Abgelehnt fühlen – Wie damit umgehen?

Ablehnung fühlt sich echt schlimm an.

Und wir alle finden uns von manchmal in Situationen wieder, in denen wir uns abgelehnt fühlen.

Wir alle kommen manchmal mit Menschen in Kontakt, von denen wir uns abgelehnt fühlen.

Das ist in dem Moment ziemlich hart. Es fühlt sich unangenehm an. Sehr unangenehm. Deshalb ist die Reaktion darauf von vielen Menschen, das Gefühl zu unterdrücken. Es wegmachen zu wollen.

Doch das löst leider gar nichts. In der Tiefe brodelt das Gefühl der Ablehnung weiter und wird immer stärker.

Deshalb habe ich in diesem Artikel Tipps zusammengestellt, die dich bei deinem Umgang mit Ablehnung unterstützen.


Die Wurzel der Ablehnung

Zunächst einmal die Frage: Warum ist es überhaupt so schlimm, wenn jemand oder etwas Ablehnung in uns triggert?

Es ist deshalb so schlimm, weil uns dieses abgelehnt fühlen an einen alten Schmerz erinnert. Es bringt uns in Kontakt mit einer alten Wunde aus unserer Kindheit.

Denn leider hatten wir alle keine Eltern, die uns bedingungslos lieben und annehmen konnten. Zumindest hat niemand, den ich persönlich kenne, solche Eltern.

In diesem Moment, in dem das Kind bemerkt, dass die Eltern es nicht bedingungslos lieben und annehmen können, fühlt es sich abgelehnt. Diese Ablehnung verankert sich tief in dem Kind als Glaubenssatz.

Das Kind fängt an, zu glauben:

“Ich bin nicht genug.”

Und dieser Glaubenssatz wirkt in den meisten Erwachsenen immer noch.

Deshalb fühlen sich auch viele Menschen angezogen von anderen Menschen, die sie ganz offensichtlich ablehnen. Sie beweisen sich damit immer wieder, dass sie von anderen abgelehnt werden. Und sie verlagern den inneren Kampf um Akzeptanz ins Außen, indem sie ganz verbissen um die Akzeptanz und Liebe dieses Menschen kämpfen. Obwohl sie tief in sich eigentlich wissen, dass dieser Mensch sie niemals lieben wird.

Ihr inneres Kind schreit damit ganz laut nach Aufmerksamkeit. In solchen Momenten ist es gut, zu dir selbst zurückzukommen und dein inneres Kind in den Arm zu nehmen. Dein inneres Kind heilen ist die einzige Lösung für diesen Konflikt.

Somit lautet der erste Schritt im Umgang mit abgelehnt fühlen:


Schritt 1: Den Schmerz fühlen

Wenn du nicht willst, dass dein Leben eine endlose Wiederholung von dem immer gleichen Drama in geringfügig anderen Gewändern ist, dann kommst du um diesen Schritt nicht drum herum.

Es ist das Schmerzhafteste und Transformierendste, was du tun kannst. Wenn du den Schmerz fühlst, dann erlöst du ihn damit. Denn Zeit allein heilt keine Wunden. Sondern das Fühlen des Schmerzes.

Also gehe einmal in die Stille und schaue, was sich zeigt. Meditation lernen ist eine wirkungsvolle Strategie, um mit der Ablehnung besser umgehen zu können.

Oder setz dich einmal hin und schreibe alles auf, was kommt, wenn du an das Thema Ablehnung denkst und es fühlst.

Gehe mit dem Schmerz in Kontakt. Gib ihm Raum. Wie auch immer das für dich aussieht. Es ist nur wichtig, dass du für dich ein Ritual findest, in dem du das Gefühl der Ablehnung spüren, annehmen und dann loslassen kannst.

Wenn du den Konflikt zu dir selbst zurückgenommen und deinen Schmerz erlöst hast, ist es Zeit für den zweiten Schritt.


Schritt 2: Sieh die andere Person realistisch

Anstatt den Fehler bei dir zu suchen, leg mal die rosarote Brille ab.

Hör auf, zu denken, du müsstest noch besser sein.

Egal, wie sehr du dich anstrengst, du wirst nie gut genug sein für diesen Menschen.

Egal, wie toll du bist, du wirst nie toll genug sein für diesen Menschen.

Egal, wie sexy du bist, du wirst nie sexy genug sein für diesen Menschen.

Egal wie eloquent du bist, du wirst nie eloquent genug sein für diesen Menschen.

Egal wie gebend du bist, du wirst diesem Menschen nie das geben können, was er sich wünscht.

Der Fehler liegt nicht bei dir!

Dieser Mensch ist einfach nicht in der Lage, dich anzunehmen und zu lieben. Weil er so ist, wie er ist. Das hat nichts mit dir zu tun!

Hör auf, zu kämpfen. Du kannst diesen Kampf nicht gewinnen. Niemals.

Schenke dir selbst stattdessen ein:

Ich bin ok so wie ich bin.

Das ist die Wahrheit. Punkt. Ende der Geschichte.

Ein Mensch, um dessen Akzeptanz und Liebe du kämpfen musst, ist nicht dein Mensch.

Ein sich selbst liebender Mensch lässt solche Menschen einfach links liegen.

Er wendet sich stattdessen Menschen zu, die ihn einfach so lieben können. So, wie er ist. Bei denen er nicht das Gefühl hat, anders, besser sein zu müssen.

So schwer das vielleicht erstmal umzusetzen ist, so einfach ist es aber eigentlich.

Egal, in welcher Situation deines Lebens du bist, frag dich einfach:

“Was würde ein sich selbst liebender Mensch jetzt tun?”

Und dann hast du die Antwort.

Die Person, von der du dich abgelehnt fühlst, lehnt sich vielleicht selbst ab. Deshalb kann sie auch mit deiner Liebe nicht umgehen, weil sie nicht zu ihrem Selbstbild passt. Vielleicht handelt es sich um eine Person, die sich selbst immer in Menschen verliebt, die sie nicht lieben. Damit beweist sie sich dann immer wieder, dass sie nicht liebenswert ist.

Was willst du dagegen machen?

Du kannst das innere Programm einer Person nicht ändern. Das kann sie nur selbst.

Also hör auf, zu hoffen, dass er oder sie es irgendwann checkt und deine Zuneigung erwidert. Das ist verschwendete Zeit und Energie.

Niemand muss checken, wie toll du bist. Außer du selbst! Und wenn du selbst das erstmal auf einer ganz tiefen Ebene verstanden hast und deine Selbstliebe fließt, dann kann dir die äußere Ablehnung auch nichts mehr anhaben.


Schritt 3: Schaff dir bewusst ein akzeptierendes Umfeld

Lass die Menschen hinter dir, die dich nicht wertschätzen. Umgib dich bewusst mit Menschen, von denen du dich angenommen fühlst.

Wenn du Menschen, von denen du dich abgelehnt fühlst, erlaubst in deiner Nähe zu sein, dann hat das fatale Folgen. Du sendest dir damit immer wieder das Signal, dass du nicht genug bist.

Wie willst du so in das Gefühl der Selbstliebe und Annahme kommen? Es ist unmöglich.

Natürlich musst du den Switch von der Ablehnung zur Annahme selbst innerlich vollziehen. Aber das kannst du nur, wenn dir dein Umfeld genau das zurück reflektiert.

Also wähle dein Umfeld bewusst. Richte dich mit deinen Gedanken und deinen Handlungen auf ein liebevolles Umfeld aus.


Fazit:

Sich abgelehnt fühlen, kann echt hart sein. Aber es steckt auch ein großes Geschenk darin. Das Geschenk, dass du siehst, wo du selbst noch Ablehnung dir gegenüber in dir hast.

Und diese Ablehnung kannst du dann erlösen. Du kannst sie zu dir selbst zurücknehmen, wo sie ihren Ursprung hat.

Du kannst der anderen Person vergeben und erkennen, dass ihre Ablehnung nichts mit dir zu tun hat. Du musst sie nicht persönlich nehmen. Du kannst die Gelegenheit nutzen, um diese Schattenseite zu integrieren. Und dadurch kommst du letztendlich nur noch mehr in deine Selbstliebe.



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