Warum Erdung so wichtig ist

Je nachdem, ob du im spirituellen Bereich aktiv bist oder nicht, wird dir der Begriff Erdung oder geerdet sein mehr oder weniger sagen.

Für diejenigen von euch, die noch keine genau Vorstellung davon haben, was genau Erdung eigentlich ist, will ich mich hier an einer kurzen Definition versuchen.

Geerdet bist du, wenn du dich vollkommen sicher und Zuhause in dir fühlst. Erdung ist innere Geborgenheit und daraus resultierende innere Stärke und Ruhe.

 

 

Und warum heißt es Erdung?

Weil dieses Gefühl der inneren Geborgenheit maßgeblich von deiner Verbundenheit mit der Erde abhängt.

Wenn du immer den Boden unter dir fühlst, dann bist du geerdet.

Wenn du weißt, dass dich die Erde immer halten wird, dann bist du geerdet.

Wenn du spürst, dass Mutter Erde dich liebt und dich sicher macht, dann bist du geerdet.

Vielleicht findest du es ein bisschen eso, so etwas wie Mutter Erde zu sagen, aber glaube mir, wenn ich dir sage, dass du sehr davon profitieren wirst, wenn du eine bewusste Beziehung zu ihr eingehst und wenn du anerkennst, dass sie in einem sehr weiten Sinne deine Mutter ist. Oder besser noch: Glaube mir nicht, sondern probiere es selbst aus. Du solltest nie etwas glauben, nur weil es jemand anders glaubt. Tief verankerter Glaube entsteht nur, wenn er aus deiner eigenen Erfahrung heraus erwächst.

Erdung hat viel mit Urvertrauen zu tun. Urvertrauen ist das grundsätzliche Vertrauen ins Leben, in die Welt und in andere Menschen. Wenn du viel Urvertrauen besitzt, dann empfindest du weniger Angst und kannst gut mit sich verändernden Umständen umgehen. Du vertraust darauf, dass alles gut laufen wird und deshalb fühlst du dich sicher und geerdet.

Die Erdung wird von vielen leider etwas stiefmütterlich behandelt.

Gerade wenn Leute daran arbeiten, dass es ihnen gut geht – dass sie psychisch gesund werden oder sie wollen positiv sein – vergessen sie oft die Erdung.

Doch wenn man den Kopf Richtung Himmel richtet, sieht man nicht, was unten ist.

Das ist allerdings die Krux an der Geschichte.

Wenn du dich nicht erst um die Basis kümmerst – um das, was unten ist – dann wird das mit dem Oben auch nichts.

Wenn du Wasser in ein Glas schüttest und du möchtest gerne, dass das obere Drittel vom Glas sich als Erstes füllt, wird das dann passieren?

Das ist leider nicht möglich.

Das Wasser wird bis zum Grund vom Glas fließen, denn dieser muss erst einmal gefüllt sein. Das ist die Voraussetzung dafür, dass sich auch das obere Drittel vom Glas füllen kann.

Und genauso verhält es sich mit unserem emotionalen Zustand.

Wir müssen erst einmal dafür sorgen, dass wir ein starkes Fundament haben. Wir müssen uns erst Wurzeln wachsen lassen, bevor wir wirklich fliegen können.

Wie steht es um deine Erdung?

Fühlst du dich in dir selbst geborgen?

Egal, ob die Antwort ja oder nein oder irgendwas dazwischen ist. Zuviel Erdung gibt es eigentlich nicht. Deswegen kümmere dich jetzt aktiv um deine Erdung und fühle dich immer und überall absolut Zuhause in dir selbst.

 

Ein paar Einsteigertipps:

  1. Mache einen Song an, mit dem du dich wohlfühlst. Und dann leg dich mit dem Rücken nach unten auf den Boden und mach die Augen zu. Gehe einmal bewusst in die Verbindung zur Erde. Wie fühlt es sich an? Fühlst du dich verbunden? Fühlst du dich getragen?

 

  1. Wenn du durch deinen Alltag gehst, führe immer mal wieder einen kleinen Check durch. Gerade, wenn du in Menschenmassen unterwegs bist, verlierst du oft deine Erdung. Wenn dir das bewusst wirst, kannst du dich einfach wieder mit dir selbst verbinden.

 

  1. Achte darauf, regelmäßig in der Natur zu sein. Denn wie willst du regelmäßig mit ihr verbunden sein, wenn du ihr nur selten einen Besuch abstattest? Ob es nun joggen oder ein Spaziergang ist – mache es dir zur Gewohnheit, Zeit in der Natur zu verbringen und sie dabei bewusst wahrzunehmen. Spüre, wie sehr sie dich liebt und wie sicher du hier bist. Das wird dir helfen, dich mit dir selbst zu verbinden.

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