Selbstfindung – Was will ich eigentlich wirklich?

“You have to be aware  not to be manipulated by anybody… Just listen to your heart – that is your only teacher.” – Osho

Wahrscheinlich kennst du das Gefühl, auf der Suche zu sein. Auf der Suche danach, was zur Hölle du eigentlich mit deinem Leben anstellen willst. Auf der Suche danach, wer du eigentlich bist.

Natürlich hast du irgendwann schon einmal Antworten auf diese Fragen gefunden. Aber die Antworten auf diese Fragen verändern sich mit der Zeit. Du veränderst dich mit der Zeit. Oder deine Lebenssituation ändert sich und deshalb passen die alten Antworten leider nicht mehr.

Ein Beispiel aus meinem Leben: Als ich noch studiert habe, wusste ich immer genau, was ich will und wo ich hingehöre. Ich war super zufrieden mit meiner Studienfachwahl, hatte eine tolle beste Freundin und es war völlig klar, dass ich gerade am richtigen Ort bin und das Richtige tue.

Als es dann irgendwann Richtung Masterabschluss ging, fing mein Leben an, komplizierter zu werden.

Oder vielleicht wurde gar nicht mein Leben kompliziert, sondern einfach nur die Gedanken in meinem Kopf. Die große Frage – Was wird danach? – beschäftigte mich immer mehr. Und meine Gedanken gingen nach links, nach rechts, vor und zurück. Bis ich wieder genau da war, wo ich angefangen hatte. Nur mit noch weniger Plan.

Dazu kam noch, dass die Beziehung zu meiner besten Freundin immer schlechter wurde und ich am Ende meines Studiums mit einem riesengroßen Fragezeichen meiner Zukunft gegenüberstand. Wichtigster Mensch weg, Käseglocke Uni weg.

Doch dann fand ich zum Glück sehr schnell einen Job. Alles hörte sich toll an. Ich war überzeugt davon: Jetzt wird alles besser! Jaaaaa…. Dass die Realität anders aussah, kannst du dir wahrscheinlich denken. Nach einem Monat war ich mir relativ sicher, dass ich den Job doch scheiße finde und haderte zudem immer mehr mit meinem Wohnort. Wäre es jetzt nicht an der Zeit, etwas völlig anderes zu wagen? Alles loszulassen und neu anzufangen?

Die Wahrheit ist: Ich weiß es nicht. Ich würde dir hier jetzt gerne sagen: “So und so kommst du auf jeden Fall an dein Ziel.” Aber das kann ich nicht. Weil es in Wirklichkeit nur einen Weg dahin gibt, herauszufinden, was wir wirklich wollen und wohin wir gehören: Wir müssen es ausprobieren. So funktioniert das mit der Selbstfindung.

Immer, wenn du eine Idee hast, was es sein könnte, musst du es einfach tun. Dein Kopf ist total super darin, sich vorzustellen, wie irgendwas sein wird. In der Realität geht der Weg der Selbstfindung dann aber doch oft in eine ganz andere Richtung.

Es fühlen sich Sachen manchmal total scheiße an, die sich in deinem Kopf so wahnsinnig toll angehört haben. Und in der Realität ist manchmal etwas genau das Richtige für dich, was du durch rationale Überlegungen komplett ausgeschlossen hättest.

Dieser Weg der Selbstfindung kann manchmal mühselig und unbequem sein. Die meisten Menschen streben danach, etwas in ihrem Leben zu erschaffen, das sie festhalten können.

Sei es eine Beziehung mit einem Partner oder einer anderen wichtigen Person. Oder sei es ein Job, eine Karriere, die möglichst kontinuierlich sein soll … ein Haus, einen Garten und 2,5 Kinder.

Da fällt es natürlich schwer, sich einzugestehen, dass der gerade eingeschlagene Weg mich nicht glücklich macht.

 

Ich hätte gerne etwas Dauerhaftes, aber dafür müsste ich Verrat an meinem Herzen begehen.

Und das will ich nicht und du willst es bestimmt auch nicht.

Denn eins steht fest: Unser Herz haben wir schon viel zu oft verraten und es führt zu nichts Gutem, das zu tun.

Also lasst euch nicht entmutigen. Lasst euch nicht sagen: “Das ist normal, dass man seinen Job nicht besonders mag, aber das muss man halt so machen” oder: “Also damit verdienen ja ganz wenige Menschen wirklich Geld…”

Wenn ihr so was hört, dann nehmt es nicht an und haltet euch von der Person fern, die es gesagt hat. Weil das Bullshit ist. Derjenige, der dir so was sagt, hat einfach selbst aufgegeben. Er oder sie hat sich nie getraut, seine Träume zu verfolgen und redet sich deshalb ein, dass es ja sowieso nicht möglich wäre.

Sei nicht einer dieser Menschen.

 

Sei ein Mensch, der bewusst wieder in die Verbindung zu sich selbst geht.

Der sein Herz und seine Intuition um Rat fragt und so seine Entscheidungen trifft. Sei der Eine, der das macht, was sich andere aus Fake-Sicherheitsdenken heraus nicht trauen. Sei der, der sich ehrlich fragt: Was will ich?

Geh in die Stille. Geh in dich selbst. Lausche auf die Antwort und habe den Mut, es einfach auszuprobieren. Angst vorm Scheitern ist völlig normal, aber du musst ihr nicht die Macht geben, deine Komfortzone zum Gefängnis werden zu lassen.

Und so entwickelst du Schritt für Schritt immer mehr Gewissheit darüber, was du wirklich willst. Du kannst Sachen ausschließen, bei denen du dich sonst immer gefragt hättest: Wäre es das vielleicht gewesen, wenn ich mich damals nur getraut hätte? Du führst ein Leben ohne Bedauern und große Fragezeichen, denn du tust es einfach und kannst es dann aus praktischer Erfahrung heraus beantworten.

Und genau so findet man sich selbst und seinen Weg: Durch Mut, Offenheit, die Bereitschaft, es einfach zu machen und sich umzuentscheiden, wenn es mal nicht funktioniert.

Denn Selbstfindung ist ein Prozess und kein Punkt, an den man „schnips“ kommt.

Ein Gedanke zu „Selbstfindung – Was will ich eigentlich wirklich?

  • 30. Juli 2018 um 12:50
    Permalink

    Hi liebe Malou
    Ich bin neu hier, und finde toll, was du machst.
    Weiter so.
    Petra K.

    Antwort

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