Wie Glaubenssätze dir dienen können

Wie Glaubenssätze dir dienen können

Glaubenssätze – was genau ist das eigentlich und wie können wir sie als Instrument für unsere persönliche Entwicklung nutzen? Dieser Frage widme ich mich in diesem Blogartikel.

Erst einmal sind Glaubenssätze ganz neutral Annahmen, die du über die Realität hast. Glaubenssätze sind Sätze, die du über dich, über das Leben und über andere Menschen glaubst.

Dadurch, dass du sie glaubst, bekommen sie Macht.

Ihre Neutralität verlieren Glaubenssätze dadurch, dass sie uns meistens dann auffallen, wenn sie negative Auswirkungen haben. Meistens bemerken wir einen Glaubenssatz dann, wenn wir das Gefühl haben, dass er uns einschränkt.

 

 

Warum sind Glaubenssätze so machtvoll?

Machtvoll sind sie deshalb, weil sie bestimmen, wie du die Realität interpretierst.

Es gibt nicht die EINE Realität.

Wenn du in einem Raum voller Leute bist, erleben alle Menschen gerade etwas völlig Unterschiedliches. Auch wenn sich objektiv gesehen erst einmal nur eine Situation abspielt.

Aber wir alle haben unsere ganzen Filter und Prägungen, die zusammen die Brille formen, durch die wir die Welt sehen.

Einer dieser Filter sind unsere Glaubenssätze.

Wenn ich zum Beispiel den Glaubenssatz habe: „Andere Menschen lehnen mich ab.“, dann bildet dieser Glaubenssatz einen Filter durch den ich die Realität wahrnehme.

Das heißt, zwischen der Realität und mir steht immer meine Wahrnehmung, meine Bewertung.

Und wenn ich glaube, dass andere Menschen mich ablehnen, werde ich unbewusst immer nach Anzeichen Ausschau halten, die mir das bestätigen. Es kann zum Beispiel sein, dass mir an einem Tag drei Leute signalisieren, dass sie mich akzeptieren. Ein Mensch jedoch signalisiert mir am selben Tag, dass er mich ablehnt.

Durch meinen Filter „Andere Menschen lehnen mich ab“, bewerte ich den einen Menschen, der mich ablehnt, viel höher als die drei Menschen, die mich akzeptieren.

Am Ende des Tages erinnere ich mich womöglich nur noch an den einen Menschen, der mich ablehnt. Die drei Menschen, die mich akzeptieren, habe ich entweder schon lange vergessen oder ich habe von Anfang an gar nicht wahrgenommen, dass sie mir Akzeptanz signalisiert haben. Sich selbst akzeptieren scheint nun unmöglich.

 

Realität ———–> Bewertung ———-> Was bei mir ankommt

 

Glaubenssätze bestimmen also, wie du die Realität interpretierst. Das ist der erste Grund für ihre Macht.

Der zweite Grund ist, dass sie dein Verhalten beeinflussen. Sie beeinflussen dein Verhalten, so dass du selbst die Realität produzierst, an die du glaubst.

Wenn du beispielsweise davon überzeugt bist, dass das Leben schwer ist, dann wirst du dir auch das immer wieder beweisen. Es kann zum Beispiel sein, dass du durch diesen Glaubenssatz immer wieder selbst dein Leben in eine schwere Richtung lenkst.

Wenn das Leben mal ganz leicht ist, dann kollidiert es mit deinem Glaubenssatz und du triffst irgendeine Entscheidung, die dein Leben wieder schwer macht. Eine Entscheidung, die den Kampf zurück in dein Leben bringt.

Glaubenssätze bestimmen also nicht nur, wie du die Realität wahrnimmst. Sondern sie führen im Sinne einer self-fulfilling prophecy dazu, dass du selbst deine Realität so beeinflusst, dass du dir deine Glaubenssätze immer wieder bestätigst. Und am Ende kannst du dann sagen:

„Siehst du, das Leben ist schwer. Hab ich doch gesagt.“

„Siehst du, andere mögen mich nicht. Wusste ich doch.“

 

Wie entstehen Glaubenssätze?

Doch wie kommen wir überhaupt erst einmal zu diesen ganzen Glaubenssätzen, die irgendwo tief in uns rumwabern und uns das Leben manchmal ganz schön schwer machen können?

Wie immer sind daran die Eltern schuld. Nein, Spaß beiseite.

Natürlich werden die meisten Glaubenssätze schon relativ früh angelegt und natürlich werden sie oft durch enge Bezugspersonen geprägt. Das kann aber zum Beispiel auch eine Kindergärtnerin sein, die mir zu verstehen gibt, dass es als Mädchen für mich angemessener wäre, mit Puppen zu spielen. Daraus kann ich dann den Glaubenssatz entwickeln:

„Mädchen sind anders als Jungs.“

Oder: „Als Mädchen stellen andere rollenspezifische Erwartungen an mich.“

Glaubenssätze können sich aus Sätzen entwickeln, die ganz konkret jemand oft zu mir gesagt hat. Es kann aber auch sein, dass ich sie aus dem Verhalten von jemandem abgeleitet habe.

Zum Beispiel kam mein Vater früher immer ganz geschafft von der Arbeit nach hause und hat dann den restlichen Tag alles getan, um sich zu entspannen und zu regenerieren. Es war ganz offensichtlich für mich als Kind, dass Arbeit ätzend und anstrengend ist und man seine Freizeit fast ausschließlich dafür benötigt, sich von dieser ätzenden Arbeit einigermaßen wieder zu erholen.

Glaubenssätze, die ich daraus entwickelt habe, sind zum Beispiel:

„Arbeit ist anstrengend.“

Und: „Freizeit ist Erholung von Arbeit.“

Dass diese Glaubenssätze nicht gerade zu einem erfüllten und balancierten Leben führen, dürfte relativ offensichtlich sein.

 

Wie kann ich Glaubenssätze für mich nutzen?

Ich lade dich dazu ein, einmal bei dir Inventur zu machen.

Was glaubst du über dich und das Leben? Was davon empfindest du als hinderlich? Was davon empfindest du als positiv und stärkend?

Mache dir einmal klar, wie es um deine Glaubenssätze bestellt ist und welche besonders wichtig sind.

 

Glaubenssätze

 

Es gibt Glaubenssätze verschiedener Ebenen und verschiedener Bereiche.

So haben wir zum Beispiel solche, die uns selbst betreffen. Wir haben aber auch solche, die unsere Beziehungen betreffen. Und wir haben solche, die andere Menschen betreffen und solche, die das Leben an sich betreffen. Wir haben Glaubenssätze, die unser Arbeitsleben betreffen.

Dann gibt es Glaubenssätze, die sehr tief gehen und welche, die eher oberflächlich sind. Jene, die tief gehen, fassen viele andere von darüber liegenden Ebenen zusammen.

Wenn ich beispielsweise glaube: „Andere Menschen hören mir nicht zu.“, befindet sich vermutlich der Glaubenssatz „Ich bin unwichtig.“ oder: „Ich werde nicht gesehen.“ darunter.

Der Glaubenssatz „Ich bin unwichtig“ kann sich wiederum noch in weiteren Glaubenssätzen einer oberflächlicheren Ebene bemerkbar machen. Ich kann zum Beispiel ebenfalls glauben: „Ich werde oft vergessen.“ oder: „Ich muss mich selbst zurückstellen.“ – all diese Glaubenssätze lassen sich auf den Glaubenssatz, dass ich unwichtig bin, zurückführen.

Es gibt verschiedene Wege, Glaubenssätze zu transformieren. Bei allen geht es darum, negative Glaubenssätze zu hinterfragen und damit zu entkräften.

Eine sehr wirkungsvolle Technik hierfür ist „The Work“ von Katie Byron. „The Work“ ist eine schriftliche Meditation, bei der man sich selbst verschiedene Fragen stellt, in sich hineinspürt und die Antwort verschriftlicht. Das hat oft zum Ergebnis, dass sich der Glaubenssatz etwas oder sogar vollständig löst.

 

Nochmal zusammengefasst: Glaubenssätze sind Annahmen über die Realität. Sie beeinflussen unser Verhalten und wie wir die Realität interpretieren. Es ist wichtig, sich erst einmal darüber bewusst zu werden, welche Glaubenssätze ich konkret habe und dann eine Technik zu finden, mit der ich gut an der Transformation von einschränkenden Glaubenssätzen arbeiten kann.

Sag JA zum Leben

Sag JA zum Leben

Viele Probleme und Sorgen, die uns tagtäglich begleiten, hängen damit zusammen, dass wir noch nicht voll und ganz JA zum Leben sagen.

Vielleicht sagen wir sogar nicht JA zum Leben, sondern NEIN. Oder vielleicht sagen wir: „Vielleicht, eventuell unter Umständen. Aber ich muss mir das Ganze nochmal überlegen und es kommt auch auf die Situation an.“

Diese Information, ob es ein JA, ein NEIN oder ein VIELLEICHT ist, ist tief in deinen Zellen gespeichert und wirkt sich darauf aus, wie du dich fühlst und wie du das Leben wahrnimmst.

Beschwerst du dich viel? Bist du allem Neuen gegenüber, was dir in deinem Leben begegnet, erst einmal kritisch? Stehst du morgens auf und denkst: „Keinen Bock auf diesen Tag. Keinen Bock auf die Arbeit. Keinen Bock auf all die Aufgaben, die heute auf mich warten.“

Dieses NEIN zum Leben, was letztendlich ein Leben mit angezogener Handbremse bedeutet, ist ein sehr beliebter Volkssport. Deshalb ist es auch so schwierig, dieses NEIN vollkommen in ein JA zu transformieren.

Überall in deinem Alltag wirst du Menschen begegnen, für die es völlig normal ist, sich über fast alles zu beschweren, das Negative in allem zu suchen und das, was Realität ist, abzulehnen und dagegen anzukämpfen.

Deshalb brauchst du ein waches Bewusstsein, um endgültig aus diesem Spiel auszusteigen und nicht in alte Muster zurückzufallen.

Ein NEIN zum Leben verhindert, es völlig genießen zu können. Ein NEIN zum Leben verhindert, Zufriedenheit zu empfinden. Ein NEIN zum Leben verhindert, sich auf das Abenteuer des Lebens voll einzulassen und es in all seinen Facetten auszukosten.

Während ein JA zum Leben dazu führt, es voll und ganz zu leben. Ein JA zum Leben führt dazu, intensiver zu riechen und zu schmecken. Lauter und herzlicher zu lachen. Tiefer zu lieben. Weiter zu laufen. Höher zu springen. Sich mehr zu trauen. Unbeschwerter zu sein.

Wie viele Sorgen ich mir über das Leben mache, hängt auch maßgeblich mit meiner Einstellung zum Leben zusammen. Wenn ich ein tiefes NEIN zum Leben in mir vergraben habe, dann werde ich auch dazu neigen, mir viele Sorgen zu machen. Weil ich eigentlich NEIN zum Leben sage, suche ich immer nach Gründen dafür, dass es nicht klappt und nach negativen Aspekten von dem, was gerade ist.

Und wenn ich eigentlich NEIN zum Leben sage, dann werde ich mich auch nie trauen, mich selbst voll und ganz zu leben. Meine Träume zu verwirklichen, scheint dann unmöglich.

 

Ursprung des NEINs zum Leben

Warum sagen wir eigentlich NEIN zum Leben? Wenn man das Ganze logisch betrachtet, dann ergibt es eigentlich keinen Sinn. Wir sind ja nun mal am Leben, welchen Sinn macht es da, nicht voll und ganz JA zum Leben zu sagen?

Wir alle haben schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Jemand hat uns gesagt, wir seien nicht gut genug. Das hat dazu geführt, dass unser JA zum Leben geschwächt wurde. Jemand hat uns unsere Macht genommen. Das hat dazu geführt, dass unser JA zum Leben geschwächt wurde.

Vielleicht hatten wir auch Eltern, die uns vorgelebt haben, NEIN zum Leben zu sagen. Vielleicht hatten wir Eltern, die uns den Eindruck vermittelt haben, das Leben sei nicht wirklich lebenswert. Vielleicht hatten wir Eltern, die immer eher am Leben waren als wirklich zu leben. Vielleicht hatten wir Eltern, die Angst vorm Leben hatten und ihm nicht vertraut haben. Vielleicht ist uns etwas Schlimmes zugestoßen, was dazu geführt hat, dass wir angefangen haben, NEIN zum Leben zu sagen.

All diese Dinge sind nun einmal so passiert und es gibt keinen Weg, sie rückgängig zu machen. Das Einzige, was du tun kannst, ist, jetzt anzufangen, ein kräftiges JA zum Leben tief in deine Zellen einzupflanzen.

 

Wege zum JA zum Leben

Wie können wir nun unser NEIN in ein JA verwandeln?

Ein Weg zum JA zu deinem Leben ist es, nicht starr deine Erwartungen erfüllen zu wollen. Dein Leben fließt nun mal so dahin, wie es fließt. Ob du das jetzt gerade gut findest oder nicht.

Ein JA zum Leben bedeutet also immer auch, das zu umarmen, was gerade kommt.

Ziele sind gut und wichtig, aber manchmal läuft es einfach ganz anders und dann ist es gut, das Ziel erst einmal loszulassen.

Ein JA zum Leben bedeutet, mit dem Flow zu gehen. Das zu lieben, was ist. Auch wenn es gerade nicht das Leben ist, was ich vor fünf Jahren für mich geplant hatte. Und auch wenn es nicht das Leben ist, was ich vor einem Jahr für mich geplant hatte.

 

[optin-cat id=“623″]

 

Was es auch unbedingt braucht für ein dauerhaftes JA zum Leben ist ein waches Bewusstsein. Denn alte Muster sind stark. Gerade wenn du denkst, dass du jetzt wirklich JA zu deinem Leben sagst, kommt eine kleine Stimme in deinem Kopf und fängt an, Negativität zu verbreiten, indem sie irgendeinen Aspekt deines Lebens kritisiert und dir einredest, dass du dich gerade im Mangel befändest.

Diese Stimme gilt es, leise zu drehen. Oder vielleicht musst du sie auch gar nicht leise drehen. Vielleicht reicht es, sie wie einen Radiosender zu behandeln. Du hörst ihn zwar, aber das Gesagte nimmst du gerade überhaupt nicht auf. Er plätschert einfach dahin und du denkst dir: „Ja, ja, Radiomoderator, rede du mal. Das juckt mich gerade gar nicht.“

Das heißt, du gibst dieser Stimme keine Macht. Du glaubst ihr nicht und deshalb hat sie keinen Einfluss auf dich.

Ein Leben im vollen und klaren JA zu ihm zu verbringen, ist eines der größten Geschenke, das du dir selbst machen kannst. Also sag JA zum Leben und sag auch JA zu dir selbst. Das wird dir beim Selbstliebe entwickeln helfen.

Was ist Freiheit? Wie wir uns selbst frei leben können

Was ist Freiheit? Wie wir uns selbst frei leben können

Was ist Freiheit?

Ich glaube, die meisten Menschen haben ein verklärtes romantisches Konzept von Freiheit.

Und dieses Konzept von ihnen bildet in Wirklichkeit nur einen winzig kleinen Ausschnitt davon ab, was Freiheit alles ist.

Die Eine denkt: Freiheit ist, mit 200 Km/h die Autobahn runterbrettern. Der andere denkt: Freiheit ist, wenn mir niemand sagt, wann ich zu putzen habe. Die Nächste denkt: Freiheit ist, wenn ich alleine in der Natur bin.

Und ja, das sind alles Dinge, bei denen ich mich frei fühlen kann.

….Aber ist das wirklich Freiheit?

Die Meisten von uns sind so gefesselt von den Beschränkungen in ihrem Kopf. Gelähmt von all den Dingen, vor denen sie Angst haben und worüber sie sich Sorgen machen. Einen winzig kleinen Moment lang spüren sie, was sie gerade wirklich wollen. Vielleicht nehmen sie sich sogar vor, es wirklich zu tun. Der Drang nach Freiheit zieht sie. Sie wollen sich selbst leben.

Doch dann macht sich ein komisches Gefühl breit. Woher kommt das Gefühl? Es ist Folge ihrer unbewussten Gedanken.

Ein Gedanke vom Ego, von der Angst und der Fake-Sicherheit, hakt ihr System und sie fallen voll drauf rein.

Dieser Gedanke erzählt uns nun also, warum die Freiheit nicht möglich ist. Er erzählt uns, was alles schief gehen kann. Dass deine Mutter oder die Gesellschaft dann furchtbar enttäuscht von dir wären. Dass dann vielleicht die Rente nicht reicht. Dass du diesem und jenen Menschen gegenüber Verpflichtungen hast. Dass du scheitern könntest und es deshalb sicherer ist, es erst gar nicht zu versuchen. Dass du einfach nicht der Typ Mensch für so was bist. Oder einer meiner Lieblinge: Dass ja ganz wenige Menschen mit so was wirklich Geld verdienen.

Mit all diesen Behauptungen hakt das Ego deine Gedanken und infolge dessen auch deine Gefühle und plötzlich scheint es unmöglich, frei zu sein. Plötzlich scheint das, was sich gerade noch so gut angehört hat, eine Schnappsidee zu sein. Plötzlich sinkst du in dir zusammen und fühlst dich vor Angst ganz klamm.

Und du bleibst lieber in deiner sicheren langweiligen Welt, als frei zu sein. Der Preis der Freiheit scheint zu hoch zu sein. So ist dein Leben vielleicht ein bisschen trist und abgestorben, aber es ist dir vertraut und die Risiken sind einigermaßen kalkuliert. Zumindest scheint es so. Denn alles, was dir jetzt so sicher vorkommt, ist es eigentlich gar nicht. I´m sorry, my dear. Denn deine Freundin kann sich jederzeit von dir trennen. Deine Firma kann jederzeit pleite gehen. Deine Mutter kann jederzeit sterben. Dein Auto kann dir jederzeit geklaut werden. Dein Haus kann jederzeit abfackeln.

Was löst es in dir aus, das zu lesen? Fühlst du dich schlecht? Bekommst du Angst? Schmiedet dein Ego im Hinterkopf gerade noch bessere Pläne, um dich abzusichern?

Wie sicher fühlst du dich, wenn du das alles nicht mehr hast? Und ist diese Sicherheit wirklich echt, wenn sie an etwas anderes als an dich selbst geknüpft ist?

Denn du bist das Einzige, was dich wirklich über dein ganzes Leben hinweg tragen und begleiten wird. Du bist das Einzige, das du wirklich nicht verlieren kannst.

Was ist Freiheit? Freiheit ist, wenn du wirklich das tun kannst, was du gerne tun möchtest, ohne dass dich deine Ängste und Beschränkungen davon abhalten.

Was ist Freiheit? Freiheit ist, wenn du aus dir selbst heraus lebst und dir nicht von irgendwelchen sozialen Normen ein Gefängnis bauen lässt.

Was ist Freiheit? Freiheit ist, wenn du deinem Herzen folgen kannst auch wenn eine geliebte Person deine Entscheidung vielleicht nicht gut heißt.

Freiheit ist für mich eines der höchsten Güter. Du kannst es dir nicht kaufen, sondern es ist eine Geisteshaltung, die zu entwickeln nicht leicht und von vielen Seiten verhindert wird.

Freiheit zu leben ist ein Prozess, in dem du immer mehr zu dir selbst kommst und dich immer mehr traust, dich selbst zu leben.

In kleinen Schritten löst du dich immer mehr von inneren und äußeren Zwängen und kommst so immer mehr in einen Zustand, in dem du frei dich selbst lebst.

Freiheit ist etwas Inneres und kann nicht unbedingt von außen gut eingeschätzt werden. Es ist nicht unbedingt die dauerreisende Yogalehrerin freier als der Vorstadt-Papa mit 40-Stunden-Woche, Haus und Hypothek.

Freiheit ist eine Geisteshaltung, die sich darin zeigt, wie ich Entscheidungen treffe und was für Entscheidungen ich treffe.

Was ist Freiheit? Freiheit ist der Mut, meinem Herzen zu folgen und ihm zu vertrauen.

Wenn du das nächste Mal eine Entscheidung triffst, dann beobachte einmal, wie du sie triffst. Welche inneren Anteile dürfen beim Entscheidung treffen mitreden? Hat die Angst viel Einfluss? Folgst du dem, was du wirklich willst?

Ich wünsche dir ganz viel Freude auf deinem Weg in die Freiheit.

Liebe deinen Körper – 6 Tipps für mehr Körperliebe

Liebe deinen Körper – 6 Tipps für mehr Körperliebe

Seinen Körper zu lieben, ist das Fundament für eine positive Beziehung zu ihm. Eine positive Beziehung zum eigenen Körper zu haben, ist wiederum Teil einer positiven Einstellung zum Selbst.

Deshalb sollte die Körperliebe bei der Selbstliebe auch immer Raum bekommen.

Denn, wenn ich meinen Geist und meinen Verstand liebe, aber eine negative Einstellung zu meiner Hülle habe, dann fehlt da irgendwas. Die Liebe hat dann kein solides Fundament.

Denn du hast diesen Körper. Es ist nur dein Körper. Und du hast in diesem Leben nur diesen einen Körper.

Was für einen Sinn macht es also, ihn abzulehnen?

Was für einen Sinn macht es, mit ihm zu hadern und ihn anders, besser haben zu wollen, wenn er so ist, wie er ist?

Gar keinen.

Es macht keinen Sinn gegen etwas zu kämpfen, was so ist. Und all diese Energie ist so schlecht eingesetzt in dem Kampf gegen deinen Körper. Ja, vielleicht wirst du es mit massivem Energieeinsatz schaffen, dass dein Körper ein bisschen anders ist. Ein bisschen dünner. Ein bisschen muskulöser. Ein bisschen leistungsfähiger.

…Aber ist es das wert? Wäre es nicht viel schöner und klüger, deinen Körper voll und ganz anzunehmen, so wie er ist?

Mit all seinen Falten, seinem Speck, seinen Schmerzen und Gebrechlichkeiten, seinen Momenten des Versagens.

Denn auch das gehört zu ihm. Auch das macht ihn zu deinem wundervollen einzigartigen Körper.

Und anstatt immer nur im Spiegel auf die Stellen zu schauen, die dir nicht gefallen, und anstatt deinen Körper immer nur dann zu beachten, wenn er gerade mal nicht kann – Nimm ihn in all den wundervollen Momenten wahr, in denen er dich trägt. Mach dir mal klar, dass er dir ermöglicht, durch den Wald zu laufen. Du hast Beine, die dich tragen. Das ist nicht selbstverständlich. Frag mal Menschen, die keine (funktionierenden) Beine mehr haben, was sie für deine Beine geben würden.

Liebe deinen Körper für all das, was du schön an ihm findest. Wenn du dich im Spiegel betrachtest, nimm bewusst alles an dir wahr, was du magst.

Liebe deinen Körper dafür, dass er dir ermöglicht, andere Menschen zu berühren und zu umarmen. Stelle dir einmal vor, du hättest keinen Körper. Dann könntest du nichts fassen. Du wüsstest nicht, wie sich etwas anfühlt. Und ist es nicht wundervoll, jemanden zu berühren? Ist es nicht wundervoll, berührt zu werden?

Liebe deinen Körper dafür, dass er dir sagt, wenn du nicht mehr kannst. In Momenten, in denen du nicht auf deine Gefühle hören willst und im Durchhaltemodus bist und damit dir selbst nur schadest, in diesen Momenten sagt dir dein Körper liebevoll durch Schmerzen, Krankheit oder Erschöpfung: „Bitte sei lieb zu dir. Gönn dir etwas mehr Ruhe und Mitgefühl.“

Dein Körper ist nicht dein Feind und er hat auch keinen eigenen Willen: Er ist dein Diener.

[optin-cat id=“623″]

Und er arbeitet 24/7 nur für dich ohne Pause. Er atmet dich und hält dich damit am Leben. Er verdaut dein Essen und sortiert das aus, was du nicht brauchst. Er trägt dich überall hin. Er gibt sein Bestes, um dir das Maß an Sport und Bewegung zu ermöglichen, das du dir wünscht.

Also liebe deinen Körper, anstatt ihn zu kritisieren. Starte jetzt eine leidenschaftliche Liebesbeziehung mit deinem eigenen Körper.

Hier ein paar Tipps, um in den Zustand der Liebe zu deinem Körper zu kommen:

Tipp 1: Radikale Akzeptanz deines Körpers

Du hast nur diesen Körper. Deshalb ist es kompletter Irrsinn, ihn nicht zu hundert Prozent anzunehmen. Und ich verspreche dir, es wird so eine Erleichterung sein, nicht mehr gegen deinen Körper zu kämpfen. Es wird sich so gut anfühlen.

Tipp 2: Dankbarkeit für deinen Körper

Mache einmal eine Liste mit all den Sachen, die dein Körper dir ermöglicht und mit allem, was du gut an ihm findest. Entwickle ein Bewusstsein dafür, wie viel Gutes dein Körper dir tut und wie unglaublich viele Gründe du eigentlich hast, ihn wertzuschätzen.

Tipp 3: Verwöhne deinen Körper

Was mag dein Körper? Meiner liebt zum Beispiel Massagen, Sauna und Baden. Dein Körper tut so viel für dich, also nimm dir bewusst regelmäßig Zeit, um ihm etwas zurückzugeben. Sage ihm: „Das, mein lieber Körper, ist jetzt nur für dich!“ Er wird sich sehr darüber freuen und es dir danken.

Tipp 4: Höre auf deinen Körper

Dein Körper ist ein sehr weiser Ratgeber. Er zeigt dir die ungehörten Schreie deiner Seele. Gefühle können wir sehr gut ignorieren, weil wir es gewohnt sind, in der materiellen Welt zu leben. Deshalb materialisieren sich unsere unterdrückten Gefühle oft in Form von Krankheiten oder Schmerzen, weil das eine Sprache ist, die wir verstehen. Wenn du unter irgendwelchen psychosomatischen Beschwerden leidest, dann mache dir klar, dass dein Körper dir nur etwas zeigt, was auf einer anderen Ebene entstanden ist. Er ist also nicht Schöpfer oder Ursache dieser Krankheit. Der Körper hat keinen eigenen Willen. Alles, was er tut, ist, dir zu helfen, ins seelische Gleichgewicht zu kommen.

Und ja ich weiß, manchmal ist es ätzend, dass wir keine Maschinen sind und deshalb nicht unbegrenzt leistungsfähig sind, aber das ist nun mal so. Diese Tatsache zu ignorieren führt höchstens zum Burnout.

Tipp 5: Schöpfe ein Körperliebe-Ritual

Finde für dich ein Ritual, eine Übung, eine Geste, mit der du die Liebe zu deinem Körper stärkst. Du kannst dir zum Beispiel regelmäßig selbst über den Kopf streicheln und deinem Körper sagen: „Ich hab dich lieb, Körper!“

Damit schaffst du in deinem Alltag einen Anker für deine Körperliebe und vertiefst sie immer mehr.

Tipp 6: Sei zärtlich zu deinem Körper

Wenn du willst, dass es sich gut anfühlt, wenn andere dich anfassen, dann solltest du auch selbst wissen, wie du dich so anfassen kannst, dass es sich gut anfühlt. Und das ist nicht unbedingt nur sexuell gemeint.

Ich lade dich dazu ein, deinen eigenen Körper kennenzulernen. Schließe einmal die Augen und berühre deinen Körper, streichle ihn. Wie reagieren deine Beine, wenn du sie streichelst? Wie gefällt es deinem Bauch? Wie mag dein Gesicht gerne berührt werden?

Kenne deinen Körper und baue eine zärtliche und liebevolle Beziehung zu ihm auf.

Denn Körperliebe ist Selbstliebe. Und ohne Körperliebe auch keine maximale Selbstliebe.

Wie du achtsames Selbstmitgefühl entwickeln kannst

Wie du achtsames Selbstmitgefühl entwickeln kannst

Die Selbstliebe hat viele Geschwister. Selbstwertgefühl, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein – und auch das Selbstmitgefühl. Vielleicht ist das Selbstmitgefühl sogar ihre Zwillingsschwester.

Denn die Frage: „Habe ich Mitgefühl mit mir selbst?“, hängt eng mit der Frage: „Kann ich mich selbst lieben?“ zusammen.

Wenn ich mit mir selbst mitfühlen kann, wenn ich Verständnis für mich selbst habe, dann gibt es da eine liebevolle Instanz mir selbst gegenüber in mir.

Wenn ich mich allerdings nicht liebe, dann bin ich wahrscheinlich auch sehr hart zu mir selbst. Wenn ich mich selbst nicht liebe, dann fällt es mir schwer, achtsames Selbstmitgefühl zu entwickeln. Gerade wenn einmal etwas nicht gelingt oder es mir schlecht geht, habe ich dann nicht viel Nettes zu mir selbst zu sagen.

Zum Beispiel gab es vor ein paar Jahren eine Zeit in meinem Leben, in der ich dauernd erkältet war. Ich war wirklich ungefähr genauso viel krank wie ich gesund war. Und anstatt Mitgefühl mit mir zu haben und mich liebevoll zu pflegen, habe ich mir selbst innerlich Vorwürfe gemacht, weil ich so oft krank war. Ich war sauer auf mich selbst, weil ich es nicht geschafft habe, meine Probleme auf anderen Ebenen zu lösen und anscheinend immer wieder diese Krankheit brauchte. Meine damalige Psychologin machte mich dann auf dieses Muster aufmerksam. Sie sagte: „Es geht ihnen schon schlecht und dann kommen Sie und hauen nochmal drauf.“

Das war einer dieser Momente, in denen es mir wie Schuppen von den Augen fiel: Das eigentliche Problem war nicht mein „Problem“, sondern mein Umgang damit. Das „Problem“ oder auch die Krise entstand dadurch, dass ich gemein, hart und ungnädig zu mir selbst war.

Wir werden von der Gesellschaft dazu konditioniert, alles von uns zu erwarten, aber für nichts Verständnis zu haben. Wir sind nun mal keine Roboter. Und das Leben ist nun mal kein Hollywood-Film. Es wird immer Dinge geben, die wir nicht können. Situationen, in denen wir scheitern. Phasen im Leben, in denen nichts zu funktionieren scheint und wir unser Leben als riesengroße Leere empfinden. Gerade in den Zeiten, in denen es uns schlecht geht, gilt es, achtsames Selbstmitgefühl zu entwickeln. Gerade für unsere vermeintlichen Schwächen brauchen wir dringend unser Verständnis und unser: „Es ist in Ordnung, Du bist in Ordnung. So, wie du jetzt gerade bist.“

 

Die Elemente des Selbstmitgefühls

Genauer drauf gezoomt, besteht Selbstmitgefühl aus drei verschiedenen Elementen:

  1. Selbst-Fürsorge

Die Selbst-Fürsorge ist der Teil des Selbstmitgefühls, wo wir für uns selbst sorgen. Was bedeutet es, für mich selbst zu sorgen? Das bedeutet, dass ich eine Instanz in mir installiere, die über mich wacht. Diese Instanz kannst du dir zum Beispiel als Wächter oder als starke Kriegerin vorstellen, wenn du gerne mit Imaginationen arbeitest. Was immer sich für dich gut anfühlt.

Welche Aufgabe hat diese Instanz?

Sie hat die Aufgabe, für die Erfüllung deiner Bedürfnisse zu sorgen. Das heißt einerseits, dass du deine Bedürfnisse wahrnimmst und sie dir selbst erfüllst und andererseits, dass du deine Bedürfnisse auch vor anderen aussprichst und einforderst. Gerade in Beziehungen kommt es oft vor, dass Bedürfnisse von zwei Menschen unterschiedlich sind und der eine für den anderen sein Bedürfnis zurückstellt. Und natürlich kann es auch ok sein, mein Bedürfnis für jemand anders zurückzustellen, wenn mein Bedürfnis nach Harmonie größer als das andere Bedürfnis ist. Jedoch sollte das nicht zum Dauerzustand werden, denn dann wirst du dir selbst nicht gerecht und das wiederum fällt auch der Beziehung zu Lasten.

Es gehört also auch zur Selbst-Fürsorge, „Nein“ zu sagen und Konflikte auszutragen. Denn leider ist ein „Ja“ zu mir selbst manchmal ein „Nein“ zu jemand anderem. Das lässt sich nicht vermeiden. Jedes „Nein“ kann empathisch und wertschätzend ausgedruckt werden, so dass der andere weiß, dass es keine Herabsetzung seiner Person ist.

Dieser Punkt kann schwer fallen und braucht etwas Übung. Ich habe erst mit 21 angefangen, Konflikte auszutragen, anstatt sie in mich hineinzufressen und ich sage dir, die ersten paar Male hatte ich das Gefühl, ich würde sterben. Aber es wird einfacher und das Gefühl mir selbst gegenüber wenn ich für mich eingestanden bin, ist unbezahlbar.

 

[optin-cat id=“628″]

 

  1. Selbst-Verständnis

Wenn du achtsames Selbstmitgefühl entwickeln willst, ist es wie oben schon angesprochen wichtig, Verständnis für dich selbst zu entwickeln.

Egal, wie verpeilt du bist. Egal, was du alles nicht kannst. Egal, was du alles nicht willst, was angeblich normal ist. Egal, was du alles nicht hast.

Du verdienst dein Verständnis. Zu hundert Prozent. Immer und in jeder Situation.

Was sind besonders Situationen, in denen Selbst-Verständnis wichtig ist?

All das sind Situationen, wo mein Verständnis mir selbst gegenüber so verdammt wichtig ist und wo es leider oft verloren geht. Es sind Situationen, in denen es mir sowieso schon nicht gut geht und ich durch meine Reaktion darauf die Sache entweder entscheidend verbessern oder entscheidend verschlimmern kann.

Wenn die Situation gerade sowieso schon blöd ist und ich trete auch noch nach, wird sich davon irgendwas verbessern? Nein, im Gegenteil: Dann kommt nur noch ein ungutes Gefühl mir selbst gegenüber hinzu.

Und auf der anderen Seite löst sich das ungute Gefühl etwas, wenn ich sanft zu mir bin und Verständnis für mich selbst habe.

 

  1. Selbst-Achtsamkeit

Wenn ich achtsames Selbstmitgefühl entwickeln will, ist der Teil der Achtsamkeit natürlich unabdingbar.

Die Selbst-Achtsamkeit ist notwendig, damit ich überhaupt erst mal bemerke, was gerade in mir abgeht. Denn, wenn ich keine Achtsamkeit für meine inneren Prozesse habe, dann bemerke ich natürlich auch nicht, wenn ich gerade ein destruktives inneres Selbstgespräch führe oder wenn ich mich selbst gerade auf irgendeine andere Art schlecht behandle.

Selbst-Achtsamkeit beinhaltet, meine Gefühle und Gedanken wahrzunehmen und sie zuzulassen. Selbst-Achtsamkeit beinhaltet, mir Zeit für mich selbst zu nehmen. Selbst-Achtsamkeit beinhaltet, mich zu fragen, wie es mir geht.

Ich gehe also bewusst und achtsam mit mir selbst um. Ich gebe mir selbst Raum und ich gönne mir Ich-Zeit. Ich frage mich regelmäßig: Wie geht es mir eigentlich gerade?  Braucht gerade irgendetwas in mir meine Aufmerksamkeit?

 

Hier noch einmal eine selbst gebastelte Grafik zur Veranschaulichung der verschiedenen Elemente des Selbstmitgefühls: