noch: Glaube mir nicht, sondern probiere es selbst aus. Du solltest nie etwas glauben, nur weil es jemand anders glaubt. Tief verankerter Glaube entsteht nur, wenn er aus deiner eigenen Erfahrung heraus erwächst.

    Erdung hat viel mit Urvertrauen zu tun. Urvertrauen ist das grundsätzliche Vertrauen ins Leben, in die Welt und in andere Menschen. Wenn du viel Urvertrauen besitzt, dann empfindest du weniger Angst und kannst gut mit sich verändernden Umständen umgehen. Du vertraust darauf, dass alles gut laufen wird und deshalb fühlst du dich sicher und geerdet.

    Die Erdung wird von vielen leider etwas stiefmütterlich behandelt.

    Gerade wenn Leute daran arbeiten, dass es ihnen gut geht – dass sie psychisch gesund werden oder sie wollen positiv sein – vergessen sie oft die Erdung.

    Doch wenn man den Kopf Richtung Himmel richtet, sieht man nicht, was unten ist.

    Das ist allerdings die Krux an der Geschichte.

    Wenn du dich nicht erst um die Basis kümmerst – um das, was unten ist – dann wird das mit dem Oben auch nichts.

    Wenn du Wasser in ein Glas schüttest und du möchtest gerne, dass das obere Drittel vom Glas sich als Erstes füllt, wird das dann passieren?

    Das ist leider nicht möglich.

    Das Wasser wird bis zum Grund vom Glas fließen, denn dieser muss erst einmal gefüllt sein. Das ist die Voraussetzung dafür, dass sich auch das obere Drittel vom Glas füllen kann.

    Und genauso verhält es sich mit unserem emotionalen Zustand.

    Wir müssen erst einmal dafür sorgen, dass wir ein starkes Fundament haben. Wir müssen uns erst Wurzeln wachsen lassen, bevor wir wirklich fliegen können.

    Wie steht es um deine Erdung?

    Fühlst du dich in dir selbst geborgen?

    Egal, ob die Antwort ja oder nein oder irgendwas dazwischen ist. Zuviel Erdung gibt es eigentlich nicht. Deswegen kümmere dich jetzt aktiv um deine Erdung und fühle dich immer und überall absolut Zuhause in dir selbst.

     

    Ein paar Einsteigertipps:

    1. Mache einen Song an, mit dem du dich wohlfühlst. Und dann leg dich mit dem Rücken nach unten auf den Boden und mach die Augen zu. Gehe einmal bewusst in die Verbindung zur Erde. Wie fühlt es sich an? Fühlst du dich verbunden? Fühlst du dich getragen?

     

    1. Wenn du durch deinen Alltag gehst, führe immer mal wieder einen kleinen Check durch. Gerade, wenn du in Menschenmassen unterwegs bist, verlierst du oft deine Erdung. Wenn dir das bewusst wirst, kannst du dich einfach wieder mit dir selbst verbinden.

     

    1. Achte darauf, regelmäßig in der Natur zu sein. Denn wie willst du regelmäßig mit ihr verbunden sein, wenn du ihr nur selten einen Besuch abstattest? Ob es nun joggen oder ein Spaziergang ist – mache es dir zur Gewohnheit, Zeit in der Natur zu verbringen und sie dabei bewusst wahrzunehmen. Spüre, wie sehr sie dich liebt und wie sicher du hier bist. Das wird dir helfen, dich mit dir selbst zu verbinden.
    Durchhaltevermögen: Wozu es gut ist und wie es gelingt

    Durchhaltevermögen: Wozu es gut ist und wie es gelingt

    In ganz vielen Situationen im Leben gibt es einen sehr großen Unterschied zwischen kurzfristigem und langfristigem Erfolg. Oder zwischen kurzfristigem und langfristigem Glücksgefühl.

    Manchmal ist alles ganz nett und angenehm, wenn wir einfach da bleiben, wo wir sind. Nur wirklich gut wird es da nie werden.

    Dafür müssten wir uns aufmachen und kurzfristig eine Verschlechterung unserer Situation riskieren – dafür, dass sie langfristig besser wird.

    So ist es zum Beispiel auch in der Kindeserziehung. Wenn du deinen Kindern immer alles durchgehen lässt, ist es in der Situation selber erst mal angenehmer: Kind hört auf zu heulen und rumzuzetern, weil es seinen Willen bekommen hat – alles ist wieder schön ruhig.

    Doch das nächste Mal, wenn das Kind etwas will, worauf du keinen Bock hast oder was einfach absolut nicht möglich ist, dann stehst du wieder vor dem gleichen Problem, nur schlimmer. Das Kind ist es ja jetzt gewohnt, dass es sich durchsetzen kann. Solltest du nun also probieren, dich gegen das Kind durchzusetzen, wird das umso schwerer und unangenehmer. Würdest du aber die Kraft aufbringen, standhaft zu bleiben und dein „Nein“ durchzusetzen, dann hättest du in der Zukunft in ähnlichen Situationen viel weniger Stress. Nur dafür müsstest du erst mal durch das Unangenehme durchgehen und konsequent sein. Du müsstest eine kurzfristige Verschlechterung der Situation in Kauf nehmen, damit es langfristig besser werden kann.

    Und genau so ist es auch mit vielen anderen Dingen im Leben. Manchmal ist eine Lebenssituation einfach absolut nicht mehr stimmig und ich muss massiv etwas verändern, damit es besser werden kann.

    Nur erst einmal wird dadurch alles schlimmer als vorher. Das Gewohnte zu verlassen und loszulassen kostet viel Kraft. Auch wenn etwas absolut nicht mehr zu uns passt, halten wir so oft doch daran fest.

    Warum? Weil die Gewohnheit angenehm ist.

    Wenn alles vertraut und routiniert ist, schalten wir in den Schlafmodus. Wir verbrauchen nicht viel Energie.

    Und genau da liegt die fatale Falle, aus der viele Menschen ihr Leben lang nicht mehr rauskommen. Sie bringen nicht die Energie und den Mut auf, um kurzfristige (sehr lowe) Zufriedenheit gegen langfristige wirkliche Zufriedenheit einzutauschen.

    Ganz oft ist es so, dass wir erst einmal eine Durststrecke überbrücken müssen, bevor es wirklich gut wird. Zum Beispiel, wenn du deinen Partner verlässt, den du schon lange nicht mehr liebst. Wird es dir direkt super-duper-gut gehen, sobald du ihn abserviert hast?

    Könnte sein, aber vermutlich eher nicht.

    Vermutlich wirst du trotzdem erst einmal durch einen massiven Schmerz gehen müssen. Du wirst viel Einsamkeit ertragen müssen. Und vielleicht wird die Frage – Wer bin ich ohne ihn oder sie? – Sich dir sehr penetrant aufdrängen und dich in eine Krise stürzen.

    Solltest du jetzt deshalb dein Leben lang in deiner faden Beziehung ausharren?

    Nein, ganz sicher nicht!

    Denn wenn du Durchhaltevermögen beweist und es schaffst, den Schmerz und die neuen Herausforderungen zu umarmen – dann wartet dahinter ein viel besseres Leben auf dich. Ein viel glücklicheres und freieres Leben.

    Vielleicht wirst du entdecken, wie großartig die Freiheit ist. Vielleicht wirst du aber auch einen tollen neuen Partner kennenlernen, mit dem du eine Millionen mal glücklicher bist als mit deinem alten Partner.

    Wenn dich deine Lebenssituation nicht glücklich macht, dann brauchst du oft etwas Durchhaltevermögen, um das zu verändern. Vom Zustand „ganz okay …. eigentlich“ geht es nur selten sofort zu „unglaublich toll!“

    Ganz oft führt der Weg vom Einen zum Anderen noch über eine Zwischenstation namens „echt scheiße und unangenehm“.

    Aber es lohnt sich!!! Und mit etwas Durchhaltevermögen wirst du dort ankommen, versprochen!

    Mache dir nur immer klar, worauf du hinarbeitest und wie gut es dir gehen wird, wenn du diese schwere Übergangszeit nur überstehst.

    Denn oft ist in schweren Zeiten das größte Problem, dass unser Kopf das Ganze dramatisiert und wir denken, dass es uns nie wieder besser gehen wird.

     

    Der Realitätscheck

    Entziehe diesem Muster einfach durch einen kleinen Realitätscheck die Macht. Bestimmt ging es dir in der Vergangenheit schon einmal ähnlich schlecht. Und hat da der Zustand für immer angehalten? Vermutlich nicht. Gefühle und Zustände kommen und gehen. So ist das nun einmal. Wir Menschen erschaffen das Drama, indem wir sie festhalten oder wegstoßen wollen.

    Bestimmt kennst du auch Menschen, die mit etwas Durchhaltevermögen tolle Sachen erreicht haben und tolle Dinge in ihr Leben gezogen haben. Orientiere dich an ihnen und nicht an den ganzen Angsthasen, die wie Zombies durch ihr Leben kriechen.

    Hab nur immer fest dein Ziel vor Augen und wisse, dass dein Durchhaltevermögen belohnt werden wird!

    Stolz auf sich sein – Werde unabhängig vom Lob anderer

    Stolz auf sich sein – Werde unabhängig vom Lob anderer

    Wenn du etwas Tolles schaffst, wie verhältst du dich anschließend?

    Sagen wir mal, du hast eine sehr gute Note in einer Klausur geschrieben – ein klassisches Beispiel. Du erfährst also von deiner guten Note und was machst du als Nächstes?

    Rufst du sofort deine Mutter an und erzählst ihr davon?

    Wenn ja, warum machst du das?

    Natürlich machst du das auch, weil in unserer Gesellschaft Leistung gegen Liebe verkauft wird. Zum anderen machst du das jedoch deshalb, weil du dir nicht selbst die Anerkennung geben kannst. Du suchst sie im Außen und willst sie von anderen Menschen haben.

    Und warum ist das so?

    Das ist so, weil uns nicht beigebracht wurde, uns selbst etwas zu geben. Uns wurde beigebracht, dass wir die Bestätigung von anderen Menschen brauchen, um uns gut zu fühlen.

    Wir brauchen die Liebe eines anderen, um uns geliebt zu fühlen. Wir brauchen das Feedback eines anderen, um zu wissen, worin wir gut sind. Wir brauchen das Lob eines Anderen, um stolz zu sein.

    …Aber ist das wirklich so?

    Eigentlich nicht. Das ist alles nur eine Frage der sozialen Konditionierung. Und das Gute an einer Konditionierung ist, dass sie antrainiert und nicht angeboren ist. Das heißt, dass sie veränderbar ist.

    Stolz auf sich sein – Das ist möglich und wichtig.

    Ein Beispiel zu diesem Thema: Ich wurde nie von meinen Eltern gelobt in meiner Kindheit. Für nichts. Und so dachte ich lange Zeit, dass ich überhaupt keine Talente hätte. Geholfen hat es da auch nicht gerade, dass ich auf einer Waldorfschule war – denn da gibt es keine Noten. Und aus einem Textzeugnis kann man immer vieles herauslesen, es ist interpretierbar. Im Gegensatz zu Noten: Die sind klar und eindeutig. Als ich dann irgendwann in der Oberstufe war, gab es dann das erste Mal Noten und siehe da – Malou ist eine glatte Einserschülerin. Zum ersten Mal zeigte mir meine Mutter, dass sie stolz auf mich ist. Das war vielleicht ein gutes Gefühl. Endlich hatte ich etwas gefunden, für das ich von wenigstens einem Elternteil Anerkennung bekomme und so stürzte ich mich darauf und freute mich jedes Mal sehr über das Lob meiner Mutter.

    Jahre später, nachdem ich angefangen hatte, mich mit Spiritualität und Persönlichkeitsentwicklung zu beschäftigen, wurde mir klar, dass ich aus diesem Hamsterrad aussteigen will. Und so übte ich, erst einmal auf mich selbst stolz zu sein, bevor ich irgendjemandem von meiner Leistung erzählte. Ich hielt einen Moment inne, ging in mich und installierte eine innere Mutter, die mein inneres Kind lobt und stolz auf es ist.

    Mit der Zeit ließ der Impuls, meiner Mutter sofort von einer guten Leistung zu berichten, nach. Manchmal erzählte ich ihr auch gar nicht davon. Es war nicht mehr nötig.

     

    Sei stolz auf dich selbst

    Wenn du lernst, auf dich selbst stolz zu sein für Dinge, für die du normalerweise Anerkennung von anderen einforderst, dann wirst du dadurch frei.

    Stolz auf sich sein, zu wissen: „Das habe ich gut gemacht! Das war eine tolle Leistung!“ – ist ein tolles Gefühl und das kann dir niemand anders geben. Der Weg zum anderen ist nur ein Umweg: Du wendest dich an den anderen, damit er dir bestätigt, dass du es gut gemacht hast, damit du es selbst glauben kannst.

    …Häh? Wäre es denn da nicht viel einfacher, es dir direkt selbst zu sagen? Denn im Endeffekt ist dir die Meinung des anderen auch nur deshalb so wichtig, weil du sie dann als deine eigene übernehmen willst. Du willst selbst etwas Positives über dich glauben, aber du siehst nicht die Möglichkeit, dir das selbst zu geben.

    Die Meinung des anderen als das, was sie ist – die Meinung eines anderen – hat eigentlich keine Bedeutung für dich.

    Also: Lerne, dich selbst zu loben und dir die Anerkennung zu geben, die du dir wünscht und die du verdient hast.

     

     

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    Vielleicht hast du auch den Glaubenssatz, dass du nicht auf dich selbst stolz sein darfst. Vielleicht denkst du, man müsste immer bescheiden sein. So etwas in Richtung „Eigenlob stinkt!“

    Der Mensch, der sich diesen bescheuerten Spruch ausgedacht hat, war bestimmt total glücklich oder?  …Nein, natürlich nicht!

    Es ist ein ganz großer gesellschaftlicher Irrtum, man dürfe sich nicht seiner eigenen Leistungen und Stärken bewusst sein. Ehrliches stolz auf sich sein, ehrliche Selbst-Wertschätzung – das ist eines der wundervollsten Geschenke, das du dir selbst und den Menschen in deiner Umgebung machen kannst. Denn du bist kein_e Bettler_in mehr, wenn du dir selbst deine Bedürfnisse erfüllen kannst und das spüren natürlich auch andere Menschen.

    Das Lob, was du dir früher so dringend gewünscht hast und was du einfach nicht bekommen hast, kommt auf einmal ganz leicht zu dir. Dadurch, dass du nicht mehr darum kämpfst, sind andere viel eher dazu bereit, es dir zu geben. Klingt paradox und gemein, ich weiß.

     

    Übung:

    Überlege einmal, in was für Situationen du glaubst, die Anerkennung einer anderen Person zu brauchen. Und dann nimm dir vor, beim nächsten Mal als Erstes in dich zu gehen und dir das Lob selbst zu geben. Dabei kann es helfen, eine innere Instanz zu entwickeln, die dir das Lob gibt. Einen inneren „Lober“ oder was auch immer sich für dich stimmig anfühlt. Von ihm oder ihr wird es dir leichter fallen, das Lob anzunehmen. Danach kannst du dir trotzdem noch das Lob des anderen abholen, aber du wirst merken, dass es viel weniger bedeutet: Du bist unabhängig davon geworden.

     

    Stolz auf sich sein – Das ist der Weg in die innere Freiheit. Also trainiere von jetzt an das innere Loben und stolz sein. Und du wirst merken, wie du immer unabhängiger und freier wirst.

    Selbstvertrauen stärken

    Selbstvertrauen stärken: 3 Tipps

    Selbstvertrauen stärkenHast du das Gefühl, dass dein Selbstvertrauen eher gering ist? Und, nervt dich das? Möchtest du es ändern?

    Willst du dein Selbstvertrauen stärken? Willst du dir selbst vertrauen lernen?

    ….sehr gut! Dann erfährst du hier, wie.

    Zu Beginn erst einmal die Frage: Was ist denn eigentlich Selbstvertrauen? Damit wir hier beide von der gleichen Sache reden, sollten wir uns klar machen, was hinter dem Begriff steckt.

    Selbstvertrauen ist weder der coole Typ im BMW, der alle Frauen rumkriegt noch das Mädel im Seminar, das dauernd total starke Vorträge und Redebeiträge abliefert.

    Was Selbstvertrauen wirklich ist, steckt schon im Begriff selbst: Selbstvertrauen = sich selbst vertrauen.

    Was genau ist damit gemeint? Wenn ich mich selbst kenne, wenn ich weiß, was ich gut kann und was ich weniger gut kann und ich weiß, was mir selbst gut tut – dann stellt sich Selbstvertrauen ein.

    Ich weiß, dass ich mir selbst vertrauen kann. Ich weiß, was gut für mich ist.

    Zum Beispiel muss ich vor einer Klausur keine Angst haben, weil ich weiß, dass ich den Stoff drauf habe. Ich kann voller Selbstvertrauen in den Prüfungsraum gehen.

    Jetzt wirst du vielleicht sagen: „Ja aber ich habe kein Selbstvertrauen auch wenn ich weiß, dass ich es kann.“

     

    Tipp 1: Der Realitätscheck

    Wenn du merkst, dass dein Selbstvertrauen flöten geht, dann liegt das mit ziemlicher Sicherheit daran, dass du dir von der Stimme in deinem Kopf gerade Bullshit einreden lässt. Führe deshalb einen kleinen Realitätscheck durch, wenn du dir dieser Tatsache bewusst wirst.

    Im konkreten Beispiel: Du hast Angst vor der Klausur, machst dir Sorgen, dass du nicht gut sein könntest. Wie sah es denn in vergangenen ähnlichen Situationen aus? Ist deine Angst berechtigt?

    Wenn der Realitätscheck aber ergibt, dass in vergangenen ähnlichen Situationen immer alles total super gelaufen ist und du zudem eigentlich weißt, dass dir nichts Wildes passieren kann, weil du den Stoff draufhast, dann gibt es doch allen Grund für Selbstvertrauen oder?

     

    Tipp 2: Die Liste

    Wie bereits gesagt, ist mangelndes Selbstvertrauen auch ein Resultat davon, dass du dich selbst nicht richtig kennst. Du bist dir gar nicht darüber bewusst, was du gut kannst und wer du bist.

    Um dem Abhilfe zu schaffen, lege eine Liste mit deinen Fähigkeiten und Stärken an: Was kannst du gut? In welchem Gebiet kannst du dir selbst absolut vertrauen?

    Vielleicht fällt es dir auch hier schwer, dir selbst und deiner Wahrnehmung zu vertrauen. Was sagen denn andere über dich? Wofür bekommst du besonders oft Komplimente? Frag deine beste Freundin, deinen besten Freund oder deine Mutter, wo sie deine Stärken sehen. Wahrscheinlich wirst du überrascht sein, weil andere Menschen dich viel positiver beurteilen und dir viel mehr Credit geben als du dir selbst.

     

    Tipp 3: Höre auf deine Intuition

    Wir klugen Menschen im Westen haben leider völlig verlernt, auf unsere Intuition zu hören.

    Dabei weißt du selbst eigentlich immer genau, was gut für dich ist.

    Du brauchst weder drei Stunden darüber nachdenken noch fünf Leute um Rat fragen. Trainiere deine Intuition; sie ist wie ein Muskel.

    Wenn du im Alltag vor einer Entscheidung oder Einschätzung stehst, dann horche in dich hinein: Was ist dein erster Impuls? Wo zieht es dich hin?

    Das ist deine Intuition und auf sie zu hören, verbindet dich automatisch mit dir selbst und stärkt das Band des Vertrauens zu dir und in dir.

     

    Und so kommst du immer mehr in einen Zustand des Selbstvertrauens. Das Selbstvertrauen stärken ein Prozess, in dem du langsame kontinuierliche Fortschritte machst und dich von immer mehr Selbstunsicherheit befreist. Und natürlich spielt auch die Selbstliebe stark in unser Selbstvertrauen mit rein: Wenn ich mich selbst liebe, dann neige ich auch eher dazu, mir selbst zu vertrauen und von mir und meinen Fähigkeiten überzeugt zu sein. Ich zweifle dann nicht ständig meine Fähigkeiten und Kompetenzen an. Je mehr ich mich selbst liebe, desto weniger kritisiere ich mich auch.

    Also: Lerne dich selbst kennen. Wisse, was du kannst und was du nicht kannst. Und mit dieser realistischen Basis kannst du dann dein Selbstvertrauen immer mehr stärken. Du kannst dir vertrauen, weil du dich kennst. Und dann achte auf dein inneres Selbstgespräch im Alltag: Wenn dir eine Stimme in dir einreden will, dass du es nicht kannst, werde dir selbst bewusst und komme zurück zum Vertrauen.

    Yin und Yang – inneres Gleichgewicht finden

    Yin und Yang – inneres Gleichgewicht finden

    Inneres Gleichgewicht  finden – das ist für die meisten Menschen ein großes Thema. Vor allem, wenn es darum geht, männliche und weibliche innere Anteile in Einklang zu bringen.

    Wir haben doch meistens eine Polung, die mehr zu einer Seite tendiert. Manche Menschen sind sehr gut darin, zu machen und zu tun. Sie haben sehr viel Tatkraft und erreichen sehr viel. Sie sind mehr im Yang.

    Dafür sind diese Menschen oft nicht so gut darin, loszulassen, gar nichts zu machen, zu fühlen, zu vertrauen, geschehen zu lassen, anzunehmen.

    Die Menschen wiederum, denen diese Sachen leicht fallen, die sind sehr mit dem Yin verbunden. Dafür fällt es diesen Menschen oft sehr schwer, etwas zu machen, zu tun, stark zu sein, sich durchzusetzen, etwas aufzubauen und so weiter.

    Man kann Yin auch als den weiblichen Aspekt des Seins bezeichnen und Yang als den männlichen. In unserer kapitalistischen patriarchalen Gesellschaft wird das Harte und Männliche mehr wertgeschätzt als das Weibliche, darüber muss man leider nicht diskutieren. Die weiblichen Aspekte des Seins werden mit Schwäche gleichgesetzt. Das verinnerlichen und übernehmen die meisten Menschen unbewusst, weshalb das Yang in unserer Zeit so sehr dominiert.

    Und am Yang ist auch nichts Schlechtes: ich selbst bin von der Polung her auch sehr Yang. Ich mache Kickboxen, setze mich durch, mache anderen klare Ansagen, kriege sehr viel auf die Reihe und weiß, was ich will. Das ist alles unglaublich toll. Ich liebe das an mir und würde es niemals ändern wollen.

    Was ich jedoch merke, ist, dass es mir gut tun würde, auch mehr Yin zu haben. Denn manchmal fällt es mir schon sehr schwer, loszulassen und anzunehmen. In meinem Zimmer steht deshalb ganz groß an der Wand: „Acceptance is the key to be“ Das soll mich immer daran erinnern, dass es nichts bringt, gegen die Realität zu kämpfen und dass man auch mal geschehen lassen können muss.

    Ich baue mir bewusst Momente der Ruhe und des „mind wandering“ in meinen Alltag ein, um mir dieses innere Gleichgewicht zu schaffen. Und ich merke, dass es mir gut tut. Es tut gut, in die Ruhe zu kommen und meinem Innenleben Platz zu geben. Yin und Yang müssen beide ihren Platz haben. Nur so kann inneres Gleichgewicht entstehen und nur so können wir innerlich zur Ruhe kommen.

     

    Was für ein Typ Mensch bist du?

    Fühlst du dich eher mit dem Yin oder eher mit dem Yang verbunden?

    Wenn du dich so wie ich eher mit dem Yang verbunden fühlst, dann überlege einmal, welche Yin-Aktivitäten (wobei das Wort Aktivität auch schon sehr Yang ist) du in dein Leben einbauen könntest.

    Zum Beispiel: Yin-Yoga, Meditationen, Spaziergänge, einen Baum umarmen, den Wecker morgens ein paar mal auf Snooze stellen anstatt sofort aus dem Bett zu springen und loszulegen oder Verantwortung für irgendetwas an jemand anderen abgeben. Setze dich einmal in Ruhe hin und fühle nach, was du brauchst, um dein Yin zu finden. Was kannst du dafür tun, um mehr inneres Gleichgewicht zu spüren?

    Wenn du eher im Yin bist und dir Tatkraft, Schaffen und Rationalität manchmal schwer fallen, dann überlege auch hier, wie du mehr in inneres Gleichgewicht kommen kannst.

    Welche Yang-Aktivitäten könnten etwas für dich sein? Du könntest zum Beispiel eine Sache, die du schon lange machen wolltest, aber nie auf die Reihe gekriegt hast, endlich mal durchziehen. Du machst es einfach und erlaubst deinem Kopf nicht, irgendwelche Ausreden dafür zu erfinden.

    Gibt es einen Menschen in deinem Leben, dem du schon lange mal die Meinung sagen wolltest? Dann tu es, jetzt! Zeig ihm oder ihr, dass du stark auftreten kannst. Versuche, im Alltag darauf zu achten, dass du nicht mehr redest als du machst. Vom Reden alleine verändert sich nicht so wahnsinnig viel, du musst schon in Aktion kommen.

    Es ist auch nicht nötig, deine Probleme mit fünf Leuten zu besprechen, bevor du eine Entscheidung trifft: Horche in dich selbst hinein, frage vielleicht eine wichtige Person um Rat und dann triff die Entscheidung und zieh es einfach durch!

    Fällt es dir im Restaurant oder im Café schwer, aus der Speisekarte auszuwählen? Überlege beim nächsten Mal nicht stundenlang : Wenn es mehrere Sachen gibt, die du lecker findest, dann nimm einfach eine davon. Wenn du sie alle lecker findest, dann ist es doch auch eigentlich egal, welche davon du nun nimmst oder? Such dir irgendetwas Yang-Mäßiges aus und fange damit an. Ganz langsam, ganz sanft. Babysteps. Aber bestimmt und tatkräftig.

    Und zuletzt noch den Rat: Wertschätze, wie und wer du bist. Dein Yin oder dein Yang ist etwas ganz Tolles, woraus du ganz viel Positives ziehen kannst. Es geht nicht darum, dir etwas wegzunehmen, sondern dir etwas hinzuzugeben: inneres Gleichgewicht; das Yin zu deinem Yang oder das Yang zu deinem Yin.

    Denn wirklich im Frieden sind wir innerlich nur, wenn wir beide Aspekte des Seins in uns integrieren. Wirklich Eins mit uns können wir nur sein, wenn wir handeln und fühlen können. Und wenn wir kämpfen und loslassen können.

    Mutig sein – Stelle dich deinen Ängsten

    Mutig sein – Stelle dich deinen Ängsten

    Hast du Probleme damit, mutig zu sein? Überrollt dich die Angst sofort gnadenlos, wenn du mal was wagen willst?

    Dann bist du hier genau richtig.

    In diesem Blogartikel geht es darum, was genau Mut eigentlich ist und in welchem Verhältnis er zur Angst steht. Es geht darum, wofür wir Mut brauchen und wie es uns gelingt, mutig zu sein.

    Im manchmal so dummen und falschen Allgemeinwissen gilt der Mensch als mutig, der keine Angst hat. Mutig sein – Das ist, wenn man furchtlos allen Gefahren ins Auge blickt. Entweder man hat halt keine Angst – dann traut man sich, Dinge zu machen – oder man ist halt ängstlich und dann traut man sich nicht, Dinge zu machen.

    In Wirklichkeit ist das natürlich kompletter Schwachsinn. Denn Angst hat jeder Mensch. Jeder! Nur drückt es sich bei jedem anders aus. Der eine Mensch empfindet Angst und man sieht ihm diese Angst äußerlich an, man spürt seine Angst vielleicht sogar. Ein anderer Mensch wiederum empfindet vielleicht genau die gleiche Angst, trägt sie aber nicht nach außen. Wenn man ihn sieht, kommt man überhaupt nicht darauf, dass dieser Mensch gerade innerlich Angst empfindet, weil er so selbstsicher und entspannt wirkt.

    Innerlich sieht es in beiden Menschen gerade gleich aus, aber wenn man sie sich von außen anguckt, würde man das nie denken. Deshalb urteile nie über andere Menschen; du kannst ihnen immer nur vor den Kopf gucken (außer du kannst Auren sehen oder bist sehr gut darin, die Gefühle und Energien anderer Menschen zu spüren).

    Und genauso verhält es sich damit, wie der Mensch nun im Angesicht seiner Angst handelt. Der eine Mensch empfindet Angst und sagt sich innerlich: “Oh nein, Angst! Angst ist ein unangenehmes Gefühl, es fühlt sich doof an, ich will es nicht haben, ich muss es vermeiden, also vermeide ich lieber den Angstauslöser. Ich schaffe das nicht! Es ist bequemer und sicherer, wenn ich in meiner Komfortzone bleibe!” Dieser innere Dialog läuft natürlich selten so bewusst ab, er spielt sich eher unbemerkt ab.

    Was hier passiert, ist, dass sich der Mensch einer Sache stellen will, seine Komfortzone erweitern will, aber daran scheitert, dass er seine Angst nicht will. Was tun? Angst ist nun mal leider eine natürliche Konsequenz davon, wenn wir uns Dingen stellen. Wenn wir Dinge tun, die wir sonst nicht tun – dann empfinden wir Angst. Das ist völlig normal. Das ist bei jedem Menschen so.

    Und die, die behaupten, es wäre nicht so, dass sind Pretender: Menschen, die so tun als ob oder die völlig den Kontakt zu ihrem Innenleben verloren haben.

    Wenn wir jedoch unsere Komfortzone wirklich erweitern wollen, wenn wir uns wirklich entwickeln wollen und da hinkommen wollen, wo wir glücklich sind, dann müssen wir durch die Angst hindurchgehen. Es gibt keinen anderen Weg. Du kannst die Angst leugnen, du kannst sie verdrängen, unterdrücken, aber letztendlich wirst du ihr nicht entkommen.

    Wenn du zum Beispiel Dinge tust, die es erfordern, mutig zu sein, aber deine Angst nicht fühlst, dann wirst du irgendeine Art von psychosomatischer Reaktion erleben. Du wirst vielleicht Schlafstörungen haben, dich nicht gut konzentrieren können oder körperliche Schmerzen entwickeln.

    Das heißt, die Angst muss irgendwo hin und wenn du sie nicht fühlst, dann sucht sie sich einen anderen Weg, um Beachtung zu finden.

    Und damit wird die Angst vor der Angst zur self fulfilling prophecy. Denn das Problem mit dem Fühlen der Angst ist oft, dass wir Angst vor der Macht der Angst haben. Wir haben die Befürchtung, wenn wir die Angst erst einmal zulassen, ihr die Erlaubnis geben, zu kommen, dann wird sie nicht mehr gehen, sie wird uns überwältigen.

    Jedoch ist das Gegenteil der Fall.

     

    Wenn die Angst gefühlt wird, dann entziehst du ihr damit die Macht

    Sie hat nur Macht, wenn du sie unterdrückst. Denn Gefühle sind wie Wellen, sie kommen und gehen. Kein Gefühl kann oder will bei dir bleiben.

    Angst zu haben ist also nicht das Gegenteil von Mut, sondern der Umgang mit der Angst entscheidet darüber, wer mutig ist.

    Denn Angst hat jeder. Die Frage ist halt nur, ob du jetzt vor der Angst wegrennst oder dich ihr stellst. Wenn du es schaffst, dich ihr zu stellen, dann kannst du mutig sein.

    Ich empfehle jetzt aber trotzdem nicht, sofort mit dem 10-Meter-Brett anzufangen. Was ist damit gemeint? Mach dir erst einmal klar, worin du mutig sein willst. Und dann reflektiere deine Ist-Situation; sei ehrlich zu dir. Wo endet deine Komfortzone?

    Im Beispiel: Wenn es dir Angst macht, zu neuen Veranstaltungen zu gehen und du gleichzeitig Angst vor fremden Menschen hast, dann ist es vielleicht etwas viel, direkt alleine zu neuen Veranstaltungen zu gehen. Du könntest auch eine_n Freund_in fragen, ob sie/er mit dir zu der Veranstaltung geht. Somit fühlst du dich am Anfang etwas sicherer. Wenn sich niemand, den du kennst für die Veranstaltung interessiert, dann musst du halt alleine hin.

    Was ich damit nur sagen will, ist: Babysteps. Fang langsam und klein an. Achte auf deine Kraft. Stelle dich deinen Herausforderungen, aber sei dabei nicht zu hart zu dir. Trete dir in den Arsch, wenn es sein muss, aber tätschle dir auch mal liebevoll und stolz die Wange und gönne dir eine Verschnaufpause. Mutig sein ist nicht wichtiger als deine Selbstliebe, also gehe auf diesem Weg nett und verständnisvoll mit dir selbst um.

    Denn, wenn du deine Komfortzone wirklich und nachhaltig erweitern willst, dann musst du dabei Ausdauer haben. Es ist ein langer Weg; der Weg der Persönlichkeitsentwicklung und der Weg der Selbstliebe. Ein Weg mit vielen Steinen und Rückschlägen. Der, dem das klar ist, ist im Vorteil. Denn du darfst dich nicht so schnell entmutigen lassen. Manchmal ist es ätzend, wenn du merkst, dass dir etwas immer noch total schwer fällt, obwohl du schon lange daran arbeitest. Aber du wirst mit der Zeit merken, dass die Angst immer weniger bedrohlich auf dich wirkt. Sie ist nicht mehr das große Ungeheuer, das dich verschlingen kann, sondern nur noch ein Gefühl. Ja, ein unangenehmes Gefühl, aber nicht bedrohlich. Dieser Unterschied ist wichtig.

    Angst ist normal und die Bereitschaft, sich ihr zu stellen, ist die Voraussetzung für Mut.

    Angst ist dein Begleiter, wenn du wächst. Am Anfang vielleicht sogar dein ständiger Begleiter. Aber ihre Intensität lässt nach und vor allem wird sie dich nicht mehr lähmen und du wirst trotzdem handeln, wenn du durch sie hindurchgehst. Also habe den Mut, Angst zu haben.

    Abgrenzen lernen – Bleib in deiner Mitte

    Abgrenzen lernen – Bleib in deiner Mitte

    abgrenzen lernenPuh, abgrenzen lernen von anderen Menschen und ihren Gefühlen. Das ist ein sehr, sehr herausforderndes Thema. Es gibt wahrscheinlich viele Beispiele dafür, wann und wie die Gefühle und Gefühlsausbrüche anderer Menschen schwierig für uns sein können. Wir sind dauernd von anderen Menschen umgeben und damit auch von ihren Gefühlen.

    Wenn wir uns immer mehr öffnen und feinfühliger werden, dann fühlen wir auf einmal immer mehr die Gefühle und Energien anderer Menschen. Und manchmal schleudern uns andere Menschen ihre Gefühle auch impulsiv entgegen.

    Ein Beispiel für eine solche Situation erlebe ich gerade leider bei mir auf der Arbeit.

    Ich habe gekündigt und hatte deswegen sowieso schon ein schlechtes Gewissen, Schuldgefühle und Angst davor, dass irgendjemand doof reagiert. Allerdings war dann dieser jemand ein ganz anderer als ich dachte. Eine Kollegin von mir machte mich total zur Sau, nachdem sie von meiner Kündigung erfahren hat. Sie warf mir vor, ich hätte das doch schon ganz lange gewusst und es ginge ja gar nicht, mitten im Projekt zu gehen. Als ich mich dann (sachlich) ihr gegenüber erklären wollte, sagte sie wörtlich: “Bla bla bla! Das Projekt ist unser Baby und dir ist das doch alles scheiß egal!” Und dann ließ sie mich wutentbrannt stehen und ging Eine rauchen.

    Ähhhh??? What???

    Da war ich erstmal ziemlich baff. Warum werde ich jetzt hier so angegangen? Warum nimmt sie meine Kündigung so persönlich? Ich bin ja wohl Arbeitnehmerin und keine Sklavin – es ist mein Recht, zu kündigen.

    Und ich muss echt zugeben, dass ich mich bei solchen komischen Ausbrüchen und Anschuldigungen leider auch schnell angegriffen fühle und mir so was sehr zu Herzen nehme. Seit ich meinen Weg hin zu mir selber gehe, passiert es natürlich öfter mal, dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt.

    Das geht ja nicht, dass man einfach seinem Herzen folgt und sich selbst frei ausdrückt, es gibt ja wohl noch so was wie soziale Normen und eine davon ist, dass wir alle zusammen unglückliche unbewusste Zombies sind. Oder etwa nicht?

    Die Gefühle des anderen in mich aufzunehmen, ist eigentlich ein automatisch ablaufender Irrtum.

    Denn was habe ich denn damit zu tun, wenn jemand anders mich angreift?

    Ich kann reflektieren, ob ich seine Anschuldigungen als wahr empfinde, aber wenn das nicht so ist, dann sollte ich diese Attacke auch nicht annehmen. Und selbst wenn ich Verständnis für seine Vorwürfe habe, geht es nicht, einen anderen Menschen so anzugreifen. Man kann alles empathisch und wertschätzend sagen.

     

    Wie soll ich mit Angriffen umgehen?

    Ich kann niemals verhindern, dass sich Menschen durch mein Verhalten angegriffen fühlen, dass ihnen meine Wesensart nicht ins Weltbild passt oder sonst was. Ich kann eine kleine Ms. Perfect sein (und das war ich früher) – es wird trotzdem passieren.

    Es wird immer jemanden geben, der sich an mir stößt. die Frage ist nur, wie ich damit umgehe.

    Dabei hilft es, die Attacke des anderen als ein Geschenk zu sehen. Stell dir vor, jemand schenkt dir zum Geburtstag etwas. Er schenkt dir zum Beispiel ein Bild. Dieses Bild findest du jetzt aber total hässlich. Du bist ein sehr ehrlicher Mensch und du hast zu dem Freund, der dir das Bild geschenkt hat, ein sehr gutes und ehrliches Verhältnis. Deshalb sagst du ihm, dass du das Bild leider nicht schön findest und deshalb das Geschenk nicht haben willst.

    Wem gehört jetzt das Bild, nachdem du es abgelehnt hast – dir oder deinem Freund? DEINEM FREUND.

    Und genauso verhält es sich natürlich auch mit Angriffen und Gefühlen anderer Menschen. Wenn ein anderer seinen Scheiß auf dich projiziert und dir die Verantwortung für seine Gefühle gibt, dann musst du das nicht automatisch akzeptieren.

    Abgrenzen lernen – das ist der bessere Weg, damit umzugehen.

    Der Weg dahin, die Gefühle der anderen die Gefühle der anderen sein zu lassen, ist ein langer und beschwerlicher Weg. Da will ich dich nicht anlügen. Wenn du wie ich ein eher sensibler und dünnhäutiger Mensch bist, dem die Gefühle und Meinungen der anderen Menschen viel bedeuten, dann ist es eine Menge Arbeit, zu lernen, sich abzugrenzen zu lernen. Aber es ist möglich – du brauchst nur etwas Beharrlichkeit.

    Eine Feministin und Gleichstellungsaktivistin hat mal in einer Rede gesagt: “Wir [Frauen] müssen mal lernen, uns eine Teflonschicht zuzulegen. So, wie eine Teflonpfanne. Wir dürfen nicht immer alles so nah an uns heranlassen, sondern dürfen es auch einfach mal von uns abperlen lassen.”

    Die Analogie fand ich total toll und einleuchtend. Genauso gilt das natürlich auch für Männer.

    Der Punkt ist, dass man sich selbst keinen Gefallen tut, so angreifbar durchs Leben zu gehen. Anderen Menschen so viel Macht über sich zu geben und alles auf sich zu beziehen. Jeder hat seine eigene Realität. Jeder hat seinen eigenen Schmerz. Habe Mitgefühl mit den anderen und verzeihe ihnen, aber dann bleibe bei dir.

    Abgrenzen lernen ist der Weg hin zur Freiheit. Nur, wenn du dich von anderen Menschen abgrenzt, kannst du dich selbst wirklich spüren. Nur, wenn du das vom anderen beim anderen lassen kannst, nimmst du überhaupt wahr, was du selbst willst.

    Wenn du immer nur mit den anderen Menschen beschäftigt bist, dann bleibt kein Raum mehr für dich. Es ist ein Akt der Selbstliebe, nicht leichtfertig Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.

    Denn deine Gefühle, Meinungen und Realitäten sind die einzigen, die wirklich zählen für dich. Also lass dich nicht aus der Mitte bringen. Bleibe bei dir selbst. Om.