Veränderungen im Leben: Wie soll ich damit umgehen?

Veränderungen im Leben

 

Kennst du das, wenn es auf einmal ganz viele Veränderungen gibt und du denkst dir nur so:

„Nein, was soll das? Ich will diese ganzen Veränderungen doch gar nicht….Ich will etwas Sicheres und Konstantes, an dem ich mich festhalten kann und sowieso und überhaupt, diese Veränderungen sind doch einfach viel zu anstrengend! Ich will das nicht!“

So geht es mir selbst ganz oft und gerade im Moment besonders. Erst hatte ich eine Phase, in der scheinbar mein ganzes Leben stagnierte. Egal, was ich gemacht habe, irgendwie bekam ich keinen frischen Wind in mein Leben. Alles war irgendwie trist und öde.

Doch dann auf einmal kamen die ganzen Veränderungen Knall auf Fall. Beste Freundin weg, neue Mitbewohnerinnen, neuer Job, neuer Mann und dann vielleicht lieber doch ein ganz anderer Job?

Puh, da kann man sich schon mal etwas erschlagen und überfordert fühlen. Vor allem, wenn man so wie ich sehr an seinen Gewohnheiten und festen Strukturen hängt.

In solchen Situationen verkrampfe ich mich dann mal ganz gerne und gehe verkopft an die Sache heran. Und genau hier liegt das Problem:

 

Unser Kopf hat natürlich Angst vor Veränderungen

Er rechnet sich aus, was alles schief gehen könnte. Und natürlich könnte immer einiges schief gehen. Vermutlich ist der Job doch nichts für mich, mein Chef ist irgendwie blöd, ich werde schlecht bezahlt und irgendwie sollte ich mich dann wahrscheinlich gar nicht erst darauf einlassen. Und der neue Mann? Das wird sowieso nichts. Nach ein paar Treffen löst sich das Ganze irgendwie auf, er enttäuscht mich, er langweilt mich oder erfüllt nicht meine überzogenen Erwartungen.

Und so wehrt sich der Verstand gegen die meisten Veränderungen im Leben, indem er sie schlecht macht und mögliche Probleme in der Zukunft aufzeigt.

Aber ist es wirklich klug, so durch das Leben zu gehen? Nein, das ist es nicht. Ganz klar. Leider nein, leider gar nicht.

Denn klar sind die Veränderungen im Leben, die wir (bewusst oder unbewusst) anziehen nicht immer genau die, die wir uns gewünscht haben oder die uns auf Dauer glücklich machen werden. Aber ist das jetzt ein Grund, sie abzulehnen? Meiner Meinung nach nicht. Denn:

An jeder Erfahrung lernen wir etwas und alles kann einen positiven Gehalt haben, wenn wir nur danach suchen.

Das heißt, eigentlich liegt das Problem hier nicht auf der recht oberflächlichen Ebene der Erscheinungen (=Job, Freund, usw.). Diese Ebene ist nur die Ebene der Symptome. Symptome sind aber immer nur die Folge einer Ursache.

Was ist jetzt aber die Ursache für diese Angst vor Veränderungen?

 

Angst und Vertrauen

Die Ursache ist mangelndes Vertrauen ins Leben, ins Universum und in dich selbst

Lies dir diesen Satz am besten mehrmals durch, bis er auf einer tieferen Ebene verstanden wurde und schreib ihn dir irgendwo hin, wo du ihn siehst.

Wie können wir dieses Urvertrauen üben, damit wir Veränderungen annehmen können?

 

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Werde dir in solchen Situationen, in denen du nicht akzeptieren kannst, weil du verkopft an die Sache heran gehst anstatt zu vertrauen, bewusst. Werde dir darüber bewusst, was gerade passiert. Verschiebe deine Wahrnehmung auf eine Metaebene. Mache dir klar, dass das, was du gerade erlebst eine Folge mangelnden Vertrauens ist. Das Problem ist nicht die Sache selbst, sondern, dass du dein Leben kontrollieren willst.

Du willst einen künstlichen Zustand des Stillstandes erschaffen, weil du Angst vor Veränderungen im Leben hast. Du machst die Veränderungen schlecht und baust einen inneren Widerstand auf, weil du nicht darauf vertraust, dass das Leben dir nur Gutes will.

Vielleicht liegt dein Problem auch mehr im Bereich der mangelnden Selbstwirksamkeit.

Selbstwirksamkeit ist in der Psychologie der Glaube daran, dass die Dinge in deiner Hand liegen, dass du selbst dein Leben nach deinen Wünschen gestalten kannst.

Spüre einmal in dich hinein: Glaubst du im Allgemeinen eher, dass du die Kontrolle über dein Leben hast? Wenn du zum Beispiel den wichtigsten Menschen in deinem Leben verlieren würdest, könntest du dann auf jeden Fall jemand Neues finden? …oder wärst du der Gnade des Lebens ausgeliefert und müsstest hoffen, dass du einem neuen Menschen begegnest, könntest es aber nicht wirklich selbst beeinflussen?

Wenn der Glaube an deine Selbstwirksamkeit gering ist, dann hast du natürlich immer Angst vor Veränderungen. Du bist wie ein Spielball der willkürlich handelnden Schicksalsgöttin.

 

Übung:

Deine Einstellung zur Selbstwirksamkeit zu verändern, ist natürlich mit Arbeit verbunden. Aber es ist möglich. Fang am besten direkt damit an. Schnapp dir ein leeres Blatt und einen Stift und nimm dir ein wenig Zeit. Überlege einmal, wann du etwas wirklich wolltest und es dann genau so gekommen ist und das durch deine eigene Kraft. Oder überlege, wann du schon einmal unbedingt einen Menschen in deinem Leben haben wolltest und er dann auch Teil deines Lebens geworden ist. Versuche, eine Liste mit Sachen zu erstellen, die du selbst durch eigene Kraft geschafft hast. Bestandteile deines Lebens, die du selbst beeinflusst und geformt hast.

 

Am Ende dieses Artikels möchte ich noch eine Buchempfehlung zu dem Thema aussprechen. Es gibt ein wunderbares Buch von Osho, in dem es darum geht, mutig zu sein. Darum, zu akzeptieren, dass das Leben Veränderung ist.

Osho – Mut. Lebe wild und gefährlich

Also: Hab den Mut, zu vertrauen. Hab den Mut, zu leben und dich dem Leben hinzugeben. Hab den Mut, ja zu sagen zu Veränderungen in deinem Leben.

 

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