Wenn sich das Ego angegriffen fühlt

Wenn sich das Ego angegriffen fühlt

EgoKennst du diese Situationen, in denen sich das Ego sinnlos angegriffen fühlt? Und kennst du es auch, diese “niedere Regung” nicht zulassen zu wollen und durch Rationalisierungen dieses Gefühl wegmachen zu wollen?

Ich habe mich gerade genau dabei ertappt.

Zur Situation: Ich habe vor kurzem einen Mann gedatet und unsere Treffen waren so lala. Weil ich aber daran arbeiten will, Menschen Chancen zu geben und sie mehr zu akzeptieren, ich zu der Zeit etwas einsam war und wir uns auch schon irgendwie ganz gut verstanden haben (?), habe ich mich ein paar Mal mit ihm getroffen. Unser viertes oder fünftes Treffen dann war so dermaßen leidenschaftslos, dass wir beide eigentlich gar keine Lust hatten, uns noch zum Abschied zu küssen. Danach ebbte der Kontakt ab. Beide Seiten meldeten sich nicht mehr.

Eigentlich doch total gut, sagte ich mir. So bleibt es mir erspart, ihm eine Absage zu erteilen. Ist doch super, wenn er auch gemerkt hat, dass da nichts ist. Zumal ich diese Gespräche ala “Du, da ist irgendwie keine Chemie zwischen uns, tut mir leid….” auch sehr unangenehm finde. Also alles super…oder?

Trotzdem merkte ich, dass ich mich ärgerte.

Mein Ego fühlte sich angegriffen

Warum findet er mich denn nicht gut? Ich wollte gerne seine Bestätigung haben. Ich wollte, dass er mich gut findet, obwohl ich ihn nicht gut finde. Doch das konnte ich mir zunächst nicht zugestehen.

Ist ja auch ziemlich scheiße von mir, ihm zu wünschen, von mir abgewiesen und verletzt zu werden. Und doch gibt es diesen Teil in mir, der gerne Begehren und Bestätigung von Anderen haben will, ohne Rücksicht auf die Gefühle des Anderen.

Wenn ich mir das so eingestehe, dann mischt sich natürlich auch direkt Scham unter meine Gefühle. Ich schäme mich für meinen Egoismus und wünschte mir, anders zu empfinden.

Kann ich mich jetzt irgendwie zwingen, dass sich mein Ego auflöst oder anders zum Ausdruck bringt?

Ich glaube nicht. Was ich stattdessen versuche, ist, gnädig zu sein mit mir. Es ist völlig normal, sich manchmal gemeine oder spirituell nicht vertretbare Dinge zu wünschen. Wir sind alle Menschen und menschliche Gefühle haben die Palette eines Regenbogens.

Ich glaube, dass das nicht Wahrhaben-Wollen dieses Faktes nur zum Unterdrücken führt.

Wir sollten solche Gefühle einfach entspannt willkommen heißen und über uns selbst lachen, weil wir gerade so verpeilt unterwegs sind.

Wir wünschen dem Anderen ja gerade nicht wirklich etwas Böses, sondern reagieren wegen uns selbst auf diese Art und Weise. Das hat ja eigentlich nichts mit dem Anderen zu tun.

Und irgendwann reagieren wir vielleicht anders in ähnlichen Situationen

Einfach so, ohne dass wir uns dahin “erzogen” haben. Vielleicht hilft uns die Meditation dabei, anders zu reagieren. Vielleicht ist unser inneres Kind auch mittlerweile so satt geworden, dass wir uns gar nicht mehr die Bestätigung von Anderen so dringend wünschen.

Wie auch immer. Ich glaube, dass es wichtig ist, uns Zeit zu geben und unser Ego nicht vollkommen abzulehnen und zu haten. Es ist nun einmal da und unsere Entwicklung braucht Zeit. Ein entspannter Umgang damit hilft. 

Zufriedenheit – Tipps für ein zufriedeneres Leben

Zufriedenheit – Tipps für ein zufriedeneres Leben

Zufriedenheit: mit mir selbst, mit meinem Leben, mit anderen Menschen – Ich glaube, dass das eine der krassesten Herausforderungen meines Lebens ist.

Denn ich bin leider einer dieser Menschen, der immer mehr will. Ich will immer etwas Besseres, etwas Anderes, etwas, was ich noch nicht habe. Und dann fucke ich mich richtig damit ab und fokussiere mich auf das, was mir angeblich fehlt.

Ich suche immer nach dem Fehler, anstatt nach dem, was gerade gut ist. Ich frage mich immer: Wie könnte es noch besser sein? Was stört mich jetzt gerade an der Situation?

Und klar hat es auch sein Gutes, kritisch zu sein und die Dinge in seinem Leben verbessern zu wollen. Dadurch kommt man auch schneller voran, als die Menschen, die selbstzufrieden in ihrem Sumpf vor sich hin krebsen. Diese Menschen sind in vierzig Jahren noch genau da, wo sie heute sind. Das ist meiner Meinung nach auch nicht das Ziel der persönlichen Entwicklung.

Wie bei allem im Leben geht es eigentlich darum, das richtige Maß zu finden. Das richtige Maß von Zufriedenheit, akzeptieren und auf der anderen Seite auch den Arsch hoch zu kriegen und die Dinge aktiv anzugehen, die einen stören.

Wie nun aber erkennt man das richtige Maß? Ich glaube, dass es hierbei ganz ganz wichtig ist, auf dein Gefühl zu hören. Wenn du merkst, dass du überkritisch bist und alles in deinem Leben und an dir nur noch auseinander nimmst, dann bist du wahrscheinlich gerade zu un-akzeptierend.

Denn rein neutral gesehen, wie wahrscheinlich ist es, dass gerade alles in deinem Leben schlecht ist? Wie wahrscheinlich ist es, dass es nicht auch Dinge gibt, mit denen du eigentlich zufrieden sein könntest?

Nicht besonders wahrscheinlich. Deshalb ist es gut, ab und zu einen Realitätscheck durchzuführen und deinem eigenen inneren Kritiker kritisch zu begegnen.

 

Übung

Liste einmal alles auf, worüber du unzufrieden bist in deinem Leben und dann frage deine_n beste_n Freund_in oder eine andere Person, die dich in und auswendig kennt und weiß, was du brauchst, was sie darüber denkt. Frage diese Person, ob sie auch findet, dass das alles Dinge sind, über die du unzufrieden sein solltest. Wahrscheinlich wird sie dir spiegeln, dass deine Bewertung an einigen Stellen übertrieben ist und es schon einige Dinge in deinem Leben und an dir gibt, die ziemlich cool sind.

 

Was macht man jetzt aber, wenn man einfach keine Zufriedenheit spüren kann, obwohl man es gerne akzeptieren würde? Wenn man es einfach nicht schafft, es zu akzeptieren und einen riesigen inneren Widerstand aufgebaut hat.

Um diesen inneren Widerstand aufzulösen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Du kannst dir zum Beispiel klarmachen, dass du gerade deine Energie komplett zum Fenster rauswirfst.

Denn was ist bitte unlogischer, als etwas nicht zu akzeptieren, was bereits Realität ist?

Und ganz wichtig: AKZEPTIEREN hat nichts mit MÖGEN zu tun. Wir Menschen machen oft den Fehler, dass wir sagen: Ich möchte nicht, dass es so ist, also akzeptiere ich auch nicht, dass es so ist…

Hääh?

 

Akzeptieren, was ist

Vom dagegen wehren geht es aber nicht weg. Es ist bereits da, du hast gar nicht die Wahl, ob du es willst oder nicht. Also nimm erst einmal an, dass es gerade so ist. Es kann morgen anders sein, aber jetzt gerade ist das nun einmal der Stand der Dinge. Deshalb übe dich in Zufriedenheit dieser Sache gegenüber.

Das Einzige, was du durch dein Nicht-Akzeptieren der Situation erreichst ist, dass es dir selbst schlecht geht und deine ganze wertvolle Energie für nichts futsch ist. Die Situation ändert sich durch dein Widerstreben kein bisschen.

Oft ist der Witz an der Geschichte, dass sich genau in dem Augenblick, in dem wir es endlich schaffen, die ungeliebte Situation zu akzeptieren und unseren inneren Widerstand aufgeben, die Situation von selber verändert.

So war es zum Beispiel bei mir letztens. Ich habe einen Job angefangen, den ich dann doch nicht mehr so gut fand. Ich habe mich ein paar Wochen lang damit gequält und in dem Moment, in dem ich meinen Job akzeptiert habe, kam eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch für einen anderen tollen Job. Da musste ich doch sehr grinsen und fühlte mich sehr verbunden mit dem Universum. Ich spürte eine tiefe Zufriedenheit.

Zufriedenheit kann man aber nicht erzwingen. Wenn du mit etwas unzufrieden bist: verändere es und wenn du es nicht verändern kannst oder willst, dann akzeptiere es.

Zufriedenheit ist kein Schicksal und es hängt auch nicht von dem ab, was du hast – Zufriedenheit und glücklich sein ist eine Entscheidung, die du selbst treffen kannst!

Schlecht behandelt werden – Raus aus der Ofperrolle

Schlecht behandelt werden – Raus aus der Ofperrolle

OpferrolleKennst du das Gefühl, dass andere dich mies behandeln? Leidest du darunter, dass andere Menschen deine Grenzen überschreiten? Bemerkst du öfter mal, dass dein Selbstwertgefühl gerade total in den Keller geht, weil irgendwer dich so behandelt, dass deine Minderwertigkeitskomplexe getriggert werden?
Dann ist es jetzt an der Zeit, aus dieser Opferrolle auszusteigen und die dahinter stehenden Mechanismen zu durchschauen.
Wenn du zulässt, dass andere dich schlecht behandeln, dann bist du eigentlich gerade selbst derjenige/diejenige, die/der sich selbst schlecht behandelt!
Du projizierst aber in der Situation selbst deinen ganzen Gram auf die andere Person. Du sagst: “Er oder sie hat mich gerade schlecht behandelt und deswegen fühle ich mich jetzt schlecht!” …
Das ist erstens wenig reflektiert und zweitens bringt es dich nicht weiter, die Verantwortung hier abzugeben und dich in die Opferrolle zu flüchten. Ich weiß, ich bin gemein, aber meiner Erfahrung nach braucht man auch manchmal das “tough” von “tough love”.
Also, Opfer spielen bringt uns nicht weiter. Stattdessen solltest du dich fragen: Warum fühle ich mich durch das Gesagte schlecht? Was hat das mit mir zu tun?
Bei mir ist es zum Beispiel manchmal so, dass ich extrem empfindlich reagiere, wenn mir jemand etwas vorwirft, was ich mir selbst vorwerfe. Oder wenn mich jemand für etwas kritisiert, was ich selbst an mir ablehne. Dann gehe ich im außen in den Kampfmodus, obwohl es eigentlich ein innerer Kampf ist, den ich mit mir selbst führe. Und diese Projektion auf eine äußere Ebene wird natürlich niemals zur Lösung des Konfliktes führen. Gelöst werden kann der Konflikt nur da, wo er entstanden ist: im Inneren. Und jeder Konflikt entsteht eigentlich im Inneren.
Dazu kommt noch, dass ich mir niemals alles von irgendwem sagen lassen muss. Ich kann reflektieren, ob das gerade nur mein innerer Film ist oder ob das Verhalten des anderen wirklich blöd war. Wenn ich nach dieser Prüfung der Meinung bin, dass ich gerade schlecht behandelt worden bin, dann liegt es in meiner Verantwortung und meiner Pflicht mir selbst gegenüber, das anzusprechen. Es liegt in meiner Macht, zu sagen: Ich finde das gerade blöd von dir. Ich würde mir wünschen, dass du so etwas nicht sagst/machst oder dass du es anders formulierst. Damit steige ich aus der Opferrolle aus.
Wir meinen immer, dass andere Menschen von selbst erkennen müssen, wenn sie uns unrecht tun, aber das geht überhaupt nicht. Jeder Mensch hat andere Grenzen. Jeder Mensch fühlt sich durch andere Worte und Taten schlecht behandelt.
Es kann also sein, dass der andere wirklich nicht mit böser Absicht handelt. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Seitenhiebe, die Absicht vom anderen sind. Aber auch hier musst du dich nicht zum Opfer machen lassen. Du konfrontierst die andere Person mit ihrem Verhalten und machst klar, dass du dir das nicht bieten lässt.
Ich hatte zum Beispiel mal beim Kickboxen einen Trainer, der total sexistische Kommentare gemacht hat. Er war davon überzeugt, dass Kickboxen keine Frauensache ist und Frauen auch sowieso (biologisch bedingt?) kein Talent für diesen Sport haben. Als mal eine Muslima mit Kopftuch trainiert hat, da war es bei ihm komplett vorbei. Das entsprach überhaupt nicht seinem katholischen Weltbild.
Auf jeden Fall habe ich diesen Typen mit seinem Sexismus knallhart konfrontiert. Immer wenn er gesagt hat: „Frauen bli, Frauen bla“ – dann habe ich gesagt: “Was soll dieser sexistische Kommentar?” Und das hat eigentlich schon ausgereicht, um den Typen mundtot zu machen. Er wurde dann ganz kleinlaut und hat gesagt: „Aber nein, so meinte ich das doch gar nicht, und so weiter und so fort…..“
Das heißt, dieser Typ hat sich die ganze Zeit auch deswegen so scheiße verhalten, weil niemand ihn mit seinem Verhalten konfrontiert hat. Niemand hat sich getraut, ihm zu sagen, dass das so nicht geht und deswegen hat er immer so weiter gemacht und ging damit natürlich (fast) allen anderen Menschen mächtig auf den Sack. Aber die meisten haben lieber hinter seinem Rücken über ihn gelästert, anstatt ihn darauf anzusprechen.
Und die Moral der Geschichte? Es kann so einfach sein: Man muss sich nur trauen, für sich selbst einzustehen und seine Grenzen klarzumachen Es bringt doch überhaupt nichts, wenn es dir schlecht geht, weil dich jemand schlecht behandelt. Viel besser ist es doch, diese Energie direkt gegen die auslösende Person zu richten anstatt gegen dich selbst und damit Schluss zu machen mit der Opferrolle. Natürlich gibt es leider auch Menschen, die dich trotzdem weiterhin schlecht behandeln werden. Du fasst dir ans Herz, sammelst deinen Mut zusammen, sprichst es an, aber die andere Person ändert ihr Verhalten nicht. Vielleicht sagt sie sogar: „Ja, das verstehe ich. Du hast recht, das war doof “ etc. Aber im Endeffekt macht sie genauso weiter wie vorher, egal was du sagst, machst und wie oft du sie darum bittest, dich anders zu behandeln.
Hier gibt es nur eine Lösung: Schmeiß diesen Menschen kompromisslos aus deinem Leben! Egal, ob es deine Mutter, dein bester Freund oder deine Partnerin ist.  
Wenn du es wirklich ernst meinst mit deiner Selbstliebe und dem Entwickeln eines positiven konstanten Selbstwertgefühls, dann kannst du dir solche Menschen in deinem Leben nicht erlauben! Gibt den Menschen eine Chance, ihr Verhalten zu ändern. Aber wenn das nicht passiert, dann musst du die Konsequenzen daraus ziehen.
Für mich heißt das gerade, meine Zwillingsschwester aus meinem Leben zu verbannen. Sie projiziert ihre Minderwertigkeitskomplexe auf mich und verhält sich deshalb mir gegenüber immer und immer wieder herablassend, bitchig und es kommen ständig durch die Hintertür irgendwelche Seitenhiebe. Wenn ich danach in mich hinein spüre, ist das Ergebnis fatal: Ich fühle mich schlecht und schreibe mir selbst einen negativen Wert zu. Ansprechen bringt bei ihr leider gar nichts und deswegen muss ich selbst lernen, mich zu schützen. Und schützen kann ich mich leider nur, indem ich klare Grenzen setze und den Kontakt zu ihr meide.
Solche Entscheidungen können richtig hart sein und der Preis, den du dafür zahlst, kann ganz viel Schmerz und Trauer sein. Aber lass mich dir aus Erfahrung sagen: Dieser Schmerz ist viel viel besser als das, was du dir selbst antust, wenn du immer wieder zulässt, dass dich diese Person so behandelt.
Also behandle dich selbst gut, indem du nicht zulässt, dass jemand anders es nicht tut. Konfrontiere die Übeltäter und lerne, für dich selbst einzustehen. Denn niemand anders wird es tun – Du musst es schon selbst tun! Mache jetzt ein für alle Mal Schluss mit der Opferrolle!

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Keine Energie: Was tun bei Energielosigkeit?

Keine Energie: Was tun bei Energielosigkeit?

Manchmal steht man auf und wird einfach nicht richtig wach. Oder man wird kurz nach dem Aufstehen schon wieder müde. Man hat einfach keine Energie.

Hoppla, was passiert hier?

Trotz genügend Schlaf schlapp und energielos sein, kommt nicht von unseren Körpern, sondern tief aus dem Inneren.

Besonders problematisch ist es, wenn es dir so nicht nur einen Tag lang geht, sondern über mehrere Tage, eine Woche, einen Monat…

Wie geht man nun mit dieser Energielosigkeit um?

Die unbewusste und automatisierte Reaktion darauf ist von vielen: Gegen die Müdigkeit ankämpfen und sich wehren. Schließlich geht es doch jetzt gerade nicht, keine Energie zu haben. Du musst ja heute arbeiten, zur Uni gehen, dieses und jenes erledigen, bla bla… Das mag ja alles stimmen, jedoch ist es der Energielosigkeit relativ egal, was heute alles auf deiner To-Do-Liste steht.

Was passiert, wenn du dich gegen diesen Zustand der Müdigkeit wehrst, ist das Gegenteil von dem, was du beabsichtigst (!!!)

Du hältst den Zustand fest. Du manifestierst, dass du keine Energie hast.

Durch deinen Widerstand verlängerst du nur deine energielose Phase und du intensivierst dein Leiden.

Dadurch, dass du sagst: “Ich will/kann/darf jetzt aber nicht schlapp und antriebslos sein” verhinderst du, dass sich dein Zustand ganz natürlich verändert.

Du lenkst deine Energie auf das, was du nicht willst. Das Universum hört aber kein “nein” oder “nicht”. Wenn du sagst: “Ich will meinen Zustand nicht” ist alles, was ankommt: “Ich will meinen Zustand. Gib mir mehr davon”

Du hältst dich also an dem fest, was du eigentlich loswerden willst.


Wie nun, ändert man diese wenig konstruktive Herangehensweise?

Indem du dir klar machst, dass dein Widerstreben absolut gar nichts bringt. NULL KOMMA NICHTS. Es ist total dumm, sich gegen etwas zu wehren, was bereits Realität ist. Etwas abzulehnen, was schon eingetreten ist.

Versuche stattdessen, anzunehmen, dass du gerade keine Energie hast. Das ist ja auch gar nicht weiter schlimm. Was du nicht unbedingt heute erledigen musst, das verschiebst du halt. Und was heute gemacht werden muss, schaffst du sicher auch mit wenig Energie.

Entwickle dazu einfach deine persönlichen Affirmationen. Wie zum Beispiel: “Es ist nicht schlimm, dass ich müde bin. Ich bin trotzdem fähig, zu arbeiten.” Schraube einfach deine Ansprüche an dich selbst (die vermutlich eh völlig überhöht sind) für die Zeit, in der du dich schlapp fühlst, ein wenig herunter und arbeite mit dem, was IST.

Natürlich ist es ein blödes Gefühl, nicht die Energie zu haben, die man sich wünscht. Aber mach dir eins immer wieder klar: Deine Energielosigkeit abzulehnen macht das Ganze kein Stück besser. Im Gegenteil: Dadurch setzt sich dein Zustand fest und verändert sich umso weniger.

Wenn es dir möglich ist, gönne dir ein frühes zu Bett gehen oder einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Mache eine Entspannungsübung oder sehe dir einen schönen Film an. Tue etwas für dich, mit dir. Denn genau das will dir dein Körper mit der Energielosigkeit sagen: Du bist zwar nicht körperlich müde, geistig aber schon. Du brauchst Ruhe und Entspannung, Ich-Zeit und Verwöhnung.

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Und klar ist es auch sinnvoll, nach den tieferen Ursachen für die Energielosigkeit zu suchen. Natürlich stecken zum Beispiel negative und ablehnende Gedanken über dich, dein Leben und andere Menschen hinter deinem Zustand. Denn negative Gedanken saugen Energie ab.

Negative Gedanken fressen dir deine ganze Energie weg, während positive Gedanken dir Energie geben.

Also ist es neben dem Einüben von Akzeptanz in der aktuellen Situation längerfristig auch wichtig, solche Ursachen zu erkennen und daran zu arbeiten. Und wenn du an dem arbeitest, was dahinter steckt, dann werden solche Tage mit lowem Energielevel auch immer weniger. Daran musst du glauben, damit du einen Sinn in der inneren Arbeit an diesen Themen siehst.

Ich bin mir darüber bewusst, dass es manche Leute triggert, wenn ich Wörter wie “müssen” benutze, aber ich bin der Meinung, dass diese Verwendung an manchen Stellen sinnvoll ist. Denn um sich wirklich so zu verändern, dass man sich mit sich selbst und der Welt wohlfühlt, braucht man den inneren “Drill-Instructor”.

Ich persönlich bin der Meinung, dass man Disziplin und auch ein wenig Selbstzwang braucht, um diese Veränderung zu vollziehen. Denn dein ganzer Gewohnheitsleib schreit jedes Mal: “Nein, tu es nicht! Zu anstrengend! XY ist jetzt wichtiger!”, wenn du eine Übung oder etwas anderes der Persönlichkeitsveränderung dienendes tun willst. Also ist es manchmal ganz gut, etwas Müssen zu Wollen 🙂

Achte also an solchen Tagen mit wenig Energie auf Regelmäßigkeiten: Fühlst du dich zum Beispiel immer energielos, wenn du eine bestimmte Person triffst oder einer bestimmten Tätigkeit nachgehst? Oder hast du immer ähnliche Gedankengänge, die diesem Zustand vorausgehen?

Du solltest allerdings aufpassen, dass du dich nicht zwanghaft mit den Ursachen beschäftigst, dich dabei im Kreis drehst und dir letztendlich noch mehr Energie abziehst. Manchmal findet man einfach keinen Grund für den aktuellen Zustand oder die Suche nach Gründen bringt einen nicht weiter. Dann ist es einfach gut, die Suche ruhen zu lassen und sich der Entspannung und dem Akzeptieren zu widmen.


Nochmal zusammenfassend die wichtigsten Aussagen dieses Artikels:

Wenn du keine Energie hast, ist das Einüben von Akzeptanz diesem Zustand gegenüber erstmal das Wichtigste.

Außerdem ist es wichtig, nach den inneren Ursachen der Energielosigkeit zu forschen, um in Zukunft weniger häufig diesen Zustand zu erfahren.



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Selbstfindung – Was will ich eigentlich wirklich?

Selbstfindung – Was will ich eigentlich wirklich?

“You have to be aware  not to be manipulated by anybody… Just listen to your heart – that is your only teacher.” – Osho

Wahrscheinlich kennst du das Gefühl, auf der Suche zu sein. Auf der Suche danach, was zur Hölle du eigentlich mit deinem Leben anstellen willst. Auf der Suche danach, wer du eigentlich bist.

Natürlich hast du irgendwann schon einmal Antworten auf diese Fragen gefunden. Aber die Antworten auf diese Fragen verändern sich mit der Zeit. Du veränderst dich mit der Zeit. Oder deine Lebenssituation ändert sich und deshalb passen die alten Antworten leider nicht mehr.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Als ich noch studiert habe, wusste ich immer genau, was ich will und wo ich hingehöre. Ich war super zufrieden mit meiner Studienfachwahl, hatte eine tolle beste Freundin und es war völlig klar, dass ich gerade am richtigen Ort bin und das Richtige tue.

Als es dann irgendwann Richtung Masterabschluss ging, fing mein Leben an, komplizierter zu werden.

Oder vielleicht wurde gar nicht mein Leben kompliziert, sondern einfach nur die Gedanken in meinem Kopf. Die große Frage – Was wird danach? – beschäftigte mich immer mehr. Und meine Gedanken gingen nach links, nach rechts, vor und zurück. Bis ich wieder genau da war, wo ich angefangen hatte. Nur mit noch weniger Plan.

Dazu kam noch, dass die Beziehung zu meiner besten Freundin immer schlechter wurde und ich am Ende meines Studiums mit einem riesengroßen Fragezeichen meiner Zukunft gegenüberstand. Wichtigster Mensch weg, Käseglocke Uni weg.

Doch dann fand ich zum Glück sehr schnell einen Job. Alles hörte sich toll an. Ich war überzeugt davon: Jetzt wird alles besser! Jaaaaa…. Dass die Realität anders aussah, kannst du dir wahrscheinlich denken. Nach einem Monat war ich mir relativ sicher, dass ich den Job doch scheiße finde und haderte zudem immer mehr mit meinem Wohnort. Wäre es jetzt nicht an der Zeit, etwas völlig anderes zu wagen? Alles loszulassen und neu anzufangen?

Die Wahrheit ist: Ich weiß es nicht. Ich würde dir hier jetzt gerne sagen: “So und so kommst du auf jeden Fall an dein Ziel.” Aber das kann ich nicht. Weil es in Wirklichkeit nur einen Weg dahin gibt, herauszufinden, was wir wirklich wollen und wohin wir gehören: Wir müssen es ausprobieren. So funktioniert das mit der Selbstfindung.

Immer, wenn du eine Idee hast, was es sein könnte, musst du es einfach tun. Dein Kopf ist total super darin, sich vorzustellen, wie irgendwas sein wird. In der Realität geht der Weg der Selbstfindung dann aber doch oft in eine ganz andere Richtung.

Es fühlen sich Sachen manchmal total scheiße an, die sich in deinem Kopf so wahnsinnig toll angehört haben. Und in der Realität ist manchmal etwas genau das Richtige für dich, was du durch rationale Überlegungen komplett ausgeschlossen hättest.

Dieser Weg der Selbstfindung kann manchmal mühselig und unbequem sein. Die meisten Menschen streben danach, etwas in ihrem Leben zu erschaffen, das sie festhalten können.

Sei es eine Beziehung mit einem Partner oder einer anderen wichtigen Person. Oder sei es ein Job, eine Karriere, die möglichst kontinuierlich sein soll … ein Haus, einen Garten und 2,5 Kinder.

Da fällt es natürlich schwer, sich einzugestehen, dass der gerade eingeschlagene Weg mich nicht glücklich macht.

Ich hätte gerne etwas Dauerhaftes, aber dafür müsste ich Verrat an meinem Herzen begehen.

Und das will ich nicht und du willst es bestimmt auch nicht.

Denn eins steht fest: Unser Herz haben wir schon viel zu oft verraten und es führt zu nichts Gutem, das zu tun.

Also lasst euch nicht entmutigen. Lasst euch nicht sagen: “Das ist normal, dass man seinen Job nicht besonders mag, aber das muss man halt so machen” oder: “Also damit verdienen ja ganz wenige Menschen wirklich Geld…”

Wenn ihr so was hört, dann nehmt es nicht an und haltet euch von der Person fern, die es gesagt hat. Weil das Bullshit ist. Derjenige, der dir so was sagt, hat einfach selbst aufgegeben. Er oder sie hat sich nie getraut, seine Träume zu verfolgen und redet sich deshalb ein, dass es ja sowieso nicht möglich wäre.

Sei nicht einer dieser Menschen.

Sei ein Mensch, der bewusst wieder in die Verbindung zu sich selbst geht.

Der sein Herz und seine Intuition um Rat fragt und so seine Entscheidungen trifft. Sei der Eine, der das macht, was sich andere aus Fake-Sicherheitsdenken heraus nicht trauen. Sei der, der sich ehrlich fragt: Was will ich?

Geh in die Stille. Geh in dich selbst. Lausche auf die Antwort und habe den Mut, es einfach auszuprobieren. Angst vorm Scheitern ist völlig normal, aber du musst ihr nicht die Macht geben, deine Komfortzone zum Gefängnis werden zu lassen.

Und so entwickelst du Schritt für Schritt immer mehr Gewissheit darüber, was du wirklich willst. Du kannst Sachen ausschließen, bei denen du dich sonst immer gefragt hättest: Wäre es das vielleicht gewesen, wenn ich mich damals nur getraut hätte? Du führst ein Leben ohne Bedauern und große Fragezeichen, denn du tust es einfach und kannst es dann aus praktischer Erfahrung heraus beantworten.

Und genau so findet man sich selbst und seinen Weg: Durch Mut, Offenheit, die Bereitschaft, es einfach zu machen und sich umzuentscheiden, wenn es mal nicht funktioniert.

Denn Selbstfindung ist ein Prozess und kein Punkt, an den man „schnips“ kommt.