Sorgen machen ist geistige Umweltverschmutzung

Sorgen machen ist geistige Umweltverschmutzung

Sich Sorgen zu machen ist eine der dümmsten und energieraubendsten Sachen, die man machen kann. Trotzdem verbringen viele Menschen unglaublich viel Zeit damit, sich um alles mögliche Sorgen zu machen.

Bist du einer dieser Menschen?

Dann will ich dich mit diesem Artikel darin unterstützen, diese Angewohnheit loszulassen.

Bis zu einem gewissen Punkt ist Sorgen machen einfach menschlich und normal. Der Verstand denkt, es könnte etwas schief gehen und will Pläne schmieden, um das “Problem” zu lösen. Wenn sich die Sorgen wirklich auf etwas Reales beziehen und an dem Punkt aufhören, an dem sie sich nur im Kreis drehen, dann ist alles gut. 

Aber wenn diese Angewohnheit zu übermäßig wird, dann ist es an der Zeit, etwas zu verändern. Wenn du in deinem Kopf immer und immer wieder das gleiche Szenario durchgehst, ohne dass du zu irgendeiner Lösung kommst – dann haben die Sorgen die Kontrolle über dich übernommen. Dann bist du unfrei und das Sorgen machen ist zum Energievampir geworden.

An folgenden Punkten merkst du, dass du dir eindeutig zu viele Sorgen machst:


Der Sorgen-Test

  • Dich beschäftigen Dinge oft so sehr, dass du deswegen nicht einschlafen kannst und du sie immer wieder in Gedanken durchgehen musst.
  • Du versuchst, immer die Kontrolle über die Situation zu haben, weil dich die Ungewissheit sonst fertig macht.
  • Du bist mit deinen Gedanken oft in der Zukunft und grübelst darüber nach, was wohl kommen wird und wie du am besten damit fertig wirst, statt im Hier und Jetzt zu sein.
  • Wenn du Szenarien in deinem Kopf durchgehst, gehst du immer gleich von dem schlimmstmöglichen Ausgang aus.
  • Spontanität ist für dich sehr schwierig, du planst lieber alles ganz sorgfältig.
  • Risiko lehnst du ab und du gehst immer auf Nummer sicher.
  • Neue Situationen vermeidest du eher, weil sie dir zu gefährlich erscheinen.
  • Du kannst nicht gut damit umgehen, wenn ein Mensch anders reagiert als du es erwartet hast.

Wenn du bei diesem kleinen Test oft innerlich ein “Ja” hattest, dann ist das Sorgen machen bei dir ziemlich ausgeprägt. Aber keine Panik, jede Angewohnheit ist veränderbar. Es ist nur eine Angewohnheit. Irgendwann einmal hast du es dir angewöhnt, dir Sorgen zu machen und du kannst es dir auch einfach wieder abgewöhnen. Easy.


Warum machen wir uns überhaupt Sorgen?

Wenn wir etwas verändern wollen, empfinde ich es immer als hilfreich, erst einmal anzuerkennen, wie mir diese Sache gedient hat. Es ist leicht, jetzt eine Verhaltensweise, eine Strategie, zu verurteilen und blöd zu finden. Aber Tatsache ist: Es hatte irgendwann einmal irgendeinen Vorteil für dich, sonst hättest du nicht damit angefangen.

Also, was ist der Vorteil vom Sorgen machen? Was bringt es dir? 

Sorgen machen ist bei näherem Hingucken eine ziemlich fiese Falle vom Verstand. 

Denn erst einmal geht es dir durch das Sorgen machen besser. Du begegnest einer Situation, die für dich ungewohnt oder gefährlich ist. Zu Planen, abzuwägen, Szenarien und mögliche Reaktionen in deinem Kopf durchzuspielen, verschafft diesen unangenehmen Gefühlen Abhilfe. Denn durch das Sorgen machen hat dein Kopf das Gefühl, dass er die Kontrolle zurückgewinnt. 

Wenn du nur klug genug um alle Ecken denkst, dann bist du gegen alles gewappnet, was das Leben so in deinen Weg schleudern könnte oder?

….Naja, vielleicht auch nicht.


Warum Sorgen machen sinnlos ist

Denn meistens passieren dann doch ganz andere Sachen. Oder zumindest fühlt es sich für dich völlig anders an, als du im Voraus dachtest. Denn Theorie und Praxis haben nicht viel miteinander zu tun. Und beim Sorgen machen bist du immer in der Theorie und nie in der Praxis. Das heißt mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit machst du dir um Sachen Sorgen, die in der Realität niemals zum Problem werden und selbst wenn: Bereitet dich das Sorgen machen wirklich auf das vor, was dann passiert? Hilft es dir wirklich dabei, besser zu reagieren? 

Vermutlich nicht wirklich. Denn meistens drehen sich deine Sorgen einfach nur im Kreis, ohne wirklich mit einer neuen Lösung daherzukommen. Und wenn wirklich mal etwas Unvorhergesehenes passiert, dann weiß deine Intuition wahrscheinlich viel besser, was jetzt gerade eine gute Reaktion wäre.

Was aber durch das Sorgen machen passiert, ist, dass du in der ganzen Zeit davor, in der es dir eigentlich hätte gut gehen können, auch schon mental deine ganze Energie in die Sorgen hineingegeben hast. Anstatt, dass dich diese unangenehme Sache nur in der Situation selbst beschäftigt, hat sie dir also noch viel mehr Zeit und Energie aus deinem wertvollen Leben gestohlen.

Und war es das wirklich wert?

Abgesehen davon macht es das Sorgen machen viel wahrscheinlicher, dass auch wirklich blöde Sachen passieren. Bestimmt kennst du selbst ein Beispiel für einen Menschen, der immer misstrauisch ist, sich immer Sorgen macht und immer das Schlimmste erwartet. Ein Mensch, der ausstrahlt: “Das Leben findet mich eh scheiße. Mir passieren immer schlimme Dinge.” 

Und genau das sendet dieser Mensch auch aus. Er richtet sich mit jeder Zelle seines Körpers auf die Möglichkeit aus, dass ihm das Leben Schlechtes will. 

Das bekommt er dann natürlich auch zurück. Und ob du das jetzt mit dem Gesetz der Anziehung erklärst oder damit, dass er sich selbst so verhält, dass er diese Realität produziert – geschenkt. Was bleibt, ist die Tatsache, dass dieser Mensch genau das in seinem Leben vorfindet, was seinen Glaubenssätzen entspricht.

Er glaubt an das Schlechte und er zieht das Schlechte an.

Und hinterher sagt er dann: “Siehst du: Es war gut, dass ich mir Sorgen gemacht habe. Es ist ja jetzt wirklich etwas ganz Schreckliches passiert. Mein Sorgen machen war also völlig berechtigt.”

Mit diesem Menschen darüber zu diskutieren, wo hier Ursache und wo Wirkung zu finden sind, ist in den meisten Fällen verschwendete Energie.

Wirklich wichtig ist, dass du das Sorgen machen loslässt. Und dich von diesen Menschen distanzierst, die dir ein Leben voller Sorgen immer wieder vorleben.


Auswirkungen vom Sorgen machen           

Was passiert jetzt in den Moment, in dem du dir Sorgen machst? Dein Körper wird in Alarmbereitschaft versetzt. Deine Muskelspannung erhöht sich, dein Herzschlag und deine Atmung werden schneller. Dein Stoffwechsel verändert sich und Konzentrations- und Schlafstörungen werden wahrscheinlicher. Vielleicht reagierst du auch mit Magenschmerzen oder Kopfschmerzen auf die Sorgen. Essen als Kompensationsmechanismus für Sorgen zu nutzen ist auch eine seeehr beliebte Strategie. Gefühle essen anstatt sie zu fühlen. Das kann dann entweder so aussehen, dass du übermäßig viel oder sehr wenig isst. Vielleicht isst du in sorgenvollen Zeiten die ganze Packung Kekse statt nur ein paar.

Das alles können Sorgen mit uns und unserem Körper machen.

Warum haben Sorgen so eine krasse Wirkung auf Körper und Seele? Das liegt daran, dass das Gehirn die Sorgen nicht von der Realität unterscheiden kann. 

Wenn du dir zum Beispiel die ganze Zeit Sorgen darüber machst, dass du deinen Job verlierst und dann deine Miete nicht mehr zahlen kannst und deshalb dann irgendwann auf der Straße landest, dann sendet dein Gehirn Signale an deinen Körper, als wäre dieses Katastrophenszenario jetzt gerade schon Wirklichkeit. Dein ganzes System macht den gleichen Stress durch als wenn diese Sache in diesem Augenblick bereits in der Realität passieren würde. 

Dein Körper ist zum Kampf bereit, zur Flucht oder vielleicht friert er auch völlig ein und du fühlst dich einfach nur ohnmächtig.

Weil die ganze Katastrophe aber gerade nur in deinem Kopf stattfindet, kannst du auch nichts unternehmen, um das Problem in der Realität zu lösen. Es ist ja gar nicht da.

Und dein armer Körper ist mit dem ständigen Alarmzustand völlig überfordert.

Wie kann man jetzt aber aus diesem unnötigen Sorgen-Kreislauf aussteigen?

Tipps gegen das Sorgen machen

Nochmal zu Erinnerung: Wenn Sorgen der realen Vorsorge von Problemen dienen, dann sind sie nützlich. Drehst du dich mit deinen Sorgen aber nur im Kreis und ziehst dir Energie ab, dann behindern sie dich eindeutig.

Hier bekommst du Tipps, die dir helfen, mit der Angewohnheit des übermäßigen Sorgen machens aufzuhören.


1. Akzeptanz der jetzigen Situation

Wenn du bis jetzt sehr zum Sorgen machen neigst, dann wird das vermutlich nicht einfach von heute auf morgen aufhören. Stattdessen ist es erst einmal gut, anzuerkennen, dass die Sorgen da sind.

Du kannst die Sorgen wahrnehmen, ohne ihnen zu glauben und ohne sie wegmachen zu wollen. Fange erst einmal damit an, deine Sorgen systematisch zu beobachten. In welchen Situationen machst du dir Sorgen? Wie oft machst du dir Sorgen? Was passiert am Anfang der Sorgenspirale? Und wie verändern sich dein Körpergefühl und deine emotionale Lage durch die Sorgen?

Bringe Achtsamkeit in deine Sorgen-Angewohnheiten. Werfe den Scheinwerfer auf sie. Dadurch holst du sie aus dem Dunkeln und du realisierst immer mehr, wie wenig dir diese Angewohnheit bringt.


2. Sorgen unterbrechen

Es gibt verschiedene Methoden, um deine Sorgen zu unterbrechen. Ab einem bestimmten Punkt hast du verstanden, wie deine Sorgenspirale funktioniert und es geht nur noch darum, aus ihr auszusteigen. 

Du kannst zum Beispiel die Stopp-Methode nutzen. Jedes Mal, wenn die Sorgen kommen, denkst du innerlich “Stopp”. Wenn du gerade alleine bist, kannst du das “Stopp” auch laut sagen und dabei in die Hände klatschen. Diese Methode braucht etwas Übung. Das Signal muss erst in dir verankert sein, damit es gut wirkt. Und diese Verankerung wird jedes Mal, wenn du die Methode anwendest, etwas stärker. 

Du kannst auch innerlich “Löschen” denken, wenn die Sorgen kommen. Und dann siehst du vor deinem inneren Auge, wie du die Gedanken, die du gerade gedacht hast, einfach löscht. So wie in einem Word-Dokument auf deinem Laptop.

Für welche Methode des Unterbrechens du dich auch entscheidest oder ob du eine eigene kreierst – das ist völlig egal. Hauptsache, diese Methode funktioniert für dich gut. Du musst bei dieser Methode fühlen können, dass sie dir hilft, die Sorgen zu unterbrechen.


3. Den Sorgen das Futter nehmen

Sorgen können nur existieren, solange wir ihnen erlauben, unkonkret und bedrohlich um uns herumzuwabern. So wie irgendeine dunkle glibberige Masse. Wenn du merkst, dass du deine Sorgen einfach nicht loslassen kannst, dann bring diese Sorge mal auf Papier. Spiel das Szenario mal zu Ende durch. Was kann schlimmstenfalls passieren? Und wie könntest du dann ganz konkret darauf reagieren?

Wahrscheinlich würde diese Sache nicht deinen Tod bedeuten. Wahrscheinlich wäre es in dem Moment selbst etwas unangenehm, dass es passiert und dann würde es aber auch schon kurze Zeit später keine große Rolle mehr spielen. Horrorszenarien haben nur dadurch so eine große Macht über uns, dass sie riesengroß aufgeblasen sind. Wenn man dann aber mal die Luft rauslässt, sehen sie schon gar nicht mehr so bedrohlich aus.


4. Bewusst positiv ausrichten

Und zuletzt: Arbeite grundsätzlich daran, dass du dir selbst und dem Leben vertraust. 

Denn, wenn du an dich und deine Fähigkeiten glaubst, dann musst du dir auch überhaupt nicht andauernd um alles Mögliche Sorgen machen. 

Und wenn du dem Leben vertraust – wenn du wirklich weißt, dass das Leben auf deiner Seite ist – dann gibt es auch keinen Grund für Sorgen. Dann musst du nicht ständig misstrauisch auf der Lauer liegen, weil das Leben dir gleich bestimmt wieder das nächste Ding reinwürgt. Arbeite an deiner Erdung. In dem Moment, in dem du völlig Zuhause bist in dir selbst, in dem du völlig Zuhause bist in diesem Leben, da gibt es keine Sorgen.

Richte dich positiv auf das aus, was du anziehen willst im Leben. Sende die Energie aus, die du auch empfangen möchtest. Arbeite daran, mit jeder Zelle deines Körpers zu vertrauen und zu lieben.

Bei der positiven Ausrichtung können dir zum Beispiel meine Selbstliebe-Übungen helfen. Wie sie funktionieren, beschreibe ich ausführlich auf der Seite: 3 Übungen für mehr Selbstliebe.


5. Darüber Lachen

Wenn du merkst, du bist gerade angespannt und nimmst dich selbst und das Leben mal wieder viel zu ernst, lach einfach mal darüber. Anstatt dich selbst für das Sorgen machen zu verurteilen, nimm es mit Humor. Das nimmt dem Ganzen die Schwere. 

Wenn du also merkst, du steckst fest in deinen Sorgen, lach mal für fünf Minuten darüber. Und wahrscheinlich sind dann die Sorgen völlig vergessen. Oder es erscheint dir total unlogisch, dass du dir über diese Sache gerade noch so sehr Sorgen gemacht hast.



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“Ich bin genug” – Warum du alles in diesen Glaubenssatz investieren solltest

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Bist du dir selbst genug?

Alle meine Klient*innen haben den Glaubenssatz “Ich bin nicht genug”. ALLE. Oder besser gesagt, sie hatten ihn, bevor wir miteinander gearbeitet haben. Das ist eine der interessantesten Entdeckungen, die ich in meiner Arbeit als Selbstliebe-Coach gemacht habe.

Und dieser Glaubenssatz stellt sich immer als ein ganz tiefer Kernglaubenssatz heraus.

Was ist ein Kernglaubenssatz?

Das ist ein Glaubenssatz, den du tief in deinem Kern gespeichert hast und der von da aus dein ganzes Sein beeinflusst. Über ihm liegen noch viele andere Glaubenssätze, die von ihm beeinflusst werden.

Auf einer darüber liegenden Ebene führt “Ich bin nicht genug” in einer Beziehung zum Beispiel zu dem Glaubenssatz “Ich muss mich anstrengen, damit er/sie mich liebt”.

Die Überzeugung, dass du nicht genug bist, hat also zur Folge, dass du dir der Liebe anderer Menschen nie ganz sicher bist. Du hast immer das Gefühl, dass du etwas leisten musst, damit diese Liebe wirklich bei dir bleibt. Beziehungen fühlen sich unsicher an. Du fühlst dich emotional abhängig von der anderen Person. Kompensationsstrategien, um diese Unsicherheit nicht spüren zu müssen, können emotionale Manipulation oder extreme Aufopferung für die Beziehung sein.

Auf das Berufsleben hat der Glaubenssatz “Ich bin nicht genug” einen mindestens genauso großen Einfluss. Die meisten Firmen bauen sogar darauf, dass ihre Mitarbeiter*innen diesen Glaubenssatz haben. Damit sie schön brav ganz viel arbeiten in der verzweifelten stillen und völlig unbewussten Hoffnung, dass sie dann irgendwann einmal endlich genug sein werden. Und so arbeiten und arbeiten sie. Sie gehen dabei über ihre eigenen Grenzen und versuchen, das Lob des Chefs oder der Chefin zu bekommen, anstatt stolz auf sich selbst zu sein.

Das heißt, dieser Glaubenssatz hält dich komplett im Hamsterrad. Er führt dazu, dass du dich immer und auf allen Ebenen anstrengst. Und das alles nur, um endlich mal genug zu sein.

Du schminkst dich, weil du glaubst, du wärst ungeschminkt nicht schön genug. Du fährst ein dickes Auto, weil du glaubst, du wärst ohne nicht cool genug. Du lädst sie dauernd zum Essen ein, weil du glaubst, du alleine wärst nicht wertvoll genug. Du liest den anderen die Wünsche von den Augen ab, weil du glaubst, dass du einfach um deiner selbst Willen noch nicht liebenswert genug bist.                                                            

Du siehst: Es ist super sinnvoll, diese limitierenden Glaubenssätze zu transformieren. Was genau Glaubenssätze sind und wie du sie für dich nutzen kannst, erfährst du in meinem Artikel: Wie Glaubenssätze dir dienen können.


Interpretation der Realität

Was passiert nun also, wenn du glaubst “Ich bin nicht genug”?

Du gibst dir damit auf einer ganz tiefen Ebene die Information, dass das deine Realität ist. Dein System glaubt diese Wahrheit dann und tut alles, um sie dir zu beweisen. Das heißt, dass du unbewusst immer auf der Suche nach Hinweisen bist, dass du nicht genug bist. Du interpretierst die Realität immer so, dass du dir diesen Glaubenssatz wieder bestätigst. Du suchst die ganze Zeit nach Anzeichen dafür, dass du nicht genug bist.

Wenn dich jemand auf der Straße vermeintlich schräg anguckt, denkt es in dir: “Du hättest auch echt mal ordentlichere Klamotten anziehen können heute. Jetzt halten dich alle Menschen für den letzten Hempel. Siehst du, du bist nicht genug.”.

Wenn deine Chefin dir morgens recht einsilbig “Morgen” zumurmelt und dabei einen ernsten Gesichtsausdruck aufsetzt, denkt es in dir: “Warum ist sie denn so grimmig? Vielleicht ist sie böse auf dich? Wahrscheinlich ist sie mit deiner Arbeit unzufrieden. Siehst du, du bist nicht genug.”

Wenn dein*e Partner*in abends mal keinen Sex will, denkt es in dir: “Warum will er/sie denn jetzt nicht mit dir schlafen? Wahrscheinlich bist du einfach nicht mehr so sexy. Siehst du, du bist nicht genug.”

Und so geht das den ganzen Tag.


Bewusstsein in die Gedanken bringen

Bei den meisten Menschen läuft dieser Prozess nun leider völlig unbewusst ab. Und so erschöpfen sie sich selbst mit ihren negativen abwertenden Gedanken über sich selbst ohne jemals zu checken, was eigentlich die Ursache für ihre Energielosigkeit ist.

Negative Gedanken ziehen Energie ab.

Massiv.

Klingt völlig logisch oder?

Ist aber vielen gar nicht wirklich klar.

Und alle Kompensationsmechanismen bringen am Ende des Tages rein gar nichts, weil sie eine sinnlose Symptombehandlung sind.

Klar kannst du dich davon ablenken, wenn es dir gerade schlecht geht. Und klar kannst du Strategien entwickeln, um dagegen anzukämpfen, nicht genug zu sein. Du kannst den ganzen Tag leisten, leisten und noch mehr leisten.

Vielleicht hast du dann auch für einen kurzen Moment mal das Gefühl:

“Ahhh jetzt hab ich so viel gemacht – jetzt bin ich endlich mal genug! Mhhh das fühlt sich gut an!”

Nur weil dieses Gefühl des genug Seins auf deiner Leistung gründet, wird es auch sehr schnell wieder gehen. Einen kurzen Moment später schon hast du dann wieder das Gefühl, nicht genug zu sein. Und dann musst du wieder losziehen und noch mehr leisten, um dann irgendwann nach einem verzweifelten Kampf wieder einmal für einen kurzen Augenblick das Gefühl zu haben, dass du genug bist.

Denn jedes Gefühl, was nicht aus uns selbst heraus kommt, sondern an bestimmte äußere Bedingungen geknüpft ist, geht auch sehr schnell wieder. Es ist nur geborgt. Ein kleiner Windhauch kann es sofort wieder davon wehen. Und diesen Beigeschmack der Unbeständigkeit den spürst du auch. Du hast immer Angst, weil du weißt, dass das Gefühl nicht bei dir bleiben wird. Du hast keine Kontrolle darüber. Seine Quelle liegt nicht in dir selbst.

Wenn du einfach aus dir heraus genug sein kannst, dann verlagerst du damit deine Glücksquelle in dich.

Du bist das einzig Beständige, was du in diesem Leben hast.

Dich kann dir niemand wegnehmen.

Was du in dir hast, das gehört auch wirklich dir.

Deswegen ist es gut, zu lernen, dir selbst einfach genug zu sein.


Schritte hin zu “Ich bin genug”

Wie kannst du jetzt aber den Wechsel schaffen von “Ich bin nicht genug” hin zu “Ich bin genug”?

Im Folgenden gebe ich dir ein paar Tipps, die wie immer zu hundert Prozent aus meiner eigenen Erfahrung kommen.

Neues Mindset installieren

Zunächst mal die Info an dein Unterbewusstsein, dass es möglich ist. Es ist auch für dich möglich, dir selbst genug zu sein. Es ist für jeden Menschen möglich, sich selbst genug zu sein. Egal, welche Talente, Fähigkeiten, Schwächen und Schatten du mit dir rumschleppst. Und egal, wie traumatisierend deine Kindheit vielleicht war und egal, wie sehr dir dein Vater früher eingeredet hat, dass du nicht gut genug bist.

Du bist jetzt erwachsen. Du bist jetzt für dich selbst verantwortlich. Und du bist genug. Es ist jetzt deine Entscheidung, genug zu sein oder eben nicht genug zu sein. Es ist von niemand anderem die Entscheidung. Du bist kein ohnmächtiges kleines Kind mehr, das darauf angewiesen ist, den Wert zu akzeptieren, den seine sich selbst nicht liebenden Eltern ihm geben. Gib deine Macht nicht ab. Behalt sie bei dir.

Es ist dein Recht und deine Pflicht, nun selbst über deinen Wert zu bestimmen. Stell dir das so vor, als hättest du eine sehr wertvolle schöne Uhr, die früher einmal falsch geschätzt wurde. Du hast sie vor Jahren einmal zu einem Uhrenmacher gebracht und der hatte leider keine Ahnung von Uhren. Er hat dir gesagt, die Uhr sei wertlos. Es müsse noch viel an ihr gemacht werden, um aus dieser Uhr eine gute Uhr zu machen. Und jetzt, Jahre später, bringst du sie zu einem anderen Uhrenmacher. Dieser Uhrenmacher hat wirklich Ahnung von Uhren. Er sieht den Wert in der Uhr. Er erkennt, dass sie perfekt ist, so wie sie ist. Dass sie gut genug ist und rein gar nichts an ihr verändert werden muss. Und so erfährst du Jahre später, dass du die ganze Zeit über den Wert dieser Uhr völlig falsch eingeschätzt hast.

Diese Uhr bist du. Und der zweite Uhrenmacher; das bist auch du! Denn nur du kannst deinen Wert neu bestimmen. Nur du kannst dir selbst die Erlaubnis geben, jetzt genug zu sein.

Nimm deine Macht an. Du bist die Person, die deine Realität kreiert. Niemand anders. Du kannst jetzt die Entscheidung treffen: “Ich bin genug.”

…und niemand anders kann diese Entscheidung für dich treffen!


Mache weniger statt mehr

Erlaube dir bewusst, weniger zu leisten. Wenn du eigentlich heute die Fenster putzen und den Rasen mähen wolltest, dann mähe doch einfach mal nur den Rasen. Und sei dann ganz bewusst zufrieden mit dir. Sei dir selbst ganz bewusst genug. Und mach dir klar, dass dich dieses Hamsterrad von To-Do-Listen und überzogenen Anforderungen nicht glücklich macht.

Wenn der innere Kritiker dir einreden will, dass du gerade faul und wertlos bist und eigentlich sonst was alles noch erledigen solltest, dann sag dir:

“Ich bin schon wertvoll. Einfach so. Dafür muss ich gar nichts leisten. Ob ich jetzt die Fenster noch putze oder nicht; ich bin so oder so genug. Meinen Wert als Mensch gebe ich mir. Und der hängt nicht von dem ab, was ich heute geleistet habe. Ich bin schon genug.”

So kommst du langsam von immer mehr leisten dahin, weniger zu leisten und zufriedener zu sein.

Selbstveränderung besteht zu mindestens fünfzig Prozent daraus, das innere Selbstgespräch (was du sowieso den ganzen Tag führst) in eine neue positive Richtung zu lenken.

Kurioserweise ist niemals die Person, die am meisten geleistet hat, am zufriedensten mit sich selbst. Sondern meistens die Person, die wenig bis mittel viel gemacht hat.

Das ist keine rationale Logik, sondern eine emotionale Logik. Wenn ich mir selbst genug bin, dann gibt es da auch nichts zu kompensieren. Dann mache ich einfach immer so viel, wie ich  gerade Lust habe, und dann höre ich auf. Ich weiß, dass ich genug bin und deshalb gibt es auch keinen Grund, über meine Grenzen zu gehen. Weder bei der Arbeit noch in Beziehungen.


Schaff dir ein “Ich bin genug”-Ritual

Rituale, in denen wir ganz bewusst in ein Gefühl oder in einen Zustand gehen, sind ein guter Anker für Veränderung. Wenn du dir jeden Tag ganz bewusst das Gefühl “Ich bin genug” in deinen Körper und in dein Bewusstsein holst, dann sähst du damit einen Samen in dir. Und dieser Samen wird dann weiter reifen. Er wird dazu führen, dass du dir im Alltag immer mehr bewusst wirst, wenn du gerade mal wieder das Gefühl hast, nicht genug zu sein.

Wie kann so ein Ritual aussehen? Du kannst zum Beispiel in deine tägliche Selbstliebe-Routine die Affirmation “Ich bin genug” integrieren. Während du dich umarmst gehst du ganz tief in das Gefühl hinein, dass du genug bist. Du spürst diese Wahrheit auf einer ganz tiefen Ebene. Sie jagt dir Schauer den Rücken hinunter, weil du so gerührt von der Wärme bist, die du für dich selbst empfindest.


Oder du klebst dir ein Post-It auf den Badezimmerspiegel, auf dem steht: “Ich bin genug”. So wirst du jedes Mal, wenn du in den Spiegel schaust, an diese Wahrheit erinnert. Und dann überprüfst du einmal innerlich für dich, ob du dir selbst gerade genug bist. Wenn du in einem anderen Zustand bist, dann kehrst du einfach wieder zurück zum genug Sein.

Du sagst dir selbst:

“Aha, jetzt war ich mir gerade nicht genug und deshalb habe ich versucht, besonders toll zu sein, damit er/sie mich mag. Aber jetzt höre ich einfach wieder damit auf. Ich weiß, ich bin genug und dafür muss ich gar nichts leisten. Nur ich entscheide, ob ich genug bin und ich entscheide mich dafür.”

Sei dir selbst genug. Denn wer, wenn nicht du, hat deine bedingungslose Akzeptanz verdient?


101 Tipps für maximale Selbstliebe
100% Liebe


Im Flow sein – Leben im Fluss

Im Flow sein – Leben im Fluss

Kennst du das Gefühl, im Flow zu sein?

Selbst, wenn du jetzt innerlich mit “nein” oder “weiß nicht” geantwortet hast – Wir alle waren schon mal im Flow und wir alle haben die Fähigkeit dazu.

Aber die Wahrheit ist, dass die meisten Erwachsenen diesen Zustand viel zu selten erleben.

Als Kind bist du ganz automatisch dauernd im Flow. Du denkst nicht darüber nach, was du alles noch tun musst, was dabei schief gehen könnte oder zweifelst daran, ob du gerade gut genug bist.

Das sind alles Sachen, die uns systematisch anerzogen werden und die das im Flow sein dann ziemlich erschweren.


Aber erst mal back to the Basics:

Was bedeutet Flow?

Im Flow sein bedeutet, sich völlig in einer Tätigkeit zu verlieren. Wenn man im Flow ist, dann IST man einfach. Raum und Zeit werden zur Nebensache und du bist völlig im Moment. Du kannst gar nicht sagen, wie viel Zeit vergangen ist, es spielt auch gar keine Rolle. Im Zustand des Flow sind unsere Wünsche, Gefühle, Handlungen und Gedanken völlig in Alignment. Alles ist stimmig. Es gibt kein Widerstreben, keinen inneren Widerstand. Die Zeit vergeht schneller als in anderen Momenten deines Lebens. Du fließt einfach nur.



Wir können bei ganz verschiedenen Aktivitäten im Flow sein. Beim Sport und bei künstlerischen Tätigkeiten passiert der Flow-Zustand besonders oft. Aber generell kannst du bei jeder Tätigkeit in den Flow kommen, die du gerne machst.


Mihaly Csikszentmihalyi – Entdecker des Flow

Geprägt hat das Konzept des Flow der Glücksforscher Mihaly Csikszentmihalyi. Er hat in den 1970-ern für eine Forschungsarbeit verschiedene Künstler*innen beobachtet und befragt. Dabei ist ihm besonders aufgefallen, dass die entstandenen Bilder den Kunstschaffenden am Ende oftmals völlig egal waren.

Es ging nicht darum, sie zu verkaufen oder berühmt zu werden. Die Künstler*innen arbeiteten einfach deshalb hart und konzentriert, weil sie so sehr in der Tätigkeit aufgingen. Es war kein “Ich tue das, damit…”, sondern nur um der Tätigkeit selbst willen.

Jaaa da staunst du wahrscheinlich und vielleicht bist du auch ein wenig neidisch. Denn wann gelingt es uns schon mal wirklich, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun?

Selbst beim Meditieren haben die Meisten immernoch im Hinterkopf, dass sie dadurch ruhiger werden wollen oder unangenehme Themen transformieren wollen.

Aber die von Mihaly Csikszentmihalyi erforschten Künstler*innen waren einfach im Flow.

Sie alle beschrieben den Zustand, in dem sie sich beim Kunst schaffen befinden, als fließend. Daher der Name Flow.


Merkmale des Flow

Mihaly Csikszentmihalyi hat bei seiner Forschung 9 Merkmale identifiziert, die das im Flow sein kennzeichnen. Es müssen allerdings nicht alle Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein, damit man von Flow sprechen kann.

Die ersten vier Merkmale sind sozusagen die Grundbedingungen für das Erleben von Flow.


1. klares Ziel

Im Flow zu sein bedeutet eben nicht, planlos vor sich hinzutreiben. Denn, wenn ich gar nicht weiß, wo ich eigentlich ankommen will, dann kann ich auch nicht völlig loslassen. Meine Gedanken sind dann immer damit beschäftigt, was ich eigentlich will und wo es vielleicht hingehen soll.

Das behindert den Flow-Zustand. Ich kann nicht fließen, wenn ich zu sehr im Kopf bin. Und ich kann auch nicht fließen, wenn ich gar nicht weiß, wohin.

Ein gutes Beispiel für dieses klare Ziel ist ein Boxkampf. Ich muss hier nicht groß über mein Ziel nachdenken. Es ist völlig klar. Ich möchte Schläge vom Gegner blocken oder ihnen ausweichen und andersherum den Gegner so oft und so hart wie möglich treffen. Das Ziel ist: Gewinnen. Dadurch, dass mein Ziel vorher glasklar definiert ist, wird die Wahrscheinlichkeit des im Flow seins viel höher. Ich kann einfach entspannt in der Tätigkeit sein, weil ich genau weiß, wie das Ergebnis aussehen soll.

Aber Vorsicht: Das heißt nicht, dass ich mich übermäßig auf dieses Ziel versteife. Denn dann würde wieder Stress und Druck in mir entstehen. Damit würde ich den inneren Kritiker stärken und das wiederum führt ganz sicher nicht zum Flow. Wenn du dir den Flow als einen Fluss vorstellst, dann ist zu viel Druck ein Staudamm. Er verhindert das Fließen des Flusses. Das Wasser kann dann an dieser Stelle nicht mehr weiter fließen.

Also: Ziel ja. Übermäßiger Fokus aufs Ziel, nein.


2. Herausforderung

Der zweite Faktor für den Flow ist das richtige Maß an Herausforderung. Das heißt, meine Aufgabe muss mich fordern ohne mich zu überfordern.

Wenn eine Aufgabe überhaupt nicht herausfordernd ist, dann langweile ich mich. Und im Zustand der Langeweile ist kein Flow zu finden. Genauso wenig wie im Zustand der Überforderung. Denn, wenn ich überfordert bin, dann schaltet mein Gehirn und mein Körper in den Alarmmodus. Und im Alarmmodus ist ein Fließen völlig ausgeschlossen.

Es sollte sich also um eine Tätigkeit handeln, bei der ich meine Komfortzone verlasse ohne aber in den Bereich meiner Panikzone zu kommen.

Ob und wann das so ist, hängt von meinen Fähigkeiten und von meiner Selbstbeurteilung ab. Wenn ich die Fähigkeit dazu besitze, die Situation gut zu meistern und mir das auch völlig bewusst ist – alles gut.

Aber wenn ich die Fähigkeiten zwar besitze, aber chronisch dazu neige, mich selbst zu unterschätzen und anzuzweifeln, dann habe ich ein Problem. Denn dann kann mich eine Situation überfordern, einfach weil ich mich in diese Überforderung selbst reindenke. Obwohl sie eigentlich realistisch gesehen gar nicht da sein müsste.

Frag dich einmal, was die Situation von dir verlangt und dann sei ehrlich zu dir, ob du diese Anforderungen erfüllen kannst.

Auch Perfektionismus ist eine beliebte Falle, die schnell zur Überforderung führt. Denn wenn du es perfekt machen willst, dann ist es natürlich nie gut genug.

Dann bist du natürlich nie gut genug.

NIE.

Nie, niemals, nie.

Also leg deinen Perfektionismus ab.

Betrachte die Anforderungen und deine Fähigkeiten realistisch.

Wenn du bei dieser Reflexion feststellt, dass deine Tätigkeit über- oder unterfordernd ist, dann können folgende Strategien Abhilfe schaffen:

Bei Überforderung schau einmal, ob du die Aufgabe in kleinere Teilaufgaben zerkleinern kannst, sodass deine Aufgabe nicht mehr so überfordernd auf dich wirkt.

Wenn du unterfordert bist bei deiner Tätigkeit, dann schau mal, ob du die Aufgabe irgendwie aufpeppen kannst. Vielleicht kannst du irgendetwas hinzufügen, was die Aufgabe spannender macht. Einen zusätzlicher Reiz.


3. intrinsische Motivation

Liebst du deine Arbeit? Wenn nicht, dann kannst du hierbei schon mal nicht in den Flow kommen.

Denn um im Flow zu sein brauchst du eine intrinsische Motivation. Du musst das, was du da gerade tust, wirklich gerne machen.

Wenn du es nicht wirklich aus dir heraus gerne tust und es nur machst, um damit etwas anderes zu erreichen oder weil jemand anders es von dir verlangt, dann wirst du dabei kaum ins Fließen kommen.

Suche dir also eine Tätigkeit für deinen Flow-Zustand aus, in der du wirklich im Herzen bist. Eine Tätigkeit, bei der es nur so aus dir herausfließt.

Auch das kannst du trainieren: Du kannst auch bei Tätigkeiten, die du bis jetzt aus anderen Gründen gemacht hast, nach intrinsischen Gründen suchen. Besinne dich einfach darauf, was dir an der Tätigkeit Freude bringt.

Und wenn dir nichts daran Freude bereitet: Bist du dir sicher, dass du diese Sache trotzdem weiter machen willst?

Das ist dann vielleicht nicht die beste Strategie, dich selbst glücklich zu machen. Denn wenn du Glück finden willst, dann darfst du dein Leben auch auf das ausrichten, was dir Freude bringt.


4. Konzentration

Bei dem Merkmal Konzentration gilt genau das Gleiche wie für das Ziel. Es ist wichtig, in einem Zustand der Konzentration zu sein, um in den Flow zu kommen. Aber: diese Konzentration ist keine angespannte.

Im Gegenteil. Es ist ein entspanntes konzentriert sein. Ein lockeres fokussiert sein. Im Flow sind wir in einem Zustand völliger Präsenz. Wir sind ganz da. Ohne uns dabei anzustrengen.

Um in diesen Zustand zu kommen, können folgende Tipps helfen:

  • Kein Multitasking. Mache nur eine Sache gleichzeitig und gebe dich ihr völlig hin.
  • Vermeide Ablenkungen.
  • Schaffe dir ein räumliches Umfeld, das die Konzentration fördert.
  • Stimme dich bewusst innerlich darauf ein, in dieser Tätigkeit jetzt völlig präsent zu sein.

Was passiert im Flow?

Im Flow sein lässt sich leider nicht erzwingen. Es passiert ganz automatisch. Flow ist ein Zustand der absoluten Mühelosigkeit.

Wir sind im Flow immer komplett im Hier und Jetzt. Wir haben das subjektive Gefühl, dass wir gerade alles im Griff haben. Dieses Gefühl von Kontrolle kommt ganz von alleine im Flow. Die Betonung liegt hierbei auf dem Gefühl. Die Kontrolle findet nicht im Kopf statt. Eine Kontrolle im Kopf geht wieder gegen den Flow.

Denn eine Kontrolle im Kopf bedeutet einen ständiger innerer Dialog:

“Mache ich das gerade richtig? Pass auf, dass du dich gut deckst, wenn sie gleich einen linken Kopfhaken versucht. Welche Kombination könnte ich jetzt noch machen? Sind die Zuschauer auch auf meiner Seite?”

Diesen Monkey-Mind gibt es im Flow nicht. Im Flow ist der Geist ruhig und klar. Wie ein Bergsee. Es gibt kein “Ich sollte”, “Ich könnte” oder “Ich müsste”.

Es gibt nur ein:

“Ich bin”



Deshalb geht es beim Flow darum, diese Kopfkontrolle, in der wir so oft feststecken,  loszulassen.

Du gehst raus aus der Kopfkontrolle hinein in den Körper. Wenn du in deinem Körper tiefes Urvertrauen spürst, wenn du geerdet bist, dann brauchst du keine Kontrolle. Du bist dann in der Kontrolle. Aber in einer anderen viel tieferen Kontrolle.

Es gibt ein wundervolles Zitat dazu. Es geht so:

“You have to let go of control in order to gain control.”

Und das kannst du üben. Wenn du eine Tätigkeit wirklich gerne machst und du gut darin bist, dann brauchst du keine Kontrolle. Du kannst dann einfach darauf vertrauen, dass alles läuft. Du kannst einfach alles fließen lassen.

Wenn du im Flow bist, dann verlierst du völlig das Gefühl für die Zeit. Diese Momente, in denen du mit einem erschrockenen Blick auf die Uhr festgestellt hast: “Huch, es ist schon so spät? Die Zeit ist ja wie im Flug vergangen!” – das waren Flow-Momente. Wir achten nicht auf die Zeit, wenn wir im Flow sind. Sie ist nicht wichtig. Sie vergeht anders.

Und genauso wie wir die Zeit vergessen, vergessen wir auch uns selbst. In Flow-Momenten reflektieren wir uns nicht die ganze Zeit selbst. Dieser Selbstbezug wird unwichtig. Wir sind einfach. Es gibt nichts, was angezweifelt oder beurteilt werden müsste. Dein Ego wird für einen Moment ganz still.

Im Flow sein ist eine Erfahrung des reinen Bewusstseins. Im Flow weiß ich genau, wer ich bin. Ich bin völlig verbunden mit mir und der Welt ohne an irgendetwas anzuhaften.



Step into your Flow

Hast du im Artikel ein paar Inspirationen dafür gefunden, in deinen Flow zu kommen?

Fange am besten mit einer Tätigkeit an, bei der die oben beschriebenen Merkmale am ehesten zutreffen.

Und überprüfe dich auch einfach immer mal wieder im Alltag:

“Bin ich gerade zu sehr in der Kopfkontrolle?”

“Warum mache ich gerade das, was ich tue? Finde ich daran Freude?”

“Fühle ich mich gerade unter- oder überfordert? Kann ich irgendwas dafür tun, dass das Maß an Herausforderung sich für mich stimmiger anfühlt?”

Auch wenn sich der Flow-Zustand nicht erzwingen lässt, so kannst du doch etwas dafür tun, dich mehr für ihn zu öffnen. Du kannst üben, deine Sorgen, deine Kopfkontrolle, deine versteckten Motive, warum du Sachen machst, loszulassen. Du kannst üben, Dinge um ihrer selbst willen zu tun. Du kannst üben, wieder Kind zu sein und dein Leben fließen zu lassen.

Abgelehnt fühlen – Wie damit umgehen?

Abgelehnt fühlen – Wie damit umgehen?

Ablehnung fühlt sich echt schlimm an.

Und wir alle finden uns von manchmal in Situationen wieder, in denen wir uns abgelehnt fühlen.

Wir alle kommen manchmal mit Menschen in Kontakt, von denen wir uns abgelehnt fühlen.

Das ist in dem Moment ziemlich hart. Es fühlt sich unangenehm an. Sehr unangenehm. Deshalb ist die Reaktion darauf von vielen Menschen, das Gefühl zu unterdrücken. Es wegmachen zu wollen.

Doch das löst leider gar nichts. In der Tiefe brodelt das Gefühl der Ablehnung weiter und wird immer stärker.

Deshalb habe ich in diesem Artikel Tipps zusammengestellt, die dich bei deinem Umgang mit Ablehnung unterstützen.


Die Wurzel der Ablehnung

Zunächst einmal die Frage: Warum ist es überhaupt so schlimm, wenn jemand oder etwas Ablehnung in uns triggert?

Es ist deshalb so schlimm, weil uns dieses abgelehnt fühlen an einen alten Schmerz erinnert. Es bringt uns in Kontakt mit einer alten Wunde aus unserer Kindheit.

Denn leider hatten wir alle keine Eltern, die uns bedingungslos lieben und annehmen konnten. Zumindest hat niemand, den ich persönlich kenne, solche Eltern.

In diesem Moment, in dem das Kind bemerkt, dass die Eltern es nicht bedingungslos lieben und annehmen können, fühlt es sich abgelehnt. Diese Ablehnung verankert sich tief in dem Kind als Glaubenssatz.

Das Kind fängt an, zu glauben:

“Ich bin nicht genug.”

Und dieser Glaubenssatz wirkt in den meisten Erwachsenen immer noch.

Deshalb fühlen sich auch viele Menschen angezogen von anderen Menschen, die sie ganz offensichtlich ablehnen. Sie beweisen sich damit immer wieder, dass sie von anderen abgelehnt werden. Und sie verlagern den inneren Kampf um Akzeptanz ins Außen, indem sie ganz verbissen um die Akzeptanz und Liebe dieses Menschen kämpfen. Obwohl sie tief in sich eigentlich wissen, dass dieser Mensch sie niemals lieben wird.

Ihr inneres Kind schreit damit ganz laut nach Aufmerksamkeit. In solchen Momenten ist es gut, zu dir selbst zurückzukommen und dein inneres Kind in den Arm zu nehmen. Dein inneres Kind heilen ist die einzige Lösung für diesen Konflikt.

Somit lautet der erste Schritt im Umgang mit abgelehnt fühlen:


Schritt 1: Den Schmerz fühlen

Wenn du nicht willst, dass dein Leben eine endlose Wiederholung von dem immer gleichen Drama in geringfügig anderen Gewändern ist, dann kommst du um diesen Schritt nicht drum herum.

Es ist das Schmerzhafteste und Transformierendste, was du tun kannst. Wenn du den Schmerz fühlst, dann erlöst du ihn damit. Denn Zeit allein heilt keine Wunden. Sondern das Fühlen des Schmerzes.

Also gehe einmal in die Stille und schaue, was sich zeigt. Meditation lernen ist eine wirkungsvolle Strategie, um mit der Ablehnung besser umgehen zu können.

Oder setz dich einmal hin und schreibe alles auf, was kommt, wenn du an das Thema Ablehnung denkst und es fühlst.

Gehe mit dem Schmerz in Kontakt. Gib ihm Raum. Wie auch immer das für dich aussieht. Es ist nur wichtig, dass du für dich ein Ritual findest, in dem du das Gefühl der Ablehnung spüren, annehmen und dann loslassen kannst.

Wenn du den Konflikt zu dir selbst zurückgenommen und deinen Schmerz erlöst hast, ist es Zeit für den zweiten Schritt.


Schritt 2: Sieh die andere Person realistisch

Anstatt den Fehler bei dir zu suchen, leg mal die rosarote Brille ab.

Hör auf, zu denken, du müsstest noch besser sein.

Egal, wie sehr du dich anstrengst, du wirst nie gut genug sein für diesen Menschen.

Egal, wie toll du bist, du wirst nie toll genug sein für diesen Menschen.

Egal, wie sexy du bist, du wirst nie sexy genug sein für diesen Menschen.

Egal wie eloquent du bist, du wirst nie eloquent genug sein für diesen Menschen.

Egal wie gebend du bist, du wirst diesem Menschen nie das geben können, was er sich wünscht.

Der Fehler liegt nicht bei dir!

Dieser Mensch ist einfach nicht in der Lage, dich anzunehmen und zu lieben. Weil er so ist, wie er ist. Das hat nichts mit dir zu tun!

Hör auf, zu kämpfen. Du kannst diesen Kampf nicht gewinnen. Niemals.

Schenke dir selbst stattdessen ein:

Ich bin ok so wie ich bin.

Das ist die Wahrheit. Punkt. Ende der Geschichte.

Ein Mensch, um dessen Akzeptanz und Liebe du kämpfen musst, ist nicht dein Mensch.

Ein sich selbst liebender Mensch lässt solche Menschen einfach links liegen.

Er wendet sich stattdessen Menschen zu, die ihn einfach so lieben können. So, wie er ist. Bei denen er nicht das Gefühl hat, anders, besser sein zu müssen.

So schwer das vielleicht erstmal umzusetzen ist, so einfach ist es aber eigentlich.

Egal, in welcher Situation deines Lebens du bist, frag dich einfach:

“Was würde ein sich selbst liebender Mensch jetzt tun?”

Und dann hast du die Antwort.

Die Person, von der du dich abgelehnt fühlst, lehnt sich vielleicht selbst ab. Deshalb kann sie auch mit deiner Liebe nicht umgehen, weil sie nicht zu ihrem Selbstbild passt. Vielleicht handelt es sich um eine Person, die sich selbst immer in Menschen verliebt, die sie nicht lieben. Damit beweist sie sich dann immer wieder, dass sie nicht liebenswert ist.

Was willst du dagegen machen?

Du kannst das innere Programm einer Person nicht ändern. Das kann sie nur selbst.

Also hör auf, zu hoffen, dass er oder sie es irgendwann checkt und deine Zuneigung erwidert. Das ist verschwendete Zeit und Energie.

Niemand muss checken, wie toll du bist. Außer du selbst! Und wenn du selbst das erstmal auf einer ganz tiefen Ebene verstanden hast und deine Selbstliebe fließt, dann kann dir die äußere Ablehnung auch nichts mehr anhaben.


Schritt 3: Schaff dir bewusst ein akzeptierendes Umfeld

Lass die Menschen hinter dir, die dich nicht wertschätzen. Umgib dich bewusst mit Menschen, von denen du dich angenommen fühlst.

Wenn du Menschen, von denen du dich abgelehnt fühlst, erlaubst in deiner Nähe zu sein, dann hat das fatale Folgen. Du sendest dir damit immer wieder das Signal, dass du nicht genug bist.

Wie willst du so in das Gefühl der Selbstliebe und Annahme kommen? Es ist unmöglich.

Natürlich musst du den Switch von der Ablehnung zur Annahme selbst innerlich vollziehen. Aber das kannst du nur, wenn dir dein Umfeld genau das zurück reflektiert.

Also wähle dein Umfeld bewusst. Richte dich mit deinen Gedanken und deinen Handlungen auf ein liebevolles Umfeld aus.


Fazit:

Sich abgelehnt fühlen, kann echt hart sein. Aber es steckt auch ein großes Geschenk darin. Das Geschenk, dass du siehst, wo du selbst noch Ablehnung dir gegenüber in dir hast.

Und diese Ablehnung kannst du dann erlösen. Du kannst sie zu dir selbst zurücknehmen, wo sie ihren Ursprung hat.

Du kannst der anderen Person vergeben und erkennen, dass ihre Ablehnung nichts mit dir zu tun hat. Du musst sie nicht persönlich nehmen. Du kannst die Gelegenheit nutzen, um diese Schattenseite zu integrieren. Und dadurch kommst du letztendlich nur noch mehr in deine Selbstliebe.



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Meditation lernen: 6 Tipps für den Einstieg

Meditation lernen: 6 Tipps für den Einstieg

Vielleicht bist du auf dieser Seite gelandet, weil du noch nie meditiert hast. Vielleicht bist du auch auf dieser Seite gelandet, weil du bis jetzt noch nicht richtig warm geworden bist mit dem Meditieren.

Was auch immer deine bisherige Geschichte mit Meditation ist: Dieser Artikel kann dich dabei unterstützen, deinen Zugang zur Meditation zu finden und einen schrittweisen Plan zu entwickeln, wie du in eine regelmäßige Meditationspraxis kommst.

Was ist Meditation?

Es gibt ungefähr so viele verschiedene Meditationen wie Eissorten und sie alle sind anders. Schokoladeneis schmeckt ganz anders als Vanilleeis und genauso verhält es sich auch mit Meditationen. Eine Achtsamkeitsmeditation hat eine völlig andere Wirkung auf dich, deinen Körper und dein Gehirn als eine eher psychologische Meditation zu einem bestimmten Thema.

Und hier gilt es auch schon, den ersten Irrtum richtigzustellen: Meditation hat erst einmal rein gar nichts mit Religion zu tun! Klar gibt es zum Beispiel auch buddhistische Meditationen, aber Meditation lernen hat an sich nichts mit Religion zu tun. Die meisten Meditationen sind Wahrnehmungsübungen, bei denen du lernst, auf eine Metaebene zu gehen und dein Bewusstsein zu beobachten. Und das ist ziemlich universell für jeden Menschen eine sinnvolle Sache, egal ob religiös oder nicht.

Es gibt Meditationen, bei denen du mit dem arbeitest, was gerade in dir ist. Zu diesen Meditationen zählen zum Beispiel Gefühlsannahme-Meditationen. Und dann gibt es Meditationen, bei denen du mit Visualisierungen arbeitest. Das heißt, du erschaffst in deinem Bewusstsein neue Objekte.

Bei der klassischen Atem-Meditation hingegen geht es darum, dich aus der Identifikation mit deinen Gedanken zu lösen. Die meisten Menschen leiden unter ihren Gedanken, weil sie keine Kontrolle über sie haben. Sie denken nicht, sondern sie werden gedacht. Ihr Verstand beherrscht sie. Sie können sich weder bewusst entscheiden, was sie denken, noch ob sie ihre Gedanken glauben wollen oder nicht. Und das ist ein ziemliches Drama, aus dem Meditation der einzige langfristige Ausweg ist. Alles andere kann dich vielleicht einmal kurz ablenken, aber dann kommt das Gedankenwirrwarr zurück und nimmt dich wieder gefangen.

Wozu ist Meditation gut?

Und hier kommt die Meditation ins Spiel: Beim Meditation lernen kommst du nämlich immer mehr dahin, dass du dir selbst bewusst werden kannst. Das heißt, dass du lernst, dich selbst beim Denken zu beobachten. Du lernst, unwahre Gedanken zu erkennen und einfach aus ihnen auszusteigen.

Du wirst nicht mehr gedacht, sondern du denkst. Was in dir geschieht, wird immer mehr zu einem Prozess, den du steuern kannst.

Du kannst dir das so vorstellen: Ein nicht meditierender Mensch lebt sein Leben so als würde er auf einem Boot durch den Ozean treiben und das völlig ohne Steuer, ohne Ruder. Er ist den Launen des Ozeans komplett ausgeliefert. Mal ist es windig und er wird hin und her geworfen. Mal treibt ihn die Strömung in die eine Richtung und mal treibt ihn die Strömung in die entgegengesetzte Richtung. Wenn keine Strömung und kein Wind da ist, dann kommt er gar nicht vorwärts. Und am Ende ist er die ganze Zeit im Kreis gefahren.

Das ist nun kein besonders effektiver Weg durch das Leben zu gehen. Du bist dann einfach ein Spielball deiner sozialen Konditionierungen und äußeren Umstände.

Wenn du dich aber im Meditieren übst, dann nimmst du das Steuer damit selbst in die Hand.

Du übernimmst dann wirklich die Rolle des Regisseurs bzw. der Regisseurin deines Lebens.

Du lernst durch regelmäßige Meditation, aus ungesunden Gedankenmustern auszusteigen. Deshalb ist Meditation DAS Mittel für persönliche Entwicklung. Wenn du dich selbst “umerziehen” willst, also das ändern willst, was du denkst und wie du handelst, dann kommst du ums Meditation lernen eigentlich nicht drum herum.

Ein weiterer positiver Effekt vom Meditieren ist, dass deine innere und äußere Ruhe zunimmt.

Du bist generell entspannter und verlierst nicht mehr so leicht die Nerven. Du wirst dir deiner Gefühle früher bewusst und dadurch fällt es dir leichter, dein inneres Gleichgewicht zu halten.

Wenn du über einen längeren Zeitraum hinweg meditierst, kannst du an immer tiefere Themen herankommen und so zum Beispiel auch einen alten Schmerz, eine alte Verletzung heilen und transformieren.

Bei Meditationen, die mit Visualisierungen arbeiten, kannst du gezielt neue positive Samen in dich einpflanzen. Diese neuen Samen können sich dann positiv auf deine emotionale Lage und auf deine Verhaltensmuster auswirken.

….Und überzeugt vom Sinn des Meditation Lernens?

Dann kann´s direkt losgehen!

Die Atem-Meditation

Beim Meditation lernen empfiehlt es sich, zunächst mit der klassischen Achtsamkeitsmeditation anzufangen. Durch sie lernst du, bewusster zu werden und dir deiner Gedanken gewahr zu werden.

Wenn du später merkst, dass du gerne andere Meditationen ausprobieren willst: Go for it. Aber die klassische Atemmeditation darf immer die Basis deiner Meditationspraxis bilden.

Hier bekommst du ein paar Tipps, die dir den Einstieg erleichtern können:

1. Meditative Umgebung

Wenn du medtierst, sollte deine Umgebung den Meditationszustand fördern. Das bedeutet, dass du alleine im Raum bist. Und das bedeutet, dass es im Raum still ist. Wenn es dir schwer fällt, deine Sinne auszuschalten, kannst du auch eine Augenbinde und Ohrstöpsel zum Meditieren tragen.

In der Natur zu meditieren, ist zwar wunder-wunderschön – ist aber am Anfang nicht unbedingt zu empfehlen. Hier hast du einfach zu viele Reize, die dich von der Meditation ablenken. Vögel zwitschern, das Laub raschelt, Leute laufen vorbei. Das erschwert es dir ziemlich, in den Prozess reinzukommen. Deshalb meditiere am Anfang besser Zuhause.

Du kannst auch zur Einstimmung auf die Meditation und zur Förderung des Meditationszustandes mit Palo Santo oder weißem Salbei vor der Meditation räuchern. Wenn dir Räuchern eher suspekt ist, dann lass das einfach weg. Räuchern ist kein Muss beim Meditieren, sondern einfach ein schöner Bonus.

Achte auch darauf, dass du zu einer stimmigen Zeit meditierst. Fünf Minuten bevor du irgendwohin los musst ist wahrscheinlich keine gute Zeit zum Meditieren. Dann bist du innerlich schon im Hektik-Modus und denkst darüber nach, was du gleich machst. Wähle zum Meditieren eine Zeit, in der du gerade auch wirklich die Ruhe dafür hast

2. Körperhaltung & Sitzposition

Sitze aufrecht, aber locker und entspannt im Schneidersitz. Du kannst auf einem Meditationskissen oder auf dem Boden sitzen. Wenn dir der Boden zu hart oder zu kalt ist, kannst du auch eine Decke oder eine Yogamatte als Unterlage benutzen. Auf dem Bett solltest du nicht unbedingt meditieren, da es als Unterlage etwas zu weich ist. Im Liegen zu Meditieren, empfiehlt sich auch nicht unbedingt. Dabei werden die meisten Menschen schläfrig und die Konzentration verschwindet.

Wenn du irgendwelche körperlichen Einschränkungen hast, die das Sitzen im Schneidersitz für dich schwierig machen, kannst du dich auch auf einen Stuhl setzen. Wichtig ist auch hier das aufrechte Sitzen.

3. Die Technik

Bei dieser Meditation konzentrierst du dich darauf, wie dein Atem an deiner Nasenspitze ein- und ausströmt. Immer, wenn Gedanken kommen, gehst du mit deiner Aufmerksamkeit einfach wieder zurück zu deinem Atem. Gedanken sind nicht dein Feind, sondern sie werden zu einem Radio, was im Hintergrund leise vor sich hin dudelt. Sie sind da, aber du steigst nicht in sie ein. Du gehst ihnen nicht nach.

Es wird gerade am Anfang öfter passieren, dass du dich wieder in Gedanken verlierst und nach ein paar Sekunden oder ein paar Minuten merkst, dass du gerade wieder sehr mit deinen Gedanken identifiziert warst und nicht mehr auf deinen Atem geachtet hast.

In diesem Moment ist es wichtig, nicht böse auf dich zu sein, sondern einfach ganz entspannt wieder mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Atem zurückzugehen. Du sagst dir einfach:

“Ach ja, jetzt habe ich wieder gedacht, ok. Und jetzt komme ich wieder zurück zum Atem.”

4. Die Zeitspanne

Wichtig sind beim Meditieren am Anfang vor allem zwei Dinge: 1. Überfordere dich nicht. Fange mit kurzen – sehr kurzen – Meditationssequenzen an. Westliche Menschen sind Meditationen nicht gewohnt und deswegen sollte man langsam anfangen.

Dein ganzer Alltag, deine ganze Umgebung, all das kann einer Meditationspraxis völlig entgegenstehen. Die Hektik, der Trubel, das ganze Konzentrieren aufs Machen und Tun. Immer wird deine Aufmerksamkeit auf die äußere Welt gelenkt anstatt auf dein Innenleben. Da kann es erst mal ganz schön komisch sein, dazusitzen und quasi nichts zu tun. Es kann sich merkwürdig anfühlen, so allein mit dir zu sein ohne äußere Reize. Es kann sein, dass unangenehme Gefühle hochkommen oder dass dich deine Gedanken total nerven. All das ist völlig normal.

Es empfiehlt sich, mit Meditationseinheiten von 5-10 Minuten anzufangen. Stelle dir einfach einen Wecker und dann probiere aus, welche Zeitspanne sich für dich stimmig anfühlt.

5. Meditiere täglich

Genauso wichtig wie das Wählen einer kurzen Zeitspanne ist das tägliche Meditieren. Das ist die zweite wichtige Sache beim Meditation lernen. Nur, wenn du etwas täglich machst, entsteht auch wirklich eine neue Gewohnheit. Und nur, wenn du täglich meditierst, wirst du auch die positiven Effekte erleben.

Es kann gerade am Anfang abschreckend sein, dich so konsequent zu verpflichten. Aber egal in welchem Bereich du dich verändern willst: Nur durch Training kommst du weiter. Das gilt im Bereich Meditation genauso wie in jedem anderen Bereich. Deshalb gehe wirklich bewusst diese Verpflichtung dir selbst gegenüber ein. Es wird sich bezahlt machen – garantiert.

6. Sei lieb zu dir

Wie immer ist auch hier mein Rat: Egal was du machst, mach´s mit Selbstliebe.

Es kann sein, dass dein innerer Kritiker am Anfang vom Meditieren lernen sehr laut ist. Es kann sein, dass in deinem Kopf die Gedanken aufpoppen:

“Mache ich das gerade richtig? Meditiere ich gut genug? Ich bin total schlecht im Meditieren. Ich schaffe es gar nicht, mich auf meinen Atem zu konzentrieren und denke die ganze Zeit nur.”

Diese Gedanken sind am Anfang völlig normal. Es geht fast allen Menschen so, dass sie Probleme damit haben, mit ihrer Aufmerksamkeit beim Atem zu bleiben. Das wird mit der Zeit besser, wenn du dran bleibst.

Versuche, einen positiven Fokus zu behalten. Seit stolz auf dich, weil du überhaupt meditierst. Und auch wenn du vielleicht das Gefühl hast, dass es noch nicht so gut klappt: Ich bin mir sicher, dass du es ganz hervorragend machst! Und jede Meditationspraxis hat positive Auswirkungen auf dein Bewusstsein. Dessen kannst du dir sicher sein.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Einstieg in deine Meditationspraxis!



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Emotionale Abhängigkeit heilen in 7 Schritten

Emotionale Abhängigkeit heilen in 7 Schritten

Machst du dich oft abhängig von anderen Menschen?

Orientierst du dich beim Treffen deiner Entscheidungen eher an deinem Umfeld als an deinem Innenleben? Fühlst du dich wichtigen Bezugspersonen gegenüber bedürftig?

Dann bist du in diesem Artikel gut aufgehoben. Hier schauen wir uns die Ursachen für emotionale Abhängigkeit einmal genauer an und ich zeige dir einen praktisch umsetzbaren Weg in die emotionale Freiheit auf.

Zeichen dafür, dass du emotional abhängig bist

Woran merkst du, dass du unter emotionaler Abhängigkeit leidest? Zunächst einmal ist jeder Mensch bis zu einem gewissen Grad emotional abhängig. Das ist völlig normal. Komplette Unabhängigkeit ist eine Illusion. Alleine dafür, dass mein Müsli morgens bei mir in der Müslischale landet, bin ich von einer Kette von einigen Menschen abhängig. Von derjenigen Person, die den Hafer angebaut hat, bis hin zu dem Verkaufspersonal im Supermarkt, in dem ich mein Müsli gekauft habe.

Wir alle verlassen uns auf andere Menschen. Doch es gibt einen Punkt, ab dem emotionale Abhängigkeit zur großen Belastung wird und uns unfrei macht.

Dass dieser ungute Punkt bei dir erreicht ist, merkst du an folgenden Dingen:

  • Deine Gedanken kreisen ständig um eine andere Person
  • Wenn du eine Entscheidung triffst, fragst du dich zuerst, was für die andere Person gut wäre, bevor du dich fragst, was du selbst willst
  • Du gehst gegen dich selbst, um die Liebe und Aufmerksamkeit der anderen Person zu bekommen
  • Wenn du etwas Tolles erreicht hast, willst du das Lob der anderen Person, anstatt selbst stolz auf dich zu sein
  • Du wirst eifersüchtig/unsicher, wenn die andere Person zu eng mit jemand anderem ist
  • Du stellst die Bedürfnisse und Gefühle der anderen Person über deine eigenen
  • Du fühlst dich wertvoller, wenn du mit der anderen Person zusammen bist, als wenn du alleine bist
  • Du verhältst dich klammernd und kontrollierend, wenn du das Gefühl hast, dass die andere Person sich von dir entfernt

Wenn du beim Durchlesen dieser Punkte oft innerlich genickt hast, dann ist es jetzt an der Zeit, Schritte in Richtung emotionale Unabhängigkeit zu machen.

Denn deine emotionale Abhängigkeit tut nicht nur dir nicht gut, sondern auch deinen Beziehungen nicht. Wahrscheinlich hast du in Beziehungen oft das Gefühl, am kürzeren Hebel zu sitzen. Du hast das Gefühl, dass die andere Person mit dir spielen kann, dass du ihrer Gnade ausgeliefert bist. Weil du ja existenziell von ihrer Liebe und Bestätigung abhängig bist. Und wenn sie dir diese nicht gibt, dann verhungerst du. Du sitzt auf dem Trockenen. Und ich weiß, dass das kein schönes Gefühl ist.

Folgen emotional abhängigen Verhaltens

Eine emotional abhängige Person ist für andere Menschen in Beziehungen überhaupt nicht angenehm. Auch wenn der emotional abhängige Mensch immer das Gefühl hat, er würde alles für die anderen machen und viel mehr geben als die anderen, so ist sein Altruismus eigentlich nur fake.

Denn er macht die Sachen ja nur, um dafür Liebe und Anerkennung zu bekommen. Er versucht nur deshalb, es dem anderen recht zu machen, weil er eine Gegenleistung dafür erwartet. Er macht die Beziehung zu einem Handel, indem er der anderen Person unbewusst signalisiert:

“Ich bin für dich da, aber dafür musst du auch bei mir bleiben. Ich glaube, dass ich dich liebe, aber eigentlich brauche ich dich nur.”

Das ist keine Liebe. Das ist emotionale Abhängigkeit. Die meisten Menschen verwechseln Lieben und Brauchen. Liebe ist frei. Und Liebe lässt frei. Wenn ich jemanden wirklich liebe, dann erwarte ich noch nicht einmal, dass er mich zurück liebt. Weil Liebe nicht bedürftig ist. Weil Liebe kein Handel ist.

Aber wenn ich jemanden brauche, dann will ich gefälligst auch immer genauso viel zurückbekommen, wie ich hineingebe.

Andere Menschen spüren auf einer tiefen Ebene den Unterschied zwischen Lieben und Brauchen. Und wenn sie spüren, dass sie es gerade mit einem emotionalen Bettler oder einer emotionalen Bettlerin zu tun haben, dann stößt sie das ab. Sie fühlen sich getäuscht. Weil sie wissen, dass es nicht um sie geht, sondern darum, dass die andere Person sie braucht. Sie spüren, dass die andere Person sich von ihnen abhängig macht, weil sie das Gefühl hat, alleine nicht genug zu sein.

Durch das Klammern und emotionale Manipulieren fühlen sich die anderen unwohl. Sie fühlen sich verpflichtet und unfrei mit dir.

Vielleicht ist es aber auch andersherum. Vielleicht bist du in einer Beziehung mit einer emotional abhängigen Person. Frage dich einmal: Wenn die andere Person “Ich liebe dich” zu mir sagt, fühle ich dann, dass sie wirklich meint “Ich liebe dich” oder fühlt es sich eher an wie “Ich brauche dich”?

Wenn du beim “Ich liebe dich” der anderen Person eher das Gefühl hast, dass es ein Brauchen als Lieben ist, dann hast du es gerade mit einer emotional abhängigen Person zu tun.

Viele Menschen in Partnerschaften sind eher auf dem Pfad des Brauchens unterwegs. Weil sie nie gelernt haben, wirklich zu lieben und den Unterschied nicht kennen.

Ursachen emotionaler Abhängigkeit

Warum sind wir emotional abhängig? Ursachen für emotional abhängiges Verhalten finden wir in den primären Beziehungen unseres Lebens.

Wenn du als erwachsene Person zu emotionaler Abhängigkeit neigst, dann hast du das mit ziemlicher Sicherheit irgendwo gelernt.

Vielleicht hast du in der Beziehung deiner Eltern beobachtet, dass sich ein Elternteil  oder beide vom anderen emotional abhängig gemacht haben. Dieses Muster hast du dann übernommen und reproduzierst es seitdem in deinen eigenen Beziehungen.

Vielleicht hast du als Kind auch gespürt, dass deine Eltern sich emotional von dir abhängig gemacht haben. Sie waren sich selbst nicht genug und haben versucht, sich durch ihre Elternrolle wertvoll und geliebt zu fühlen. Sie haben mit dir ein inneres Loch gefüllt. Diese Bedürftigkeit hast du gefühlt und sie als deine Vorstellung von Liebe internalisiert.

Emotional abhängiges Verhalten geht immer mit mangelnder Selbstliebe einher. Wenn du dich selbst genug lieben würdest, dann würdest du dich der anderen Person gegenüber nicht bedürftig fühlen. Du hättest nicht das Gefühl, dass du auf ihre Liebe angewiesen bist. Für eine sich selbst liebende Person ist die Liebe von anderen nur ein netter Bonus. Sie ist eine Reflexion der eigenen Liebe zu sich selbst. Deswegen ist Selbstliebe entwickeln auch bei diesem Thema das beste und wichtigste Heilmittel.

7 Schritte zur Heilung emotionaler Abhängigkeit

1. Muster erkennen

Der erste Schritt ist wie immer das Bewusstsein. Du kannst nur verändern, worüber du dir auch bewusst bist. Also reflektiere im ersten Schritt, warum du dich emotional abhängig verhältst.

Was verleitet dich ganz persönlich zu emotionaler Abhängigkeit?

Wie erklärst du dir dieses Muster?

Was passiert bei dir innerlich in Momenten emotional abhängigen Verhaltens?

Nimm dir einmal ein paar Minuten Zeit für die Beantwortung dieser Fragen. Das kannst du entweder schriftlich machen oder indem du in die Meditation gehst.

Bring Licht ins Dunkle und beleuchte deine Muster. Das ist die Voraussetzung dafür, sie in einem nächsten Schritt zu transformieren.

2. Bewusst werden

In einem zweiten Schritt wirst du dir in der Situation selbst bewusst. Du lernst, darauf zu achten, was genau in dir passiert in den Momenten emotional abhängigen Verhaltens.

Du erkennst, wenn eine Situation ein unangenehmes Gefühl in dir triggert, das am Anfang von der Abwärtsspirale steht. Um dieses unangenehme Gefühl nicht zu haben, verhältst du dich normalerweise bedürftig, klammernd, erwartungsvoll, wütend, unsicher oder eifersüchtig.

Wenn du dir aber schon am Anfang dieser Abwärtsspirale bewusst wirst, dann kannst du diese normalerweise automatisch ablaufende Kettenreaktion stoppen.

Wenn du lernst, schon ganz am Anfang dein Gefühl wahrzunehmen und liebevoll in den Arm zu nehmen, dann kannst du deine emotionale Abhängigkeit zu dir selbst zurücknehmen. Du musst sie dann nicht auf die andere Person projizieren.

3. Gefühl annehmen

Du kannst in dem Moment einfach innehalten und mit dem Gefühl sein. Du kannst lernen, das Gefühl anzunehmen. Du musst nicht äußerlich darauf reagieren.

Wenn du zum Beispiel merkst, dass du dich gerade abgewiesen fühlst, weil dein*e Partner*in den Abend lieber mit anderen Menschen als mit dir verbringen möchte und du normalerweise in dieser Situation eine dramatische Szene machen würdest oder versuchen würdest, sie/ihn so zu manipulieren, dass er/sie doch bei dir bleibt – lass diese Reaktion dieses Mal einfach weg.

Wünsche ihr oder ihm einen schönen Abend und nimm dein Gefühl zu dir selbst zurück.

Fühle liebevoll, was gerade emotional bei dir ausgelöst wurde und mach dir klar, dass das nur Gefühle sind. Sie kommen und gehen und sie tun dir nicht weh.

101 Tipps für maximale Selbstliebe
100% Liebe

4. Unabhängigkeit genießen

Gehe hinaus in die Welt wie eine mutige Löwin, wie ein mutiger Löwe.

Was machst du sonst nicht, weil du dich nicht stark genug dafür fühlst? Wo nimmst du andere Menschen als Ausrede dafür, etwas zu machen oder etwas nicht zu machen?

Lebe ganz bewusst deine Unabhängigkeit. Mache das, was du willst. Ganz unabhängig von anderen Menschen.

Vielleicht wolltest du schon immer mal zu einer Veranstaltung gehen. Aber niemand, den du kennst, wollte mitkommen und alleine hast du dich nicht getraut. Mach das nicht. Mach dich nicht abhängig von anderen. Wenn du diese Sache gerne machen willst, dann go for it. Du brauchst niemand anderen als Sicherheitsnetz, um dich dort wohlzufühlen. Geh einfach dorthin und feiere dich ganz bewusst dafür, dass du so unabhängig bist und dein eigenes Ding machst.

Achte beim Ziele setzen darauf, dass diese Ziele für dich sind und nicht für andere Menschen. In deinem Leben geht es in allererster Linie um dich. Was willst DU wirklich?

5. Kleine Erfolge feiern

Sei stolz auf dich in diesem Prozess. Feiere jeden kleinen Schritt auf deinem Weg in die emotionale Unabhängigkeit. Gewöhne dir an, eher das zu sehen, was du schon geschafft hast als immer nur das, was du noch schaffen willst.

Ja, vielleicht bist du in manchen Situationen noch sehr emotional abhängig. Aber wenn du diesen Weg gehst, dann gibt es auch Erfolge. Und wenn sie noch so klein sind.

Du hast dich einmal nicht als Erste*r gemeldet. Du hast eine Entscheidung für dich getroffen und es war dir dabei ganz egal, wie andere Menschen sich in deiner Situation entschieden hätten. Du hast dir selbst etwas gegeben, was du sonst immer von anderen wolltest.

Was auch immer du für Schritte machst auf deinem Weg in die emotionale Freiheit: Wertschätze jeden Fortschritt. Auch wenn er dir noch so klein erscheinen mag.

6. Verbringe gerne Zeit mit dir

Alleinsein genießen lernen fängt damit an, dass du regelmäßig freiwillig (!) Zeit mit dir selbst verbringst. Und nicht nur immer dann, wenn gerade niemand anders Zeit für dich hat. Damit sendest du dir nämlich das Signal, dass deine Gesellschaft nicht so wertvoll ist wie die von anderen Menschen.

Und wenn du lernst, dass es gar nicht so dramatisch ist, wenn du mal auf dich selbst gestellt bist, wirst du emotional auch freier. Du machst die Lernerfahrung, dass du gar nicht emotional von anderen Menschen abhängig bist. Du kannst dich selbst auch emotional auffangen. Es passiert nichts Schlimmes, wenn mal niemand anders als du selbst für dich da ist.

7. Lass Kontrolle und Erwartungen los

Und das gilt sowohl für Partnerschaften als auch für Freundschaften. Versuche nicht, die andere Person zu kontrollieren. Bemerke, wo du versuchst, zu kontrollieren und zu manipulieren. Und dann hör auf damit. Lass es einfach sein.

Und erwarte auch nichts von anderen. Werde dir selbst bewusst, wenn du zum Beispiel die Erwartungshaltung hast, dass die andere Person sich nach so und so vielen Minuten oder Stunden auf deine Whatsapp-Nachricht zurückgemeldet haben muss. Niemand muss irgendwas. Und für jeden Menschen ist eine kurze Zeit und eine lange Zeit etwas völlig Unterschiedliches. Also bewerte den Kommunikationsstil der anderen Person nicht mit deinen Maßstäben.

Erwarte auch nicht, dass alles, was du tust, erwidert wird. Wenn du deine*n Partner*in massierst, dann erwarte nicht, dass er oder sie dich das nächste Mal auch massiert.

Geh von diesen toxischen Erwartungen weg. Sie machen dich nur unglücklich und vergiften deine Beziehungen. Unerfüllte Erwartungen an andere Menschen führen zu dem Gefühl, dass du ein Opfer bist. Und das willst du doch nicht oder? Also raus aus der Opferrolle!

Andere Menschen verhalten sich nicht entsprechend deiner Erwartungen. Und das ist auch gar nicht weiter schlimm. Du kannst für dich selbst sorgen. Du bist nicht darauf angewiesen, dass andere Menschen deine Erwartungen erfüllen. Und du bist erst recht nicht darauf angewiesen, dass eine konkrete andere Person deine Erwartungen erfüllt.

Wenn hinter deinen Erwartungen ein Bedürfnis steckt, dass gerne erfüllt werden will, dann gibt es sicher auch andere Strategien, um dieses Bedürfnis zu erfüllen. Du bist niemals nie auf eine konkrete Situation und auf einen konkreten Menschen angewiesen. Nur auf dich selbst. Auf dich selbst bist du tatsächlich angewiesen.

Deshalb sei die Liebe, die du dir von außen wünscht. Sei die Bestätigung, die du dir von außen wünscht.

Genieß deine Unabhängigkeit!



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Akzeptieren lernen: Mit dem Leben statt dagegen!

Akzeptieren lernen: Mit dem Leben statt dagegen!

Akzeptieren, was du nicht ändern kannst. Fällt dir das leicht? Wahrscheinlich nicht, sonst würdest du diesen Artikel wohl nicht lesen.

Aber keine Sorge: Damit bist du nicht alleine! Etwas nicht zu akzeptieren und stattdessen in den Kampfmodus zu gehen, das ist ein beliebter Volkssport.

Was aber auch zugleich die gute Nachricht ist: Wir LERNEN erst, nicht zu akzeptieren. Wir werden so sozialisiert, dass wir verlernen, zu akzeptieren. Und genau deswegen kannst du Akzeptanz auch wieder lernen.

In diesem Artikel schauen wir uns einmal genauer an, was Akzeptanz eigentlich bedeutet und klären damit ein großes Missverständnis auf.

Außerdem bekommst du hier eine Schritt für Schritt Anleitung fürs Akzeptieren lernen.

Akzeptanz – Was bedeutet das eigentlich?

Hier komme ich schon zum ersten wichtigen Punkt: Akzeptieren heißt nicht gut finden! Dieses Missverständnis ist der Nummer 1 Grund dafür, warum Akzeptieren vielen Menschen so schwer fällt. Du findest etwas blöd und deswegen kämpfst du dagegen.

Es denkt in dir: Das sollte nicht so sein. Ich muss es ändern.

Aber genau hier liegt das Problem: Nur weil du etwas nicht magst, heißt das noch nicht, dass du es sofort ändern kannst.

Und nur weil du etwas akzeptierst, heißt das noch nicht, dass du es gut findest.

Akzeptieren und gut finden sind zwei völlig unterschiedliche Dinge.

Wenn du etwas akzeptierst, dann erkennst du damit nur an, dass es gerade Realität ist.

Denn alles, was gerade ist, existiert ja bereits. Wie kannst du da sagen: “Es sollte aber nicht sein.”?

Es IST bereits, also soll es anscheinend auch sein.

Akzeptieren bedeutet also nur, mit der Realität zu gehen statt dagegen. Das anzuerkennen, was da ist.

Ob du diese Sache dann gut oder schlecht findest, ist eine völlig andere Geschichte.

Denn wie klug kann es sein, gegen die Realität zu kämpfen? Die Realität wird immer gewinnen. Egal wie doll du dich anstrengst. Du wirst diesen Kampf immer verlieren.

Akzeptieren oder ändern?

Natürlich gibt es auch Dinge, die du nicht akzeptieren musst. Es gibt Dinge, die du verändern kannst.

Akzeptanz heißt nicht, passiv in der Ecke zu sitzen und die Verantwortung für dein Leben abzugeben. Akzeptieren bedeutet nicht, dass du aufhörst, proaktiv zu handeln.

Beim Akzeptieren lernen ist es ein wichtiger Schritt, zu unterscheiden, wo Akzeptanz Sinn macht und wo nicht.

Erst einmal verdient alles, was gerade ist, Akzeptanz. Weil es ja gerade schon ist.

Wenn es sich hier aber um eine Sache handelt, die du a) realistisch gesehen ändern kannst und b) auch gerne ändern möchtest, dann solltest du das auch tun.

Frag dich ehrlich, was du wirklich ändern kannst. Und frag dich auch ehrlich, wie viel dir das wert ist. Manche Dinge kannst du vielleicht ändern, aber die Zeit und Energie, die das kosten würde, ist es einfach nicht wert.

Hier hilft es, ehrlich zu dir selbst zu sein und eine gute Verbindung zu deiner Intuition und deinen Gefühlen zu haben.

Dinge, die Akzeptanz verdienen

Manche Fakten über das Leben sind hart, aber sie zu akzeptieren ist notwendig. Es gibt Dinge, die sich einfach nicht ändern lassen.

Die folgenden Tatsachen gehören in diese Kategorie:

1.Die Vergangenheit ist für immer vorbei

Alles, was in der Vergangenheit liegt, ist damit aus und vorbei. Mit der Vergangenheit abschließen ist deshalb die einzig logische Konsequenz. Egal, ob es sich um schöne oder um unschöne Dinge handelt: Es ist schon geschehen. Es ist für immer vorbei und nichts, was du jetzt tust, wird noch irgendetwas an der Vergangenheit ändern.

2. Du hast keine Kontrolle über andere Menschen

Was andere Menschen tun und was sie nicht tun, kannst du nur sehr begrenzt beeinflussen. Jeder Mensch hat seinen eigenen freien Willen. Und durch Manipulation seinen Willen bei anderen Menschen durchzusetzen ist auch keine gute Strategie. Wenn du durch den Einsatz von Strategie etwas bei jemandem durchgesetzt hast, ist es irgendwie nicht echt. Und wahrscheinlich wird es auch nicht lange anhalten.

Genauso sieht es aus, wenn es um die Gefühle von anderen Menschen geht. Wie ein anderer Mensch dir gegenüber empfindet, liegt nicht in deiner Hand. Du kannst anderen Menschen gegenüber authentisch und liebevoll sein, aber dann musst du loslassen. Was auch immer dann von ihnen zurück kommt, kannst du nicht kontrollieren.

Und nur das, was andere Menschen dir natürlicherweise und aus sich heraus geben möchten, ist auch wirklich echt. Deshalb tut es gut, voll und ganz zu akzeptieren, dass du keine Kontrolle über andere Menschen hast.

3. Alles stirbt irgendwann

Alles unterliegt dem Kreislauf von Leben und Sterben. Nichts ist davon ausgenommen. Gerade mit diesem Fakt strugglen viele Menschen. Sie denken: Nein, das sollte nicht so sein! Gute Dinge sollten für immer bei mir bleiben!

Und auch hier gilt: Doch, das sollte so sein. Sonst wäre es nicht so. Und warum sollte es einen Unterschied machen, ob du etwas gut oder schlecht findest? Alles, was kommt, muss auch wieder gehen. Es kommt und dann geht es wieder und schafft Raum für Neues. So ist das Leben. Der Tod ist nicht das Gegenteil vom Leben sondern ein Teil davon. Ohne den Tod gäbe es kein Leben.

4. Nichts ist perfekt

Eine weitere Hürde beim Akzeptieren lernen ist übertriebener Perfektionismus. Wenn du den Glaubenssatz hast:

“Ich kann es erst akzeptieren, wenn es perfekt ist.”,

dann wirst du wahrscheinlich sehr selten irgendwas akzeptieren. Denn nichts ist perfekt. Rein gar nichts. Und das ist auch ok so. Deinen Perfektionismus ablegen ist die einzig sinnvolle Strategie. Ansonsten kann dir Akzeptanz nie wirklich gelingen und du bist die ganze Zeit nur am Kämpfen. Und das versaut dir einfach komplett das Leben, ohne dass es dir irgendwas Positives bringt.

5. Es gibt keine Gerechtigkeit

Einen weiteren Punkt, an dem vielen Menschen Akzeptanz schwerfällt, ist Ungerechtigkeit. Ja, es gibt auf der Welt viel Ungerechtigkeit. Kinder verhungern. Länder werden im Krieg zerstört. Konzerne bereichern sich an Menschen.

Das alles passiert. Und das alles ist nicht schön.

Aber es ist Realität. Nochmal zur Erinnerung: Akzeptanz heißt nicht gut finden. Akzeptanz heißt nur, dass ich die Realität anerkenne.

Das Leben ist nicht gerecht. Die Welt ist nicht gerecht. Je eher du das akzeptierst, desto eher kannst du diesen sinnlosen Kampf loslassen.

Und natürlich kannst du dich für mehr Gerechtigkeit einsetzen. Aber nur von dem Punkt aus, dass du die Fakten, so wie sie jetzt gerade sind, erst einmal völlig akzeptierst.

6. Deine Lebensumstände sind so, wie sie sind

Es macht keinen Sinn, mit deiner Geschichte zu hadern. Du kommst aus der Familie, aus der du kommst. Dir ist im Leben das passiert, was dir passiert ist.

Damit zu hadern, woher du kommst und welche Lebensumstände du jetzt gerade vorfindest, macht keinen Sinn.

Nur von dem Zustand der absoluten Akzeptanz deiner jetzigen Lebensumstände aus kannst du dein Leben nach deinen Vorstellungen gestalten.

Zu sagen:

“Ich wünschte, ich würde aus einer wohlhabenden Familie kommen. Ich wünschte, ich hätte damals nicht diese Frau geheiratet. Ich wünschte, ich würde in einem anderen Land leben. Ich wünschte, ich hätte damals nach dem Abi studiert. Ich wünschte, ich wäre ein Mann. Ich wünschte, ich würde einen angeseheneren Beruf ausüben.”

Das ändert absolut gar nichts an dem, was ist.

All dieses anders wünschen funktioniert nicht und zieht dich nur runter. Es gibt manche Lebensumstände, die einfach so sind. Und dagegen anzukämpfen ändert kein bisschen was an ihnen.

Tipps für mehr Akzeptanz

1. Kampf hinterfragen

Um aus eingeübten Denk- und Verhaltensweisen auszubrechen, sind Fragen eine der besten Strategien. Wenn du merkst, dass du gerade auf eine bestimmte Weise über eine Situation denkst und du wirst dir in dem Moment bewusst, dann kannst du deine Annahmen über die Realität einfach infrage stellen.

Zum Beispiel wenn es gerade in dir denkt: “Das darf nicht so sein. Ich muss dagegen ankämpfen” und du merkst, was gerade in dir selbst abgeht. In diesem Moment kannst du dich fragen: “Bringt dieser Kampf gerade realistisch gesehen irgendwas? Verändert sich dadurch die Situation? Wie viel Leid fügt mir mein Kampf zu im Gegensatz zu dem Nutzen, den er mir bringt?”

Wenn du eine Frage gefunden hast, bei der es innerlich “Klick” macht, dann kannst du dich aus der Identifikation mit dem Kampf lösen. Du verstehst auf einer tiefen Ebene den Unsinn deines Kampfes und dadurch wird er überflüssig.

2. Sichtweisen von anderen adaptieren

Manchmal sind andere Menschen die besten Lehrer*innen. Jede Person hadert mit unterschiedlichen Dingen. Und umgekehrt hat jede Person ganz andere Ressourcen und Bereiche, in denen sie super klar kommt. Jeder Mensch hat irgendwelche tollen bereichernden Sichtweisen, die du dir aneignen kannst.

Wenn du das nächste Mal daran scheiterst, etwas zu akzeptieren, schaue dich einmal in deinem Umfeld um: Wer von den Menschen in deinem Leben schafft es, eine ähnliche Situation zu akzeptieren?

Wenn du jemanden gefunden hast, dann frage diese Person einmal nach ihrer Sichtweise über die Situation.

Du wirst feststellen, dass sie ganz anders als du darüber denkt. Deswegen fällt es ihr leichter, diese Sache zu akzeptieren.

Nun kannst du dich aber einfach entscheiden, genauso über diese Sache zu denken wie die andere Person. Interpretationen über Situationen sind ja nicht angeboren, sondern anerzogen. Deshalb kannst du dich selbst auch einfach umerziehen.

Und ja, egal wie alt du jetzt gerade in diesem Augenblick bist.

3. Auf Referenzerlebnisse zurückgreifen

Beim Akzeptieren lernen müssen wir nicht jedes Mal wieder bei null anfangen. Manchmal kommt es uns so vor, wenn wir gerade in einer blöden Situation sind, aber es ist nicht so.

Irgendwann einmal hast du es geschafft, etwas zu akzeptieren. Da bin ich mir ganz sicher. Du fandest etwas blöd und trotzdem konntest du es irgendwann akzeptieren und damit loslassen.

Jetzt kannst du dich einfach daran zurück erinnern, wie du das damals gemacht hast.

Was hat dir geholfen, in den Zustand der Akzeptanz zu kommen?

Welche Aktivitäten, Übungen oder Gedankengänge waren hilfreich?

Vielleicht geben dir die Antworten auf diese Fragen wichtige Impulse für die Akzeptanz der jetzigen Sache.

4. Fokus wechseln

Manchmal haben wir die Tendenz, uns an etwas festzubeißen. Wir konzentrieren uns übermäßig auf unser Problem und auf einmal sehen wir nichts anderes mehr. Es scheint riesengroß und unlösbar zu sein. Nichts anderes ist mehr wichtig. Und es ist so schlimm, dass Akzeptanz undenkbar scheint.

Doch genau mit dieser Einstellung kommen wir natürlich überhaupt nicht voran. Weder beim Lösen und Verändern noch beim Akzeptieren. Mit zu viel Druck geht überhaupt nichts mehr.

Wenn dir das passiert, ist ein Fokuswechsel gut. Wenn du merkst, du kommst gerade nicht weiter beim Akzeptieren: Lass es einfach.

Widme dich etwas anderem. Entziehe dieser Sache völlig deine Aufmerksamkeit und beschäftige dich mit etwas anderem. Geh ins Kino. Triff dich mit Freunden. Male ein Bild. Tanze mal so richtig ab.

Mach einfach irgendwas, bei dem du gut den Kopf frei bekommst.

Geh mental völlig weg von der Sache. Und geh auch völlig weg vom Akzeptieren lernen.

Wenn du dann genug Abstand hast, wird dir die Akzeptanz viel leichter fallen. Aber dafür musst du erstmal den Druck rausnehmen.

5. Meditation

Meditieren ist beim Akzeptieren lernen super hilfreich. Setze dich einfach mal zehn Minuten lang hin.

Beobachte deinen Atem und wenn der Gedanke an dein Problem kommt und du es bemerkst, gehst du einfach wieder mit deiner Aufmerksamkeit zurück zu deinem Atem. Damit übst du Gleichmut. Du kannst dich dann schneller aus dem Kampfmodus lösen und in einen Zustand der Akzeptanz zurückfinden. Wenn du im Meditieren geübt bist, kannst du es generell schneller erkennen, wenn du dich gerade gedanklich verrennst und in schädlichen Mustern feststeckst.

Und zuletzt noch wie fast immer mein Herzensrat: Geh mit Selbstliebe an die Aufgabe Akzeptieren lernen heran. Sei nett zu dir. Verliere nicht dein Selbstmitgefühl. Niemand schafft es immer, alles sofort zu akzeptieren. Gönn es dir auch mal, etwas nicht zu schaffen.

Und wenn du gerade kämpfst und weißt, dass es sinnlos ist. Na und? Wir sind alle Menschen.

Wir alle scheitern manchmal und das ist auch in Ordnung so. Du musst nicht immer alles sofort umsetzen können.

Fazit:

Beim Akzeptieren lernen müssen wir uns zuerst über das Missverständnis bewusst werden, dass Akzeptanz nicht gut finden heißt. Akzeptieren heißt nur, die Realität anzuerkennen. Es ist gut, zwischen den Dingen zu unterscheiden, die ich verändern kann und den Dingen, die ich akzeptieren muss. Es gibt Fakten, die in jedem Fall und immer Akzeptanz verdient haben. Zum Beispiel, dass alles irgendwann stirbt, die Vergangenheit vorbei ist und ich andere Menschen nicht kontrollieren kann.

Es gibt verschiedene Mindsets und Methoden, die beim Akzeptieren helfen. Hierzu zählt, andere Leute nach akzeptierenden Sichtweisen zu fragen, meine Denkmuster zu hinterfragen, zu meditieren und aus Referenzerlebnissen zu lernen. Akzeptieren lernen ist ein Prozess. Gib dir Zeit und sei stolz auf jeden kleinen Schritt.

Grenzen setzen – Wie du deinen Raum schützen lernst

Grenzen setzen – Wie du deinen Raum schützen lernst

Fällt es dir schwer, deinen Raum zu schützen? Passiert es dir häufig, dass deine Grenzen von anderen nicht geachtet werden?

Dann bist du in diesem Artikel genau richtig! Hier schauen wir uns einmal genauer an, warum es dir schwer fällt, deine eigenen Grenzen zu schützen und du bekommst praktische Tipps dafür, wie Grenzen setzen dir in Zukunft besser gelingen kann.

Herausforderungen beim Grenzen setzen

Deine Grenzen nicht zu schützen, scheint in vielen Situationen einfacher als sie zu schützen.

Warum ist das so?

Das ist so, weil du deine Grenzen entweder nicht kennst oder du sie aus Angst vor Konflikten und der Befürchtung, die andere Person zu verletzen, nicht einforderst.

Es gehört erst einmal eine ganze Menge Mut und Selbstreflexion dazu, dir einzugestehen:

“Ja, hier ist eine Grenze von mir erreicht.”

Oft meinen wir, wir müssten mit allem klarkommen. Deshalb gestehen wir uns nicht ein, wenn wir an unsere Grenzen stoßen.

Das hat damit zu tun, dass die Meisten von uns als Kind die Erfahrung gemacht haben, dass ihre Grenzen nicht respektiert wurden.

Dadurch fühlten wir uns ohnmächtig. Um diese Ohnmacht nicht mehr spüren zu müssen, entschieden wir uns dann dafür, unsere Grenzen nicht mehr wahrzunehmen.

Wenn sie sowieso keiner achtet und ich mich dadurch dann nur schlecht fühle, warum sollte ich dann überhaupt meine Grenzen wahrnehmen? So denkt es in vielen von uns unbewusst.

Doch jetzt kannst du diese Entscheidung zurücknehmen. Jetzt bist du nicht mehr ohnmächtig. Du kannst deine Grenzen wahrnehmen und sie auch schützen.

Das wirklich zu verinnerlichen kann etwas dauern.

Jedes Mal, wenn du das Gefühl hast, du kannst deine Grenzen nicht schützen, komm zurück in deine Handlungsfähigkeit.

Werde dir bewusst und werde dir auch darüber bewusst, dass du nicht mehr ohnmächtig bist. Du bist kein Kind mehr. Du bist von keinem anderen Menschen als dir selbst abhängig. Dein Überleben ist gesichert. Immer und in jeder Situation.

Ängste beim Einfordern von Grenzen

Was ist nun in dem Fall, dass du deine Grenzen zwar wahrnimmst, aber sie nicht einforderst?

Erst einmal ist es wichtig, dass du in der Situation selbst in dich hineinspürst und dich fragst, warum du gerade deine Grenze nicht einforderst.

Vielleicht hast du Angst, die andere Person zu verletzen.

Vielleicht hast du Angst vor Ablehnung. Du befürchtest, dass die andere Person dich nicht mehr mag, wenn du auch mal “Nein” sagst.

Vielleicht hast du Angst, dass es zu einem Konflikt mit der anderen Person kommt. Du befürchtest, die andere Person wird sauer auf dich, wenn du mit dem Grenzen setzen anfängst.

Was auch immer der Grund ist: Nimm ihn erst einmal wahr und akzeptiere, dass er da ist.

Und dann kannst du mit diesen Befürchtungen in einen inneren Dialog treten.

Hilfreiche Sichtweisen

Du bist es wert, deine Grenzen zu schützen.

Wenn dich jemand nicht mehr mag, weil du dir selbst Raum gibst und nimmst, dann ist das möglicherweise sowieso nicht die richtige Person für dich.

Wenn sich jemand verletzt fühlt, weil er dein Grenzen setzen als Zurückweisung empfindet, dann ist das natürlich schade. Aber wenn du über deine Grenzen hinweggehst, dann hat auch die andere Person nichts davon.

Hintenrum wird es immer irgendwie auch auf sie zurückfallen. Wenn wir in Beziehungen unsere Grenzen nicht schützen, dann ist die Gefahr, der anderen Person gegenüber passiv-aggressiv zu werden, sehr groß.

Denn Gefühle wollen immer irgendwo hin. Sie müssen irgendwo hin.

Und wenn sie nicht fließen dürfen, dann kommen sie in den meisten Fällen auf viel schmerzhaftere Art und Weise doch irgendwie an die Oberfläche.

Außerdem ist die Verletzung durch passiv-aggressives Verhalten viel größer als wenn mir jemand sagt:

“Hey du, da ist meine Grenze. Bitte achte sie.”

Dann weiß ich, woran ich bin. Und ich weiß auch, dass ich es nicht persönlich nehmen muss.

Die Grenze einer anderen Person ist schließlich die Grenze der anderen Person.

Jeder anderen Person gegenüber hätte sie genau die gleiche Grenze.

Und wenn es zu einem Konflikt kommen sollte: Auch das gehört zu Beziehungen dazu. Wenn wir uns selbst ehrlich und authentisch leben, dann kommen wir zwangsläufig manchmal in Konflikt mit anderen Menschen.

Wenn du dich darin übst, Konflikte auszuhalten und sie nicht mehr zu vermeiden, wirst du sehen, dass sie gar nicht so schlimm sind. Du wirst es überleben und eure Beziehung vermutlich auch.

Schritte beim Grenzen setzen

1. Grenzen wahrnehmen lernen

Du musst deine Grenzen erst einmal wahrnehmen, damit du sie überhaupt einfordern kannst.

Klingt logisch oder?

Etwas, von dem du gar nichts weißt, kannst du natürlich auch nicht anderen Menschen gegenüber ausdrücken.

Und diese Grenzen zu spüren, ist eigentlich ganz einfach. Wir haben es nur irgendwann verlernt und diese Fähigkeit tief in uns verbuddelt.

Deine Intuition stärken ist ein Weg dahin, deine Grenzen wieder mehr zu spüren. Denn deine Intuition sagt dir immer, wenn du ein inneres “Nein” verspürst.

Du musst diese Stimme deiner Intuition nur wieder von leise auf laut drehen.

Dann nimmst du klar und deutlich wahr:

“Bis hierhin und nicht weiter. Das ist meine Grenze.”

Auch das ist nichts weiter als eine Übungssache. Wenn du regelmäßig in dich hineinspürst und dich fragst, was du gerade willst, dann kommt der Zugang zu deiner Intuition mit der Zeit.

2. Grenzen kommunizieren

So, jetzt nehmen wir einmal an, du kennst deine Grenze. Das bringt dich an den Punkt, an dem du für dich selbst aufstehen musst.

Andere Menschen kennen deine Grenzen nicht.

Oft nimmt man an, dass die andere Person das doch “merken muss”.

Quasi ganz von alleine, ohne dass du irgendwas dafür tun musst.

Und ja, das wäre natürlich schön bequem.

Aber nein, so einfach ist das leider nicht.

JEDER Mensch hat andere Grenzen.

Nur weil du es zum Beispiel nicht magst, wenn sich deine Freundin häufiger als einmal am Tag bei dir meldet, heißt das noch nicht, dass sie die gleiche Grenze hat. Vielleicht würde sie gerne morgens und abends etwas von dir hören. Aber wenn du ihr gegenüber offen deine Grenze kommunizierst, dann weiß sie, woran sie ist. Und sie muss dann nicht wilde Vermutungen darüber anstellen, warum du manchmal so genervt bist, wenn sie dich anruft. Sie weiß dann, dass es nichts mit ihr zu tun hat, sondern einfach nur mit deinem Bedürfnis nach Autonomie und Abstand.

Und klar kann es sein, dass es ihr nicht so leicht fällt, diese Grenze zu akzeptieren. Aber immerhin habt ihr dann beide den gleichen Wissensstand und könnt zusammen nach einer Lösung dafür suchen, wie eure beiden Bedürfnisse möglichst gut erfüllt werden können.

Vielleicht kann sie ihr erhöhtes Kontaktbedürfnis auch mehr in ihren Freundschaften ausleben. So wird deine Grenze respektiert und auch sie kann ihre Bedürfnisse erfüllen.

Und so könnte ich noch endlos Beispiele dafür bringen, wie das Aushandeln einer Grenze aussehen kann.

Beim Grenzen setzen ist es ein unvermeidbarer Schritt, die Grenze auszusprechen. Ohne Kommunikation ist der Schutz deiner Grenzen nicht möglich. Vertrau nicht darauf, dass die andere Person deine Gedanken liest und gib auch nicht irgendwelche passiven kleinen Hinweise. Du musst es laut und deutlich aussprechen. Nur dann hat die andere Person auch die Chance, deine Grenzen zu achten.

Positive Effekte vom Grenzen setzen

Klingt nach ganz schön viel Arbeit?

Ja, schon.

Aber das ist es wirklich wert!

Denn wenn du deine Grenzen schützt,  bekommen deine Beziehungen eine ganz neue Qualität. Denn du projizierst dann nicht mehr deine Wut darüber, dass du deine Grenzen nicht geschützt hast, auf die andere Person. Der Raum, der in der Beziehung dadurch frei wird, kann sich mit Liebe füllen.

Und was noch viel wichtiger ist: Die Beziehung zu dir selbst bekommt eine ganz neue Qualität.

Denn du achtest dich selbst.

Das wirkt in deiner Beziehung mit dir selbst positiv auf dich zurück.

Wenn du dich traust, deine Grenzen vor anderen Menschen einzufordern und zu verteidigen, dann signalisierst du dir selbst damit:

“Ich bin mir etwas wert.”

Und das bringt dich auch beim Selbstliebe entwickeln enorm weiter. Wenn du dir selbst glauben willst, dass du dich liebst, dann ist dieser Schritt sehr wichtig.

Denn ein “Ja” zu mir selbst bedeutet manchmal ein “Nein” zu jemand anderem.

Das ist auch gar nicht weiter schlimm.

Wenn wir lernen, dieses “Nein” von der anderen Person bei ihr zu lassen und es nicht auf uns zu projizieren, dann bedroht es uns oder unsere Beziehung auch nicht.

Trennung verarbeiten: So lässt du deine Beziehung los

Trennung verarbeiten: So lässt du deine Beziehung los

Mit einer Trennung klarzukommen, kann im ersten Moment schmerzhaft und überfordernd sein.

Eine geliebte Person, mit der du viel Zeit verbracht hast, ist auf einmal weg.

Jemand, der wichtig für dein Leben war, ist jetzt kein Teil mehr davon.

Und wahrscheinlich hinterlässt diese Person eine ziemlich große Lücke.

Nun gilt es mit diesem Loch, in dem du gerade bist, umzugehen.

 

Den Schmerz annehmen

Das allererste Problem, was wir in dieser Situation oft selbst kreieren, ist das Ablehnen vom Trennungsschmerz.

Denn egal, ob du dich getrennt hast oder ob sich die andere Person von dir getrennt hat – ein Trennungsschmerz entsteht immer, wenn Liebe im Spiel war.

Wenn du über einen längeren Zeitraum hinweg regelmäßig Zeit mit einer Person verbracht hast, für die du Zuneigung empfunden hast, dann tut ihr Verlust weh. Punkt.

Dagegen kannst du gar nichts machen. Und diesen Schmerz wegrationalisieren zu wollen, funktioniert leider nicht.

Um das zu verdeutlichen, hier ein Beispiel aus meinem Leben: Ich habe mich kürzlich von meinem Freund getrennt und am Anfang hat sich das einfach nur gut angefühlt. Ich habe mich frei und glücklich gefühlt. Ich war einfach im 7. Himmel mit mir selbst und habe meine wiedergewonnene Freiheit und Selbstbestimmtheit gefeiert.

Als sich dann so langsam der Schmerz unter die angenehmen Gefühlen gemischt hat, wollte ich den zuerst nicht haben.

Ich habe versucht, ihn wegzurationalisieren.

Ich habe mir gesagt: “Ich habe mich ja getrennt und überhaupt, so tief waren die Gefühle ja nicht. Ich habe gar keinen Grund, traurig zu sein.”

Dabei war diese Rationalisierung natürlich nur eine Strategie von mir, um den Schmerz abzulehnen. Um ihn nicht fühlen zu müssen.

Wenn ich rational gesehen gar keinen Grund dafür habe, traurig zu sein, dann muss ich auch die Trauer nicht fühlen. Sie ist ja gar nicht da. Hach, wie wundervoll.

Und genauso machen das viele Menschen nach einer Trennung. Sie finden die unterschiedlichsten Gründe dafür, warum es in ihrem Fall überhaupt gar keinen Grund gibt, traurig zu sein.

“Ach, es war ja auch besser so. Wir haben uns ja nur noch gestritten.”

“Sie ist ja fremdgegangen. Der weine ich keine Träne nach. Das verdient die gar nicht.”

Dabei geht es beim Trennungsschmerz überhaupt nicht darum, ob der andere diesen Schmerz verdient hat oder wer “Schuld” ist. Wenn du eine Trennung verarbeiten willst, dann meldet sich irgendwann immer ein Schmerz.

Denn unabhängig davon, wie die Beziehung am Ende war und was du vielleicht denkst, hätte die andere Person dir angetan – ihr hattet eine tiefe emotionale Ebene miteinander. Sonst wärt ihr nicht zusammen gewesen.

Und um eine emotionale Verbindung loszulassen, braucht der Mensch eine Trauerphase. Er braucht es, zu weinen und zu betrauern. Sonst geht es nicht weiter

Wenn du gerade eine Trennung hinter dir hast, verabrede dich einmal bewusst mit deinem Trennungsschmerz für eine Stunde. Geh in die Stille und gib ihm Raum. Wieg ihn auf deinem Schoß wie eine Mutter ihr Kind. Und du wirst sehen: Je mehr Raum du ihm zugestehst, desto mehr verblasst er. Bis er sich dann”puff” ganz auflöst und Platz für Neues schafft.

 

Reflexion der Beziehung

Außerdem kannst du das Ende eine Beziehung immer als Gelegenheit nutzen, um etwas daraus zu lernen. Du kannst dich bewusst neu ausrichten und dir überlegen, was du gerne ab jetzt anders machen willst, weil es dir nicht mehr dient.

Welchen Kompromiss bist du während deiner Partnerschaft eingegangen, den du jetzt wieder zurücknehmen darfst?

Vielleicht hast du ein Hobby vernachlässigt, weil “dein Schatz” damit nichts anfangen konnte. Oder du hast auf dein Lieblingsessen verzichtet, weil er oder sie es nicht mochte. Was auch immer es ist, spätestens jetzt ist der Zeitpunkt, an dem du deine Wünsche und Bedürfnisse wieder an erste Stelle stellst.

Vielleicht möchtest du aus dieser vergangenen Partnerschaft auch lernen, wo du in zukünftigen Beziehungen keine Kompromisse mehr eingehen willst. Vielleicht stellst du im Nachhinein fest, dass du mehr für dich selbst hättest einstehen sollen. Sehr viele Menschen in Partnerschaften begehen regelmäßig Selbstverrat. Sie meinen, sie müssten sich selbst unterdrücken, um es der anderen Person recht zu machen. Dass du damit weder dir selbst noch der anderen Person einen Gefallen tust, ist eigentlich klar. Und dennoch ist das ein Fettnäpfchen, in das viele Menschen in Beziehungen immer und immer wieder mit Anlauf reinspringen.

Beim Trennung verarbeiten bewusst die vergangene Partnerschaft zu reflektieren und aufzuarbeiten, kann dich für die nächste Partnerschaft neu ausrichten. Wir machen die gleichen Fehler oft unendlich oft, bis wir daraus lernen. Und das muss ja nicht sein.

Welche Muster erkennst du jetzt bei dir? Gibt es zum Beispiel Dinge, die du dich nicht getraut hast, anzusprechen? Fällt es dir in Partnerschaften schwer, deine Bedürfnisse zu kommunizieren? Hast du deine Grenzen gut geschützt?

Das alles sind Themen, über die wir oft erst nach einer Beziehung Klarheit haben. Währenddessen sind wir vielleicht zu nah dran, um unsere Muster reflektieren zu können.

Egal, welche Aspekte deiner vergangenen Partnerschaft nochmal angeschaut werden wollen: Um mit der Vergangenheit abschließen zu können, ist diese Reflexion wichtig.

 

Bewusst in die Beziehung zu dir selbst gehen

Je nachdem, wie lang deine Beziehung war, hast du dich vielleicht während dieser Zeit etwas von dir selbst entfernt.

Es passiert nicht wenigen Menschen, am Ende einer langjährigen Beziehung dazustehen und sich zu fragen: “Wer bin ich denn eigentlich ohne sie/ihn? Und was will ICH?”

Eine Trennung kann der Beginn einer Selbstfindungsphase sein. Die eigenen Werte und Lebensziele haben sich mit denen des Partners oder der Partnerin vermischt und was genau davon zu dir gehört, ist unklar geworden.

Du kannst diese Phase als Chance sehen, dich selbst neu zu entdecken. Es kann spannend sein, wieder so intensiv in Kontakt mit dir selbst zu sein und dich zu erforschen.

Auch wenn Selbstliebe kein Ersatz für eine Partnerschaft ist, kann das Ende einer Partnerschaft doch ein schöner Anstoß sein, um die eigene Selbstliebe von nun an mehr zur Priorität zu machen. Denn Selbstliebe entwickeln kann dir beim Trennung verarbeiten helfen. Mit dir selbst bist du immer in einer Beziehung. Dein ganzes Leben lang.

Lerne, das Alleinsein genießen. Vermutlich bist du nach einer Trennung in der Situation, dass du mehr Zeit alleine verbringst als vorher. Es sei denn, du verbringst jetzt die komplette Zeit mit Freund*innen, die du vorher mit deinem Freund oder deiner Freundin zusammen warst.

…Aber ob das so empfehlenswert ist, möchte ich anzweifeln. Dass nach einer Trennung eine Lücke entsteht, ist etwas ganz Natürliches. Diese Lücke mit dir selbst zu füllen – das ist ein sehr mutiger aber auch wachstumsreicher Weg, den ich allen empfehlen würde.

 

Gib dir Zeit

Zeit allein heilt keine Wunden und trotzdem brauchst du einfach auch etwas Zeit, um über eine Trennung hinwegzukommen. Erwarte nicht von dir, schon nach zwei Wochen mit der Trennung klarzukommen.

Du bist ein Mensch und kein Roboter.

Wichtige Bezugspersonen wechselt man nicht wie ein Paar Socken.

Sei lieb zu dir. Sei sanft zu dir. Und habe Verständnis für dich und deine Gefühle.

Gib dem Verarbeiten deiner Trennung so viel Zeit, wie es eben braucht.

 

Fazit

Beim Trennung verarbeiten musst du dich zunächst einmal dem Trennungsschmerz stellen. Diesen bedingungslos zu fühlen und anzunehmen – da geht kein Weg dran vorbei! Dann ist es empfehlenswert, deine vergangene Beziehung zu reflektieren. Was möchtest du daraus lernen? Du kannst deine Trennung bewusst zum Anlass nehmen, die Beziehung zu dir selbst zu intensivieren. Dich und deine Bedürfnisse wieder an erste Stelle zu stellen und dich selbst mit bedingungsloser Liebe zu behandeln. Und zu guter Letzt gib dir etwas Zeit, um dich mit der Trennung wohlzufühlen und wieder ganz bei dir selbst anzukommen.

 

Intuition stärken – in 4 Schritten zurück zur Stimme des Herzens

Intuition stärken – in 4 Schritten zurück zur Stimme des Herzens

Deine Intuition ist die Verbindung zu deiner Wahrheit. Zur Lebendigkeit. Zum Flow. Über deine Intuition empfängst du klare und wahre Handlungsanweisungen fernab von rationalisierter Pseudo-Wahrheit.

Wenn du klar und zentriert bist, dann kannst du die Stimme deines Herzens laut und deutlich hören.

Du kannst stundenlang über eine Sache nachdenken, aber das Ergebnis wird nie so gut sein wie deine erste Eingebung.

Denn genau das ist Intuition: Die erste Eingebung, die du in einer Situation hast.

Du läufst aus dem Bahnhof heraus und willst instinktiv nach rechts abbiegen. Du kennst dich aber in der Gegend nicht gut aus und deshalb fragst du eine vorbeilaufende Person nach dem Weg. Sie sagt dir, du musst links abbiegen. Also biegst du links ab. Aber du landest in einer Sackgasse und kommst nicht an deinem Ziel an. Also läufst du zurück und fragst wieder jemanden nach dem Weg. Dieses Mal wird dir gesagt, du sollst rechts abbiegen, so wie es dir deine Intuition schon von Anfang an gesagt hat. Also biegst du dieses Mal rechts ab und siehe da: Du kommst am Ziel an.

Jetzt hättest du viel schneller am Ziel ankommen können, wenn du auf deine erste Eingebung vertraut hättest.

Aber du wolltest klug sein. Du hast rational darüber nachgedacht und entschieden, dass es dumm wäre, einfach drauf los zu laufen, weil du den Weg ja nicht kennst.

Aber genau hier liegt der Irrtum: Du kennst den Weg. Du kennst immer den Weg.

Du weißt, was du trinken willst, wenn du in ein Cafe gehst.

Du weißt, ob du den Job annehmen willst oder nicht.

Du weißt, ob der Mensch, den du gerade küsst, der oder die Richtige ist.

Du musst nicht stundenlang überlegen oder fünf Freund*innen um Rat fragen, um eine Entscheidung zu treffen. Du weißt, was du willst. Deine Intuition kennt den Weg. Immer.

Das Problem ist nur, dass die Stimme der Intuition immer leiser wird, wenn wir sie lange ignorieren.

Verlust der Intuition

Wir leben in einer Gesellschaft, in der intuitive Entscheidungen und ein auf Intuition ausgerichteter Lebensstil fast undenkbar scheinen. Die Intuition ist kein legitimes Argument für irgendetwas. Wenn du eine Entscheidung triffst, dann musst du sie rational begründen können. Andere Menschen stellen schon sehr früh diese Erwartung an dich. Und das verinnerlichst du dann und triffst genauso deine Entscheidungen: rational. Du machst das, was vernünftig ist.

Dein Alltag ist so vollgepackt mit irgendwelchen Pflichten, dass du die ganze Zeit damit beschäftigt bist. Hast du eine Sache erledigst, scheint auch schon die nächste wichtige Aufgabe unbedingt erledigt werden zu müssen.

Bei all diesem beschäftigt sein und irgendwelchen Sachen hinterherrennen wird es dann immer schwieriger, die Stimme deines Herzens zu hören. Es wird immer schwieriger, mit dir selbst in Kontakt zu kommen.

Intuition als Geschenk

Durch den Verlust der Intuition geht uns eine der wertvollsten Gaben im Leben verloren. Denn deine Intuition hat alle Antworten. Sie weist dir glasklar die Richtung, die richtig ist für dich.

Wenn dir zum Beispiel ein Mensch etwas erzählt und du innerlich ein komisches Gefühl hast, dann weist dich deine Intuition darauf hin, dass gerade etwas nicht stimmt. Vielleicht ist dieser Mensch selbst total von dem überzeugt, was er da gerade sagt. Trotzdem spürst du innerlich, dass es nicht stimmt. Und rückblickend erkennst du dann: Das war der Moment, wo ich es eigentlich schon wusste. Aber beweisen konntest du es erst später, deshalb hast du dieses Gefühl damals ignoriert.

Und genau hier liegt das große Geschenk der Intuition: Wenn wir mutig sind und wieder auf sie hören, wird unser Leben dadurch viel einfacher.

Wenn wir den Mut haben, wieder auf sie zu hören, sparen wir uns viele unnötige Umwege. Wir sparen uns viel wertvolle Zeit, in der wir hin und her überlegen und am Ende wieder genau da ankommen, wo wir am Anfang waren.

Du brauchst Mut dafür, den Weg zurück zur Intuition zu gehen. Denn oft kannst du dir diese Eingebungen nicht rational erklären. Vielleicht machen sie auch gerade gar keinen Sinn für dich. Vielleicht stehen sie im Widerspruch zu dem, was du gerade eigentlich erledigen solltest.

Doch wenn du diesen Mut aufbringst und deiner Intuition folgst, wird dein Leben unendlich viel reicher. Die Verbindung zu dir selbst wird stärker. Du lebst dich selbst mehr. Dein Weg der Selbstfindung wird einfacher.

Doch wie können wir nun wieder in die Verbindung zu unserer Intuition kommen?

Schritt 1: Momente des Innehaltens

Wenn du eine Entscheidung treffen musst, dann gewöhne es dir an, kurz innezuhalten. Auch wenn du gerade in einem Cafe mit einer Freundin sitzt. Ziehe dich für einen kurzen Moment in dich selbst zurück und spüre in dich hinein. Was will ich jetzt gerade? Du kannst es ganz klar empfangen. Wenn du die äußeren Reize für einen Moment lang mal die äußeren Reize sein lässt, dann weißt du genau, was du willst. Du musst dir nur diesen kleinen Moment nehmen, in dem du deinen Blick von außen nach innen verschiebst.

Mache es dir zur Angewohnheit, dich immer wieder zu fragen, was du gerade wirklich willst. Du kannst dir auch eine Erinnerung in deinem Handy einrichten, die dir jeden Tag um eine bestimmte Uhrzeit diese Frage stellt.

Schritt 2: Nutze deine künstlerische Ader

In der Kunst kann unsere Verbindung zur Intuition sich besonders gut zeigen.

Vielleicht hast du es schon einmal erlebt, dass du in solchen in die Kunst vertieften Momenten ganz klar deine innere Stimme empfangen hast. Vielleicht als du getanzt hast. Vielleicht als du gesungen hast. Vielleicht als du gerade ein Bild gemalt hast. Vielleicht als du gerade all deine Gedanken in Form von Worten auf ein Blatt Papier gebracht hast.

In welcher Kunstform auch immer du dich selbst gut spürst: Ich glaube, dass jeder Mensch eine künstlerische Ader hat.

Nur ist es mit der Kunst genauso wie mit dem Sport: Jedem Menschen tut es gut, aber nicht unbedingt in der gleichen Form.

Nicht jeder Mensch geht gerne Joggen. Aber jeder Mensch findet irgendeine Sportart, die ihm Freude bereitet und bei der er sich lebendig fühlt.

In der Kunst können wir uns gut mit unserem Gefühlsleben verbinden. Unsere Gefühle werden zum Fließen eingeladen. Dabei kommen oft geniale Eingebungen.

Schritt 3: Stärke dein Urvertrauen

Um auf deine Intuition zu vertrauen, musst du dir selbst vertrauen. Du musst dem Leben vertrauen. Und dafür brauchst du ein gutes Urvertrauen. Dein Urvertrauen ist die Grundlage dafür, dass du dich traust, deine gewohnten Trampelpfade zu verlassen. Wenn du deine Intuition stärken willst, dann musst du auch dein Urvertrauen stärken.

Denn wenn du glaubst, dass alles gut ist und wenn du voller Vertrauen ins Leben gehst, dann kannst du auch deiner Intuition folgen. Wenn du eine Eingebung hast, die scheinbar völlig bescheuert ist, dann kannst du dich bei einem guten Urvertrauen trotzdem in diese Eingebung hineinentspannen. Weil du weißt, dass dir nichts passieren kann. Du bist immer sicher. Deine Erdung ist stark.

Schritt 4: Kontakt zu deinen Gefühlen

Wenn deine Intuition sich trauen soll, zu dir zu sprechen, dann brauchst du dafür auch einen guten Kontakt zu deinem Gefühlsleben.

Ein Mensch mit völlig unterdrückten und abgelehnten Gefühlen kann auch seine Intuition nicht spüren. Er nimmt dann einfach nicht wahr, was und wann seine innere Stimme zu ihm spricht.

Wenn du deine Intuition stärken willst, brauchst du also auch die Bereitschaft zum Durchfühlen deiner unangenehmen Gefühle. Nimm dir einfach jeden Tag ein bisschen Zeit und gebe deinem Innenleben Raum. Vielleicht in einer Meditation. Vielleicht willst du dich aber auch einfach ein paar Minuten mit einer Tasse Tee auf den Balkon setzen und sehen, was für Gedanken und Gefühle kommen.

Dein Innenleben darf etwas Raum bekommen. Inneres Gleichgewicht finden ist hier der Schlüssel. Das ganze Machen und Tun ist zwar wichtig und schön, aber ein wenig Fühlen, Hingabe und Loslassen dem gegenüber zu setzen, bringt das Ganze in eine Balance.

Fazit:

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die meisten Menschen den Kontakt zu ihrer Intuition verloren haben. Die Intuition ist ein wertvolles Geschenk. Sie kann uns dabei helfen, uns selbst zu leben. Sie hilft uns, den richtigen Weg zu finden. Wir können unsere Intuition stärken, indem wir öfter mal eine Pause einlegen und uns fragen: Was will ich eigentlich gerade wirklich? Wir können unseren Zugang zur Intuition stärken, indem wir bewusst unsere künstlerischen Seiten ausleben, unser Urvertrauen stärken und unseren Gefühlen mehr Aufmerksamkeit schenken.